Highlight 100 | Helene Fischer-Produzent: "Der Körper findet IMMER die Stelle, wo er dich ausbremst"
Shownotes
Mein neuer SPIEGEL Bestseller "Das High Energy Prinzip" ist da!
Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
Du kannst es > hier bestellen:
In dieser Highlight-Episode spreche ich mit dem Star-Produzenten Jules Kalmbacher darüber, wie der Körper auf mentale und emotionale Überlastung reagiert, warum Verletzungen oft mehr über innere Zustände verraten als über Zufall, und wie Kreativität, Druck und Selbstwahrnehmung in der Musikproduktion untrennbar miteinander verbunden sind …
Hier geht's zur ganzen AUF & UP Episode mit Jules:
Die Erstausstrahlung dieser Episode war im November 2025.
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Disclaimer: Der AUF & UP Podcast dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen dieses Podcast sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Nutzung der Informationen oder von Materialien, die mit diesem Podcast verlinkt sind, erfolgt auf eigene Gefahr. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Experten deines Vertrauens.
Transkript anzeigen
00:00:00: Das ist so das Kreuzband der Musiker.
00:00:05: Der Körper sucht sich die Stelle wo ein wirklich ausbremsen kann, weil es muss man schon sagen die meisten von uns Produzenten Songwriter Künstler sowieso sind alle Workaholics.
00:00:19: also wir arbeiten selten.
00:00:21: Also die meisten fangen irgendwann mit dreißig an, so Themen wie Wochenende in ihren Lebensalltag einzubauen erstmals.
00:00:28: Es gibt es eigentlich gar nicht.
00:00:30: Die Performing-Artist arbeiten ja auch immer dann wenn Leute lustig und ironischerweise feiern gehen oder ein Konzert besuchen.
00:00:40: Und ich sag mal das dass man jetzt unter zehn Stunden oder elf.
00:00:45: zwölf Stunden am Tag macht das ungewöhnlich, sag ich mal für die meisten Songweitern Produzenten.
00:00:49: Eigentlich bist du immer im Studio.
00:00:50: Du bist eigentlich die ganze Zeit am Arbeiten und das ist schon was, was ich gemerkt habe.
00:00:57: Du verbrennst dich dann so ein bisschen in der Leidenschaft praktisch weil alles erstmal total cool ist und alle Angebote sind da.
00:01:05: und ich hab das irgendwann gemerkt.
00:01:07: Ich saß Das war so eine Phase.
00:01:11: Ich glaube, das war schon so im Jahr zwei tausend dreizehn und vierzehnt in der ersten großen Phase nach den ersten erfolgreichen Alben und so, wo ich dann irgendwann in Heidelberg war.
00:01:21: Und da habe ich gesagt, heute bin ich richtig entspannt!
00:01:24: Wir waren am Neckar und ich hatte irgendwie ein Gefühl von Watte im Ohr.
00:01:29: So komisch habe ich irgendwie Wasser im Ohhr oder sowas... fand ich das ein bisschen komisch, weil ich es jetzt nicht einschätzen konnte und man musste sich dazu bewusst machen.
00:01:37: natürlich alle die das hören und selber Musik machen oder so wissen sie auch.
00:01:40: Man ist natürlich super sensibilisiert und das heißt so wie manche Leute vielleicht wahnsinnig gut mit den Augen oder den anderen Sinnesorgan sind bin ich natürlich mit dem oh.
00:01:51: ich kann auf teilweise Prozent genau sozusagen sagen ob hier ein DB Bereiche, die sozusagen auf die ich mich sensibilisiert habe.
00:02:00: Die jetzt einen Otto-Normalverbraucher wahrscheinlich weil er es gar nicht braucht und nicht hört oder gar nicht mitkriegt.
00:02:05: Ja das heißt
00:02:05: Fußballer sein Faser spürt den Oberschenkel ist deswegen für dich das Ohr?
00:02:09: Genau!
00:02:09: Das heißt Ich merke Veränderungen meinem Hörn in einem Bereich wo jeder HNO sich kaputt lacht und sagt Gehen Sie bitte nach Hause Herr Karnbacher.
00:02:19: Und bin da aber doch stutzig geworden und hatte dann wie gesagt am nächsten Tag mehr relativ spontan.
00:02:25: Bin ich auf den Verdacht zu einem HNO-Gang, hab gesagt ihr soll mal reingucken vielleicht habe ich ja irgendwas im Ohr.
00:02:31: Dann hat er einen Hörtest gemacht und so was und ich hatte auch ein leichtes Brummen und so... Und ich wusste von nichts, das ist ein Tiefton-Hörsturz gewesen.
00:02:39: Kein voller Hörsturs wie man es kennt bei dem man gar nicht mehr hört sondern wo praktisch nur ein kleiner Teil der Frequenzen nachgegeben hat.
00:02:46: Das heißt, dass ging dann auch ein Herr mit später Tinnitus und so... ...und dann geht diese Prozedur los.
00:02:55: Dann denke ich okay, ich bin verflucht!
00:02:58: Ich habe das große Geschenk bekommen meine Leidenschaft zum Beruf zu machen und jetzt verliere ich meinen Gehörer der neue Beethoven, das war furchtbar.
00:03:07: Also ich habe mich so schlimm gefühlt wirklich und es ging dann weg nach ein paar Tagen glücklicherweise und dann war's wieder okay, dann kam sie wieder und da hatte ich eine Phase wo ich gemerkt hab über die Zeit dass es das psychisch verursacht.
00:03:25: mein Gehör ist heute noch tip top also entgegen der ganzen lauten Musik.
00:03:32: Ich hatte dann immer wieder Phasen von Tinnitus und auch diesen kleinen Tieftonhörstürzen, wo die untersucht worden sind.
00:03:39: Dann hieß es immer her... ich war dann mal in der Kopfklinik und so was wurde dann ausgeschlossen, ob ich nicht einen Tumor am Ohr habe oder sowas her, weil man dann dachte okay vielleicht ist ja doch irgendwas Atomisches vorliegend.
00:03:50: Und ähm Die Diagnose war sensibles Ohr!
00:03:53: Wie
00:03:54: viel?
00:03:55: Und erst als ich irgendwann meinen Frieden damit gemacht hab und gemerkt hab da rein entspannen, so blöd das klingt.
00:04:04: In diese Verzweiflung dass das passieren könnte hat es angefangen nachzulassen und heute habe ich damit glücklicherweise gar keine Probleme mehr mit dem Medamit.
00:04:15: aber das ist was mich über meine Karriere immer mal wieder phasenweise begleitet hat und immer erstmal verbunden war mit einem absoluten Gefühl von der Boden geht unter mir auf Ich verliere mein Gehör.
00:04:26: Was für wenn das jemand anders jetzt hätte Wahrscheinlich für die meisten Leute wäre, ich habe gestern mit meinen Ohren ein bisschen was gemacht.
00:04:33: Es würden die meisten nicht mitkriegen.
00:04:36: aber für jemand wie mich der so sensibel an der Stelle ist es natürlich hier aufs Botschaft.
00:04:41: und genau noch heute denke ich so oft hey das sind alles Erfahrungswerte die man auch macht dann mal in so Phasen rein zu laufen und zu merken Der Körper ist natürlich solange am Start also wie er kann Und der ist dann manchmal vielleicht sogar fast ein Freund, der dann auch im richtigen Moment sagt ich mach dich jetzt nicht kaputt.
00:05:05: Was auch passieren kann das darf man nicht vergessen.
00:05:07: gerade wenn Leute zum Beispiel Touring Musician sind keinen Gehörschutz tragen und so was Dann kannst du oft passieren dass Leute über die Jahre und Jahrzehnte wirklich Hörschäden davon fragen von dem Beruf In meinem Fall glaube ich wirklich das so Pinpointen zu können, dass mein Körper damals mir eigentlich gesagt hat fahr bitte den Gang runter.
00:05:26: Weil alles andere was er mir geschickt hätte von Erkältung, Grippe, Zwiebeln und sonstigen Sagen hätte mich nicht davon abgehalten, ein Studio zu fahren und dementsprechend muss ich ihm dafür eher danken, dass er mir immer wieder diese Signale geschickt hatte.
00:05:42: bei dem Moment dachte ich immer es ist das Ende der Welt zu hören.
00:05:46: Ein ganz kurzer Hinweis in eigener Sache beziehungsweise ein großes Dankeschön.
00:05:51: Mein neues Buch, das High-Energie-Prinzip ist Spiegel besteller geworden und das macht mich sehr demütig und dankbar denn es zeigt wie viele Menschen sich wirklich danach sehen wieder voller Energie ihr Leben, ihr Auf und ab zu gestalten.
00:06:06: Ohne höher, schneller weiter Biohacking-Zirkus
00:06:10: oder Selbstoptimierungswahn
00:06:12: sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!
00:06:16: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.
00:06:22: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast Hörern genau das getan haben.
00:06:27: Und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem buch die acht Strategien zusammengefasst auf diese wirklich ankommt, wissenschaftlich fundiert aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist.
00:06:45: Du findest das Buch
00:06:45: überall wo es Bücher gibt.
00:06:47: den Link dazu findest du in den Show Notes vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.
00:06:56: und jetzt zurück zur Podcast Episode.
00:06:59: Jetzt ist natürlich wahnsinnig schwierig, wenn einem gerade die Aufträge zu fliegen.
00:07:04: Alle wollen was von einem dann gang runterzuschalten.
00:07:08: also Was hast du denn konkret geändert um nach wie vor ich sag mal deinen Musik musikalischen Leidenschaften und Ambitionen nachzukommen Und trotzdem auch zu gucken dass dein körper ein bisschen besser gepflegt wird?
00:07:19: Ja das waren so die ersten schritte bei dir.
00:07:21: ja man muss Gott sei Dank sagen Ich war dadurch praktisch nie wirklich gehandicapt.
00:07:27: In dem Sinn, es gab mal eine Woche wo ich dann gesagt habe jetzt mache ich mal keine Songwriting Session oder sowas.
00:07:31: aber meistens waren die Verläufe wirklich Gott sei Dank so dass ich bin davon sozusagen nie so getroffen gewesen.
00:07:39: das gibt ja Leute die auch nicht hören richtig Aber ich konnte damit praktisch immer trotzdem arbeiten.
00:07:46: im Nachhinein würde ich auch heute sagen Das war eher toxisch.
00:07:49: Es gab viele Momente wo man wahrscheinlich hätte sagen können aus gesundheitlichen Gründen Jetzt ist gut nicht zu arbeiten Und was ich heute noch mache, was so über die Jahre dann auf jeden Fall so gekommen ist wo ich ganz ja wo ich so merke immer wieder mich zurück erinnern muss und was mir hilft mich zu stabilisieren.
00:08:08: Ist halt schon dass sich ein paar Regeln eingeführt habe an denen ich mich routinemäßig festhalte.
00:08:13: das heißt Ich hab dann irgendwann angefangen sehr radikal zu sagen ich mach Wochenende arbeite nur noch monat bis freitag und Das auch erst mal in so einem Toxischen Produktivitätsumfeld zu durchzusetzen.
00:08:27: Ist auch ein Ding, weil natürlich man erst mal sagt okay cool du bist jetzt Oberstudienrat geworden und wenn hier siebzehn Rapper abends um einundzwanzig Uhr vor dem Tisch dann sagst Du ich bin Netflix gucken oder was?
00:08:40: Das heißt dagegen erstmal regeln und auch eine Art von selbstbewusstsein zu entwickeln das einzufordern für sich selbst deine eigene Gesundheit zu sein, mal wirklich halt in den Vordergrund zu stellen oder auch zu sagen ich bin jetzt... Ich habe so viel jetzt gemacht in den letzten Jahren und ich bin es mir selber wert.
00:08:59: Und ich bin auch selber so selbstbewusst zu sagen wenn du nur Samstag oder Sonntag mit mir arbeiten kannst dann geht das halt nicht.
00:09:07: Das ziehste
00:09:08: Knall hart durch, wenn jetzt irgendjemand... Natürlich gibt es Ausnahmen logisch wie immer.
00:09:12: Ja
00:09:12: das ziehe ich im neun-neinzig Prozent der Fälle durch.
00:09:14: Es gibt ganz selten Lotfälle oder Leute bei denen ich sage also beispielsweise letzte Woche hatte ich eine Situation da bin ich mit Marc Forster für einen Tag nach London geflogen um Strings auf zu einem Streicher die einfach wahnsinnig tolle Musik haben und ist natürlich legendäre Stadt dafür.
00:09:39: Und da bin ich dann sonntags losgeflogen und so was, und wir haben dann montags früh das alles gemacht und so.
00:09:46: Da geht dann mal ein halbes Wochenende für drauf.
00:09:48: Das ist eine Reise aber das ist auch ein Moment.
00:09:51: den rame ich mir auch im Kopf irgendwie ein weil es richtig schön ist in London Streich aufzunehmen ja?
00:09:57: Aber Songwriting Sessions wo ich wirklich Musik mache an Sonntagen zähle ich mittlerweile wirklich an einer Hand habe wenn ich das mache.
00:10:05: Und das ist für mich allein super wichtig gewesen und ich habe gemerkt, dass es für mich halt auch so Sachen wie Meditation und Sport und diese ganzen Basics wo man weiß.
00:10:15: Das ist einfach gut!
00:10:16: Dass wenn ich das mache dann sind schon mal vierzig-fünfzig Prozent der Probleme gar nicht vorhanden.
00:10:21: Also ich versuche schon wirklich jeden Tag, zehn Minuten morgens wenn ich aufwache zu meditieren oder mache auch manchmal von Andrew Uberman dieses non-sleep deep rest was eher so ein Nervensystem beruhigen ist gerade wenn ich zu wenig geschlafen habe oder so.
00:10:36: und was ich mach jetzt noch journalen das ich mir einfach so ein bisschen aufschreibe.
00:10:40: Was steht heute an?
00:10:41: Was ist mir wichtig für... wie will ich heute am besten in Erscheinung treten und was sind die Rahmenbedingungen?
00:10:49: Und das andere ist halt wirklich Laufen gehen und ein bisschen Krafttraining, also diese dann in den Körper gehen.
00:10:55: Das sind so die drei Sachen wo ich sage wenn ich die mache... Dann ist dann ist es, dann habe ich so ein Limiter drin.
00:11:02: Dann weiß ich ich komme nicht in negativen Sinne und dann falle ich nicht unter ein gewisses Niveau.
00:11:07: Stressmäßig als auch von der Stimmung.
00:11:11: Ich hab dann generell schon morgens so einen Gefühl cool.
00:11:13: Ich habe schon mal so einen ganz dicken Baustein für mich in den Tag reingedrückt Und das ist sowas was sich seit Jahren betreibe.
00:11:25: Und wo ich so merke, dass sind die Sachen, die für mich kleben geblieben sind.
00:11:28: Die kann nicht auch durchziehen!
00:11:29: Ich hatte oft Phasen, wo ich dann mal was kurzzeitig hingekriegt habe und dann wieder rausgefallen bin... ...und diese Selfcare-Sachen, die betreibe ich eher wie einen... Die betreibe ich so akribisch, wo ich auch sage das ist auch Teil meiner Professionalität.
00:11:46: Dass ich halt selber ausgepennt irgendwie bin und wenn ich irgendwie den ganzen Tag mir Sachen ausdenke mit Leuten zusammen und den Anspruch habt es die mich dafür bezahlen und dass da irgendwie gute Lieder bei anstehen.
00:11:56: also darf man nicht vergessen wir schreiben ja So ein Song in einem tag.
00:12:00: manchmal denken Leute aber wie lange braucht ihr denn für so eine Woche?
00:12:03: Nein so ein song der näher nach dem radio entsteht dann einen Tag manchmal von Anfang bis Ende.
00:12:08: Manchmal hat man dann noch einen zweiten, dritten Tag wo man ein bisschen daran arbeitet.
00:12:12: aber das was das Ding am Ende zu dem macht was die Leute lieben entsteht in Sprints also wirklich ganz intensiven Sessions und das heißt ein bisschen sich selbst auch Diese Routine und auch diese Selfcare praktisch zu verschreiben, dann geht es dir besser.
00:12:31: Und das hilft einen Top auch noch der Kunst ja?
00:12:35: Weil es ist ja auch immer so eine romantische Vorstellung, dass ein Künstler total kaputt sein muss.
00:12:41: Das ist ja blöd sein also... Kein Gehirn funktioniert sehr gut, wenn es depressiv oder erschöpft.
00:12:46: Das heißt die meisten Leute machen ihre geile Arbeit auch dann, wenn sie fresh sind.
00:12:52: Manchmal lieben Leute diese Story vom kaputten Künstler der sich in so einer Nachtzeichen praktisch aus dem Arm schneidet.
00:13:01: aber das sind manchmal vielleicht Phasen oder das können manchmal ganz intensive krasse Schaffungsprozesse von Sachen sein.
00:13:07: Aber die meisten Leute, die diesen Beruf lange machen sind eher Sportler und sind eher Leute, der es immer wieder macht und immer wieder auftauchen und sagen okay was schreiben wir heute?
00:13:17: Ich glaube das haben wir schon zehnmal gemacht lassen, was Neues probieren, die neugierig bleiben und auf sich achten.
00:13:22: da glaube ich dran würde gerne selber auch so eine Person sein, wo man nicht statt um Gottes willen.
00:13:26: Da sieht ihr es gibt dieses Meme von einem alten Mann, worauf steht Jim?
00:13:31: Being in the Music industry isn't stressful at all.
00:13:34: und dann steht er unter Jim, ist ein XX und da sieht er halt aus wie neunzig!
00:13:37: Und das ist irgendwie so einen Running Gag den alle miteinander teilen dass man sich manchmal ganz schön überarbeitet aber daraus irgendwie keine Romantik mehr zu machen oder irgendwie so zu tun als ob das cool wäre.
00:13:49: ach ja du bist der Typ der immer fertig ist.
00:13:52: Das glaube ich auch gut irgendwann.
00:13:54: Und auch hier sehe ich wieder, ich komme eher so aus der Unternehmenswelt und da gibt es ja auch einen Trend, der weggeht.
00:14:01: also kommt ein bisschen auf die Industrie an.
00:14:03: aber was bei euch ja so speziell ist dass jeder voll auf seiner Leidenschaft arbeitet und das beobacht ihr auch bei Menschen die zum Beispiel eine eigene Geschäftsidee verfolgen unternehmer sind und sie sagen Ja
00:14:15: mir gibt mein Job
00:14:16: Energie So, und das mag auf einer emotionalen Ebene stimmen.
00:14:20: Aber die Energie wird erst mal verbrannt egal für was du deine Kognition verwendest, egal auf was du arbeitest.
00:14:26: Natürlich kostet es noch eine andere Art von extra Energie wenn du im Hamsterrad bist in Entscheidungen umsetzen musst, die du nicht selber trägst
00:14:34: etc.,
00:14:35: ja da ist ein Unterschied.
00:14:36: aber selbst wenn einem alles Spaß macht dann muss man gucken dass man trotzdem im Rhythmus Anspannung Entspannungs Stress Erholung
00:14:43: bleibt
00:14:43: egal wie gern man seinen Job mag.
00:14:46: Und es gibt ja so eine ganz lange Phase.
00:14:48: bei der man das auch nicht mitkriegt.
00:14:50: Also es gibt ja für ganz viele Leute auch so eine Hochphase, wenn so ne Karriere anfängt zum Beispiel oder Künstler jetzt einen Hit haben dann werden die auch wirklich durchs ganze Land geschickt.
00:14:59: Das ist ja wirklich ein rollender Zirkus.
00:15:01: Das heißt morgens Interview hier, dann da kurz Stopp bei der Radiosstation und sowas und dann abends noch kurz Merchandise und ich fasse dann Konzert, dann noch Meet and Greet mit den Superfans und so was... Wo
00:15:13: sind ihr nächstes Jahr?
00:15:14: Genau!
00:15:14: Da warst du auf und nach zwei Wochen weißt du gar nicht mehr wo du bist Und das ist alles saulange, super cool und total der Traum.
00:15:21: Bis
00:15:22: es nicht mehr ist?
00:15:22: Genau!
00:15:23: Bist du dann halt irgendwann so jemand, bis der irgendwie ja so... Der dann nicht mehr runterkommt.
00:15:29: Das passiert halt bei Leuten oft, das kriege ich schon oft mit.
00:15:33: Es ist vielleicht als Produzent auch so ein Thema was ich halt... Was ich oft sehe dadurch dass ich mit all diesen verschiedenen Leuten arbeite
00:15:40: Lass uns da mal ein bisschen tiefer reingehen.
00:15:42: Du hast im vorgesprächenden Statement gesagt, was ich wirklich hängen geblieben und sagst du arbeitest eigentlich groß oder zum relevant großen Teil mit unglücklichen Millionären zusammen.
00:15:52: so und das ist deshalb interessant weil Es gibt ja diese eine Hypothese, wenn genug Geld im Spiel ist dann hat man erstmal keine Probleme mehr oder deutlich weniger Problem.
00:16:03: Ich glaube dies hinreichend widerlegt in den verschiedensten Bereichen.
00:16:07: jetzt
00:16:07: kommst du aber und sagst nicht nur die Menschen, die genug Geld haben sondern auch die, die eigentlich ihre Leidenschaft zum Beruf machen das sind nicht die angestellten Topmanager, die ihr Familienlebe aufhören, sie machen ihre Leidentschaft, die schreiben ihre eigenen Hits
00:16:22: etc.,
00:16:23: selbst die sind unglücklich.
00:16:25: So, das klingt erstmal für jemanden der ein normales Leben führt wie Luxusprobleme, wie undankbar etc.
00:16:34: Aber du hast mir erzählt dass du... Du hast ja einen ziemlich guten Vergleich, Quervergleich verschiedene Menschentypen, verschiedene Musiktypen verschiedene Altersklassen Und da ist sich so ein paar Elemente Dass du die immer wieder findest.
00:16:50: und du hast auch gesagt wenn ihr auch ein schönes Bild hast Eigentlich so die Hebamme im Studio bist, die Menschen hilft ihr Baby zur Welt zu bringen.
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