Top-Psychologin erklärt: "Deshalb sind wir alle so müde und erschöpft" - Prof. Eva Asselmann | Clip #111

Shownotes

Mein Buch "Das High Energy Prinzip" ist jetzt seit 4 Monaten SPIEGEL-Bestseller!

Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
Du kannst es hier bestellen.

In diesem Clip spreche ich mit Prof. Dr. Eva Asselmann, einer der jüngsten Professorinnen Deutschlands, darüber wie wir die Kontrolle über unser Leben zurückgewinnen und wir uns nicht mehr ständig überfordert fühlen.

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Die Erstausstrahlung dieser Episode war im April 2026.

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:00: Plus, ich habe mal so ein Zitat aufgeschnappt.

00:00:02: Ich weiß nicht mehr woher die Quelle sagte Perfektionismus ist Angst in Designerklamotten und auch da steckt viel dran denn es steckt ja einen Treiber dahinter dass man Angst vor Bewertung hat, dass es noch besser werden muss.

00:00:15: Ja keine Kritik für etwas zu kriegen und es gehört Mut dazu etwas Unperfektes in den Markt zu bringen Feedback einzuholen.

00:00:22: ich denke das kannst du auch bei deinem Buch.

00:00:24: man hätte noch eine Korrektierschleife einbauen können Man hätte noch ne Studie einbauten können irgendwann ist mal Schluss Und das erfordert mut sich verletzbar und und Kritik auszusetzen.

00:00:35: Ich möchte noch Eva zum weiteren Punkt kommen denn wo ich den Zusammenhang bevor ich es gelesen habe erst mal noch gar nicht so gesehen hab und das war, dass du gesagt hast... Dieses Gefühl von zu viel resultiert auch aus einer Einsamkeit, die wir in der Gesellschaft beobachten.

00:00:51: Die viele Menschen immer mehr treibt.

00:00:54: auf der einen Seite haben wir mehr Freunde als jemals zuvor in den sozialen Medien aber echte tiefe persönliche soziale Kontakte werden für viele Menschen zur Mangelware.

00:01:04: Warum gibt uns auch das ein Gefühl von Überforderung wenn wir einsamer werden?

00:01:10: Weil wir menschensoziale Wesen sind.

00:01:12: Wir brauchen Das Miteinander dieses Gefühl, ich gehöre dazu.

00:01:17: Ich bin ein Teil der Gruppe.

00:01:18: Deswegen sind ja auch Menschen leistungsorientiert weil sie durch die Leistung sich sozialen Status an Erkennung verschaffen wollen.

00:01:26: Auch das ist ja häufig ein Mittel zum Zweck und wenn mir diese soziale Resonanz fehlt dann bricht etwas Wesentliches weg.

00:01:34: also wir brauchen halt das miteinander für unsere Gesundheit.

00:01:38: Es macht uns glücklich, kennen wir vielleicht von einem Abendessen, wo man dann beschwingt nach Hause kommt.

00:01:43: Und das ist auch ein wahnsinniger Puffer von Stress.

00:01:46: Also gerade bei Belastungen wissen wir aus der Forschung brauchen Menschen eins, zwei Menschen die für sie da sind, die Rückhalt geben.

00:01:55: Das ist zentral umzugehen mit Rückschlägen und wenn das wegbricht werden wir natürlich fragiler und unser Leben fühlt sich häufig Lehrer

00:02:05: an.

00:02:08: Lass uns mal zu deinem sechs-Wochen-Programm kommen, weil das ist was die Leute ja wissen wollen.

00:02:12: Jetzt haben wir ein bisschen lamentiert bzw.

00:02:15: diskriptiv beschrieben, was für Herausforderungen auf Menschen und Nervensysteme wirkt.

00:02:20: Und bevor wir jetzt in ein paar Tools reingehen – es geht um innere Stärke meine Frage an dich!

00:02:25: Wenn du auf einer Skala von eins bis zehn und die sieben darf nicht ausgewählt werden, was du als Wissenschaftlerin verstehst?

00:02:32: Warum?

00:02:35: Würdest du deine eigene mentale Stärke bewerten?

00:02:40: Die Selbstwirksamkeit, um die es ja hier geht relativ hoch.

00:02:44: Weil ich schon viele Dinge erreicht habe, die ich mir vorgenommen hab und zum Beispiel so ein Buch wenn das dann erfolgreich läuft ist ein unheimlicher Treiber von der Selbstwirksomkeit.

00:02:54: Du hast ja erstmal eine ganz abstrakte Idee im Kopf.

00:02:58: Ich erinnere mich noch daran, wie ich am Strand entlanggeschockt bin in LA.

00:03:02: Und das war alles relativ diffus und irgendwann hältst du da nicht nur dein Buch an den Händen sondern du siehst es auch noch im Regal in irgendeiner Buchhandlung die du noch nie zuvor betreten hast.

00:03:10: Das ist ja irgendwie schon etwas was dich Wirksamkeit spüren lässt und dass auch... Beflügelt.

00:03:18: Also ich hatte das Privileg schon relativ viele Dinge in meinem Leben umsetzen zu können und dass ist ein Treiber dessen, was sich dann natürlich hochschaukelt und das zeigt auch die Forschung.

00:03:30: eigene Erfahrung beflügbelt Das Gefühl von Selbstwirksamkeit umgekehrt.

00:03:35: Menschen die diese Erfahrungen nicht haben Die zunehmend an den Rand geraten den Fehl dieser Erfahrung Und die fühlen sich mit der Zeit immer ohnmächtiger.

00:03:43: Also welchen Wert würdest du dir geben auf der Selbstwirksamkeitsskala?

00:03:48: Kommt drauf an, mit wem ich mich vergleichen.

00:03:50: Vielleicht so eine ... Acht Komma

00:03:54: Fünf.

00:03:54: Okay!

00:03:56: Jetzt habe ich eine... Du hast das Buch angesprochen und ich durfte diese Erfahrung auch schon machen in einem Phänomen.

00:04:01: was ich aber auch wenn ich ganz selbstkritisch in meinen Gehirn gucke oft beobachte ist dass vergangenes sozusagen verwässert und das nächste, das neue wieder die höchste Priorität bekommt.

00:04:15: Gar nicht so sehr aus einem unbändigen Ambitionslevel sondern einfach dass das geschafft ist immer auf so ein Konto einzahlt.

00:04:27: Ich weiß gar nicht, wie ich das besser beschreiben soll aber auch ich wenn ich jetzt eine Liste schreiben würde könnte zurecht sagen dass sich viele Dinge umgesetzt habe.

00:04:35: aber es ist nicht so dass mein Gefühl dadurch immer stärker wird sondern dass das irgendwann auch wieder ein Stück weit verwässert.

00:04:44: kennst du das also?

00:04:45: Kennst du dieses Gefühl oder gibt es dafür einen Begriff?

00:04:48: Ist das gängig und wie können wir dafür sorgen, dass eigentlich der wichtige Teil der Frage... Wie können wir da für sorgen, ...dass diese Erfahrungen auch wirklich sacken.

00:04:57: Und auf dieses Konto einzahlen und nicht irgendwo versanden?

00:05:02: Also relevant für uns sind ja mal Erfahrungen wo vorher nicht sicher war ob wir das schaffen würden.

00:05:07: Wenn ihr jetzt so was ganz leichtes erreicht, wo dir eigentlich vorher klar war, du packst das eh, dann ist das für dich keine neue Erfahrung.

00:05:14: die wird auch Einzahlen auf dein Selbstwirksamkeitskonto.

00:05:17: am prägsamsten sind eigentlich die, wo du dir vorher unsicher warst.

00:05:21: Wo du vielleicht so dattest, hm ... ich bin mir nicht sicher.

00:05:25: Ich hab so ein bisschen Angst, schaff' ich das?

00:05:27: Und dann erlebst du, hey, ich pack's!

00:05:29: Weil das deine ... Dein Selbstbild nach oben korrigiert und vielleicht bist du jemand der schon so viel schafft und ambitioniert bist, dass es dann einfach eine wahnsinnig krasse Erfahrung sein muss damit sich deine Selbstwirksamkeit noch weiter erhöht.

00:05:46: Verstanden, inwiefern ... Jetzt wird's richtig spannend aus meiner Sicht.

00:05:49: Inwiefern spielt es eine Rolle?

00:05:53: Wie viel man ein potenziell in der Zukunft liegendes Ereignis schon visualisiert hat und ist damit schon fast zu Realität hat werden lassen?

00:06:01: Ich mach'n Beispiel!

00:06:02: Ich bin großer Tennis-Fan und Alexander Sverref ich weiß nicht ob du den kennst vom Namen zumindest einer oder der beste deutsche Tennis Spieler im Moment Der hatte in sehr jungen Jahren Ich weiß nicht mehr genau, welches Turnier es war.

00:06:15: Oberst Turnier gewonnen hat oder einen der Top-Leute Djokovic Federer Nadal gegen ihn gewonnen hatte.

00:06:20: aber ich meine das waren Turniersieg und er hat sich gefreut aber es waren ziemlich Moderates Freuen.

00:06:28: Ich hab ihn nie gefragt, ich hab ihn noch nicht gesprochen.

00:06:30: Aber in seinen Augen habe ich nicht Überraschung oder Überwältigung gesehen, sondern eher Bestätigung.

00:06:36: Weil in seinem Selbstbild er ist sehr früh ... Sein Bruder ist einige Jahre ältert, sehr früh mit diesen Menschen schon auf dem Platz gestanden.

00:06:43: Er sieht sich seit Jahren und Jahrzehnten in dieser Rolle des Champions.

00:06:47: Und wenn es dann passiert, ist das nichts überwältigendes, womit man nie gerechnet hätte, sondern die Bestätigkeit dessen, worauf man hingearbeitet hat?

00:06:56: Würde das, dass was du gerade sagst abschwächen?

00:06:59: Wenn man also schon so in dieser Realität mental lebt.

00:07:02: Dass es nur noch eine Bestätigung und keine Überraschung ist?

00:07:06: Ja, du nimmst es ja dann vorweg!

00:07:08: Der wird sich das alles ja schon ausgemalt haben als wenn es real ist und dann auch dran geglaubt haben, dass er's packt.

00:07:13: Also es ist ja auch ein bisschen dieses Ziel des Manifestierens, dass du dir diese Bestätigungen von vorher holst um sie mitzunehmen auf deinem Weg.

00:07:22: Und klar ist dann dieses Erfolgserlebnis selber nicht mehr so die Überraschung.

00:07:27: Korrigiert weniger, weil du vorher schon korrigiert hast, sodass es weniger auf dein Konto einzahlt.

00:07:34: und gleichzeitig auch wenn man sehr ambitioniert ist... Es ist ja häufig eine Erleichterung, man hat ein hohes Ziel, man will's aber unbedingt erreichen!

00:07:41: Man weiß vorher ich werde sehr enttäuscht sein, wenn ich das nicht erreiche, auch wenns für andere vielleicht wahnsinnig krass wäre, wenn sie es erreichen und dann erreichst du es Du freust dich vielleicht eine Minute und dann bist du irgendwie nur noch erleichtert, dass da jetzt die Enttäuschung ausbleibt.

00:07:54: Also es ist auch immer eine Sache des

00:07:56: Erwartungshorizontes.".

00:07:57: Und das erlebe ich ja auch ganz oft, dass Menschen auf dem Olympieres Schaffens ob Sportler sind oder Autoren sind wirklich enttäuscht sind weil dieses Glücksgefühl auf das sie hingehofft haben, auf das Sie Jahre jahrzehnte hingearbeitet haben, ausbleibend!

00:08:12: Der Hoffnungsschimmer, dass das entlohnt für all die Müser und Verzicht.

00:08:16: Und wenn das ausbleibt, dann kann ein das wirklich auch in so einem... Unter Sportlern gibt es diese post-olympische Depression von der die Jessica vom Bredow Erndel hier auch sehr ausführlich berichtet hat.

00:08:27: Was kannst du menschen?

00:08:27: Dafür muss man kein Spitznatlet sein!

00:08:29: Vielleicht hat man auf dem Projekt hingearbeitet oder so und dachte, dass man sich wirklich freut und dann fällt man eher in einen Loch rein.

00:08:35: Was kann zu Menschen empfehlen, aus einer depressiven Stimmung wieder rauszufinden?

00:08:43: Ein ganz kurzer Hinweis in eigener Sache beziehungsweise ein großes Dankeschön.

00:08:48: Mein neues Buch, das High-Energie-Prinzip ist Spiegel besteller geworden und das macht mich sehr demütig und dankbar denn es zeigt wie viele Menschen sich danach wirklich sehen wieder voller Energie ihr Leben, ihr Auf und ab zu gestalten.

00:09:03: Ohne höher, schneller weiter Biohacking-Zirkus oder Selbstoptimierungswahn sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!

00:09:12: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.

00:09:18: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast Hörern genau das getan haben.

00:09:24: Und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem buch die acht Strategien zusammengefasst, auf die es wirklich ankommt.

00:09:33: Wissenschaftlich fundiert aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist.

00:09:41: Du findest das Buch überall wo es Bücher gibt.

00:09:44: den Link dazu findest du in den Show Notes vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.

00:09:52: und jetzt zurück zur Podcast Episode

00:09:56: Ich gerne reinigt so sehr auf diese Höhepunkte zu fixieren.

00:09:58: Das wissen wir auch sehr gut aus Forschung, da gibt's die sogenannte Setpoint-Theorie.

00:10:02: Die besagt, dass jeder zu seinen Setpoint im Wohl befinden und nach einem Erfolgserlebnis genauso wie nach einem Schicksalsschlag kehrst du irgendwann häufig relativ schnell wieder zu deinem Ausgangspunkt zurück.

00:10:18: Selbst Lottogewinne machen Menschen nicht anhalten.

00:10:20: glücklich vielleicht kurzfristig ein paar Wochen und dann geht das Ding genau wie vorher.

00:10:24: wir überschätzen fundamental welche Rolle solche Höhlenflüge vor unserer wo befinden, spielen.

00:10:32: Und klar ist es irgendwie wichtig oder das ist ein Höhepunkt im Leben und man darf da auch drauf hinarbeiten.

00:10:37: Ich bin selbst ein ambitionierter Mensch und finde das sehr wichtig.

00:10:41: Gleichzeitig ist es aber wichtig so den Alltag, dass hier und jetzt nicht aus dem Blick zu verlieren.

00:10:47: Der eigentliche Treiber von Lebensglück sind eher die Gewohnheiten, die kleinen unscheinbaren Glücksmomente haben wir eben schon drüber geredet Die darf man sich holen auch in einer harten Trainingsphase, dass man eben nicht alles auf den Verzicht setzt.

00:11:03: Auf dieses Ziel in der Zukunft sondern auch im Hier und Jetzt lebt gleichzeitig Und das darf ja beides nebenher existieren.

00:11:12: Aber ich glaube es ist schon eine Gefahr wenn man sich sehr auf eine Sache fixiert einmal dass der Druck sehr hoch wird Dass man natürlich auch entlang fällt wenn man es nicht erreicht was immer passieren kann dass aber auch diese Erwartungen niemals erfüllt werden können, wenn man so viel auf diese eine Sache setzt.

00:11:28: Und dann entsteht ganz schnell Enttäuschung und auch innere Lehre.

00:11:32: Weil wenn alles deinem ganzen Lebensglück nur von diesem einen Moment abhängt, selbst wenn er gut ausgeht, irgendwann ist der um- und dann fällt es zu Ende noch und dann kannst du in die Depression fallen.

00:11:42: Deswegen ganz wichtig gerade für erfolgsorientierte Menschen verschiedene Lebensbereiche mit berücksichtigen... gerade wenn ich sehr leistungsorientiert bin, dass ich trotzdem noch mir überlege.

00:11:56: Habe ich Familie oder Freunde?

00:11:58: Jemand der mir den Rücken stärkt vielleicht ein Hobby was jetzt nichts zu tun hat mit dieser einen Sache damit sich auch der Selbstwert das Glück aus verschiedenen Quellen speist und nicht fragier wird man eine Quelle davon verzagt

00:12:14: macht viel Sinn und deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.

00:12:16: Wenn ich immer eine hohe Erwartung hatte, dass es toll werden wird dann... Und das wissen wir auch, wie Dopamin funktioniert.

00:12:24: Es geht immer um einen Reward-Prediction Error.

00:12:27: Wenn die Prediction schon maximal hoch ist dann kann es nur eine negative Abweichung davon geben und damit ist ein Dopamindefizit fast vorprogrammiert.

00:12:36: Lass uns jetzt noch ein paar Punkte.

00:12:37: und wir gehen nicht alles durch weil die Menschen sollen auch dieses wunderbare Buch sich natürlich noch ansehen, die dafür interessiert sind.

00:12:43: aber Was mich in dem Teil drei, den du vorhin skizziert hast überrascht hat im Ersten war.

00:12:49: Dass für all diese Probleme die Menschen mehr oder weniger kennen und fühlen Die Selbstwirksamkeit die Lösung ist.

00:12:57: Das ist ein Begriff, den man vielleicht gehört hat Im englischen Self-Efficacy.

00:13:02: So das wäre sich mit psychologischen Konzepten etwas auskennt.

00:13:05: aber Mich hat überrasacht dass das... ...die Lösung für alle diese Probleme sein soll.

00:13:10: Ich überziehe jetzt bewusst etwas Aber Du erklärst es da extrem schön, finde ich.

00:13:16: Warum eben dieses Konzept für ganz viele dieser Dinge nicht die finale Lösung aber zumindest eine starke Entlastung sein kann?

00:13:24: Und erklären's doch mal bevor wir in die Umsetzung gehen warum diese Selbstwirksamkeit auf all diese Dinge wirklich strahlende Effekte hat.

00:13:32: Ja, die vielen Treiber von Überforderungen im Alltag fühlen jetzt zu diesem Gefühl Ich verliere die Kontrolle und wenn irgendwie ohnmächtig ausgeliefert Und was wir aber brauchen ist das Gefühl von Handlungsfähigkeit.

00:13:46: Ich kann etwas tun, ich bin wirksam!

00:13:48: Ich kann vielleicht nicht alles steuern, was passiert im Leben?

00:13:51: Aber ich habe Einfluss auf das hier und jetzt, auf die wesentlichen Dinge in meinem Leben – und das ist Selbstwirksamkeit.

00:13:57: Das Vertrauen, ich kann handeln auch wenn ich nicht alles Steuern kann.

00:14:01: Und ich kann umgehen, auch wenn sich unerwartbare Schwierigkeiten, Probleme Schicksalschläge

00:14:08: auftun.".

00:14:11: Okay, dann lass uns mal ein paar Elemente.

00:14:15: Ich liebe sie immer mit Schritt eins zu starten.

00:14:16: also wenn jemand jetzt zuhört und sagt ich fühle das alles die Nachrichten machen mich traurig.

00:14:22: ich weiß aber dass ich keinen Einfluss auf die weltpolitische Lage habe auf den iran konflikt auf mögliche politische Entwicklung hier im Land, auf die Wirtschaft.

00:14:32: Auf Einstellungsstops von großen Konzerns.

00:14:35: So viele Dinge, die wirklich was mit der Seele machen können wenn man das auch nah an sich ranlässt.

00:14:40: Was kann man jetzt in seinem kleinen stillen Kämmerchen wie wir es alle für uns haben tun um seelisch stärker zu werden?

00:14:47: Um dem Ganzen etwas aus eigener Kraft entgegenzusetzen?

00:14:50: Wie geht die Reise los?

00:14:52: Also einmal weg von diesen Gedanken sorgen, wo wir ja sehr entweder in der Vergangenheit sind und grübeln oder in der Zukunft uns sorgen.

00:15:01: Machen über abstrakte Dinge die wir nicht kontrollieren können wie die Weltlage zurück ins Hier-und-Jetzt.

00:15:06: da kann man sich überlegen hier bin ich eigentlich gerade hier.

00:15:09: was sehe ich?

00:15:09: drei Dinge zwei Dinge die ich höre eine Sache die ich gerade spüre auf meiner Haut um wieder hier jetzt anzukommen.

00:15:17: Dann kann ich mir überlegen, welche Herausforderungen stehen denn jetzt gerade an in meinem Alltag?

00:15:22: Was ist der nächste winzige Schritt, den ich gehen kann.

00:15:25: Das sind sogenannte Mikrohandlungen und die signalisieren unserem Gehirn Ich bin wirksam!

00:15:30: Ich kann etwas steuern, ich bin nicht ohnmächtig Und daraus erwächst dann häufig mehr dass wir eben nicht nur diesen einen kleinen Schritt gehen sondern noch ein und noch ein.

00:15:42: bei Dingen, die sehr abstrakt und für mich selbst unlösbar sind.

00:15:45: Zum Beispiel die Klimakrise.

00:15:46: kann ich mehr überlegen.

00:15:48: wie kann ich mich denn im Kleinen engagieren?

00:15:50: Im Rahmen dessen was mir selbst möglich ist und schon diese Handlung selbst wenn nicht das große Problem dadurch nicht vollständig löse?

00:15:57: natürlich signalisieren wir Ich bin nicht ohnmächtig ausgeliefert sondern kann etwas beitragen

00:16:06: probiere immer so den Skeptiker zu simulieren und er jetzt sagt, was soll das denn für einen Unterschied in meinem Leben machen wenn ich jetzt anfangen, ein Buch zu schreiben um jetzt bei dem Beispiel zu bleiben.

00:16:19: Also was macht das im Gehirn vielleicht auch neurobiologisch wenn wir wirklich ins Handeln kommen in dieses Momentum kreieren?

00:16:25: Was entsteht da was dann zu einem viel besseren seiner besseren Resilienz und Selbstwirksamkeit am Ende kommt um in dieser Situation in drei Monaten in sechs Monaten besser aufgestellt zu sein?

00:16:37: Du machst erstmal diese unmittelbare Erfahrung.

00:16:40: die Erfahrung ist der allergrößte Treiber von Selbstwirksamkeit überhaupt.

00:16:44: dadurch verändert sich dein Selbstbild.

00:16:47: Ich bin eben nicht ohnmächtig, sondern ich kann handeln und durch dieses Selbstbild verändert sich deine Haltung und wie du die Dinge angehst.

00:16:54: Du traust dir also noch mehr zu!

00:16:55: Das ist wie so eine positive Kaskade.

00:16:58: Verhalten beeinflusst Haltung, Haltung beeinflußt Verhalten und so traust du dich immer mehr zu und wirkst über die Zeit.

00:17:07: Es gibt noch ein schönes Zitat, was in die Richtung geht.

00:17:10: Vorhin ist mir nicht eingefallen als du schon darüber gesprochen hast aber es steht das Sinn macht dass Schwere tragbar und da steckt wirklich viel Sinn in dem drin.

00:17:20: aber warum ich jetzt anspreche is man kann natürlich irgendwas banales machen aber man kann ja auch Dinge machen die für einen selber Sinn ergeben.

00:17:32: viele Erkenntnisse dazu, wenn man etwas Sinnvolles und es muss nicht immer der Job sein.

00:17:36: Viele hadern das ihr Job eben nicht, dass ultimativ sinnstiftend ist.

00:17:41: aber man kann ja auch in anderen Bereichen des Lebens ob's Familie ist, ob's soziales Engagement oder so.

00:17:47: Aber gib uns doch nochmal, wenn Menschen sagen, aber es ist auch anstrengend und es kostet Zeit und so warum es so wichtig ist auch irgendwas Sinnvolle im eigenen Leben demnach zu gehen.

00:17:56: Also Sinn gibt ja erst mal die Richtung vor.

00:17:59: Wir haben gerade Überhandlung und Verhalten gesprochen, aber in welche Richtung möchte ich eigentlich handeln?

00:18:04: Was möchte ich bewirken?

00:18:05: Ich brauche eine Richtung, in die ich mich bewege.

00:18:08: Und dafür muss ich wissen, was sind denn meine Werte?

00:18:11: Was ist aus meiner Sicht sinnvoll und erstrebenswert?

00:18:15: Und das klar zu haben, danach kannst du dein gesamtes Leben dann ausrichten!

00:18:20: Und wir wissen, dass dieses Gefühl von Sinn ... Die Dinge nicht leichter macht, aber tragbarer wie du gerade gesagt hast.

00:18:28: Wie bei einem Rucksack der fühlt sich schwer an.

00:18:31: Aber deutlich leichter wenn du weißt wohin die Reise

00:18:48: führt.

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