Gehirnexpertin warnt: "Dafür ist unser Dopaminsystem nicht gemacht!" - Dr. Teresa Cramer | Clip #104

Shownotes

Mein neuer SPIEGEL Bestseller "Das High Energy Prinzip" ist da!
Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.

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In diesem Highlight-Clip spreche ich mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Teresa Cramer darüber, wie unser Gehirn und Dopaminsystem funktionieren und wie wir das Wissen über diese Zusammenhänge nutzen können, um das Auf und Ab unseres Lebens besser gestalten zu können.

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Die Erstausstrahlung dieser Episode war im Januar 2026.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dann lass uns mal tiefer in Dopamin einsteigen, ist ja eines deiner Parade-Disziplinen.

00:00:04: Ich liebe Dopamine!

00:00:05: Ja wie wir alle glaube ich.

00:00:06: aber du verstehst zumindest die Mechanismen im Unterschied zu vielen Menschen und hat auch viel mit dem Auf und Ab des Lebens zu tun.

00:00:13: wie man Dopamin versteht ob man es ungefiltert laufen lässt in der heutigen Gesellschaft sehr einfach.

00:00:21: früher musste man da fast schon zu verbotenen Substanzen greifen.

00:00:25: heute sind sie alle überall erhältlich.

00:00:29: Was ich von dir lernen durfte, ist dass einer der Hauptunterschiede zwischen Menschen und Tieren tatsächlich ein sehr hoher Dopaminspiegel

00:00:36: ist.

00:00:37: Erklär das

00:00:38: mal!

00:00:38: Also warum ist es so?

00:00:40: Was glaubt man was das evolutionsbiologisch sozusagen gemacht hat?

00:00:43: und dann kommen wir gleich zu den Anwendungen für uns im Alltag?

00:00:46: Ja darauf gekommen ist man weil schon seit mehreren Jahrzehnten eigentlich Forscher sich immer damit beschäftigt haben was macht den Menschen denn besonders und vor allem anders vom Affen?

00:00:59: Das waren schon einige frühere Studien, die gezeigt haben.

00:01:01: Natürlich ist unser Prefrontaler Cortex viel größer als der von Primaten aber wir haben auch ein Enzym das Dopamin produziert d.h.

00:01:09: Tyrosine Hydroxylase und dieses Enzym ist bei Menschen viel höher expressierter als bei Primaten zum Beispiel.

00:01:16: Und dann wusste man, aha!

00:01:17: Bei uns ist also viel mehr Dopamin los als bei irgendwelchen Affen zum Beispiel.

00:01:22: Das muss man auch dazu sagen, dass die Forschung sich damit befasst was den Menschen besonders macht.

00:01:26: Ich finde es immer ein bisschen schwierig weil das ist vielleicht auch ein anderes Thema aber wir sind ja als Rasse, sagt ihr jetzt mal.

00:01:35: So lange ist der Homo sapien noch gar nicht auf dieser Erde gewesen?

00:01:38: Und der Neanderthal hat es ja zum Beispiel viel länger geschafft und er hatte nicht soviel Dopamin

00:01:43: z.B.,

00:01:43: und er hätte auch einen viel größeren präfrontalen Cortex.

00:01:46: also die Frage nach evolutionstechnischem Erfolg weiß ich noch gar nie ob wir die als Homo Sapiens so erfüllt haben.

00:01:53: aber das was uns definitiv anders macht ist dass wir halt eine höhte Dopaminspiegel haben Und das geht auch damit ein Herr, dass wir damit diese einzigartige Fähigkeit haben für Dinge in der Zukunft zu arbeiten die noch gar keinen Wert jetzt haben oder gar keinen kurzfristigen Nutzen in sich tragen.

00:02:13: Dopamin wird ja im Volksmund viel als das Glückshormon bezeichnet was Nicht nur zu kurz gegriffen, sondern fast schon falsch gegriffener ist.

00:02:22: Also nimm uns doch mal mit wie eine für Menschen verständliche Definition wenn Glückshormon falsch ist was wäre die richtige Assoziation wie man dieses Hormon verstehen

00:02:31: darf?

00:02:34: Wir haben in der Forschung relativ viel also das meiste was wir eigentlich gelernt haben über Neurotransmitter oder was sie genau machen ist was passiert wer man ihre Konzentration verändert im Gehirn und da Ist jetzt mal ein Beispiel, dass das meistverschriebene Antidepressive auf dieser Welt sind SSRIs.

00:02:53: Also Serotonin Reuptake inhibitors die führen zu mehr Serotoninen im Gehirn was wiederum die Stimmung steigert.

00:03:00: Jetzt ist es so, dass Dopamin als Glücksphormonen Nicht falsch ist, aber zum Beispiel Dopamin ist grundsätzlich für die Motivation und den Antrieb verantwortlich.

00:03:10: Natürlich ist wenn man jetzt ein Ziel erreicht und Dopamin auf dem Weg ausgestütet hat und dadurch motiviert war dann macht das Erreichen eines Ziele natürlich auch glücklich.

00:03:19: Aber Dopamin is eher für den Anreiz dort.

00:03:23: Das heißt und das mal als Beispiel Ritalin oder andere Medikamente, die für ADS verschrieben werden.

00:03:28: Die erhöhen zum Beispiel auch den Dopaminspiegel.

00:03:30: jetzt ist ja niemand der Ritalini nimmt glücklicher sondern einfach nur fokussierter und konzentrierter um nach Glück zu suchen.

00:03:39: so finde ich kann man sich dopamine gut vorstellen.

00:03:41: Es gibt eine spannende Studie oder ein Experiment mit Ratten in diesem Kontext, die bringt es für mich zumindest wahnsinnig gut auf den Punkt.

00:03:49: Und zwar kennst du die Studie wahrscheinlich auch und du korrigierst mich wenn die Details nicht stimmen.

00:03:53: aber was ich mitgenommen habe ist man hat Ratten die Dopaminrezeptoren gemutet also dass sie Dopamin so nicht mehr fühlen konnten und hat ihnen dann eine eigene Körperlänge entfernt Essen hingelegt Käse glaube ich hingelegt Und die Ratten, die kein Dopamin mehr fühlen konnten sind verhungert.

00:04:13: Sie haben nicht den Antrieb gehabt, den eigenen Körper aufzurichten und nur eine Körperlänge zu diesem Käse hinzugehen.

00:04:21: Wenn man ihnen den Käse aber in den Mund gesteckt hat dann haben sie es genossen und geschluckt und also sie waren nicht hungrig sondern er ist der Antrieb verloren gegangen.

00:04:30: Das was du sagst diese Motivation loszulegen.

00:04:34: Jetzt sind wir keine Ratten, aber ich glaube im übertragenen Sinne kann man feststellen wenn man das Gefühl hat dass das eigene Dopamin eher im Keller ist.

00:04:44: Dass einem für viele Dinge der Staatimpuls

00:04:46: entsprechend fehlt.

00:04:48: Es hat ja auch in eurer Community diesen Spitznamen The Molecule of More.

00:04:54: Also, wenn sobald wir verstehen wo Dopamin ist was initial zu einer Ausschüttung geführt hat dann sind wir motiviert dieses Verhalten zu wiederholen um da wieder hinzukommen.

00:05:03: Und da gibt es auch noch in dem Kontext eine spannende Studie bei Ratten.

00:05:07: man hat Elektroden im Rattengehörn implantiert und Durch kleine elektrische Impulse kann man diese Bereiche dann aktivieren.

00:05:15: Und es gab kaum einen anderen Bereich im Gehirn, bei dem es so eine starke Verhaltensveränderung gab außer wenn man das Striatum stimuliert hat also den Gehirnenbereich in dem Dopamin produziert wird.

00:05:26: Und die Ratten konnten dann sozusagen selber, indem sie so einen Hebel bedrückt haben sich sozusagen immer wieder stimulieren.

00:05:33: Die Ratten, die Elektronen im Streatom hatten, haben andauert auf diesen Hebel gedrückt und wollten sich andauern wie da Belohnen belonen.

00:05:40: Das zeigt nämlich auch wie Dopamin natürlich Belohnung und Antrieb sorgt aber auch wie stark es zu Habits führt das gleiche Verhalten induziert.

00:05:51: Was passiert dem Gehirn?

00:05:52: Du hast jetzt schon ein Gehirnenbereich genannt.

00:05:56: Ich möchte gleich auch auf den Punkt kommen, dass verschiedene Verhaltensweisen immer auf das gleiche Belohnungssystem zugreifen.

00:06:02: Dass das was Menschen glaube ich noch zu wenig verstehen weil sie sehen ein Silo Social Media Konsum Sie sehen einen Silo Gaming Sie sehen ein silo Snacking Dann bei manchen kommen vielleicht tatsächlich auch Alkohol Koffein oder Nikotin Vielleicht auch andere Drogen dazu Aber das alles greift ja auf das Gleichesystem im Gehirn zurück.

00:06:24: Also was passiert?

00:06:26: Wenn wir ganz konkret irgendwo eine Belohnung erahnen mit unserem Dopaminspiegel, wie ist da so die Dynamik im Zeitablauf?

00:06:36: Ich glaube wichtig zu verstehen ist dass es gibt zwei große Dopamin-Pfade im Gehirn.

00:06:41: Das eine ist der mesolimpische Fahrt und das andere ist der Mesokorticale Fahrt.

00:06:46: Der mesolmpische Fahrts ist eher der der sozusagen die kurzfristige Belohnungen für die verantwortlich ist.

00:06:53: Das heißt, wenn ich jetzt ein Kinderregel esse zum Beispiel, dann ist ja nun die beste Verbindung aus Milch und Schokolad.

00:07:01: Ist

00:07:01: keine Werbung hier, das ist alles unsponsort?

00:07:04: Aber dann wird sozusagen mein meso olympischer Fahrt schüttet ganz schnell Dopamin aus.

00:07:09: Der mesokontikale Fahrt ist aber der, der sozusagen eher für die Modellierung der Belohnung verantwortliche ist Dadurch, dass im mesokortikalen Fall dann endet Dopamin zum Beispiel in präfrontalem Cortex und da wird dann im Kontext evaluated mit der Umgebung.

00:07:27: Was ist das jetzt für eine Belohnung?

00:07:29: Was ist der Wert dieser Belohnungen?

00:07:31: Das heißt es ist eher eine modellierte Form der Belohnen.

00:07:35: wenn das macht.

00:07:37: Heißt wo man Strategien entwickeln würde ob sich lohnt den Aufwand zu betreiben um am Ende diese Belohnungs zu kriegen.

00:07:44: Ja ich glaube in der Entwicklung macht das wahrscheinlich mehr Sinn.

00:07:47: also In der Pubertät ist der meso-limpische Fahrt schon ausgeprägt und vollentwickelt.

00:07:53: Und das führt dazu, dass Jugendliche auf der Suche nach kurzfristigen Belohnungen sind.

00:07:59: Da sind diese ganz stark!

00:08:00: Der Mesokortikalefahrt entwickelt sich verhältnismäßig viel später.

00:08:05: die Rationalisierung von Belohnungen oder was bringt mir das jetzt eigentlich?

00:08:09: Oder entscheide ich mich jetzt gegen den Kinderregel, aber für einen Apfel.

00:08:13: Das ist eine Entscheidung, die der mesokortikale Fahrt trifft und dadurch dass sich viel später entwickelt ist, dass Pupatiere verhalten auch manchmal so ein bisschen irrsinnig für viele Erwachsene weil sie sind sozusagen gezielt nur auf der Suche nach diesen unmittelbaren Belohnung in Jetzt und die ganze Zeit.

00:08:28: Das heißt wenn wir von Social Media reden es hauptsächlich der Mesolimpische Fahrt aktiv war.

00:08:33: mit jeder Belohnen kommt dieser ganz schnelle klein.

00:08:36: Ein ganz kurzer Hinweis in eigener Sache bzw.

00:08:38: ein großes Dankeschön!

00:08:41: Mein neues Buch, das High-Energie-Prinzip ist Spiegel besteller geworden und das macht mich sehr demütig und dankbar – denn es zeigt wie viele Menschen sich danach wirklich sehen wieder voller Energie ihr Leben, ihr Auf und ab zu gestalten.

00:08:56: Ohne höherschnell weiter Biohacking, Zirkus

00:08:59: oder

00:08:59: Selbstoptimierungswahn sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!

00:09:05: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.

00:09:11: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast-Hörern genau das getan haben.

00:09:17: Und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem Buch die acht Strategien zusammengefasst auf diese wirklich ankommt, wissenschaftlich fundiert aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist.

00:09:34: Du findest

00:09:34: das Buch überall wo es Bücher gibt.

00:09:37: den

00:09:37: Link dazu findest du

00:09:38: in den Show Notes

00:09:39: vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.

00:09:45: und jetzt zurück zur Podcast Episode.

00:09:51: Jetzt kann man ja sagen, es ist doch schön wie so eine Ratte die ganze Zeit sich den Tag schön zu klicken.

00:09:55: Also das was du vorhin mit dem Knopf gehabt hast ist ja bei vielen mittlerweile das Handy ob man sich das zu... oder ob man sich das zugesteht, oder zugibt.

00:10:05: Ich spreche immer gern mit Menschen wie Ihre Screentime.

00:10:09: Es ist ein Wert.

00:10:10: also, wie lange sie am Handy sind lässt sich ja leicht nachvollziehen.

00:10:13: viele wollen es dann gar nicht weil Sie

00:10:15: können gerne später mal gucken

00:10:16: genau.

00:10:17: und was ich aber mindestens genauso spannend finde ist nicht die absolute Zeit weil da gibt's dann Ausreden wie ich nutze es auch für einen Job oder so sondern die Anzahl Aktivierungen.

00:10:26: Es ist ein Unterschied, weil man kann zum Beispiel vier Stunden am Stück am Handy sein.

00:10:30: Wenn man zweieinhalb der Stunden davon voll im Deep Work-Modus ist dann ist das eine Sache.

00:10:35: wenn man die vierenhalb Stunden aber über hundert acht und neunzig Aktivierungen kreiert hat Dann ist es ein anderes Verhalten.

00:10:41: da sind wir beim Dauerdrücken wie die Ratten.

00:10:45: Was sagst du jetzt als Wissenschaftlerin, die das Gehirn versteht?

00:10:48: Was sind Risiken wenn wir dem Gehirnen den ganzen Tag immer wieder kleine Dopaminschübe geben.

00:10:54: Wie gesagt unbedarft könnte man doch sagen ist doch ideal um sich das Leben schön zu klicken.

00:11:00: Ja da kann man wieder über den meso-limpischen Fahrt reden.

00:11:04: also wenn man es jetzt mal vereinfacht darstellen möchte dann ist der mesolimpische fahrt der für die kurzfristigen Belohnungen verantwortlich ist.

00:11:12: Und der Mesokortikale ist der, der in Zukunft plant.

00:11:15: D.h.,

00:11:16: der mesokortikaale Fahrt arbeitet jetzt für etwas, was vielleicht eine Belohnung in zwanzig Jahren bringt und wenn man über Social Media und andere Plattformen sich die ganze Zeit diese kurzfristigen Kicks abholt wird der mesolimpische Fahrt dadurch ganz stark.

00:11:32: Das heißt das ist – da habe ich bei mir selber auch manchmal Angst vor – als Verhalten uns angewöhnen, immer nur für die kurzfristige Belohnung zu arbeiten.

00:11:44: Was passiert denn dann mit dieser wunderschönen menschlichen Fähigkeit in der Zukunft zu arbeiten?

00:11:50: Weil viele Sachen, die ja wirkliche Belohnungen mit sich bringen wie zum Beispiel Freunde finden allein oder eine Familie gründen oder in seinem Job auf irgendetwas hinzuarbeiten dafür braucht man das Durchhaltevermögen um auf diese Belohnung hinzuarbeiten, die irgendwo weit in der Entfernung lebt.

00:12:08: Das heißt wenn wir jetzt die ganze Zeit unseren meso-limpischen Fahrt die ganze zeit pushen über Social Media dann hätte ich einfach Angst dass wir dadurch zu sehr eben hier und jetzt und es geht nur um diese Belohnungen.

00:12:19: das ist sozusagen YOLO fürs Gehirn.

00:12:21: aber was passiert denn mit der...

00:12:23: Yolo you only live once also im Moment Leben?

00:12:26: Was passiert denn dann mit der Mesokottik?

00:12:28: eine Fähigkeit für die Zukunft zu arbeiten oder für Belohnen in der Zukunft?

00:12:33: Haben wir da eine Ahnung, ob es da Querverbindungen gibt?

00:12:36: Ob das negative Auswirkungen hat.

00:12:38: Ich glaube, das wird die Generation vor mir in den nächsten Jahren vielleicht zeigen.

00:12:44: Die sind ja in einer Zeit groß geworden, in der diese fortige Belohnungen noch nie so hoch waren.

00:12:50: Meine Nichte zum Beispiel, die ist auch schon auf Instagram mit vierzehn.

00:12:53: Also sie holt sich jetzt schon die ganze Zeit ihren Dopamin-Kick ab und ich glaube wenn man sich diese Generation mal im Laufe der Zeit anguckt können wir dann besser beurteilen wie die beiden Wie das Zusammenspiel sich zwischen den beiden entwickeln wird.

00:13:07: Und was da vielleicht auch noch wichtig zu sagen ist, dass wie der Meso-Olympisch und der mesokortikale Fahrt miteinander agieren also die Fähigkeit eines Menschen sich für eine langfristige Belohnung zu entscheiden und die sofortige, die kurzfristige abzulehnen, das entwickelt sich auch in der Pubertät.

00:13:24: Das heißt... Das kann man sich jetzt mal so vorstellen.

00:13:27: In der Schule sind es zum ersten Mal Momente, in denen ein Eltern sagen, wenn du eine Einschreibst, kriegst du kein Neues Kleid oder einen Mantel.

00:13:38: und dann ist man zum ersten Situation als Teenager, dass man sich überlegen muss okay treffe ich jetzt nicht meine Freunde oder gehe mit denen Eis essen weil das eine sofortige Belohnung ist.

00:13:49: Sondern lerne ich jetzt was kein kurzfristigen Effekt hat aber dann vielleicht in drei Wochen wenn die Klausur dann vorbei ist und ich eine gute Note bekomme habe dann die Belohnungen zu bekommen.

00:13:59: Und dieses entscheidend zwischen hole ich mir jetzt diese fortige Belohnung Oder lehne ich die ab und arbeite auf etwas in der Zukunft hinzu?

00:14:07: Dieses Zusammenspiel entwickelt sich in der Pubertät.

00:14:10: Und es ist auch so, dass egal welche Erfahrungen wir machen, das beeinflusst das Zusammespiel.

00:14:16: Wenn ich jetzt nicht meine Freunde treffe und für gute Note lerne, dann wird's aber trotzdem ne Fünf!

00:14:21: Dann denkt sich mein Gehirn ja auch okay hat sich clearly nicht gelohnt.

00:14:24: Das heißt jetzt werde ich ihn nicht wieder für den sofortigen Kick entscheiden.

00:14:29: Es hängt viel mit Erfolgserlebnissen in dieser sensiblen Phase ab.

00:14:35: Für die Menschen, die sie jetzt zurück erinnern und sagen, der Pubertät habe ich eigentlich ganz viel für den kurzfristigen Kick entschieden.

00:14:41: Ist das Kind dann in den Brunnen gefallen?

00:14:43: oder was können wir jetzt im Erwachsenenalter tun um diese Langfristperspektive auch wieder zu stärken diesen Muskel Kurzfristig abzulehnen um langfristig Abzusahnen?

00:14:53: Also die Fähigkeit ist natürlich dann nicht weg.

00:14:57: Man kann immer noch im Erwachsenenalter ... Ich sag mal, es ist nur die Tendenz, das ist ein bisschen schwieriger.

00:15:02: Wenn man sich seine Nebenlang sofort eine Belohnung abgeholt hat oder nie verzichtet hat, wird's natürlich schwieriger am Alter.

00:15:10: aber es ist nicht unmöglich und das heißt auch dass man sich immer wieder sagen muss, warte mal warum mache ich das hier jetzt genau?

00:15:19: gewollt dafür zu entscheiden, vielleicht die kurzfristige Belohnung auf diese zu verzichten mit dem Gedanken.

00:15:26: Ich arbeite jetzt auf eine Sache

00:15:27: zu.".

00:15:29: Jetzt haben wir die ganze Zeit das Beispiel Social Media strapaziert was ein sehr präsentes ist weil wir alle haben Handy in der Hosentasche, wir alle sind sehr viel dran oder die meisten zumindest viele hören es auch über dieses Gerät gerade unser Gespräch Aktivitäten im Alltag, die wir eigentlich als normal empfinden.

00:15:47: Die aber immer wieder einen dieser beiden Phade wahrscheinlich eher den kurzfristigen aktivieren ohne dass wir das in diesem Kontext Dopamin überhaupt einordnen.

00:15:57: Ja, da ist natürlich Social Media eigentlich den mit dem wir am meisten andauert in Kontakt sind.

00:16:02: Und das was Social Media Plattform auch sehr gut genutzt haben ist halt dass die Art von Belohnung die wir erfahren es sehr variabel.

00:16:10: also jedes mal wenn man auf seinem Instagram Kanal abhängt manchmal kommt ja etwas Gutes und manchmal was Schlechtes und die Tatsache dass wir es nie wirklich einschätzen können das hört sich vielleicht verrückt an aber genau das macht es für Gehirne fürs Gehirn auch so süchtig.

00:16:23: Wir sind dadurch jedes Mal motiviert er neu zu gucken.

00:16:26: Was gibt es jetzt auf dem Feed?

00:16:29: Und diese Variabilität ist das, was das besonders süchtig macht.

00:16:34: prediction error wie es im fachschagau heißt und das klingt erstmal wie ein fachbegriff.

00:16:39: aber ich machen wir mal das gedankenexperiment wenn wir jedes mal wüssten, wenn wir auf instagram weil du's beispiel gebracht hast dass da elf neue likes und vier neue nachrichten sind.

00:16:50: Wenns immer das gleiche wäre dann wer der suchtfaktor geringer?

00:16:53: Weil ist eine komplette vorhersehbarkeit ist das genau das was diese menschen sich ja auch in einem design der apps zu nutze machen was im casino der fall ist Im Casino, man zieht den einarmigen Banditen und hofft.

00:17:07: Und genau das passiert ja in der App.

00:17:09: bei den meisten muss man ja tatsächlich runterwischen mit dem Daumen.

00:17:12: Das heißt auch, dass ist wirklich die Bewegung eines einarmlichen Banditens sehr nachempfunden.

00:17:18: Man wirft einen Chip ins Rennen und hoffe es.

00:17:21: Das Gleiche passiert bei Newsfeeds.

00:17:23: Ist die neueste Headline eine Spande oder weniger Spande?

00:17:27: Ich beobachte das auch im Hund und beschäftige mich viel mit Hundeerziehungen!

00:17:31: Und da lässt sich das wunderbar beobachten und zwar wie folgt ein wichtiger Begriff ist ja der Rückruf.

00:17:37: Also man möchte, dass der Hund wenn Gefahr besteht oder man nach Hause gehen will er so sehr stabil zurückkommt.

00:17:44: Wenn man dem Hund jetzt ich durfte schon zwei Hunde erziehen ob da also einen gewissen Erfahrungsschatz wenn man dem hund jedes mal ein Leckerli gibt.

00:17:52: Jetzt würden die Asketen sagen mit leckerlis ist eh falsch zu belohnen.

00:17:54: sonst aber lassen wir das mal aus den vor.

00:17:56: da gehe ich manchmal in shortcard also mit leckalies.

00:17:59: wenn man jedes Mal ein Leckali gibt Am Anfang find das total spannend.

00:18:03: Irgendwann lässt der Effekt nach, man merkt richtig wie er abwegt ist vielleicht der Geruch da drüben bisschen besser als es eine Leckerli.

00:18:10: so wenn ich jetzt aber umstelle und sage oft gar keins manchmal fünf und manchmal zwanzig manchmal das ganze

00:18:19: Abendessen Futter

00:18:20: Dann

00:18:21: blinzeln seine Augen und zwar jedes Mal, weil ihm völlig unklar ist nach welcher Regel hier gespielt wird.

00:18:26: Es hält komplett seine Erwartungshaltung offen und diese Unsicherheit führt dazu dass er sich jedes mal fragt bei meinem Herrchen könnte der Jackpot lauern Und im übertragenen Sinne passiert das wenn wir ins Handy gucken es könnte der jackpot sein.

00:18:39: Deshalb sind Dating-Apps sehr sehr süchtig machen Weil es könnte die Traumpartnerin deines Lebens beim nächsten Wisch auf dich warten

00:18:48: Total.

00:18:49: Wobei man sagen muss, bei Dating-Apps heißt es immer, man soll die große Liebe finden und sie ist nur ein Daumenwische entfernt.

00:18:56: aber da geht's nur um Dopamin!

00:18:58: Das haben die CEO aus der ganzen Unternehmen schon ziemlich gut verstanden.

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