Highlight 096: Höhle der Löwen-Investorin - "So bleibe ich trotz Beschimpfungen & Morddrohungen selbstbewusst!"
Shownotes
Mein neuer SPIEGEL Bestseller "Das High Energy Prinzip" ist da!
Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
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In dieser Highlight-Episode spreche ich mit der kontroversen Unternehmerin Tijen Onaran darüber, wie es sich anfühlt, öffentlich angefeindet zu werden und wie sie trotzdem glücklich und selbstbewusst bleibt.
Hier geht's zur ganzen AUF & UP Episode mit Tijen:
Die Erstausstrahlung dieser Episode war im September 2025.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Also die übelsten Beschimpfungen, die kann und will ich jetzt gar nicht alle wiederholen.
00:00:03: Aber auch wirklich Morddrohung at its best mit auch den Hinweisen wo ich wohne also jetzt nicht dezidiert die Adresse aber die Stadt wo ich mich so aufhalte wo ich zuletzt war also wirklich sehr gut recherchiert was sich in der letzten Zeit so gemacht habe.
00:00:24: Das melde ich natürlich, es gibt tolle Organisationen wie beispielsweise Hate Aid kann ich nur empfehlen die dann auch den rechtlichen Weg gehen.
00:00:32: Aber ich sage immer das eine ist dass du die rechtliche Unterstützung holst und das andere ist was mental bei dir bleibt.
00:00:39: Und das ist ja häufig viel herausfordernder.
00:00:42: Natürlich macht das etwas mit einem.
00:00:44: also nenn mir eine Person die so eine Nachricht erhält sie einfach abschütteln und sagt das Teil des Businesses das ist einfach hammerhard.
00:00:52: Und ich frag mich dann auch immer, was reitet so eine Person?
00:00:56: Also, was hab' ich jetzt davon, dass ich jetzt irgendwo in meinem Wohnzimmer horke und mir denke Mensch, ach der Christia geht mir so hart auf den Senkel.
00:01:04: Dem schicke ich jetzt mal ne kleine Morddrohung einfach weil je nix zu tun hab', ja?
00:01:08: So das... Sieh mir geht's einfach nicht im meinen Kopf rein!
00:01:11: Aber vielleicht habe ich auch ein zu aufregendes Leben, zu viel Beschäftigung, zuviel Spaß und Freude auch an meinem Leben als dass sie mich damit beschäftigen will Und daher, das ist schon hart.
00:01:25: Ich mache ja auch einige Dinge öffentlich – nicht alle!
00:01:28: Weil ich auch nicht will, dass das Bestimmende in meinem Leben ist.
00:01:32: Trotzdem glaube ich und finde ich, dass wir uns alle an der eigenen Nase packen sollten.
00:01:38: Eine Sache ist mir immer total wichtig.
00:01:42: Wenn Frauen uns überall hinstellen und sagen, Frauen unterstützen Frauen... ...und wenn es dann Frauen sind… die solche Nachrichten verschicken.
00:01:55: Morddrohungen seien jetzt mal hingestellt, aber zum Teil sich auch an öffentlichen Personen in einer Art und Weise abarbeiten was das Aussehen betrifft, was die Art und Weise betriffe wie du auftrittst, was du sagst dann denke ich immer so dass es irgendwie besonders schade.
00:02:12: nicht weil ich finde dass Frauen Engels gleich unterwegs sein sollten.
00:02:16: ich kritisiere ja auch mal Frauen wenn es dann ausgerechnet immer mit so einem Ton ankommt.
00:02:23: Ja, du stehst ja für Feminismus und für Gleichberechtigung aber hast überhaupt nicht drauf oder guck dich mal an.
00:02:31: Dann denke ich immer so das ist so besonders schade.
00:02:33: Das braucht's ja nicht.
00:02:34: also wir müssen uns doch noch ein Bein stellen.
00:02:37: Wir kriegen so viel von der Gesellschaft von Männern von irgendwie Leuten die uns wirklich die Türen verschließen.
00:02:43: warum müssen wir uns gegenseitig auch noch die Tür verschließen.
00:02:47: Das braucht es wirklich nicht!
00:02:51: Lass uns mal tiefer in dein Buch einsteigen, du hast gerade gesagt nur weil's richtig sagt kommt ans Ziel und ist würde ich sagen Leitfaden für kommunikative Souveränität.
00:03:02: so habe ich das gelesen.
00:03:04: aber das Schöne ist da kann man oder du sagst dass Dinge erlernbar sind wo ich immer dachte das sei angeboren Charisma, Ausstrahlung, verschiedene andere Dinge.
00:03:14: Gehen wir gleich ein bisschen tiefer rein und das finde ich eine erleichternde Botschaft weil die Menschen, die da nicht unbedingt so auftreten, sie schieben es eben auf ihren Charakter Sie finden sich damit ab.
00:03:28: Warum würdest du sagen Tijen sollten oder dürfen Menschen diesen Aufwand betreiben in ihren kommunikativen Fähigkeiten besser zu werden?
00:03:38: Weil's das ist was Du selber in der Hand hast.
00:03:40: Es gibt viele Dinge, die du im Leben nicht in der Hand hast.
00:03:46: Die extreme externe Wahrnehmung kannst du natürlich ein Stück weit beeinflussen aber so das letzte Prozentfünkchen hast du ja nie ganz in der hand.
00:03:57: Du hast die reaktion von menschen auf dich nicht Aber wie du die mit der Reaktion umgehst, das hast Du in der Hand.
00:04:05: Du hast in der hand was du sagst, was du nicht sagst?
00:04:09: Wie du sagest, wie du auftrittst, mit wem du dich umgibst all das hast du selber an der hand.
00:04:16: Das ist die größte form Der selbstbestimmung die es gibt.
00:04:20: und daher finde ich gerade sprache auch so toll Auftreten so wichtig Kommunikation so toll.
00:04:26: Und tatsächlich war's mein vater der immer gesagt hat du hast eine stimme also nutze sie.
00:04:31: Und das ist mir bis heute im Ohr.
00:04:33: Das bedeutet immer dann, wenn ich festgestellt habe es nervt mich etwas, hab' ich's eben nicht runtergeschluckt sondern ich hab´s angebracht!
00:04:41: Ich hab jetzt auch nicht genörgelt die ganze Zeit wo es da nicht passend war.
00:04:45: aber wenn ich dachte... ...das passt hier irgendwie nicht und ich hab' einen anderen Gedanken dann bringe ich den zumindest einmal an.
00:04:52: was daraus wird sei mal dahingestellt.
00:04:54: und daher finde ich dass sich eben alle Dinge rund um Kommunikation, Verhandeln, Auftreten, Rhetorik, Eloquenz durchaus lernen lassen.
00:05:05: Klar gibt es da auch Grenzen in einer gewissen Form weil beispielsweise Menschen sagen ich muss jetzt nicht auf jeder fünftzehnten, sechzehn, siebzehn-, achtzenten Bühne unterwegs sein und auf einer großen Bühne unterwegs sein, aber manchmal reicht ja auch ein Viertel dieser Bühnen.
00:05:24: Das kann der Familientisch sein, das kann die Meetingssituation sein, es kann das Eins-to-Eins Gespräch sein wo du dann den Mut hast eine Frage zu stellen, die du vorher nie gestellt hättest.
00:05:33: Und daher ja's lässt sich alles lernen.
00:05:36: ich habe sie ja auch irgendwo gelernt in der Politik später dann in der Wirtschaft und deswegen war mir so wichtig dieses Thema jetzt mal zu beackern und anzugehen.
00:05:48: Und all das, was ich in den letzten Jahren gelernt habe eben weiterzugeben nicht mit der Prämisse Menschen verändern zu wollen sondern ihnen etwas an die Hand zu geben, was sie für sich verändern lässt.
00:06:00: Beim Lesen ist mir eine Geschichte aus meinem Leben eingefallen über die ich bestimmt fünfzehn Jahre oder so nicht mehr gedacht hat.
00:06:06: Und zwar, ich war damals bei Payback habe ich damals gearbeitet im Management und hatte einen Rhetorik-Training.
00:06:12: Wurde auf Videokamera aufgenommen und dann hatte uns ein Coach gesagt was man besser machen kann.
00:06:17: Bei mir war das Feedback, ich muss die Stimme mehr modulieren.
00:06:20: Ich bin zu eintönig und gestikuliere zu
00:06:23: wenig.".
00:06:24: Das waren meine Hausaufgaben für die nächsten Wochen und dann ein bisschen geübt und so was.
00:06:27: Und dann, ein paar Wochen später wieder vor die Kamera habe ich wahnsinnig viel gestikuliert und auch moduliert aber es war viel,
00:06:34: viel schlechter!
00:06:36: Und das war für mich wirklich ... Ein Aha-Moment weil... Ich hab ihn gefragt, was da los ist?
00:06:43: Er konnte mir die Antworten nicht geben, aber ich hab sie später für mich gefunden.
00:06:46: Ich hab die falschen Gedanken gedacht Und ich erlebe heute, wenn man die richtigen Gedanken hat den richtigen inneren Dialog hat dann folgen diese Dinge.
00:06:54: Wenn ich mit Leidenschaft rede dann ist mehr Bewegung in der Stimme und auch im Körper und das finde ich hier so schön dass es nicht darum geht einfach nur Plumpes Werkzeug zu lernen, sondern die Gesamtzusammenhänge.
00:07:07: Da würde ich jetzt gerne ein bisschen tiefer einsteigen gerade in diese innere Kommunikation.
00:07:10: denn du sagst wenn der Kritiker den ganzen Tag dir im Ohr hängt dann wird es wahnsinnig schwierig souverän aufzutreten selbstbewusst aufzudreht
00:07:21: ganz kurze hinweisen eigener Sache.
00:07:23: Ich weiß nicht wie's dir geht aber ich bin sehr überzeugt davon dass die wichtigste Ressource um das auf und ab des eigenen Lebens gut meistern zu können ist voller Energie zu sein.
00:07:33: Und obwohl wir heute mehr Informationen dazu haben als jemals zuvor, sind immer mehr Menschen energielos.
00:07:40: und das möchte ich ändern und deshalb habe Ich ein Buch geschrieben.
00:07:45: Das High-Energy-Prinzip ist kein weiteres Selbstoptimierungs immer höher schneller weiter Biohacking Trendprogramm Sondern das Gegenteil.
00:07:54: es is eine Reduktion auf die Essenz Auf dass was unsere uralte Jahrtausende alte Biologie uns als Hausaufgaben mitgegeben hat.
00:08:04: wenige Verhaltensweisen, die es unseren Mitochondrien ermöglichen zelluläre Energie ATP zu produzieren.
00:08:12: Und das habe ich auf eine sehr kurzweilig gewissenschaftlich fundierte Art und Weise zusammengeschrieben ist basiert auf viel einer Vielzahl von Studien aber auch auf jahrzehntelange Erfahrung sowohl von mir als auch in der Zusammenarbeit mit meinen Klientinnen und Klienten.
00:08:31: lesen und sehr einfach umsetzen könnt.
00:08:34: Es ist
00:08:34: ab sofort überall verfügbar,
00:08:36: der Link dazu ist in den Show-Notes hinterlegt und ich würde mich sehr freuen.
00:08:40: Nicht für mich sondern für deine Meteorondrien, für dein Energielevel wenn du es liest!
00:08:45: Und wenn du jemanden in deinen Bekanntenkreis hast wo du weißt diese Person läuft auf Reserve zieht immer durch ja ist einfach nicht voller Energie dann ist das vielleicht eines der schönsten Geschenke was zu dieser Person machen kannst.
00:08:59: Vielen vielen Dank.
00:09:00: und jetzt geht's zurück zur Episode.
00:09:04: Und trotzdem haben viele Menschen diesen inneren Kritiker, der auch sehr laut ist.
00:09:09: Und du sagst die Strategie ist nicht ihn zu bekämpfen sondern ihm zuzuhören und ihn abzugrenzen.
00:09:15: Das Bild finde ich sehr schön.
00:09:16: er darf einen Platz im Publikum haben aber nicht auf der Bühne.
00:09:20: Das klingt jetzt schön als Bild.
00:09:21: Du bist Speakerin das liegt nahe.
00:09:23: Aber wie können wir das dann im Alltag wirklich umsetzen?
00:09:25: Dass wir den ein bisschen leiser kriegen in den Zuschauerbereich bitten?
00:09:30: Ich finde die Geschichte, die du geteilt hast wirklich exemplarisch.
00:09:33: Weil auch ich habe das erlebt dass Menschen in gerade meiner politischen Zeit an mich herangetreten sind und meine Performance wie so schön heißt verbessern wollten mit Sicherheit mit einem positiven Anlass ja aus einer positiven Prämisse heraus aber das Ergebnis war einfach schlecht.
00:09:56: Warum?
00:09:56: Weil ich selber nicht gefühlt habe.
00:09:58: Wenn dir jemand sagt, hey pass auf du gestikulierst zu viel mach weniger dann schaltet dein Gehirn genau das Gegenteil und du fängst auch an dich unnötig sage ich mal zurückzuhalten weil es gar nicht deiner DNA deinem Charakterzug entspricht.
00:10:15: Und daher würde ich immer erstens mal gucken ob solche Ratschläge nicht wirklich eigentlich Schläge sind und vielleicht eher daraus resultieren, dass jemand versucht etwas überzustülpen was du gar nicht bist.
00:10:29: Das ist extrem wichtig.
00:10:31: das sozusagen vorab.
00:10:32: das andere ist wie kann man den eigenen Kritiker die eigene Kritikerin akzeptieren?
00:10:38: Und vielleicht sogar eben ins Publikum sozusagen einladen?
00:10:44: ich habe irgendwann festgestellt Je stärker ich versuche, perfekt zu sein, desto kritischer werde ich mit mir aber auch übrigens mit anderen.
00:10:55: Also je höher mein Perfektionsanspruch an mich selber ist, destso höher sind die Erwartungen auch an andere.
00:11:04: und da können Menschen nur verlieren und ich kann auch nur verliern weil wie kann ich so eine hohe Messlatte erreichen?
00:11:13: eigentlich nie.
00:11:14: Das bedeutet nicht, dass man sich keine Ziele setzen sollte, keine Vision haben sollte sondern runter kommen von dem was das vermeintlich perfekte ist.
00:11:23: Perfektion gibt es sowieso nicht mehr abgesehen davon und ich finde die Uhr langweilig Und das hat mir schon erst mal sehr geholfen, mich etwas zu entspannen.
00:11:34: Ja
00:11:36: kurz ein Fragen weil ich finde ich habe einen Post gemacht.
00:11:39: gut genug reicht auf LinkedIn und da gab es auch viel Hate weil die Leute sagen hier ist der Niedergang von den Ambitionen und das reitet Deutschland in die Mittelmäßigkeit etc.
00:11:51: Wie ich finde, nicht verstanden.
00:11:53: das Gut genug in der Definition heißt also gut genug.
00:11:57: Also gut genug kann für eine Vorstandssitzung eine sehr gute Powerpoint Präsentation weil es dann für den Zweck gut genug ist.
00:12:04: und das wäre aber eine Frage.
00:12:06: man würde jetzt wenn man dich nicht kennt vermuten dass du alles perfekt machen willst dein Outfit passt immer du redest geschliffen etc.
00:12:14: wie finden wir denn diesen Punkt was gut genug was die Ressourcen nicht unnötig verschwendet, was den inneren Kritiker nicht unknötig befeuert und um nicht in dieses Perfekte was eben kaputt macht abzudriften.
00:12:29: Wie findest du da die richtige Balance?
00:12:31: Also ich bin ja heute zu unserem Gespräch zu spät gekommen und das lag unter anderem daran dass mein Zeitmanagement offensichtlich nicht perfekt war und sich vieles verschoben hat.
00:12:42: Aber gut genug
00:12:43: weil wir haben hier daraus noch genug Zeit.
00:12:45: Aber abgesehen davon, wenn wir das Gespräch zum Beispiel mit zu Hause führen würden, würden wir gefühlt zwischen sehr vielen Papierhaufen und ungemachter Wäsche, Geschirrhaufen.
00:12:57: Was weiß ich?
00:12:57: Was sitzen ja?
00:12:59: Das ist das Gegenteil von Perfektion!
00:13:01: Und ich weiß noch dass mich das am Anfang unfassbar gestresst hat weil ich gedacht habe es muss alles irgendwie Piccobello sein und perfekt sein.
00:13:11: so kann nicht sein.
00:13:12: in meinem Job läuft es irgendwie alles halbwegs gut Ist ja auch nicht immer der Fall, aber.
00:13:18: und dann kriege ich irgendwie die einfachsten privaten Sachen hin.
00:13:22: Ich musste dann wirklich dieses berühmte Bild des Loslassens, ich musste selber mich sage mal runterkühlen und feststellen, dass ich nicht in jedem Lebensbereich was mich betrifft perfekt sein kann.
00:13:38: Es geht einfach nicht eine perfekte Wohnung zu haben die total schön ist und genau durchgesaugt und wo du vom Boden essen kannst usw.
00:13:48: Und gleichzeitig perfekt da draußen auf den Bühnen dieser Welt performst.
00:13:53: das funktioniert einfach nicht.
00:13:55: wir sind keine Maschinen.
00:13:58: Diese Erkenntnis nochmal hat lange gebraucht, ja.
00:14:02: Aber sie führt dazu dass du einfach generöser mit dir selber bist.
00:14:08: und dieses Generöse führt dazu das du eine Entspannung rein bringst die übrigens auch für deine Leistungen für dein Vorankommen totaler Turbo sein kann weil Du anfängst in Situationen in denen Du irgendwie Schlitterst oder die Du nicht mehr kontrollieren kannst auf einmal Damit so umgehst, dass du feststellst, ah, hinten raus ist es ja doch.
00:14:32: irgendwie gelungen.
00:14:33: Es hat ja doch funktioniert mit den sechzig Prozent oder siebzig Prozent, das waren halt keine hundertfünfzig ist aber egal.
00:14:38: es interessiert im Zweifel auch niemanden da draußen
00:14:41: und andere merken ja gar nicht, es ist jetzt eigentlich die eigene Skalierung.
00:14:44: also deine siebzig Prozent werden von anderen oft als Hundert wahrgenommen.
00:14:48: ich erlebe zum Beispiel hoffte oft dass Leute sagen ah Mensch und bei deinen Vorträgen das ist so cool du kommst einfach auf die Bühne Du redest ohne Slides, du redest fünfundvierzig Minuten am Stück.
00:14:58: Kein A und kein M drin, keine Fassblas stimmt auch nicht habe ich auch oft drin.
00:15:04: Also zum einen liegt es mit Sicherheit daran, dass das mir wirklich in erster Linie Spaß macht.
00:15:09: Ich hab eine große Passion dafür – ich liebe es die Menschen zu begeistern und etwas in ihnen zu bewirken des leuchtenden Augen des Publikums zu sehen!
00:15:18: Punkt zwei und das sage ich immer Menschen, die damit struggling auf einer Bühne zu sprechen oder einen Vortrag zu halten Dein Gegenüber weiß nie, was du eigentlich noch sagen wolltest.
00:15:31: Das weißt Du!
00:15:32: Du gehst raus aus der Situation und sagst dir Mensch ich wollte eigentlich noch fünf Punkte anbringen.
00:15:36: Ich habe es nicht gebracht.
00:15:38: Wichtig ist Der Aufmacher von so einem Vortrag Und der Abbinder.
00:15:43: Meistens erinnern sich die Leute eben auch an die zwei Dinge.
00:15:46: Den Mittelbau vergessen sie häufig weil eben viel erzählt oder sie mit ihren Gedanken abschweifen.
00:15:53: Also all das ist sozusagen entscheidend und deswegen nochmal zurück zum inneren Kritiker, zur inneren Kritikerin.
00:15:58: Das ist ja die größte Lebensaufgabe auch im Punkt der Kommunikation.
00:16:02: Du kannst extern nur so kommunizieren wie du kommunizierst wenn du gut mit dir selber kommuniziert, wenn du dich selber jeden Tag schlecht machst.
00:16:13: Wie sollen dann Menschen etwas Positives in dir sehen?
00:16:16: Du gibst ja auch deine eigene Unabhängigkeit auf, wenn du alles positive nach außen hin trägst.
00:16:23: Also im Sinne von dass das Außen äußere Umfeld dir das Positive die Bestätigung geben soll.
00:16:29: Dann machst du dich total abhängig davon was ist, wenn der Applaus dann fehlt Dann kommst du in ein tiefes Loch und deswegen ist das Entscheidende.
00:16:36: Und deswegen hab ich das in den Bohr auch so betont, der erste Teil geht rein um die innere Kommunikation bevor es ins Außen geht.
00:16:43: Das war mir extrem wichtig weil damit startet alles das Fundament.
00:16:48: Auf einer Meta-Ebene verstehen Menschen das glaube ich.
00:16:50: aber wie machst Du das jetzt konkret?
00:16:52: Also bemerkst Du die Stimme wenn sie mal wieder nörgelt und sagst Du dann halt stopp und gilt?
00:16:56: Setzt da eine andere Formulierung dagegen.
00:16:58: oder wie machst du das im Alltag?
00:17:00: Ja also wenn ich merke, dass ich mich nur damit beschäftige was nicht läuft anstatt dem was läuft dann.
00:17:06: Ich habe so einen Ordner auf meinem Handy der heißt ich liebe mich ja und da gehe ich rein und das sind screenshots Nachrichten Ja, all das was mich sozusagen an gute Momente erinnert.
00:17:26: Fotos und das sind eben auch Screenshots von Nachrichten von Menschen die mir folgen bei denen ich etwas Positives bewirkt habe.
00:17:35: Fotosts von Momenten in denen ich schöne Dinge erlebt hab privat aber auch beruflich.
00:17:42: es sind Momentaufnahmen.
00:17:44: manchmal ist es eine kleine Nachricht an mich selbst dass ich mich irgendwie gut gefühlt habe im Moment Und ich versuche dann wirklich, das immer wieder zu lesen und diese Geschichte die innere Kritikerin zu überschreiben mit den positiven Nachrichten.
00:18:03: Das ist total wichtig!
00:18:04: Weil wir sind so schnell in dieser Gedankenschleife drin – alles ist schlecht, alles ist schlimm.
00:18:09: genauso wie mit dem Feedback, dass es uns erreicht auch ungebetenes Feedback Neun und neunzig tolle oder hundert tolle Nachrichten bekommen.
00:18:21: Und dann ist die hunderteinste Nachricht schlecht, warum schläfst du schlecht?
00:18:25: wegen der Hunderteinsten?
00:18:28: Das lohnt sich doch wirklich nicht!
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