Investigativ-Journalist: Der Druck, Alkohol zu trinken ist enorm! | Ausschnitt #103
Shownotes
Mein neuer SPIEGEL Bestseller "Das High Energy Prinzip" ist da!
Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
Du kannst es > hier bestellen:
In diesem Episoden-Ausschnitt spreche ich mit dem Investigativ-Journalisten und Bestsellerautor über den sozialen Druck, Alkohol zu konsumieren und wie er persönlich damit umgeht.
Hier geht's zur ganzen AUF & UP Episode mit Felix:
Die Erstausstrahlung dieser Episode war im Januar 2026.
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Transkript anzeigen
00:00:00: In der gesellschaftliche soziale Druck, schon im kleinen Grüppchen, im Freundeskreis auf Events
00:00:06: etc.,
00:00:06: nicht da wäre würden sich Menschen viel leichter tun weniger zu konsumieren.
00:00:11: Ob man sich das so eingesteht oder nicht?
00:00:15: Was würdest du sagen?
00:00:16: ist das eine in einer sozialen zwischenmenschlichen Beziehung was dir fehlt oder worauf Du verzichtest wenn Du eben des Glaswasser bestellst?
00:00:30: oder dich stört in der Situation dann?
00:00:33: Mich stört, dass ich in solchen Momenten immer noch proaktiv dagegen angehen muss.
00:00:38: Also ich fühle mich immer noch in einer Rechtfertigungsrolle vor mir selbst.
00:00:44: vor allem die anderen sind da viel entspannter.
00:00:46: aber von mir selbst so dieses jetzt bin Ich gehöre nicht richtig dazu mit meinem Wasser und das ist wirklich schwierig und das es nach wie vor Ich glaube, für sehr viele einfach ein ganz großes Problem.
00:01:03: Und da hilft es dann nur wenn man auch drüber spricht und wenn man versucht den einen oder anderen mit ins Boot zu holen oder sich an dem eine oder andere aufrichtet.
00:01:11: Ich habe zum Beispiel auch Freunde die noch nie getrunken haben und die mal in Vordergrund stellen und sagen wie machst du das?
00:01:18: Sich an denen orientieren und nicht immer Ja, aber es ist nach wie vor für mich eigentlich der Hauptkampf.
00:01:24: Es ist überhaupt kein Kampf, nach Hause zu gehen nach einem harten Tag und mir keinen Alkohol zu gönnen.
00:01:30: Das ist überhaupt keine Probleme mehr.
00:01:32: Ist absolut selbstfassbar!
00:01:33: Ich denke da auch überhaupt nicht mehr nach.
00:01:34: Aber wenn ich jetzt wüsste du lädst mich in zwei Wochen zu einem großen Geburtstag bei dir Zuhause eine würde ich jetzt anfangen mir schon Gedanken zu machen Wie gehe ich da strategisch vor?
00:01:47: Und das zeigt mir halt einfach, wie schwer es ist langfristig da rauszukommen.
00:01:53: Hast du so ein paar?
00:01:53: Ein
00:01:55: paar ...
00:01:56: Formulierungen oder Verhaltensweisen, die sich für dich als hilfreich erwiesen haben.
00:02:00: Weil wie gesagt viele, obwohl sie vielleicht in einen Event gehen und sagen heute nicht dann sind Sie in dem Moment trotzdem vielleicht nicht schlagfertig genug, nicht stark genug.
00:02:07: Und dann greifen Sie doch zum Glas.
00:02:10: was hilft dir denn in den Situationen?
00:02:12: Du hast vorhin von telefonieren und vielleicht aus einer Situation rausgehen gesprochen aber was sind Dinge, die dir helfen, die vielleicht auch anderen Menschen helfen?
00:02:19: Leider ab und zu eine Notlüge tatsächlich, also wenn ich halt am nächsten Tag um acht Uhr früh irgendwas habe zum Beispiel auch ein Arzttermin oder irgendetwas wo ich nicht dann sein muss.
00:02:29: Dann sagt jeder normalerweise ist okay Und vor allem nicht unterschätzen was die eigene Stimme Und wie wichtig ist man wirklich den anderen?
00:02:39: Da habe ich auch so ein bisschen Fehler gemacht.
00:02:42: Ich habe mir häufig eingeredet, dass es den anderen viel wichtiger als es wirklich war.
00:02:50: Klar bringen die ihren Spruch aber dann sind sie ja mit ihrer eigenen Abhängigkeit und ihrem eigenen... Trigger beschäftigt, die wollen sich ja dann den schönen Abend machen.
00:03:00: Das heißt viel ist dann die eigene Stimme die ganze Zeit zu sagen ich gehöre jetzt nicht dazu wegen dem Getränk aber das ist Quatsch zu sagen nee ich sag's einmal ehrlich und dann kriege ich, dann rechne ich mit einem zwei Sprüchen von mir aus.
00:03:13: aber das damit hat sich meistens auch schon.
00:03:15: Es greift ein Jahr keiner an ja es wird ja also oder vom Thema halt auch ablenken eine Frage stellen ne?
00:03:22: Das ist ganz wichtig.
00:03:23: man da war bei mir viel auch die muss ich heute schon sagen selbstkritisch auch sagen viel die Stimme im Kopf weil ich selbst das so schräg fand!
00:03:30: Ich fand das selbst so ungewöhnlich weil ich einfach nichts damit sozialisiert worden bin was ich gedacht habe.
00:03:36: ui ui die gucken mich aber die gucken dich nicht Aber die verfolgen ja ihren eigenen Spaß.
00:03:41: Wie hast du damals Menschen kommentiert, wenn du eine Runde geschmissen hast und sie sind mit so was gekommen?
00:03:47: Abfällig!
00:03:48: Ich weiß wir hatten in einer Jugendtennis-Mannschaft als wir so siebzehn waren, einen der Partu gesagt hat er trinkt nix, er will auch nie etwas trinken.
00:03:57: Und da war ich einer von den Anführern.
00:03:59: Ich war immer vorne mit dabei und konnte auch nie genug kriegen oder aufhören.
00:04:03: Ich hätte mich auch nicht gerne in der Runde, also den alten Felix und den neuen Felix.
00:04:11: Hätte ich nicht unbedingt gerne zusammen mit einer Runde.
00:04:14: Und wenn du jetzt so nüchtern an so einem Tisch bist die Sprüche sind geklärt am Anfang Du siehst wie sich ein Abend entwickeln Die Gespräche werden ein bisschen flapsiger, die Sprüschen werden lockerer und du siehst das alles bei klarem Verstand und klarem Sinne.
00:04:29: Was ist so die Beobachtung?
00:04:31: die in dir dann wehtut.
00:04:32: Überwiegt es, dass du sagst wie schön das?
00:04:35: ich klar bin?
00:04:36: Oder ist es die Trauer, dass Du nicht da diesen Rausch gerade mit gehst?
00:04:43: Nee!
00:04:43: Es ist schon oft so, dass sich natürlich dann unterscheidet zwischen denen wo ich merke, die haben wirklich ein Problem und den die einfach jetzt sich ein zwei Bierchen gönnen.
00:04:58: Man spürt ja schon in der Frequenz, wie dann auch getrunken wird.
00:05:02: Da habe ich ein bisschen mit dem Buch Naht-Helfer-Syndrom entwickelt, dass ich denke, man sollte sich vielleicht mal reden.
00:05:11: Ich gehe da raus aus meiner eigenen Rolle und analysiere eher ... Auch bei älteren und wo ich merke, das geht seit Jahrzehnten so.
00:05:20: Dann lohnt sich's vielleicht mal oder bringt es nichts?
00:05:24: Vielleicht auch mal mit denen einfach zu sprechen.
00:05:28: Also, aber mir selber fehlt jetzt in den Runden nicht mehr so viel.
00:05:32: Ich habe mich jetzt auch wirklich dran gewöhnt und die haben sich natürlich auch ein bisschen an mich gewöhnen.
00:05:38: glaubt da muss man wirklich auch immer wieder was du gesagt hast Die eigene Identität.
00:05:43: Was will ich denn wirklich für mich?
00:05:45: Wen mag ich denn lieber?
00:05:47: Mag ich mich jetzt, wenn ich zwei Stunden mitmache oder mag ich mich lieber, wenn nicht danach mich vielleicht nochmal abduschen?
00:05:55: Wenn mir die Zähneputze ins Bett gehe am nächsten Tag.
00:05:57: Mich gut fühle.
00:05:58: Mag ich so lieber und wenn man sich da mal entschieden hat dann ist es auch ein bisschen einfacher im Lauf des Abends.
00:06:06: Weil nochmal, das ist mir ganz wichtig zu sagen man bekommt sehr viel.
00:06:09: Es ist nicht nur für viele Rollen dann immer mit den Augen und so wie kannst du dir diesen Abend entgehen lassen?
00:06:16: So jung kann man nimmer zusammen und so weiter ja.
00:06:18: Und ich sage Ja aber wir lassen uns morgen Vormittag mal telefonieren.
00:06:23: Ein wichtiger Punkt auch dass aus eigener Erfahrung ist ja dann wie wird der Vormitag verlebt?
00:06:29: weil oft ist es ja so wenn man die Nächte durchmacht Quadefinition tote Zeit.
00:06:35: Aber als ich zum Beispiel meine jetzige Frau vor zehn Jahren bald kennengelernt habe, wir haben am Anfang wie viele die sich neu kennenlernen eher im Club Die Nächte verbracht auch ein bisschen was getrunken und ziemlich früh haben wir beide gemerkt Das ist eigentlich nicht die Art, wie wir unsere Zeit verbringen wollen.
00:06:50: Und wir haben ziemlich schnell dann auf ehrfrühens Bett ohne Alkohol umgestellt und waren am nächsten Tag um sechs Uhr in den Bergen und haben den Sonnenaufgang gesehen.
00:06:57: Dann kommt man ziemlich schnell dahin, dass die Alternative wirklich attraktiver ist.
00:07:01: Da sind wir auch wieder bei Gewohnheitsbildung.
00:07:03: Wenn man sich nur das vermeintlich Schöne wegknapst, ohne eine tolle Alternative zu haben, dann wird es hart!
00:07:10: Genau wie du sagst vorhin... Wenn der Alkohol nicht da ist, man aber nicht weiß was man sonst tun soll.
00:07:15: Wenn aber eine Tochter da ist mit der man auf einmal fit spielen kann.
00:07:18: also das Vakuum sollte idealerweise mit etwas noch schönerem gefüllt werden denn dann versteht unser Gehirn es macht Sinn so eine Art von Verhalten an den Tag zu legen und die Belohnung sollte nicht erst in dreißig Jahren sein dass man vielleicht im Rentenalter gesünder ist sondern idealerweise am gleichen Abend oder spätestens am nächsten tag.
00:07:37: ein ganz kurzer Hinweis in eigener Sache beziehungsweise ein großes Danke schön.
00:07:42: Mein neues Buch, das High Energy Prinzip ist Spiegel besteller geworden und das macht mich sehr demütig und dankbar denn es zeigt wie viele Menschen sich wirklich danach sehen wieder voller Energie ihr Leben ja auf und ab zu gestalten.
00:07:57: Ohne höherschnell weiter Biohacking, Zirkus oder Selbstoptimierungswahn sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!
00:08:06: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.
00:08:12: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast-Hörern genau das getan haben und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem buch die acht Strategien zusammengefasst auf diese wirklich ankommt, wissenschaftlich fundiert aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist.
00:08:35: Du findest das Buch
00:08:36: überall wo es Bücher gibt.
00:08:38: den Link dazu findest du in den Show Notes vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.
00:08:46: und jetzt zurück zur Podcast Episode.
00:08:50: Also und man muss auch gar nicht so wir zwei kommen jetzt halt vom Sport.
00:08:53: Und ich kann, ich kann dann auch Leute verstehen die sagen Mensch Ich bin jetzt kein Leistungssportler ja ich werde jetzt deswegen nicht irgendwie Tennis turniere spielen spielt aber gar keine Rolle weil selbst wenn du den Vormittag Wenn Du einkaufen gehst und das genießt über den Markt zu laufen ganz anders.
00:09:09: da bist eine orange probierst es gibt also die Sinne sind offen und bei mir zum Beispiel war's ja Nicht nur ein toter vormittags.
00:09:17: also bei mir und ich glaube so geht vieles ist Ein ganzer Tag, den du dann eigentlich wegschmeißen kannst wurde auch gereizt bis schlecht gelaunt.
00:09:24: Bis dann oft sehr oft auch schrott ist weil dein Körper natürlich die ganzen Mineralien rauspült.
00:09:29: Da geht man halt den Döner essen oder man geht zu McDonalds und damit fühlt man sich ja auch in Wahrheit nicht wohl.
00:09:35: das wird dann immer so glorifiziert.
00:09:36: heute haben wir uns wieder eine scharfe Pizza bestellt aber man mag es ja auch nicht so wirklich und das fällt alles weg und man hat diesen tag und in meinem Fall waren sogar zwei Tage jetzt zwei drei tage richtig klar war.
00:09:50: Und das ist immer ganz, ganz wichtig zu sagen wer möchte ich sein?
00:09:53: hast du vollkommen recht?
00:09:54: Wer möchte ich seien?
00:09:55: wie mag ich mich ehrlicherweise am liebsten?
00:09:57: weil da können einem die vom Abend dann auch nicht helfen wenn ich mich in der Früh nicht ausstehen kann.
00:10:01: Da bin ich denn ab in der Nacht wieder alleine mit mir.
00:10:04: das Wichtig dass ich mich mag und leiden kann und dann wie Du sagst was schönes finden und das Vakuum dann auch nutzen und es kommt dann ganz schnell und irgendwann... Das ist vielleicht auch die Botschaft für viele ist verselbstständigt, sehe ich auch.
00:10:19: Ja also jetzt reden wir immer noch über so eine Ausnahme und crazy und dry January und mal weglassen aber irgendwann so.
00:10:25: bei mir ist das Alltag.
00:10:26: Ich denke gar nicht mehr drüber nach.
00:10:28: ich habe jetzt diese Zeit ich hab zum Teil.
00:10:30: natürlich hat man auch mehr Geld weil man weniger in der Gastronomie lässt muss man auch ganz klar sagen Alkohol ist teuer.
00:10:36: ich hatte neulich mit da gegessen.
00:10:37: da habe ich gesehen ein helles kann bis zu sechs euro siebzig mittlerweile kosten und diese Zeit dann zu füllen.
00:10:45: Das ist einfach wunderbar, kann ich jedem nur empfehlen!
00:10:49: Ich möchte mit dir zum Schluss noch über Freiheit sprechen denn das in der Diskussion wird es auch oft missverstanden.
00:10:55: Da gibt's ein schönes Zitat von dir.
00:10:57: wenn Menschen dir zuhören würden sie jetzt vielleicht denken er hat ja mit allem recht.
00:11:00: aber ich möchte doch selber entscheiden wie ich meine Zeit verbringe ob ich Alkohol trinke etc... setzen das Thema Alkohol, Genuss oder Alkohl.
00:11:10: Geh braucht bis hin zu Missbrauch immerhin so ein Freiheitsgedanken.
00:11:16: Jetzt sagst du aber, dass aus deiner Sicht Alkohol trinken müssen bis hin zu einer Sucht überhaupt nichts mit Freiheit zu tun.
00:11:24: Sonst die Freiheit eher einschränkt!
00:11:26: Also gib uns doch bitte nochmal deine Perspektive warum du glaubst das du dich in deinem jetzigen Setting viel freier fühlst als du es eigentlich gemacht hast wo du vermeintlich noch fünf grade hast sein lassen und vielleicht weniger diszipliniert gelebt hast.
00:11:40: Ja, ich glaube das große Missverständnis ist dass wir häufig darüber sprechen als sei Alkohol-Konsum so eine Art Lifestyle Entscheidung.
00:11:48: In Wahrheit ist es auch eine sehr starke physische Sucht habe ich ja auch gemerkt was ich dann weggelassen hab.
00:11:54: Und natürlich suchst du dir dann bewusst die Anlässe.
00:11:58: Zum Beispiel war ich mit meiner Tochter am Spielplatz und habe gesagt, sie hat ein Papa, ich hab Hunger.
00:12:03: Ah das trifft sich gut.
00:12:04: was magst du essen?
00:12:05: Vielleicht einen Kaiserschmarrer.
00:12:06: Wunderbar!
00:12:07: Dann gehen wir ins Wirtshaus meiner Wahl.
00:12:08: da gibt es für mich das Augustiner und für dich den Kaiserschmarrn.
00:12:11: Das heißt bewusst oder unbewusst gestaltet man sich so die Tage auch so.
00:12:16: Man geht zum Grillen, ringt dann zwei drei Bier dürfte eigentlich schon nicht mehr mit dem Auto nach Hause fahren, dringt dann aber noch zwei oder drei Bier drauf.
00:12:26: Weil man halt sagt naja es ist ja Sommer und es wird mich eh keiner.
00:12:28: Und das sind alles natürlich schon Vorstufen für Alltagsalkoholismus so wie ich ihn erlebt habe.
00:12:34: Das hat jetzt noch nichts zu tun mit den Menschen die wirklich in der Klinik müssen.
00:12:39: Den würde ich nie im Leben einen Ratschlag geben wollen!
00:12:44: Und das ist schon mal ganz wichtig zu entscheiden.
00:12:45: Es ist keine Lifestyle-Entscheidung sondern Schwierige Abhängigkeit.
00:12:52: und wenn man dann natürlich der Marketing-Industrie folgt, da gibt es ja die berühmte Jeva Werbung wo der eine Mann sich im Drenchcoat ins Schilf fallen lässt mit dem Jeva Pills.
00:13:05: Wenn ich jedes Mal ein frisches Jeva bin ich an der Nordsee und habe dieses Lebensgefühl in den Dünen.
00:13:10: Das ist Freiheit!
00:13:11: Ja, wenn du der Eins aussuchen kannst und wenn du dabei belassen kannst dann ist es vielleicht Freiheit.
00:13:17: Wenn du aber jeden zweiten Abend irgendwo vorm Jeweh und ein Korn oder einen Schnaps brauchst, dann ist halt keine Freiheit mehr.
00:13:24: weil du auch gesagt hast Jeder soll es, genau wie du sagst jeder soll sich selber zu dem Schluss kommen.
00:13:29: Ich bin niemand mit einem erhobenen Zeigefinger der Saktion.
00:13:32: so müsst ihr sollt jetzt machen.
00:13:33: das sind hier in den Buchs sind meine Erfahrungen ist mein case und Es gibt Gott sei Dank aber genug Menschen die sich davon inspiriert fühlen Und sie sagen jetzt möchte ich auch mal probieren.
00:13:43: ich möchte auch einfach mal vieler haben Sie ja noch niemals über Monate weggelassen.
00:13:48: Die sind seit sie sechzehn, siebzehn achtzehn sind so sozialisiert dass sie's an so einen Zeitraum nie weggelassen haben.
00:13:53: Das heißt, die können die Erfahrung ja gar nicht teilen und Gott sei Dank tut sich da als einiges.
00:14:00: aber Freiheit ist natürlich in unserer Gesellschaft, wenn ich das jetzt noch sagen darf, dass hier sowieso so ein Wort Wo sind wir denn frei?
00:14:11: Wir sind sozial voneinander abhängig gewesen.
00:14:13: Wir sind im Straßenverkehr, wenn ich mir die Freiheit nehme mit zweihundertfünfzig meinen Porsche über die linke Spur über die Autobahn zu steuern dann beeinträchtige ich die Freiheit von der Frau, die vielleicht den Lkw einfach langsamer überholen will.
00:14:29: also wie wenn ich mein Leben lang mich tot zaufe und irgendwann auf der Intensivstation lande, dann habe ich vielleicht ein Bett was man anders auch gut gebrauchen könnte.
00:14:40: Also wir sind hier in der westlichen Welt alle in einem sozialen Kontext integriert, das heißt dieses Modewort Freiheit ja?
00:14:49: Das wird oft verwechselt mit die Industrie stellt uns ein Konsumangebot zur Verfügung.
00:14:54: ob es jetzt gut oder schlecht für uns ist können wir an einem anderen Podcast besprechen und wir haben dann die Freiheit zu entscheiden welches Konsumprodukt wir davon...das wird dann oft gemeint!
00:15:04: Das ist aber natürlich keine Freiheit wenn ich von diesem Produkt abhängig bin.
00:15:09: Macht macht sehr viel Sinn.
00:15:11: Was ist denn für dich Felix jetzt im Blick auf das Ziel?
00:15:18: Ist es für dich, dass so wie's jetzt in den Fünfundzwanzig gelaufen ist dein ein stabiles Setting wo du sagst damit bin ich happy oder sagst Du da besteht eine Rückfallgefahr?
00:15:26: Ich möchte eigentlich noch mehr runter kommen.
00:15:29: was ist für Dich jetzt auch öffentlich kommuniziert sozusagen Dein Statement deinen Plan fürs kommende Jahr.
00:15:34: Ich
00:15:37: würde am liebsten wirklich schaffen, gar nichts zu trinken.
00:15:43: Aber und das ist vielleicht der Unterschied zu einigen Gruppen jetzt zum Beispiel der AA.
00:15:47: Die Anonyme Alkoholika sollte es passieren.
00:15:52: Sollte mir einen Ausrutscher passieren bin ich knedig und gütig mit mir selbst Und dann war auch nicht alles davor schlecht Ja?
00:16:02: Dann wenn ich vier Monate geschafft habe und es passiert was Dann habe ich vier Monate geschafft, das war eine Leistung.
00:16:08: Also ich versuche den Leuten immer zu erklären setzt euch auch mit diesen Geburtstagen und mit diesem Fristen.
00:16:14: Die entscheidende Frage ist ja nicht die ob es mir einmal passiert sondern die entscheidenden Frage ist was passiert rund um dieses einmal?
00:16:21: Ist es... Das ist eine Ausnahme gewesen.
00:16:23: dann komme ich sofort wieder raus und bin mir bewusst und hab ne grundsätzliche Entscheidung für mein Leben getroffen so wie ich.
00:16:30: Oder ist dann die Gefahr, dass ich am übernächsten Tag den nächsten Anlass unternehmen und dann wieder reinrutsche.
00:16:36: Und da ist mir bislang das es mir nie passiert.
00:16:39: also ich habe dann wirklich geschafft die Ausnahme auch Ausnahme sein zu lassen.
00:16:43: Aber wenn du mich nach meinen Wünschen für sechsundzwanzig fragst, würde ich mir ein alkoholfreies sechsund zwanzig wünsche
00:16:48: und noch das nochmal in den allgemeinen Kontext der Gewohnheiten kreiert.
00:16:51: es ist ein ganz vielleicht das wichtigste Element gütig zu sein wenn man mal einen Schritt daneben gegangen ist denn am Ende wie du sagst geht's nicht darum einmal zehn Wochen zu schaffen.
00:17:02: und wenn man dann so enttäuscht ist dass diese Serie gerissen ist dann wieder komplett in den alten Modus zu fallen sondern wichtig die nächsten dreißig Jahre verbringt.
00:17:12: Und wenn in diesen nächsten dreizig Jahren auf dem Weg zehn, zwanzig Lasses hundert Ausnahmen passiert sind man aber direkt wieder in den gütigen Modus kommt wo man vorher war dann hat man gewonnen denn es geht nicht um Ununterbrochenheit.
00:17:25: jetzt nehmen wir mal anonyme Alkoholiker raus wo ein der einzelne Kontakt zum Alkohl sofort wieder zum Rückfall führen kann auch wenn wir an Gewohnheiten insgesamt sprechen.
00:17:34: ich erlebe immer wieder Menschen sagen sie wollen jetzt jede Woche dreimal joggen gehen Obwohl sie vorher noch nie joggen waren.
00:17:40: Dann halten Sie das voller Motivation des Jahreswechsels bis Anfang Mitte Februar durch und dann ist die erste Woche, wo sie gestresst waren, wo vielleicht krank waren, dann hat es nur einmal geklappt.
00:17:51: So okay jetzt
00:17:52: ist ja ed kaputt!
00:17:53: Auf einmal gehen Sie gar nicht mehr joggen weil die Motivations dieser Serie weg ist.
00:17:57: also zieht euch bitte nicht an einzelnen Serien auf sondern guckt dass ihr langfristig den Karren in eine etwas bessere Richtung bewegt.
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