Wegen Behinderung: "Ich wurde zum Sterben nach Hause geschickt! Heute bin ich Managerin und Mutter" | A&U #169

Shownotes

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Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
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In dieser Episode spreche ich mit der Managerin und Autorin Nadine Schönwald über ihr Leben mit Behinderung und chronischen Schmerzen, über widerlegte Ärzteprognosen, ihre 25 Operationen, Selbstwert jenseits fremder Bewertungen – und darüber, warum moderne Führung Menschen nicht nach Anpassung, Lautstärke oder Geschwindigkeit beurteilen sollte, sondern danach, welche Leistung sie bringen, wenn es wirklich darauf ankommt.

Es wäre uns eine große Ehre, wenn du dir dieses Gespräch anhörst.

Über Nadine Schönwald
Nadines neues Buch: „Inklusion am Arbeitsplatz: HR-Prozesse gestalten und die Unternehmenskultur positiv beeinflussen“
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Disclaimer: Der AUF & UP Podcast dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen dieses Podcast sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Nutzung der Informationen oder von Materialien, die mit diesem Podcast verlinkt sind, erfolgt auf eigene Gefahr. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Experten deines Vertrauens.

Transkript anzeigen

00:00:00: Als ich geboren wurde, hatte ich eine sehr schwere Infektion.

00:00:03: Man wusste gar nicht was das war und dann hat man mich auch zum Sterben nach Hause geschickt.

00:00:08: Man hat auf mich drauf geguckt und hat gesagt, kaputt!

00:00:11: Kann man nix machen?

00:00:13: Dann hieß es Ich werd immer im Rollstuhl sitzen...

00:00:15: Du bist laufend auf mich zugegangen gerade, ich kann bestätigen.

00:00:18: Diese Situation hatte ich genau einmal in meinem Leben.

00:00:21: Das war das einzige Mal wo ich meine Mutter gefragt habe warum grade ich?

00:00:24: Nur weil etwas schwierig ist heißt es ja nicht, dass ich jetzt nicht tun sollte.

00:00:28: Das was du beschreibst ist eigentlich die eine der höchsten Disziplinen von mentaler Gesundheit.

00:00:35: Meine Mutter hat mir beigebracht wenn ich etwas will dann musst du dafür kämpfen.

00:00:41: Hey Christorell hier und das is dein Podcast über das Auf-und-Land

00:00:45: des

00:00:45: Lebens.

00:00:48: Mein heutiger Gast ist Nadine Schönwald.

00:00:50: Nadine ist eine der bekanntesten Stimmen in Deutschland zum Thema Inklusion, sie selber ist eine Frau mit Behinderung wie sie sich selbst nennt und ich durfte im Gespräch lernen dass sie bis vor vier Jahren diesen Begriff gar nicht über die Lippen bekommen hätte weil sie immer sehr viel dafür getan hat so zu wirken als wäre sie das eben nicht.

00:01:12: Sie selber hat in ihrem Leben über twenty-fünf OPs gehabt, sie hat über acht Jahre im Krankenhaus verbracht und das ganze ursächlich war eine sehr seltene bakterielle Infektion die von Kindesalter dazu geführt hat dass sie ein kürzeres Bein hatte Eine künstliche Hüfte haben musste, ein künstliches Knie.

00:01:37: Stangen im Körper also wirklich ganz krass!

00:01:39: Aber was Nadine besonders macht ist dass sie niemanden der Mitleid einfordert sondern die zeigt das man selbst mit so einer starken Behinderung ein normales Leben führen kann.

00:01:51: Sie ist heute Führungskraft in einem Weltkonzern, sie arbeitet genauso wie jeder andere und betont dass sie selber wieder Privilegien noch Nachteile im Job dadurch hat.

00:02:04: Sie is Mutter einer sechzehnjährigen Tochter die Familie hat einen Hund, sie haben acht Hühner.

00:02:09: also sie zeigt wirklich das man mit ihrer Einschränkung ein sehr ambitioniertes Leben fühlen kann.

00:02:18: Und was mich an ihr fasziniert ist, dass sie immer wieder... Sie saß Zeiten ihres Lebens im Rollstuhl und hat das Ziel gehabt, wieder gehen zu können.

00:02:25: Heute in dieses Studio ist sie mir entgegengekommen und erst auf den zweiten Blick konnte ich erkennen, dass die nicht wirklich läuft wie jede andere Mensch.

00:02:36: Also sie hat immer wieder Fähigkeiten durch OPs verloren die viele von uns einfach als selbstverständlich halten.

00:02:43: Und dadurch hat sie außergewöhnliche Fähigkeiten, nicht nur im Zwischenmenschlichen sondern auch wie Sie auf Führung auf die moderne Leistungsgesellschaft etc.

00:02:51: guckt.

00:02:53: Hat einfach außergewönliche Fährigkeiten entwickelt sich immer wieder neu aufzubauen und könnte damit keine bessere Gesprächspartnerin sein für den Auf-und-Ab-Podcast denn sie ist wirklich Profi darin zu berichten, wie man aus Krisen, aus Tiefenkrisen, gesundheitlichen Krisen emotionalen Krisen nicht nur zurückkommt sondern eben viel stärker zurück kommt.

00:03:15: Also ich würde vorschlagen wir gehen direkt rein in das Auf und Ab von Nadine Schönwald.

00:03:19: Nadine als Kind denken ja die meisten dass sie persönlich so ganz normal sind.

00:03:28: Und wann hast du denn zum ersten Mal in deinem Leben gefühlt, dass du anders bist als andere Kinder um dich rum?

00:03:38: Ganz früh.

00:03:39: Denn... Als ich geboren wurde hatte ich eine sehr schwere Infektion und war direkt erst mal nur im Krankenhaus.

00:03:46: Man wusste gar nicht was das war und dann hat man mich auch zum Sterben nach Hause geschickt.

00:03:51: Als ich nach drei Monaten immer noch gelebt habe, haben sie dann überlegt, was könnte das denn sein?

00:03:56: Und dann hat aber auch kein Antibiotika geholfen damals und diese Infektion hat sich quasi meinem Körper ausgebreitet.

00:04:04: Das ging vom Knie, Hüfte, Rückenkieferfinger – kann ich auch später noch mal was zu sagen!

00:04:09: Ich hatte ganz schlimm Bronchialasma als Kind und bin immer blau angelaufen und fast erstickt.

00:04:13: Somit war ich meine ersten fünf Lebensjahre nur im Krankenhaus.

00:04:18: Dann haben die Ältern zu oder die Ärzte zu meinen Eltern gesagt ... Entweder sie machen das ihr Leben lang mit oder sie ziehen weg, weil ich bin im Ruhrgebiet geboren.

00:04:27: Und dann sind wir aufs Land gezogen und dann habe ich irgendwann mal mit zwölf so eine Therapie gemacht und dann hat sich auch mein Asthma sehr stark zum Beispiel verbessert.

00:04:36: aber ich war schon immer anders als andere Kinder.

00:04:41: ja vor allen Dingen wenn man in einem Dorf groß wird war ich das einzige Kind mit Behinderung zum Beispiel.

00:04:47: Wir hatten auch nur ... Dreitausend Einwohner und nicht mal eine Ampel, also von daher war das da aber nicht so schwierig.

00:04:52: Aber mit fünf bin ich auch am Kiefer schon operiert worden.

00:04:57: Ich hatte halt immer viele Hilfsmittel.

00:04:59: Ich habe lange ja im Rollstuhl gesessen.

00:05:01: Ich hab einen Rolator benutzt.

00:05:03: Ich habs Krücken ... Ich weiß unter AMG-Stitzen, aber ich sag's extra!

00:05:07: Krücken benutzt... Ja, also ich hatte immer jene Zahnspangenkorsett, Nordhese.

00:05:12: Also ich hatte irgendein äußeres Merkmal.

00:05:15: wo man ganz klar erkannt hat ist irgendwas anders.

00:05:19: Und, wo hast du mich jetzt auch persönlich kennengelernt?

00:05:22: Ich bin ja auch sehr klein für eine erwachsene Person und als ich in der vierten Klasse war, war ich so groß wie ein Kindergartenkind.

00:05:29: also ich bin auch langsamer gewachsen als andere und auf zwei Jahre gar nicht gewachsen.

00:05:33: das heißt heute bin ich einen Meter forty-fünf und wenn ich auf meinem kurzen Bein stehe ich habe zwei unterschiedliche lange Beine.

00:05:41: Das eine linke Bein ist sieben Zentimeter kürzer als das rechte.

00:05:47: Ich komme immer selber gar nicht so klein vor.

00:05:48: Aber wenn ich dann eine Person sehe, die ähnlich groß ist wie ich und diese steht neben einer durchschnittlich großen Person, dann denke ich, oh, die ist aber klein!

00:05:57: Und dann kommt sie näher, denk ich ... Mensch, die sei genauso groß wie ich?

00:06:01: Also von daher falle ich alleine durch meine Körpergröße auf weil ich einfach so groß bin wie ein zehnjähriger, achtjähriger heutzutage.

00:06:09: Von daher schon immer ist die Antwort.

00:06:12: Du hast jetzt ein paar Stichworte, die für dich alltag dein Leben sind gebracht.

00:06:16: Da werden wir auch gleich noch ein bisschen tiefer einsteigen.

00:06:19: aber was ich werde ein ausführliches Vorgespräch sehr prägen fand wo du berichtet hast welche Prognose da in die Ärzte eigentlich deinen Eltern und damit dir gegeben haben.

00:06:30: Und wir werden auch sehen dass du fast jede dieser prognosen Lügen gestraft hast.

00:06:35: Aber was war so im Alter von?

00:06:37: Ich weiß nicht wann das war aber in frühster Kindheit Prognose, die Ärzte deinen Eltern und damit dir gegeben haben?

00:06:45: Also so ganz platt ausgedrückt.

00:06:47: Ich wurde geboren per Notkaiserschnitt und dann wurde ja leider zu spät diese Infektion festgestellt.

00:06:52: also man hat auf mich drauf geguckt und hat gesagt kaputt kann man nichts machen.

00:06:57: es hieß erst mal ich werde nicht überleben spoiler schon mal nicht funktioniert.

00:07:03: Dann hieß es, ich werde immer im Rollstuhl sitzen und niemals laufen

00:07:06: können.".

00:07:07: Das war die Prognose.

00:07:08: Du bist laufend auf mich zugegangen gerade?

00:07:12: Ich kann wiederlaufen für die... Aber ich kann keine Treppen gehen!

00:07:14: Das können wir gleich auch nochmal thematisieren.

00:07:16: Es ist für die Leute ganz faszinierend weil man mich als gehender Mensch wahrnimmt und damit gar nicht rechnet dass sich vielleicht doch Mobilitätsschwierigkeiten habe.

00:07:26: Die zweite Sache Dürfte maximal auf einer Schule, bei uns hieß das frühe Sonderschule.

00:07:32: Ich bin schon in dem Alter, also Förderschule heute gehen und ich werde maximal in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten.

00:07:40: Wenn ich überhaupt arbeiten könnte, wäre immer Pflegefall.

00:07:43: Das waren so die Sachen, die man dann meiner Mutter, die auch relativ junger Mutter geworden ist gesagt hat – ich bin das zweite Kind!

00:07:50: Und mein Bruder und ich sind nur ein Jahr auseinander gewesen.

00:07:53: von daher ... war das für meine Eltern natürlich erst mal ein großer Schock.

00:07:57: Und ich hatte Ostemilitis, heißt das ist eine Knochenmark-Infektion sehr selten und ich habe auch noch nie jemanden getroffen der es auch hat.

00:08:06: also falls es hier jemand gibt der zuhörte es auch hatte darf sich gerne melden.

00:08:10: Ich hab schon Internetaufruf gemacht aber das habe ich tatsächlich noch nie jemanden getrofft.

00:08:15: Und ja, weil es halt auch so selten war, gab's dann nicht richtig das Mittel dagegen.

00:08:21: Die ist auch chronisch, dass bedeutet sie kann jederzeit wieder ausbrechen.

00:08:26: Das heißt bei jeder Infektion die ich habe sei es eine Erkältung also alles was bakteriell ist muss sich wahnsinnig aufpassen und sofort Antibiotika nehmen da auch Bakterien wandern festsetzen.

00:08:41: Ich habe halt sehr viel Metall aktuell im Körper und ja, so hat das ganze sein Lauf genommen.

00:08:47: also meine Eltern hatten auch absolut keine Unterstützung wussten auch nicht an wen sie sich wenden könnten.

00:08:53: und ja meine Mutter hat aber gesagt nö und mein Vater und sind mir durch ganz Deutschland gereist um die besten Ärzte zu finden dass man den Zustand möglichst verbessert oder halt auch gleichhält.

00:09:08: Und das war halt auch, was ich immer machen musste.

00:09:11: Ich musste immer an mir arbeiten und ich habe ganz früh gelernt es kommt niemand um dich zu retten.

00:09:18: du kannst dich nur selbst retten in also aus einer schwierigen Situation befreien.

00:09:23: natürlich hilft dass wenn man einen unterstützendes Umfeld hat.

00:09:27: aber Du musst die Übung machen.

00:09:30: Du musst alleine durch die Schmerzen gehen.

00:09:32: Du muss es trotzdem machen auch wenn's weh tut und du weiß ich wills eigentlich nicht Und du musst dich auch immer wieder, in meinem Fall muss ich mich immer wieder operieren lassen um eine Verbesserung zu erzielen.

00:09:43: Das Gemeinde daran ist ja es wird ja mal erst einmal viel schlechter als vorher und man vergisst auch wie stark die Schmerzen vorher waren und wie schlecht man vielleicht auch gelaufen beziehungsweise nicht gelaufen ist.

00:09:56: Ja das ist so eine Sache die mich eigentlich durchs ganze Leben getragen hat was ich aber auch sehr früh gelernt habe und mich... Ich war immer ein ärgerlziger Mensch, ich hab meine Mutter auch gefragt Wie war es bei mir damals?

00:10:08: Ich sagte, wenn der Arzt gesagt hat du bleibst drei Monate im Krankenhaus bist du wieder vier Wochen wolltest du nach Hause.

00:10:13: Also ich war schon immer so einer die gesagt hat jetzt er ist recht

00:10:18: Man fragt sich ja, wie das sein kann.

00:10:20: Also man kann die Prognose so falsch liegen konnte es und ich gehe mal ein paar theoretische Erklärungsansätze durch Die Ärzte hatten keine Ahnung.

00:10:28: würde ich jetzt mal ausschließen den Teil?

00:10:30: Das zweite ist dass du dich einfach massiv gegen deinen Schicksal gestellt hast Und mit Mit Fähigkeiten die wir heute noch auseinander nehmen werden nicht einfach dagegen gestellt hast.

00:10:41: aber wenn Du es aus einer Metaperspektive Beobachtest Was würdest du in ein zwei Sätzen sagen?

00:10:46: Wie ist es dir gelungen die Ärzte im positiven Sinn so lügen zu strafen.

00:10:53: Ich denke, ich habe früh gelernt von Tag zu Tag zu gucken und das Zustand flexibel ist.

00:11:01: Das heißt heute ganz viel schlecht gehen aber morgen kann es halt auch schon wieder anders aussehen und man kann immer was tun.

00:11:08: Also ich hab ja monatelang im Bett gelegen

00:11:10: d.h.,

00:11:10: ich durfte nicht rechte Seite, nicht linke Seite.

00:11:12: Ich durfte maximal auf den L bogen drei Monate lang im Krankenbett zu Hause Und das natürlich ist das frustrierend.

00:11:21: Natürlich ist es schwierig, weil man absolut gar nichts machen kann und man ist hundert Prozent auf jemand anderes angewiesen ist.

00:11:28: Das hat mich auch immer so motiviert, dass wollte ich nie.

00:11:32: Wenn man zu hundert prozent auf jemand Anderes angewiesen ist ... Ich hatte ja vorher einen Zustand wo's nicht so war, hatte ich halt immer den Willen zumindest das Vorherrige wieder weitestgehend zu erreichen immer motiviert.

00:11:49: Manchmal weiß ich es auch selber nicht, aber ich glaube das ist halt auch Geduld ganz viel Geduld, wo ich mich nicht unbedingt als geduldigen Menschen bezeichne würde, aber in dem Fall man wartet ja auch wahnsinnig viel.

00:12:00: Man wartet auf dieses Untersuchungsergebnis, man waltet auf die Operationen, man wartet auf die Reha und auf die Medikamente.

00:12:06: Also man wachtet ja auch Wahnsinnigviel!

00:12:09: Und diese Zeit habe ich dann halt auch immer für mich genutzt Versucht den Zustand so anzunehmen, das ist sehr wichtig.

00:12:20: Dass man da durchgeht und halt die Situation.

00:12:22: wenn es jetzt scheiß ist dann ist es ja scheiß und es darf auch jetzt Scheiße sein!

00:12:27: Und dass es ganz viele verdrängen oder drücken das weg... Das habe ich zum Beispiel relativ früh gelernt, das nicht zu machen und deswegen spreche ich auch sehr offen über meine Behinderung.

00:12:37: Über was, was mir passiert ist wie ich mich dabei gefühlt habe weil das hilft.

00:12:42: Deswegen würde ich sagen von der Vogelperspektive her hatte ich immer so einen inneren Antrieb und ich hab halt auch wahnsinnig viel Energie und ja die hat dann sein Ventil darin gefunden.

00:12:57: Immer jeden Tag ein bisschen besser als gestern.

00:12:59: Da sind gleich zwei Dinge, wo ich tiefer einsteigen möchte als eine.

00:13:02: Du hast beschrieben wie wichtig die Akzeptanz ist, egal wie schlimm es jetzt gerade ist und wir wissen dass man hört das überall.

00:13:09: Es ist so wichtig zu akzeptieren die eigene Situation anzunehmen damit man wieder ins Handeln kommen kann.

00:13:13: aber zwischen diesem Kalenderspruch akzeptiert dein Schicksal und ist wie du jetzt gesagt hast gelernt zu haben auch zu fühlen und so zu handeln.

00:13:21: Ist ja oft ein großes Delta.

00:13:23: Wie ist es dir?

00:13:24: Und du hast ja wirklich viel Übung im Leben gehabt.

00:13:26: Wir werden gleich deine, wie du's nennst, Gesundheitsgeschichte noch ein bisschen nachzeichnen nicht Krankheitsgeschichte aber wie ist es Dir gelungen immer und immer wieder in die Akzeptanz zu gehen.

00:13:36: man könnte irgendwann auch sagen warum mir das passiert warum ich.

00:13:40: man kann mit dem Schicksal hadern.

00:13:42: vielleicht hattest Du solche Phasen ja auch Aber wie ist Es dir gelungen Immer wieder in Die akzeptanz und Annahmen zu kommen?

00:13:48: also diese situation die du beschreibst hat genau einmal in meinem leben da war ich.

00:13:55: Das war das einzige Mal, wo ich meine Mutter gefragt habe, warum gerade ich?

00:13:59: Weil es wiederhieß.

00:14:00: Es kommt eine schwere OP und ich war in einem Alltag.

00:14:02: Ich wusste okay, dass wir eine ganz schwierige Phase und konnte es schon gut einschätzen wie es mir danach gehen wird usw.

00:14:11: Meine Mutter konnte mir natürlich keine Antwort darauf geben und sie hat mich einfach nur in den Arm genommen.

00:14:15: Ich hab geweint und danach war's dann halt auch wieder gut.

00:14:19: Und ich glaube, ich habe immer meine Behinderung akzeptiert Und ich kenne meine körperlichen Grenzen ganz genau, und ich glaube viel besser als manch vermeintlich gesunder Mensch würde ich jetzt mal behaupten.

00:14:30: Ich habe aber auch gelernt, Grenzen zu akzeptieren, aber sie trotzdem auch manchmal ein Stückchen stückweit zu verschieben.

00:14:38: Bei mir ist leider der Grad sehr schmal zwischen Forderung und Überforderungen.

00:14:45: ganz klar in sich reinhören und gucken, okay wo sagt der Körper jetzt hier halt Stopp?

00:14:49: Also ich diskutiere jeden Tag mit meinem Körper.

00:14:50: Der sagt ne wir gehen diese Treppen nicht.

00:14:52: Ich sage doch wir gehen die Treppen!

00:14:53: Nein, ich hau dir jetzt Schmerzen da rein damit du kapierst wie wir machen das nicht.

00:14:58: Und ich sag nein, ich mach's aber trotzdem weil nur weil etwas schwierig ist heißt es ja nicht dass ich es nicht tun sollte.

00:15:05: und das ist glaube ich Diese Vermeidungsstrategie, man hat Angst vor Schmerzen.

00:15:10: Habe ich auch gar keine Frage.

00:15:11: Man hat Angst für Verschlechterung.

00:15:14: Also diese Sorge habe ich ja immer.

00:15:15: Immer wenn irgendwas anders an mir schmerzt als es eigentlich sollte, dann denke ich mir mal, ist da jetzt was kaputt?

00:15:21: Wie lange geht das so?

00:15:22: Was war denn Wetter?

00:15:23: Hast du irgendwas Besonderes gemacht?

00:15:25: und das einzuschätzen bzw.

00:15:28: auszuhalten, mal in sich zu fühlen, mal Kontakt mit seinem Körper zu haben ... Das ist, glaube ich das was viele verlernen.

00:15:36: Also ich höre auf mein Körper wenn ich jetzt... Ich bin hier weit angereist und fahre zurück.

00:15:41: Das ist sehr anstrengend für mich.

00:15:43: Und das heißt, ich muss mir auch die Pause nehmen.

00:15:47: Es wirkt immer, ich wäre sehr aktiv.

00:15:48: Bin ich auch.

00:15:49: Ich habe viel Energie.

00:15:50: aber wenn mein Körper sagt Nadine so Jetzt ist Schluss!

00:15:53: Wir brauchen eine Pause dann mache ich halt auch die Pause.

00:15:56: Und hab halt gelernt, mich gut in meinen Körper zu kümmern, was ja auch viele nicht so machen und ich glaube ... Ich habe nie... Es war bei mir immer dramatisch.

00:16:08: also wenn man jetzt als junger Mensch immer mit solchen dramatischen Situationen konfrontiert ist, dann lernt man andere Dinge schnell gelassenzunehmen.

00:16:19: Klassenarbeit schreiben!

00:16:21: ob mein Chef jetzt in zwei Stunden Präsentation will, ist für mich kein Stress.

00:16:26: Dinge zu organisieren ... Ich kann recht spontan umzwitschen, weil das können Menschen mit Behinderung.

00:16:33: Man muss sich immer auf Situationen einstellen, wo man vielleicht auf Barrieren z.B.

00:16:36: trifft.

00:16:38: oder mein Körper sagt heute, nee, laufen is heut nicht.

00:16:41: Also ich kann zum Beispiel Zehntausend Schritte gehen aber nicht am Stück.

00:16:45: und dann gibt's Tage da geh' ich keinen einzigen Wechselschritt auf einer Treppe, ich hab auch einen G-Schlag zu Hause Und da hinterfrage ich mich auch selbst und denke mir, hey, gestern hat es noch funktioniert.

00:16:54: Wieso heute nicht?

00:16:55: Also von daher... Ich glaube das kann man gar nicht so einfach beantworten.

00:17:01: Ich habe halt einfach gelernt von Tag zu Tag zu gucken aber dabei auch nicht die mittelfristige Perspektive.

00:17:09: Da fand man ganz spannend ist gibt's eine... Da kann man ein Berg aufmalen und man steht ungefähr auf der Hälfte des Berges und man guckt immer nur nach oben und sieht wie weit der Weg noch ist Aber man guckt nie nach unten, wie viel man schon geschafft hat.

00:17:23: Und das muss man sich ab und zu auch mal vor Augen halten... ...und Dinge nicht so wichtig nehmen.

00:17:31: Also alltägliche Dinge wo wir uns darüber aufregen.

00:17:35: Hast du heute nicht geputzt?

00:17:36: Ja mein Gott der Staublicht morgen auch noch da!

00:17:38: Das ist nicht kriegsentscheidend.

00:17:42: Hast Du heute halt nicht eine Schritte Sport gemacht weil dein Körper nein

00:17:46: sagt?!

00:17:46: dann halt nicht.

00:17:47: Also habe ich heute schlecht geschlafen, hab mich früher wahnsinnig drüber aufgerichtet, hatten wir gerade ja schon darüber gesprochen und ich habe starke Schlafprobleme.

00:17:55: Also schlafe und ich werde nicht mehr Freunde in diesem Leben.

00:17:57: aber ich habe es einfach gelernt zu akzeptieren.

00:17:59: und statt mir jetzt zu jammern und zu sagen ach ich schlaf hier mal so schlecht nur drei Stunden sieben Mal wach sag ich jetzt heute zum Beispiel Wecken kannst du mich nicht.

00:18:08: Mehr um halb fünf anrufen, gar kein Thema.

00:18:10: Also easy und versuch dann die Zeit für mich zu nutzen.

00:18:15: Natürlich bin ich müde und natürlich ist es dann auch anstrengend für mich.

00:18:19: aber das ist dann wieder diese Akzeptanz.

00:18:21: also ich kann's jetzt nicht ändern.

00:18:22: Ich habe auch schon alles ausprobiert.

00:18:24: zum Thema und es gibt Phasen, da schlafe ich gut.

00:18:27: Und es gibt halt auch Tage, gerade zum Winter hab' ich mehr Schmerzen Und das ist dann so, dass ich das weiß und sage okay.

00:18:34: Das ist halt so.

00:18:35: warum soll ich mich jetzt noch mehr darüber ärgern wenn nicht?

00:18:39: Es ist natürlich auch schwierig hat viele Sachen ausprobieren es funktioniert nicht.

00:18:42: das kann einen natürlich sehr frustrieren.

00:18:44: aber Ich habe dann gelernt ok Ist jetzt so Ich komme zu Recht es gibt schlimmeres und das ist glaube ich so.

00:18:54: Das was man lernen muss also wirklich zu gucken Dinge nicht so wichtig zu nehmen vielleicht auch mal Tag zu Tag zu gucken.

00:19:02: Aber halt auch, was hat man denn vielleicht alles schon geschafft?

00:19:05: Man will immer mehr, immer weiter, immer sportlicher noch dünner, noch irgendetwas ... Noch mehr Geld!

00:19:11: Ja aber guck doch mal auch vielleicht, was du erreicht hast in deinem Leben Denn wenn man in gesundheitlichen Schwierigkeiten bekommt dann verliert alles andere an Bedeutung.

00:19:21: nicht alles, aber sehr viel.

00:19:24: Ein ganz kurzer Hinweis in eigener Sache bzw ein großes Danke schön.

00:19:29: Mein neues Buch, das High-Energie-Prinzip ist Spiegelbesteller geworden und das macht mich sehr demütig und dankbar.

00:19:36: Denn es zeigt wie viele Menschen sich danach wirklich sehen wieder voller Energie ihr Leben, ihr Auf und ab!

00:19:43: zu gestalten.

00:19:44: Ohne höher, schneller weiter Biohacking-Zirkus oder Selbstoptimierungswahn sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!

00:19:53: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.

00:19:59: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast Hörern genau das getan haben.

00:20:05: Und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem buch die acht Strategien zusammengefasst auf dieses wirklich ankommt.

00:20:14: Wissenschaftlich fundiert, aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist!

00:20:22: Du findest das Buch überall wo es Bücher gibt.

00:20:25: den Link dazu findest du in den Show Notes vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.

00:20:33: und jetzt zurück zur Podcast Episode.

00:20:36: Zu dieser, ich nenn's jetzt mal Gelassenheit im weitesten Kontext.

00:20:39: Da hab' ich eine Frage und ich habe sie mir notiert.

00:20:41: Ich wusste nun nicht ob sie passen wird oder ob ich sie fragen darf soll

00:20:44: etc.,

00:20:45: aber ich probier es jetzt mal und falls ihr an irgendeiner Stelle vielleicht nicht die richtigen Worte findet dann siehst wir nach.

00:20:52: Ich habe eine Beobachtung gemacht, und zwar da wo wir früher gewohnt haben.

00:20:55: Da waren zwei Schulen nebeneinander.

00:20:57: Eines war eine Förderschule und das andere war eine reguläre Grundschule.

00:21:01: Und ich bin da morgens immer so kurz vor acht mit dem Hund spazieren gegangen.

00:21:05: Ich hatte damals noch keine eigenen Kinder immer die Eltern beobachtet, gerade wenn es so kurz veracht wurde.

00:21:12: Und dann hat man in der einen Schule da wo die vermeintlich gesunden Kinder hingegen, immer sehr gestresste Eltern gesehen, häufig gut angezogene Kinder also wo alles aufs Äußere gepasst hat aber irgendwie ... Der Weib war immer Stress und komm jetzt und du musst etc... Die Eltern-Kinder, die in die Förderschule gegangen sind waren natürlich verschiedene Ausprägungen, manche mit Behinderung, manchen nicht.

00:21:36: offensichtlich.

00:21:38: Das wirkte freundschaftlicher, teammäßiger und in irgendeiner Form auch entspannter und gelassener.

00:21:45: Und das ist jetzt natürlich keine Studie, keine großen Fallzahlen, aber ich habe es schon über mehrere Monate bis hin zu Jahre beobachtet.

00:21:51: Ich hab mich gefragt, woran das dann liegen könnte?

00:21:54: Weil die Menschen, die eine Behinderung haben und da in die Schule gehen, die haben ja ein viel schwereres Päckchen zu tragen aufs Erste.

00:22:03: Ich habe mich gefragt warum die ... zufriedener wirken und entspannter wirken.

00:22:08: Und eine Hypothese, die ich für mich entwickelt habe und das was du gerade gesagt hast ging so ein bisschen in die Richtung.

00:22:12: aber da würde mich deine Perspektive interessieren dass, wenn man eben wirklich eine Behinderung in einer Familie hat oder ein Schicksalsschlag oder so, das man die vermeintlich banalen Dinge nicht mehr so wichtig nimmt.

00:22:24: Ob man jetzt auf die Minute genau in der Schule ist, ob der Pullover zur Hose passt was das Kind sich jetzt ausgesucht hat, ob die Noten stimmen

00:22:33: etc.,

00:22:35: Das wirkte für mich so, dass die Dinge ein bisschen gelassener gesehen werden.

00:22:41: Du sagst es jetzt gerade, wenn man immer wieder eine Krankheit mit zwölf sagt.

00:22:45: Wenn die nicht so OP ansteht, dann stört dich die Note in der nächsten Schularbeit vielleicht nicht wie Kinder, die keine OP vor sich haben.

00:22:53: Jetzt habe ich viel ausgeholt aber ich hoffe du weißt in welche Richtung der Gedanke geht.

00:22:57: Glaubst du?

00:22:57: Es fällt Menschen, die Schicksalschläge hatten, krankheitliche Beeinträchtigungen

00:23:02: etc.,

00:23:03: leichter... Die banalen Dinge im Leben auch als das zu sehen, sprich gelassener mit den Normalitäten des Alltags umzugehen.

00:23:12: Also da muss ich glaube ich so ein bisschen widersprechen.

00:23:13: natürlich ist es wichtig welche Noten man schreibt und welche Kleidung man trägt denn... Die Außenumwelt nimmt dich sowieso schon als anders wahr und man neigt, als Mensch mit Behinderung dazu allen das möglichst recht zu machen nicht zur Last zu fallen oder möglichst genauso gut zu sein wie alle anderen.

00:23:32: Das war immer so auch mein Take als Kind ich wurde natürlich auch gemobbt heißt es ja heute und da gab's ja kein Social Media.

00:23:41: als Kind Ja, wenn die Leute dir hinterher schreien oder die Kinder du Krüppel, du Humpelsteelschen oder sonst was, da habe ich mich immer umgedreht und hab gesagt ja.

00:23:51: Und?

00:23:52: Ich war ne halbe Stunde in der Schule, schreibt trotzdem besser Noten als du.

00:23:54: also das war dann immer so ein bisschen.

00:23:56: mein Umkehr war vielleicht auch gemein natürlich.

00:23:59: aber Natürlich will man dann in den anderen Bereichen nicht auch noch auffallen.

00:24:06: sonst heißt es ja ach guck mal die war ja klar Die kann ja nichts War ja klar Guck mal, wie die sich anzieht.

00:24:12: Und meine Mutter ist halt generell so... Das muss vernünftig aussehen alles.

00:24:17: Sie hat da glaube ich schon immer ein bisschen drauf geachtet und nichtsdestotrotz für einen selbst ist es vielleicht nicht so wichtig aber für die anderen ist das halt wichtig.

00:24:26: Wenn man nicht so reinpasst, das kennen auch andere Menschen ohne Behinderung wenn man sehr auffälligen Kleidungsstil hat wir sind zum Beispiel Menschen jetzt sehr gut Ich trage gern Privat-Schwarz falls ich's einfach mag Die werden das sicherlich dass man dann irgendwie angeguckt hat, mein Gott ist so schrill.

00:24:44: Oder guckt ihr mal diese Schuhe an?

00:24:46: Das gibt es schon!

00:24:48: Aber ich denke das trifft mich aber nicht so.

00:24:53: Also das mögen andere vielleicht auch anders sehen, aber da habe ich schon immer... sehr differenziert drüber nach, gedacht schon als Kind.

00:25:02: Es hat mich nie persönlich getroffen, wenn jemand zu mir gesagt, Rumpelstilzchen.

00:25:06: Ich war stolz darauf, dass ich laufen konnte und es ist mir egal wie das aussieht, auch heute noch!

00:25:12: Hinkendes Gangbild habe.

00:25:14: Und ich denke immer, für mich fühlt sich das auch gar nicht so an.

00:25:16: Für mich ist es ja normal und wenn ich mich dann in meinem Schaufenster oder auf Videos sehe, denke ich oh mein Gott, ich laufe wirklich schlecht!

00:25:21: Du musst mal wieder mehr Sport, mehr Krafttraining machen für deinen Bein.

00:25:24: Nein aber ... Ich hab's mir ja nicht ausgesucht und ich hab ganz viel dafür gekämpft dass ich so laufen kann wie ich heute laufer.

00:25:32: Das schon als Kind.

00:25:33: da hab' ich mir gedacht... Ist mir noch egal was die Leute denken, ist mir doch egal ob du jetzt meine Schuhe schön findest, obwohl ich da so einen sieben Zentimeter aus dem Klotz dran hab.

00:25:43: Und wenn es mir hilft, dass ich selbstständig laufen kann... Ich hatte ja auch zum Beispiel sehr viele Hilfsmittel.

00:25:49: Mein Korsett ist so ein Plastik-Ding was man bekommt, wenn man's kuriose Rückenverkrümmung hat, das war bunt!

00:25:56: Meine Schiene am Bein war bünd.

00:25:58: Meine Zahnspange hier, was man sehen konnte, war bund.

00:26:01: weil ich habe mir gedacht also wenn die Leute gucken dann soll er sowas zu gucken haben, sag' ich mir mal, aber Kann ja nichts dafür.

00:26:08: Ich hab's mir nicht ausgesucht.

00:26:09: im Gegenteil, ich bin stolz darauf, du weißt nicht wie viel ich dafür gekämpft habe heute so zu laufen und deswegen hat mich das nie persönlich getroffen auch heute nicht.

00:26:22: Es gibt so erwachsene Menschen die mir erst dieses Jahr glaube ich noch passiert, ich lauf mit dem Hund da kommt eine Fahrradfahrerin entgegen Nicht von einem Jugendlichen oder einem Kind, aber wirklich von einer erwachsenen Person.

00:26:40: Und dann gehe ich auf Events und dann treffe ich Menschen die mir sagen, wo bist du denn behindert?

00:26:45: Ich sehe ja gar nichts!

00:26:47: Also genau dazwischen also für Menschen, für gesunde Menschen... bin ich oft sehr außergewöhnlich und für Menschen mit anderen Behinderungen, die vielleicht auch mehr Einschränkungen haben als ich.

00:26:59: Denke ich, wieso?

00:27:00: Die hat doch alle arme Beine gelaufen ist doch wunderbar.

00:27:04: also genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich halt mein Leben.

00:27:10: aber man nimmt es trotzdem gelassener denke ich um auf die Frage zurückzukommen weil es an Wichtigkeit verliert.

00:27:19: Es gibt Zeiten, am Anfang schäbt man sich im Krankenhaus.

00:27:22: Wenn man so ein Sexbettzimmer ist und sich da umzuziehen oder nach der OP ist das völlig egal.

00:27:31: Diese Grenzen verschieben sich.

00:27:32: Und ich glaube, dass es auch das was du beobachtet hast, völlig egal ob die Hose jetzt zum Pulli passt.

00:27:39: vielleicht war dir Mutter froh, dass du überhaupt eine Hose und Pulli angab ja?

00:27:43: Oder der Vater in dem Fall?

00:27:46: Da muss man immer so ein bisschen differenzieren.

00:27:47: Aber egal ist es dir vielleicht, aber den anderen nicht und deshalb achte ich da schon drauf.

00:27:54: zum Beispiel trage ich ja immer blickdichte Strumpfhosen aus wenn man... Ich bin ja auf dem Jahr zwanzigmal operiert worden und ich habe... Ich hab's mal nachgemessen über zwei Meter Narben an meinem Körper also lange große Narben und die sehen auch nicht schön aus weil sie halt mehrfach aufgemacht wurden und auch infiziert waren.

00:28:13: Das heißt, wenn ich schwimmen gehe oder in die Sauna, dann werde ich schon wirklich angestarrt.

00:28:18: Und siehst du ja jetzt so halt nicht?

00:28:20: Wenn du mich so sehen würdest, würdst du denk' noch... So!

00:28:25: Auch wenn ich es akzeptiert habe, dass sich eine Bindung haben, das hier auch dynamisch als Fall mit, ich schäme mich nicht dafür aber trotzdem habe ich keine Lust, mich regelmäßig zu erklären was ich denn da habe.

00:28:33: Auch wenn Ich zum Sport geh und mich irgendwie umziehe, werde ich angesprochen.

00:28:39: Manche sind, es gibt Neugier und Neugiere meiner Meinung nach.

00:28:43: Und ja... Du wirst keine Frude von mir finden wo ich keine Blickdichte schrumpf, auch im Sommer nicht!

00:28:49: Weil ich einfach für mich entscheiden möchte, möchte ich das zeigen oder nicht?

00:28:52: Das heißt nicht dass ich mich dafür schäme aber meine Anpassungsfähigkeit hilft mir.

00:28:59: Ja, dass sich mich nicht damit konfrontieren muss, dass mich andere Leute darauf ansprechen weil ich da vielleicht heute und keine Lust habe, und vielleicht keine schlagfertige Antwort auf der Zunge habe.

00:29:10: Es ist auch mal bei mir so, kommt selten vor aber ich hab ja auch jahrelange Übungen trotzdem.

00:29:16: Aber ich glaube es ist wichtig das ist mein Punkt, es ist schon wichtig jedoch für einen selber nicht mehr so, aber es erleichtert schon dein Leben wenn man sich ein Stück weit der normalen Gesellschaft dann anpasst.

00:29:32: Und ich bin da vielleicht auch eine Ausnahme.

00:29:33: Ich war immer stolz darauf, dass ich es irgendwann geschafft habe und deswegen trifft mich so was gar nicht.

00:29:49: Ich hatte es gerade sehr beeindruckt, als du sagtest was in deinem Kopf stattfindet wenn jemand du krüppel oder rumpel stilchen läuft dass Du wirklich den fokus auf das setzt wie viel arbeit da drin war diesen zustand zu erreichen und nicht dass Es vielleicht ein kleines delta zudem in anfühungsstrichen normalen gang gibt.

00:30:07: Das, was du beschreibst ist ja eigentlich die eine der höchsten Disziplinen von mentaler Gesundheit.

00:30:13: Dass man eben nicht auf den Mangel immer den Fokus setzt sondern auf die Fülle das was bereits da ist Und ich weiß nicht, ob du es erklären kannst.

00:30:21: Aber ich muss dich die Frage trotzdem stellen, weil die Herausforderungen haben Menschen ja in jedem Bereich des Lebens – egal ob behindert oder nicht behindert mit Behinderung, egal ob im Job, egal obs Finanzen ist.

00:30:32: jeder hat immer mal wieder so den Fokus.

00:30:34: der oder die hat das besser jenes besser und die Lösung ist ja der Fokus auf das was schon da ist.

00:30:41: Wurde dir das mit in die Wiege gelegt?

00:30:43: Haben deine Eltern dir das beigebracht?

00:30:44: Hast Du dir das beigebracht?

00:30:46: wie kann man das lernen?

00:30:49: Keine Ahnung.

00:30:50: Ich weiß nicht, ich hab mir das glaube ich selber vom Umfeld her, wo ich auch immer relativ normal, was ist schon normal behandelt?

00:30:59: Also gleichwertig, es kommt doch immer ganz auf an wie du auch erzogen wirst.

00:31:04: Ich wurde sehr selbstbewusst erzogen.

00:31:05: meine Mutter war immer auch stolz auf mich, was ich geleistet habe und auch mein Vater natürlich und auch meinen Bruder Und ich glaub dass trägt dann halt.

00:31:15: auch wenn Bei mir wurde auch nicht so viel Unterschied gemacht.

00:31:18: Natürlich, wenn ich theoretisch eine schlechte Note nach Hause gebracht hätte, da gab es natürlich Ärger.

00:31:24: Da kann man jetzt noch mal darüber streiten ob man von mir jetzt mehr erwartet weil ich ein Mädchen bin oder eine Behinderung habe ist ein anderes Thema.

00:31:31: Aber nee, ich wurde da relativ.

00:31:33: Ich musste genauso im Haushalt helfen wie jedes andere Kind zuhause auch und habe auch Ärger gekriegt wenn ich mein Zimmer nicht aufgeräumt hab.

00:31:42: Da gab es einfach keinen Unterschied.

00:31:44: Und ich bin ja auf eine normalen Schule gegangen und meine Mutter bzw.

00:31:48: mein Vater.

00:31:49: Es gab so vier, fünf, sechs Stufen in der Grundschule.

00:31:52: Meine Mutter hat mich jeden Tag... Da hingefahren, hat mich diese vier-fünf-Stufen hochgetragen.

00:31:57: Ich war ja sehr klein und zählig und hab mich jeden Mittag wieder abgeholt.

00:32:00: Und ich musste zweimal zum Amtsarzt damit ich auf eine normale Regelschule gehen durfte, damit man nachweist dass man bereit ist für die Schule.

00:32:09: zweimal also.

00:32:10: meine Mutter hat immer dafür gekämpft für meine Rechte das ich in Anverstrichen die gleichen Chancen habe wie alle anderen auch.

00:32:18: natürlich musst du aber dann auch diese Chancenen nutzen oder halt auch gerecht werden Und ich weiß nicht, ob man das lernen kann.

00:32:25: Aber ich glaube, dass es so eine innere Einstellungssache macht einen ja auch selber unzufrieden natürliches gibt.

00:32:31: Es wird immer jemand geben der Ich werde nie Marathon laufen, der besser laufen kann als ich.

00:32:37: Warum soll ich mir wünschen?

00:32:38: Das fragen mich auch noch so viele.

00:32:40: Bist du nicht traurig, dass du das hast oder Dass du niemals keine Ahnung?

00:32:44: falsch umspringen kann ich nicht machen weil ich Metall im Körper habe.

00:32:47: Dass du das und das nicht machen kannst?

00:32:49: Nein warum soll ich denn deswegen traurige sein?

00:32:51: also Ich weiß nicht, du wirst vielleicht... Vielleicht hast schon Marathon gelaufen.

00:32:55: Aber du wüsst nie Weltallfliegen?

00:32:57: Wüsst wahrscheinlich nicht!

00:32:58: Bist du jetzt deswegen traurig?

00:32:59: Vielleicht willst du nie Spitzenkoch werden?

00:33:02: Also bist du deswegen traurig?

00:33:04: Ja also da muss man sich auf die Sachen konzentrieren, die man gut kann.

00:33:09: und wenn ich zu viel Energie da reinstecke dann habe ich ja eh schon manchmal ein sehr schwankendes Aktivitätslevel oder Energielevel.

00:33:17: Wenn ich dann noch meine Energie darauf verwende darüber traurigt zu sein über Dinge, die ich nicht ändern kann.

00:33:25: Dann habe ich ja gar keine Energie um Dinge zu bewegen.

00:33:31: und ich glaube das muss man so ein bisschen lernen für sich.

00:33:35: und das hat was mit Selbstakzeptanz natürlich auch zu tun.

00:33:40: und ja Fokus auf sich zu richten, vergleiche dich mit dir selbst und nicht mit anderen.

00:33:47: Also jede Oma auf dem Fahrrad würde mich überholen, weil ich kann gar kein Fahrrad mehr fahren, selbst wenn ich wieder anfangen würde... Es gibt halt Dinge die kann ich einfach nicht!

00:33:55: Und ich bin ja auch nur eins fünf vierzig, jetzt gibt es halt Dinge da komme ich am Supermarkt nicht dran.

00:33:59: Kann ich mich jetzt drüber ärgern?

00:34:01: Oder das halt erstmal so hinzunehmen oder ich versuche halt was daran zu ändern.

00:34:06: Ich könnte dann zum Beispiel Zum Supermarktleiter gehen.

00:34:09: wir uns sagen, da gibt es auch die Möglichkeit, die Produkte irgendwie anders hinzustellen.

00:34:14: Aber was ich nicht mache ist eine Situation hinnehmen und dann im Nachgang darüber meckern.

00:34:20: Das mache ich zum Beispiel gar nicht mehr weil entweder sage ich dann etwas wenn mir etwas nicht gefällt oder wo ich der Meinung bin, ich bin falsch behandelt worden oder ich habe einen Verbesserungsvorschlag.

00:34:30: denn ich hab gelernt mit meckeren kommt so halt nicht ganz so weit wie als wenn man vielleicht ein bisschen positiver Dinge formuliert Oder ich akzeptiere es halt einfach so.

00:34:40: Ich weiß nicht, ob man das lernen kann... Also dann gibt's keine passende Antwort drauf!

00:34:46: Du hast gerade schon im Nebensatz erwähnt, dass Schlaf und Du nicht mehr die besten Freunde werden.

00:34:50: Du bezeichnest dich oder bist chronische Schmerzpatientin?

00:34:53: Das klingt erstmal technisch für Menschen wie du und mich.

00:34:57: aber würdest du uns mal mitnehmen was das bedeutet?

00:35:00: ich frag deshalb weil hier hören viele menschen zu die auch schmerzen irgendwann mal haben oder hatten ob körperliche oder seelische emotionale Aber eben nicht in der intensität nicht über jahre über Jahrzehnte und ich glaube von Profis wie dir, den Umgang damit zu lernen hilft

00:35:17: dann

00:35:17: auch in einer Situation wo man selber davon vielleicht auch überrascht wird.

00:35:21: Überfordert wird

00:35:21: etc.,

00:35:22: da vielleicht ein etwas gesündere Beziehung und Perspektive dazu zu bekommen.

00:35:26: also würdest du uns mal schildern welchen welche Rolle Schmerz in deinem Alltag spielt?

00:35:30: Und wie sich deine Beziehungen zu dem Schmerzen über die Jahre hin entwickelt hat.

00:35:35: Also ich kenne kein Leben ohne schmerz ohne körperlichen schmerzen.

00:35:39: Seelischen sei nochmal der an ist immer ein anderes Thema.

00:35:42: Keine ich nicht.

00:35:43: Also von Geburt an, ich wurde direkt nachdem ich ja drei vier Monate alt war auch sofort operiert.

00:35:48: also ich kenne das gar nicht anders.

00:35:50: Das ist glaube ich noch mal eine ganz andere Ausgangsbasis.

00:35:53: es ist auch so Ich habe von Gebur an eine Behinderung und bin damit groß geworden.

00:35:58: das heißt ich hab gar keine vergleichsmöglichkeit.

00:36:00: wenn du jetzt morgen einen Unfall hast und dein Bein verlierst ist das wahrscheinlich mental für dich wesentlich schwieriger als für mich wenn ich sage ich mal nach einer Operation gewisse Dinge einfach nicht mehr kann weil ich einfach gelernt habe, okay, gewisse Dinge brauchen vielleicht auch Zeit etc.

00:36:17: Aber die Schmerzen, das ging dann immer so hoch und runter und das hört sich auch mal ganz toll an.

00:36:23: Fünf-zwanzigmal pariert und Gesundheitsgeschichte

00:36:25: usw.,

00:36:27: aber was dir keiner halt sagt ist wenn ihr fünf zwanzig Mal im Körper rumgefummelt hat wurde, dann funktioniert nicht mehr alles gleich gut Passieren auch Dinge, die vielleicht nicht passieren sollte.

00:36:40: Und da habe ich ein ganz einschneines Erlebnis gehabt und zwar war ich twenty-fünf Jahre alt.

00:36:45: Ich sollte meine künstliche Hüfte bekommen weil meine Hüftel war kaputt.

00:36:49: dass sie überhaupt so lange durchgehalten hat war ein Wunder ist es aber sehr selten das man unter achtzig-siebzig Es glaubt nur drei Prozent sind unter sechszig Jahre Die eine künstlich hüfte bekommt.

00:36:59: also es war schon sehr besonders.

00:37:01: Ich sollte operiert werden, war in München.

00:37:05: In Hamburg also in verschiedenen Kliniken die Endprothetik-Hüfte gut können und die haben mich alle abgelehnt.

00:37:11: Es ist zu schwierig.

00:37:12: aufgrund der vielen Voroperationen hat sich keiner zugetraut Und ich bin sehr klein da eine passende Prothese zu finden.

00:37:19: Früher gab es das alles noch nicht dass das so angepasst werden konnte.

00:37:24: Ja und dann hat sich... Der Operateur, der mich schon als Kind operiert hat und mich quasi vor dem Rollstuhl gerettet hat.

00:37:29: Die war schon über siebzig.

00:37:30: Der hat mich dann operiert.

00:37:32: Und normalerweise damals ging es so, dass so eine OP zwei bis vier Stunden dauert.

00:37:37: Meiner hat über acht gedauert und das war super, super schwierig!

00:37:40: Ich habe mich auch unter anderem operieren lassen weil ich so starke Schmerzen hatte.

00:37:44: Ich konnte nicht mehr sitzen, nicht mehr schlafen... ...ich konnte gar nichts mehr.

00:37:48: Dann bin ich wach geworden und mein Bein war gelebt.

00:37:52: Die Ärzte haben gesagt, wir wissen nicht ob das wieder weggeht weil die mir bei einer OP einen Nerv verletzt haben.

00:37:57: Das ist ein Risiko von drei Prozent bei so einer Standard-OP.

00:38:00: normalerweise ja ich hatte.

00:38:03: meine Mutter sagt immer ich habe zu viel hergeschrien.

00:38:05: dann haben sie nach drei Tagen war es noch immer noch so.

00:38:08: also ich hatte keine Kontrolle beim Beinen und ich hatte wahnsinnige Schmerzen.

00:38:12: und dann hat man da Strom durchgejagt.

00:38:15: eine sehr schmerzhafte Geschichte der Nerven ist auch wieder angesprungen.

00:38:20: Aber was mir keiner gesagt hat, ist dass Nervenschmerzen noch viel schlimmer sind als Knochenschmerzen.

00:38:27: Und das hat mich wirklich so umgehauen!

00:38:29: Ich musste fünf Schmerzmittel nehmen und Morphium, um überhaupt durch den Tag zu

00:38:35: kommen.".

00:38:37: Ja, kurz reinfragen.

00:38:38: Das heißt der Schmerz hielt an nicht nur in dem Moment wo der Strom durchgejagt wurde wie du sagst sondern er...

00:38:45: Wie als wenn du auf eine heiße Herdplatte packst und du kannst sie nicht wegziehen.

00:38:49: also es war immer schmerz wenn höchst Level zehn ist.

00:38:52: das war level fünfzehn.

00:38:53: ich habe in den ersten zehn tagen nach dieser op ist wahrscheinlich ein bisschen übertrieben aber gefühlt acht oder zehn stunden geschlafen.

00:38:59: ich konnte nicht schlafen Ich war vollgepumpt mit irgendwelchen Medikamenten und es hat nicht geholfen.

00:39:06: Und das war, vor allen Dingen ... Es wurde auch nicht besser!

00:39:09: Also ich bin nachts spazieren gegangen weil ich mich irgendwie ablenken musste.

00:39:15: Mein Mann hat nachts den Notarztwagen gerufen, weil ich konnte noch nicht mehr weinen, denn es war so schlimm diese Phase.

00:39:22: Da habe ich mir gedacht was hast du da gemacht?

00:39:25: Du hast bis mit der Hoffnung Hast du dich auf eine Situation eingelassen oder hast dich dafür entschieden, das machen zu lassen?

00:39:32: Das war auch medizinisch notwendig.

00:39:34: Trotzdem es war danach viel schlimmer als vorher und dann hießes Wiederholstuhl.

00:39:41: Und der Nerven hat zwar seine Arbeit zum Teil wieder aufgenommen deswegen kann ich auch heute wieder laufen aber ich hatte dann so ne Fußheberschwäche.

00:39:49: Das heißt Ich kannte meinen Fuß nicht heben.

00:39:51: habe ich auch Heute noch Versuch mal zu Laufen wenn Du dein Fuß nicht Heben kannst?

00:39:55: Es geht auch nicht.

00:39:55: Also hat sich das Problem verlagert von der Hüfte auf das Knie und dann auf den Fuß, es hat drei Jahre gedauert bis ich sagen konnte dieser schlimme Phase hat sich gelohnt.

00:40:09: Meine Mutter hat gesagt du bist nicht mehr die Nadine weil ich bin eigentlich ein fröhlicher Mensch, ein offener Mensch.

00:40:13: Ich habe jahre-schwarz gefärbt, ich war, ich würde nicht sagen depressiv aber ich war schon... Dieser Schmerz hat mich sehr stark verändert Und ich habe verschiedene Therapien gemacht.

00:40:24: Ich habe auch eine antidepressiver Therapie gemacht, die setzt den Schmerzreiz im Gehirn aus.

00:40:30: Da konnte ich nur schlafen weil ich bin ja relativ klein und wiegt sehr wenig für eine erwachsene Person.

00:40:34: also es war alles immer über Medikation Und dann gab es einen Moment, da habe ich ein anderes Morphiumpflaster verschrieben bekommen und ich weiß nicht genau, woran's lag.

00:40:44: Ob es den Wirkstoff schnell abgegeben hatte?

00:40:46: Da hatte ich quasi wie so eine Überdosis, das war glaube ich keine richtige Überdose aber wie so ne Überempfindlichkeit.

00:40:53: und dann hab' ich von heute auf morgen alle Schmerzmittel abgesetzt.

00:40:56: Habe ich gesagt, nee!

00:40:58: Mir ging´s so schlecht, ich hab eigentlich gedacht, ich sterbe hier.

00:41:01: Das war so einschneidend.

00:41:04: Da hab ich mir gesagt, nein.

00:41:05: Das kann's ja jetzt auch nicht sein!

00:41:07: Ich kann ja jetzt nicht mein Leben lang von diesen Medikamenten abhängig sein.

00:41:11: und das Leben hätte dann so ausgesehen, dass ich im Bett liege und schlafe.

00:41:16: Weil die Medikamente waren so hoch... ...dass der Kreislauf völlig runtergefahren hat.

00:41:23: Und also, das konnte es für mich auch nicht sind.

00:41:26: Und ich bin trotzdem in dieser Zeit arbeiten gegangen und in Urlaub gefahren oder so, manche sagen auch so.

00:41:33: Scheut.

00:41:34: Aber Mir hat es immer sehr stark geholfen, einen frischlichen Sinn im Leben zu haben und auch weiterzumachen.

00:41:40: Weiter machen zum Müssen.

00:41:43: Sonst hätte ich mich in diesen Schmerz verloren.

00:41:46: Und solche prägende Momente hatte ich halt öfter leider.

00:41:52: Ich habe mit fünfzehn so ein Stab eingesetzt bekommen weil ich sie skolose hatte.

00:41:57: der ist mit mit ein zwanzig gebrochen.

00:41:59: damals bei K-Statt steht macht das knack drei Millimeter Stahl einfach gebrochen, waren Materialfehler und sich noch nur operiert werden.

00:42:07: Dieses Teil was ich gelöst hatte hätte die Lunge durchstoßen können alles.

00:42:12: Ich bin damit noch... ich habe eine Ausbildung gemacht, noch Arbeiten gegangen und ja jetzt hab' ich drei Stangen.

00:42:18: also das bleibt drin aber auch da und wieder von hoch und wieder runter.

00:42:24: Also es war ganz oft so oder als ich dreizehn war hatte Eine zweite große Hüft-OP, mit acht hatte ich eine große HÜFT-OP.

00:42:33: Die hat gesagt wir müssen jetzt operieren sonst ist die Firma im Rollstuhl und da kann man auch nichts mehr machen.

00:42:39: das war so ne ganz bekannte Operationstechnik.

00:42:42: nach Professor Dr.

00:42:43: Tönnis kann man gern mal googeln.

00:42:44: Ich war damals die jüngste Patientin bei der das jemals durchgeführt wurde.

00:42:48: Und nach dieser OP haben sie zu meinen Eltern gesagt stellen Sie sich bitte darauf ein dass ihre Tochter heute Nacht nicht mehr aufwachen wird.

00:42:57: Ich war acht Jahre alt, und ich habe gemerkt es ist irgendwas Schlimmes passiert.

00:43:01: Denn man hat mir vorher gesagt wenn du wach wirst kriegst du nicht sofort was zu essen.

00:43:06: das dauert so ein bisschen.

00:43:08: Und ich hab gespürt Irgendwas ist jetzt anders weil ich bin wach geworden und zwar drei Tage später wusste ich ja erst nicht und Man hat mir auch sofort etwas zu Essen angeboten.

00:43:18: also dass es mir noch so im Gedächtnis geblieben meine mut hat mir das erst viel viel später erzählt.

00:43:22: Aber da war schon eine sehr, sehr schwierige Näsungsphase.

00:43:25: Ich habe über acht Wochen im Gips gelegen mit acht dann und musste auch wieder neu laufen lernen.

00:43:32: Diese OP sollte ich mit dreizehn nochmal bekommen.

00:43:35: Mit dreizehn wusste ich schon wie schwierig das werden würde.

00:43:40: Und es war meine Zehnte oder so Operation weiß ich nicht genau.

00:43:45: Danach lag ich vierzehn Tage auf der Intensivstation.

00:43:48: Mir ging's richtig schlecht.

00:43:51: Ich hatte so sechs Drainagen, so Schläuche die man hat damit wenn man blutet das ist Wundwasser und normalerweise werden diese Schläucher nach drei Tagen gezogen.

00:44:03: Und bei mir waren sie vierzehn Tage drin und dann musste man mich mit Dreimal festhalten und da haben Sie mir diese sechs Schläufe auf einmal gezogen.

00:44:12: ich frage heute noch ich bin forty-fünf Jahre alt nicht operiert wurde habe ich einen Schlauch?

00:44:18: weil das war so Schlimm diese Erfahrung, weil ich ja wurde auch festgehalten.

00:44:22: Das war dann für mich Gewalt, kann man jetzt nicht sagen, aber man wusste mich weshalb und ich wusste, dass es gemacht werden musste.

00:44:28: Aber das hat mich so geprägt, danach hatte ich wahnsinnige Angst wieder ins Krankenhaus zu kommen.

00:44:33: Und natürlich hatte ich immer einen Schlauch.

00:44:36: Selbst bei der Gallen-OP hatte sich auch mal was Normales in einem Film strechen.

00:44:40: Aber bis heute hat mich das so gepprägt, dass ich Angst hatte.

00:44:46: Manche sagen, hast du schon so oft gehabt?

00:44:48: Das macht es ja leichter!

00:44:50: Das macht es nicht leichter.

00:44:52: Im Gegenteil, weil du weißt ganz genau was auf dich zukommt bzw.

00:44:57: Du weißt genau danach ist das nie wieder so wie es vorher war und du weiss aber nicht wie's wird.

00:45:02: Und diese Unsicherheit ist wahnsinnig schwierig damit umzugehen sowie auch mit den Schmerzen aus.

00:45:07: Ich wusste es vorher ja nicht!

00:45:09: Ich meine ich habe auch vergessen wie schlimm es vorher waren.

00:45:11: natürlich Aber man vergleicht ja dann... Man isst ja in diesem Moment und das ist wahnsinnig schwierig.

00:45:18: Diese Nervenschmerzen habe ich heute immer noch.

00:45:20: Und ich hab auch immer noch Knochenschmerzen, das heißt wenn sich das Wetter ändert im Winter... Ich hab viel Metall im Körper und ja manchmal gibt's einfach keine Erklärung.

00:45:32: Dann mach' ich auf, hab so ein Knie, da muss ich überlegen hast du irgendwas anderes gemacht, anderes gegessen?

00:45:38: Habe ich nicht.

00:45:38: Es gibt einfach dann manchmal keine Begründung.

00:45:41: oder ich habe diese Unruhe im Körper, das werden auch sehr viele kennen falls hier Zuhörer sind die auch Nervenschmerzen haben.

00:45:47: und da hilft auch kein Schmerzmittel sofort weil bei Nerven schmerzen musst du eigentlich so ein Spiegel aufbauen.

00:45:52: Das dauert vierzehn Tage.

00:45:53: Das hilft mir jetzt nicht Ja.

00:45:55: und dann hast du halt zwei Optionen entweder Du gehst daran zerberichst daran Oder du machst weiter.

00:46:05: Gott sei Dank habe ich gelernt, auch so schlimm es jetzt ist.

00:46:11: Es wird besser!

00:46:15: Das musste ich wirklich lernen weil drei Jahre sind verdammt lang und heute noch können sich manchmal die Leute das gar nicht vorstellen.

00:46:22: wie das immer mit Schmerzen zu leben.

00:46:24: Manchmal nehme ich dann auch Schmerzmittel und denke so fühlt sich das an wenn man keine Schmerze hat.

00:46:32: Aber es hat halt auch seine Nachteile.

00:46:35: Wenn man dauerhaft Medikamente nimmt, so wie ich eine ganze Zeit lang gemacht habe, macht den Magen kaputt.

00:46:42: Das geht auf die Psyche und auf den Darm.

00:46:46: Man muss dann immer abwiegen.

00:46:48: Es ist bei mir ein Abwiegen zwischen mehr Vor- oder mehr Nachteilern.

00:46:55: Und das muss ich täglich tun.

00:46:57: Lohnt sich das jetzt zum Beispiel?

00:46:58: Nämlich diesen Aufwand hier auf mich hinzufahren... Oder auch arbeiten zu gehen oder sonstiges.

00:47:04: Weil ich ja weiß, das könnte auslösen, dass ich danach schon mehr Schmerzen habe.

00:47:08: Aber ich sag mir immer, das ist ja meine Entscheidung Wenn ich der Meinung bin Das ist diese Bevorwundung.

00:47:14: auch wenn du jetzt sagen würdest Haar-Nadin Kann doch, wir treffen uns mit deiner Familie und sagst Ja, lass uns auch spazieren gehen Du würdest dann sagen, kam schon vor Nein, können wir nicht, den Nadine kann ich so weit laufen Es ist doch meine Entscheidung, wenn ich der meinung bin, ich gehe die Runde Und auch wenn ich danach Schmerzen habe, aber es ist halt meine Entscheidung.

00:47:36: Ich glaube das kann man auch gar nicht so begreifen was es bedeutet, wenn man wirklich immer so viele Schmerz hat glaub' ich, also körperliche Schmerze mal nicht und mir hat eigentlich immer geholfen weiter zu machen.

00:47:52: Also ich bin immer früh arbeiten gegangen, teilweise bescheuert, manche nehmen sich eine lange Auszeit, aber ich vergleiche das immer mit Fahrradfahren Wenn du sag ich mal, ich mach nur ein Beispiel.

00:48:04: Ich kann Haar immer fährst und dann eine Vollbremsung machst um wieder anfahren muss.

00:48:09: Es ist viel schwieriger als wenn du dein Tempo ein bisschen reduzierst oder auf zehn Km Haare meinetwegen und dann wieder anfährst.

00:48:16: Und so habe ich das immer gehandhabt.

00:48:18: Das muss jeder für sich anders entscheiden oder selber entscheiden.

00:48:21: Mir hat das immer extrem geholfen.

00:48:23: Und Bewegung bleiben, um nicht die Trägheit überwinden zu müssen?

00:48:26: Weil

00:48:26: es deswegen fällt es ja auch Menschen so schwer, die vielleicht länger arbeitslos sind wieder in diesen Rhythmus zu kommen und das sagen auch.

00:48:32: da gibt's verschiedene Studien zu man soll nach der OP sofort wieder aufstehen auch wenns anstrengend ist schmerzen bereitet und sehr sehr schwierig ist.

00:48:41: aber das hilft dir langfristig schneller wie den wieder in die Genesung zu kommen Und das künstliche Knie wird eingesetzt, alles wunderbar.

00:48:53: und dann hatte ich starke Schmerzen.

00:48:55: Dann sagte man zu mir, ah Frau Schöwald ist normal!

00:48:58: Ist ganz normal.

00:48:59: sie hat eine große OP.

00:49:00: Ich kenne meinen Körper, ich weiß was normale Schmerze sind und was nicht.

00:49:04: Mein Knie wurde immer schiefer und schiever.

00:49:06: Ich habe dann REA gemacht, ich hab dann IRENA-Programm.

00:49:09: also es ist so ne Nachsorge nochmal wo man regelmäßig Sport macht.

00:49:14: Und dann, im Februar bin ich operiert worden.

00:49:15: Im Juli gehe ich zum Arzt und habe Schmerzen.

00:49:18: Guck mal das Knie ist ja ganz schief!

00:49:20: Mein Bein war gebrochen.

00:49:23: Ich bin drei Monate mit einem gebrochenen Bein, hab' ich Sport gemacht.

00:49:27: Das voll belastet... ...und ich war in Reha natürlich.

00:49:30: Ich war bei Maha-Maus-Otopäden.

00:49:32: Und es hat niemand gesehen.

00:49:34: Wie kann das sein?

00:49:35: Also nach dieser OP, also ich bin nicht gefallen, mich hat keiner gehauen, sonstiges.

00:49:41: Bin ich dann in die Charité gefahren und da guckt der Professor darauf und sagt, ihr Bein war doch schon bei Entlassung gebrochen.

00:49:51: Aber mein Motto ist mach's mit!

00:49:54: Machs mit Schmerzen, macht es mit wenig Schlaf.

00:49:57: weil was ist die Alternative?

00:50:00: Für mich zumindest ich würde den ganzen Tag zu Hause liegen, Fernsehe gucken lesen keine Ahnung Und auch... Ich kann ja nichts dauerhaft.

00:50:08: also ich kann weder dauernd sitzen noch dauer auf stehen noch darauf liegen.

00:50:12: Ein bisschen moderater Bewegung tut mir auch gut.

00:50:16: Und das ist mein Motto, mach's mit!

00:50:19: Machs mit Anstrengungen und Schmerzen.

00:50:23: Das kann jeder für sich entscheiden aber... Mir hat es sehr geholfen auch ein lebenswertes Leben zu leben und den Fokus nicht zu verlieren.

00:50:33: Wenn der Schmerz schlimmer war dann ist man dankbar wenn sie wieder weggehen und du weißt okay diese guten Phasen muss ich jetzt nutzen.

00:50:41: Ja, und klar muss ich gewisse Dinge vorsichtig sein.

00:50:46: Aber trotzdem ... Manche sind sich vielleicht auch gar nicht bewusst, dass sie eine gute Phase haben.

00:50:51: Du kannst morgen verunfallen und dann wirst du denken, hätt ich mal die Dinge gemacht, die ich hätte machen wollen?

00:50:57: Und hab Sie nicht getan!

00:50:59: Jetzt kann ich vielleicht genau diese Dinge sportlicher Natur zum Beispiel gar nicht mehr machen.

00:51:04: Deswegen mach' ich's mit.

00:51:08: Ich weiß nicht, hoffe das ist so ein kleiner Einblick im Leben einer chronischen.

00:51:12: Schmerzpatienten.

00:51:13: Absolut!

00:51:14: Du hast jetzt schon ein paar Mal in so einem Nebensatz gesagt, du diskutierst mit deiner Schmerze, mit verschiedenen... Mit meinem

00:51:21: Körper

00:51:21: ja?

00:51:21: Genau.

00:51:22: Wie sieht so'n innerer Diskurs aus?

00:51:24: Weil ich erlebe viele Menschen die kennen ihre eigene innere Stimme gar nicht weil sie zu viel am Handy sind oder was auch immer Gründe sich mit Alkohol betäuben.

00:51:33: also wie sieht sowas konkret aus?

00:51:34: nimmst du dir da Zeit läuft das während du von A nach B gehst und sind es wirklich zwei Stimmen in dem Sinn?

00:51:42: oder wie sieht so ein innerer Dialog in deinem Fall aus?

00:51:45: Ja, würde ich fast so beschreiben.

00:51:47: Das geht schon los.

00:51:48: wenn ich morgens wach werde dann checke ich erstmal meinen Körper ab und sage mal, wie sieht es denn heute aus?

00:51:53: Wie ist der Status einen kleinen Check-in?

00:51:55: Mal so in sich zu fühlen, tut nur auch alles normal weh oder irgendwas anders oder ist was neu dazugekommen.

00:52:03: Oder merke ich vielleicht sogar weniger Schmerzen?

00:52:04: das ist ja nicht immer gleich.

00:52:06: habe auch gute Tage Ja, und dann sobald ich halt aufstehe und schon merke ah okay mein Bein also die Belastung geht hauptsächlich auf die rechte Seite ist die gesunde Seite die nicht operierte.

00:52:17: Dann merke ich schon naja ok knie will nicht und dann fange ich halt an zu diskutieren sage ne wir müssen aber Also gehe ich dann mal paar Schritte.

00:52:26: sie sind da vielleicht ein bisschen steifer das kennen auch manche schon.

00:52:29: Und dann also muss wirklich immer mich konzentrieren auch beim laufen.

00:52:34: Du musst den Fuß heben, du musst deinen Knie knicken.

00:52:37: Achtung!

00:52:37: Da könnte eine Bodenschwelle sein.

00:52:38: oder sind Treppen?

00:52:39: Wie hoch sind sie denn?

00:52:41: Schaff ich das?

00:52:41: Schaffe ich das nicht?

00:52:43: Körper sind wir bereit?

00:52:44: Okay, wir sind ready?

00:52:45: Okay da ist ein Rolltrepper.

00:52:46: Also das läuft alles in mir drin ab.

00:52:48: Das sind auch diese zusätzlichen Leistungen die Menschen mit Behinderung einfach übernehmen, die andere gar nicht so wahr nehmen.

00:52:56: also... auf dem Weg, auch wenn ich laufen kann.

00:52:59: Trotzdem muss ich sehr stark darauf achten wo ich hin trete mit welchem Bein ich auftrete.

00:53:04: Welches Bein zuerst?

00:53:07: Wie hoch ist der Stuhl, wo ich drauf sitze wie hoch ist Der Abstand von der Stufe?

00:53:13: all solche Themen.

00:53:14: und ja so sieht das dann aus dass sich dann diskutiere Und entweder gibt mein Körper mir manchmal auch das Signal volle Kanischschmerzen und dann heißt okay, habe ich verstanden.

00:53:25: Ich nehme heute den Aufzug wir gehen nicht die Treppe.

00:53:28: Ich zwinge dann auch also ich versuche es dann auch nicht zu erzwingen.

00:53:32: manchmal bin ich da ein bisschen zu stur vielleicht was mir übrigens aber vielleicht auch mal ein bisschen geholfen.

00:53:38: ich bin sehr stur wurde mich schon paar Mal gesagt in positiven Sinne hoffentlich wenn ich was will, dann will ich etwas.

00:53:45: Und dann arbeite ich auch dafür und das ist aber auch das, was vielleicht viele gar nicht so im Blick haben.

00:53:52: Also ich habe noch nie jemand gehört der erfolgreich ist dass er nicht arbeiten musste und mein Erfolg ist jetzt da sich laufen kann und ich habe dafür wahnsinnig viel gearbeitet und ich muss auch weiterhin wahnsinnigt viel dafür arbeiten, dass es so bleibt.

00:54:04: Aber Ich bin bereit das zu investieren.

00:54:06: Dafür kann ich vielleicht andere Dinge nicht gut weil ich sehr viel Zeit dafür aufwende.

00:54:12: Aber das ist es mir wert, auch im Kontakt mit dem Körper zu sein.

00:54:19: Da geht's jetzt nicht um, ich hab hier ein bisschen Speck oder so ... Ich geh zum Sport damit ich mal eine Gehfähigkeit erhalte.

00:54:25: Was heißt auch Sport?

00:54:26: Also ich mach ein bisschen Fitness-Training in dem Fitnessstudio und das sind ja immer die gleichen kontrollierten Abläufe.

00:54:32: Alle sportan mit Beil sind

00:54:34: z.B.,

00:54:34: kann ich gar nicht machen.

00:54:35: Ich kann kein Fahrrad fahren also ich kann so viele Dinge dürfte ich einfach gar nicht.

00:54:39: So ein Kosten-Risiko-Faktor muss ich halt auch immer wahnsinnig abwägen.

00:54:44: Und ja, und das mache ich um den Status quo zu erhalten... ...und da sagt mein Körper natürlich auch, nee, na die, dat will ihr aber jetzt blöd!

00:54:52: Aber ich merke jetzt, ich habe jetzt wieder regelmäßig Sport gemacht und zum Beispiel so lange sitzen jetzt immer, war für mich gar nicht so anstrengend.

00:54:59: oder ich merken, ah, für mich ist es ein Erfolg wenn ich die Treppe ohne Festhalten nach oben gehen kann.

00:55:09: Nämlich mir immer Nabgewebe unter der Brothese ein ist jetzt sehr technisch, aber das tut wahnsinnig weh.

00:55:15: Das heißt ich habe immer Schmerzen wenn ich treppen gehe und wenn dann noch andere Dinge dazukommen Dann kann Ich diese Treppe nicht gehen oder es ich kann mein Knie nur knapp ich glaube siebzig grad beugen.

00:55:28: Fahrradfahren musst du hundertzwanzig Grad, glaube ich.

00:55:30: Deswegen kann ich das nicht und auch bei gewissen Treppen, weil die Hüfte hat ja auch noch eine Bewegungseinschränkung Und das sind halt so quasi wirklich die Einschränkungen, die ich tatsächlich habe im Alltag.

00:55:39: Ich konnte fünf Jahre lang meine Schuhe nicht zu binden oder Socken anziehen und ich konnte es vorher.

00:55:45: Was das dann mit einem macht wenn's dann plötzlich nicht mehr kannst klingt ganz banal und wie oft man dann seine schuhe aussieht Das lernt man dann erst Wenn man wirklich tatsächlich darauf achtet.

00:55:55: Jetzt habe ich die Frage tatsächlich vergessen gestellt.

00:55:58: Alles gut, ich glaube wir haben jetzt in den letzten Minuten ziemlich eindrucksvoll kennengelernt wie was es bedeutet mit so einer Behinderung nicht nur aufzuwachsen sondern auch das Leben zu gestalten Bisher noch gar nicht thematisiert wurde und dahin möchte ich jetzt hinschwenken, dass du bei all diesem Handicap was du tragen musst trotzdem ein ganz normales Leben fürst.

00:56:24: Normal heißt du hast einen normalen Fulltime Job mit Führungsverantwortung.

00:56:29: Du bist Mutter ihr habt ein Hund ihr habt acht Hühner was nicht ganz so normal ist aber es zeigt das du sag ich mal dich in einem Schicksal irgendwo abgefunden sondern die Herausforderungen, die wir alle tragen müssen auch so mitgehst.

00:56:50: Und du hast einen sehr bemerkenswerten Vortrag auf der TEDx-Bühne gehalten wo du ein bisschen dargestellt hast was in der ganzen Unternehmenswelt und in den Kulturen in den Unternehmen aus deiner Sicht nicht ganz richtig läuft.

00:57:06: stichwort Leistungsorientierung Bewertung etc.

00:57:09: Bis dahin könnte man vermuten, jetzt sagt diese Frau, dass es mehr Inklusion geben soll.

00:57:15: Weniger bewertet werden soll

00:57:17: etc.,

00:57:17: aber du hast ja beide Hüte auf!

00:57:19: Du bist Führungskraft.

00:57:20: Du hast von oben den Druck sozusagen das du performen musst und auf der anderen Seite hast du eben die Perspektive, dass du dein ganzes Leben auch bewertete und abgewertet wurdest vom Mitschülern etc.. Und lass uns hier mal ein bisschen tiefer einsteigen wie du glaubst wie eine moderne Führungskultur aus sehen sollte, aussehen muss die jetzt nicht nur das Individuum in den Vordergrund stellt sondern insgesamt auch aus Unternehmenssicht Sinn macht.

00:57:47: Und eine Formulierung, die mir hängen geblieben ist, dass du sagst das aus deiner Sicht die falschen Parameter gemessen werden in Unternehmen.

00:57:55: Dass Anpassung oft mit Leistungen verwechselt wird also diese sich am besten in einer Kultur assimilieren.

00:58:02: Oft als Perfomant gelten, dass Lautstärke mit Kompetenz verwechselт wird auch das können glaube ich viele aus ihrem eigenen Umfeld nachvollziehen und und das war nicht spannend Geschwindigkeit mit Qualität verwechseln wird weil oft sind ja die die schnell abliefern Wirken als die maximal Leistungswilligen und Fägen.

00:58:22: Jetzt bist du selbst Führungskraft und weißt natürlich, dass es auch wirtschaftliche Zusammenhänge gibt, die erreicht werden müssen

00:58:29: etc.,

00:58:29: also was würdest du sagen ist so der größte Unterschied zwischen dir mit deiner Erfahrung als Führungskraft und jemandem, der sage ich mal nicht diese Handicaps, die du beschrieben hast tragen musste?

00:58:44: Ich denke, ich habe eine sehr große Empathie.

00:58:47: Also ich spüre Menschen oder habe gelernt, Menschen zu lesen und Reaktionen einzuschätzen.

00:58:55: Das machen aber grundsätzlich glaube ich Menschen mit Behinderung um auch zu gucken Gefahr ja oder nein?

00:58:59: Das hat so ein bisschen den Ursprung, auch wenn es jetzt hart klingt.

00:59:03: Aber erst mal gucken bin ich hier sicher in diesem Umfeld was ja grundsätzlich glaube ich generell Menschen machen.

00:59:10: Aber ich bin zum Beispiel auch sehr offen also guckt zum Beispiel auch manchmal sehr ernst, wenn ich sehr konzentriert bin.

00:59:15: Dann sag' ich das aber auch.

00:59:16: oder wenn ich morgens müde und lustlos wirke dann sage ich jetzt sorry!

00:59:20: Ich habe nur drei Stunden geschlafen, nimmst du nicht persönlich?

00:59:22: Oder ich hab das Wetter hart gewechselt, ich hab wahnsinnige Schwerzen.

00:59:26: kann sein dass ich heute sehr meckrig bin.

00:59:28: Das hat nichts mit dir persönlich zu

00:59:29: tun.".

00:59:30: Darf ich da gleich einhaken?

00:59:31: Weil dieser eine Satz, der kann ja schon so viel entlasten.

00:59:35: Weil Menschen interpretieren natürlich Verhalten vor allem von dem Vorgesetzten in diesem Fall und einfach dieser Kommentar es hat nichts mit dir zu tun nicht mit ihr persönlich mit deiner Leistung ist etwas was mich betrifft das kann schon soviel Spannung und Unsicherheit auch im Umfeld wegnehmen.

00:59:52: Ja, es ist ja auch so.

00:59:53: Oft denken wir ganz viel dass die Umwelt über mich als Person nachdenkt.

00:59:57: aber viele sind ja auch wahnsinnig viel mit sich selbst beschäftigt was ja auch gut ist.

01:00:01: und da hatte ich auch mal eine Situation mit einem Arbeitskollegen.

01:00:04: Wir hatten einen Teamscall und er sagte so ganz lapidei, Nadine wie geht's dir denn?

01:00:09: Und hab gesagt ehrlich gesagt nicht so gut Ich habe keine drei Stunden geschlafen, ich hab wahnsinnigen Schmerzen und ich weiß nicht wieso.

01:00:17: Dann war er ganz geschockt und hat sehr irritiert geguckt.

01:00:21: Ich habe so innerlich gezählt, einundzwanzig zwanzig, dreinzwanzige... Hier haben mir jetzt genauso meine Frauen, meine beiden kleinen Kinder sind krank.

01:00:28: ich hab auch nicht geschlafen Und wir haben mal einen Damen zu Hause und ich bin der Einzige, der es aktuell nicht hat.

01:00:34: Und ich habe gelernt wenn ich sehr offen mit meinen Dingen ... beschäftigt bin, offen kommuniziere tun das andere halt auch.

01:00:45: Und das war so mein Weg in die Sichtbarkeit, ich mache viel Content auf LinkedIn und erzähle von meinen persönlichen Erfahrungen, die ich als Mensch mit Behinderung in der Arbeitswelt gesammelt habe – also privat!

01:00:59: Ganz viele schreiben mir danach und kommen zu mir und sagen Nadine, mein Kind hat eine Behinderung.

01:01:07: Nadine ich habe gerade Krebs bekommen.

01:01:09: Nadin meinen Sohn und meinem Mann.

01:01:12: wie auch immer ich selbst die Leute sprechen mich dann tatsächlich darauf an.

01:01:16: es ist halt nicht jeder so offen und jeder hatte auch ne andere Reise von Akzeptanz auch im Berufsleben.

01:01:23: denn das was die meisten ja nicht wissen ist nur drei Prozent der Behinderungen sind angeboren d.h bis zu siebenundzig Prozent Erwerben ihre Behinderung im Laufe des Lebens und das bedeutet auch im Laube des Arbeitslebens.

01:01:38: Und wie viele sind denn davon überfordert?

01:01:40: als Führungskraft, wenn jemand kommt und sagt ich habe die Diagnose Krebs?

01:01:45: Mein Mann Brudervater wie auch immer hat die Diagnose KreBS.

01:01:49: Wer ist dann auch als Fährungskraft auf so einen Fall tatsächlich vorbereitet?

01:01:54: Wie reagiert man dann?

01:01:57: Man sollte mehr Verständnis zu haben in dieser... Hastelgesellschaft, sag ich jetzt mal Leistungskultur.

01:02:04: Natürlich muss jeder seine Leistungen bringen aber ich muss auch einen Umfeld schaffen wo jeder auch seine Leistung möglichst gut erbringen kann und wenn ich mit Stress und Druck führe glaube ich nicht, dass jeder dort in dem Bereich dann seinen Bestes geben wird.

01:02:20: Weil Motivation aus Angst ist keine gute Motivration!

01:02:25: Wenn ich davon überzeugt bin und Leidenschaft habe und Sinn in meiner Arbeit sehe und auch eine Arbeitsumfeld habe wo ich halt so sein kann – in einem gewissen Arm natürlich wie ich bin… Dann glaube ich daran das die Leute wirklich gut arbeiten können.

01:02:43: Wie gelingt dir das?

01:02:44: Weil du bist in einem Weltkonzern, wo natürlich auch Deadlines, wo Stress, wo auch Leistungskultur wirtschaftlicher Druck etc.

01:02:51: vorherrscht.

01:02:52: also wie gelingt ihr dass das was bei dir ankommt nicht eins zu eins weiterzugeben sondern es vielleicht so zu filtern dass du sagst du möchtest deinem Team deinen Mitarbeitenden eine möglichst sinnvolle Arbeitskultur vorleben und anbieten?

01:03:09: Ich glaube, das hat viel mit Transparenz und Offenheit zu tun.

01:03:12: Und ich glaube, dass wir da auch in vielen Unternehmen nicht so gelebt.

01:03:16: Das empfinde ich bei mir zumindest anders.

01:03:19: Wenn es noch ... keine Ahnung, es gibt eine Umstrukturierung und ich weiß nicht wie's weitergeht, dann weiß ichs nicht.

01:03:24: Also auf diesen Zustand sollte man lernen zu kommunizieren und vielleicht auch auszuhalten wenn Mitarbeiter Fragen haben die man nicht beantworten kann.

01:03:34: Das ist sehr schwierig.

01:03:36: Und ich neige auch mal dazu, schnell für irgendwas eine Lösung finden zu wollen.

01:03:40: aber es gibt nunmal auch Dinge die man ja selber gar nicht beeinflussen kann oder wo man auf den Feedback wartet und da versucht einfach offen zu sein und das Gespräch mit den Mitarbeitenden dann entsprechend zu führen und vielleicht auch da zu sein.

01:03:57: Es muss nicht immer das Riesengroße weiß ich nicht was sein sondern Häufig ist es vielleicht auch mal echtes Interesse zu zeigen und wirklich mal zu fragen, wie geht's dir?

01:04:10: Und auch eine längere Antwort sich anzuhören.

01:04:15: Vielleicht auch mal nachzufragen.

01:04:17: Also ich konnte an meinen Mitarbeitenden wenn jemand gesagt hat morgens, wie gehst du dir?

01:04:21: danke gut kann ich schon ablesen da stimmt irgendwas nicht was los.

01:04:25: und dann tatsächlich Sagen dann die Leute ja, xy ist krank oder wie auch immer.

01:04:32: Wir machen mir Sorgen um meine Katzerhund und das mag vielleicht für dich als banal klingen aber die Sorge des Gegenübers ist

01:04:43: real.".

01:04:44: Also von daher, also für die Person ist es wichtig.

01:04:46: Ob das jetzt für mich wichtig ist oder lohnkrank ist oder nicht?

01:04:50: Ja aber für dich ist vielleicht wichtig und darf man nicht seine Werte auf die Werte der Mitarbeitenden übertragen.

01:04:58: Man muss dann halt vielleicht auch mal aushalten dass das im gewissen Rahmen vielleicht auch anders sein kann.

01:05:05: Das was du gerade sagtest, dass du mit einer gewissen Offenheit auch kommunizierst wenn es dir nicht so gut geht empfinde ich als inspirierend und war haftig.

01:05:14: Ich glaube aber auch das sofort.

01:05:15: einige Menschen sagen erstens mache ich mich da angreifbar mach ich mich verletzlich und zweitens schadet es mir vielleicht auch wenn ich Schwächen zugebe meinem Chef offenbare dass sich vielleicht grad nicht so am Start bin etc.

01:05:29: Deshalb meine Frage an dich wo verläuft aus deiner Sicht die Grenze wo sozusagen die Verbindung stärkt und die Kultur besser macht.

01:05:38: Und auf der anderen Seite, dass Menschen vielleicht befürchten das nur noch über Privates geredet wird zu viel Kummer in die Firma reingetragen wird?

01:05:46: also wie kann man ihnen diese Sorge nehmen?

01:05:47: Dass dieser Eindruck bei Kolleginnen und Kollegen beim Chef entsteht?

01:05:51: wo ist da die Grenze aus deiner Sicht

01:05:53: Wenn es nun auch solche Themen gibt?

01:05:56: Also es gibt natürlich gewisse Phasen wo die auch über längere Zeitraum andauern.

01:06:00: Das habe ich ja auch gehabt Aus.

01:06:01: Genesungsphasen sind relativ lang.

01:06:05: Wir hatten jetzt eine Krebsdiagnose in der Familie zum Beispiel.

01:06:08: Es hat auch sehr lange getragen und ich hab das auch thematisiert, aber ich habe versucht immer so die Waage zu halten.

01:06:19: also man kennt ja so diese ... Ich nenn sie jetzt mal nette Umarz nicht falsch verstehen... Die halt nur noch ein Thema haben!

01:06:27: Und früher war es so, ich hatte ja gar nicht viel zu erzählen.

01:06:31: Außer dass ich im Krankenhaus war und das ist für die Leute auch einfach abstrakt hier im Krankenhausein.

01:06:36: Aber acht Jahre, das kann sich keiner bei ihm lieb vorstellen.

01:06:40: Das ist halt für die Leute sehr abstrakt.

01:06:43: aber wenn ich nur das erzähle und immer nur davon berichtet dann... Ich glaube dann wird's den Leuten vielleicht zuviel.

01:06:52: Aber manchmal ist es vielleicht auch, dass eine Situation einfach länger anhalt Dauert pflegende Angehörige zum Beispiel.

01:07:00: Und das sind halt die Themen, die dich dann aktuell beschäftigen und man muss halt lernen solchen Themen gewissen Raum zu geben aber vielleicht auch zu sagen okay jetzt geht es halt auch wieder weiter mit Es müssen ja Dinge getan werden.

01:07:18: also wir sind eine Vertriebsgesellschaft und ich muss meine Leistung erbringen.

01:07:22: Also ist es auch immer noch mal ganz wichtig Ich werde nicht wieder bevor noch benachteilt, sondern ich muss auch schon gucken, dass ich meinen Job mache.

01:07:34: Der möchte ich auch eher bekommen!

01:07:36: Es kann ja nicht sein, dass man dann sagt ne Nadine so kann ich gar nicht an mir arbeiten nur weil ich eine Behinderung habe heißt es ja nicht das ich super bin und auf alles einen fantastischen Blick habe, sondern auch ich darf mich weiterentwickeln und ich darf die Möglichkeit haben Fehler zu machen.

01:07:51: Und das finde ich auch manchmal so ein bisschen schade, auch wenn es jetzt vom Thema abweicht.

01:07:57: Von Menschen mit Behinderung wird halt auch immer erwartet dass man besonders dankbar, besonders nett ist weil man ja immer auf Hilfe angewiesen ist in Anfangstrichen immer.

01:08:07: Das ist nicht so.

01:08:08: Und dann spreche ich ganz oft mit Unternehmen, die mir sagen, sie habe da mal eine Person mit Behinderung eingestellt und hat sich einfach krank gemeldet und es nicht mehr zur Arbeit gekommen.

01:08:18: Dann musste ich auch noch auf Vergleich zahlen und das hat mich keine Ahnung, dreitausend Euro gekostet.

01:08:24: Also völlig schlechte Erfahrungen gemacht und deswegen wollen Sie kein Mensch mehr mit Behinnerung einstellen.

01:08:31: Ich hoffe, dass darf ich jetzt hier so sagen, dann sage ich, ich verrate jetzt mal einen Geheimnis.

01:08:36: Dann sage ich immer, was denn?

01:08:38: auch unter Menschen mit Behinderung gibt es Arschlöcher, also die das auch ausnutzen.

01:08:42: Also es müssen nicht immer alle Menschen super nett sein und ja dann gesagt nur weil diese eine Person jetzt sich schlecht verhalten hat unabhängig davon ob sie eine Behinderungen haben oder nicht, gibst du der ganzen Personengruppe schreibst du das jetzt halt zu dieses Attribut Und das finde ich halt immer so schade.

01:09:01: Also auch ich habe das ja erlebt, ich hab Bankhauffahrer gelernt und wurde ein Jahr übernommen aber nur befristet.

01:09:07: Wir können jetzt rüber schreiten ob es an der Erinnerung lag oder nicht.

01:09:10: Kann man natürlich nicht beweisen?

01:09:11: Ich behaupte ja!

01:09:13: Und danach war ich sieben Monate arbeitslos als ich war.

01:09:16: Ich hatte Top-Ausbildung gemacht, ich hatte eine Einzelne meiner möglichen Prüfungen, ich hätte Superzeugnisse... Aber ich war immer sehr offen.

01:09:23: also ich habe meine Behinderung in die Bewerbung geschrieben.

01:09:28: Dann hat man mir den Tipp gegeben, Nadine lasst es doch weg.

01:09:31: Ich wurde zu ganz vielen Vorstellungsgesprächen reingeladen aber da hat man ja früher bin ich ja noch viel schlechter gelaufen als heute.

01:09:38: Hat man natürlich sehr stark gesehen dass sich eine Behinderung habe und danach.

01:09:42: also die Leute waren teilweise entsetzt und ich hab auch immer gesagt das könnte sein dass ich nochmal operiert werde und die leute haben wirklich ein sehr sehr unterschiedlich reagiert.

01:09:53: also manche können das auch nicht verstecken so im Gesicht Entsetzen und das fand ich so schade.

01:09:58: Ich wurde quasi danach bewertet, wie mein Körper funktioniert und nicht welche Leistungen ich erbringen

01:10:03: könnte.".

01:10:04: Und das hat mich so nachdenklich gemacht, wo ich mir so denke ... Ich hab auch nicht mal die Chance gehabt hätte ich also gearbeitet und schlecht gearbeitet.

01:10:13: Verenach schmeißt mich raus, gibt mir eine Rüge wie auch immer aber soweit kommen ja Menschen mit Behinderung gar nicht!

01:10:19: Das finde ist wirklich schwierig in der Arbeitswelt.

01:10:23: Auch heute noch, zwanzig Jahre später hat sich da kaum was geändert!

01:10:27: Ich bewerte dich ja auch nicht danach ob du kochen kannst und schlussfolge daraus ob du ein guter Podcast bist weil das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

01:10:36: natürlich bin ich kein Bauarbeiter geworden und auch keine Elektrikerinnen aber ich habe mir natürlich einen Job ausgesucht den ich mit meinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten tun kann Und wenn ich mich irgendwo bewerbe dann glaubt mir doch dass ich in der Lage bin das zu tun.

01:10:49: Und das ist so schade, dass tun die Leute halt ganz oft nicht.

01:10:52: Also mir wird Leistung abgesprochen ohne, dass ich überhaupt die Chance habe diese überhaupt zu zeigen.

01:10:58: und das ist der Fehler in der Arbeitswelt, dass man wirklich diese Vorurteile noch hat und Leute bewertet anhand von Kriterien, die sie gar nicht verstehen.

01:11:10: wenn ich in meine Bewerbung reinschreibe Ich habe eine Schwerbähnung von seventy Prozent.

01:11:16: Was bedeutet das?

01:11:18: Was stellst du dir darunter vor?

01:11:19: Kannst du es beantworten?

01:11:20: Nein.

01:11:22: Die Wenigsten und selbst wenn es eine weitere Person gibt, die auch eine Schwerbedrohung von siebzig Prozent hat, hat hier aber ganz andere Fähigkeiten und Herausforderungen als ich.

01:11:32: also man kann das gar nicht beurteilen Und das finde ich so schade.

01:11:36: Man kann ja fragen was kannst Du denn?

01:11:37: oder was kannst du nicht?

01:11:38: Was brauchst du um gut zu arbeiten hier und Nicht sagen die nutzt ein Rollstuhl oder einen Hörgerät oder Ich weiß nicht was.

01:11:47: Aber was ist denn auch so schlimm daran, wenn ich es mit Hilfsmittel gut hinbekomme?

01:11:51: Also es regt sich niemand darüber auf das die Leute Rolltreppen benutzen statt die Treppe zu gehen obwohl sie technisch in der Lage wären vielleicht Rolltremmen zu gehen.

01:12:01: Und es regte sich auch niemand darauf auf dass du vielleicht dein Auto benutzt um zum Bäcker zu fahren.

01:12:05: Warum machen wir das?

01:12:06: Weil's leichter ist.

01:12:07: aber wenn Menschen mit Behinderung etwas nutzen wollen und dass ihr ihren Alltag erleichtert dann ist es schwierig.

01:12:16: Schwierig, gerade in der Arbeitswelt finde ich es sehr schwierig.

01:12:19: Weil dann gilt man als schwierig weiß ich brauche was extra?

01:12:22: Ich brauche ein Stuhl extra oder ich brauch einen Tisch anders oder keine Ahnung eine Aufzug.

01:12:30: das ist ja noch schwieriger.

01:12:32: dass man immer die Person die halt etwas on top braucht was vielleicht andere nicht brauchen und das finden die Leute schon anstrengend.

01:12:41: Das finde ich ist schwierig wenn man so denkt Wenn man die leute Die hat denen nicht die Chance, ihre Leistung überhaupt zu zeigen.

01:12:50: Wenn ich sie dir zeige und du bist nicht zufrieden können wir doch reden kann keine Fragen aber mir nicht die Chancs zu geben sie überhaupt zu Zeigen nur weil ich eine Behinderung habe ist für mich sehr schwierig.

01:13:01: vor allen Dingen Du könntest ja auch vielleicht bald einer haben.

01:13:04: Ich gönne es niemandem um Gottes Willen Aber die Statistiken zeigen ja dass je älter man wird, dass chronische Erkrankungen oder halt auch andere Einschränkungen dazukommen können.

01:13:15: Wie gesagt es sind nur ganz wenige die wirklich von Geburt an eine Bindung haben und ich hatte ja theoretisch auch keinen.

01:13:21: Ich hatte eine Infektion.

01:13:23: Jeder hier hatte wahrscheinlich schon mal ein Infektions- oder vielleicht auch eine OP, die schief gelaufen ist.

01:13:28: also das muss nicht immer dieses außergewöhnliche dramatische sein.

01:13:32: Es kann auch was Alltägliches sein.

01:13:34: Sportüberlastung Also es gibt so viele Sachen.

01:13:38: Depressionen, Neurodermitis Diabetes Das sind so Begriffe.

01:13:42: da können viele was mit anfangen.

01:13:44: Auch das zählt als Behinderung.

01:13:46: Eine Behinderungen hat man wenn man länger als sechs Monate eine Einschränkung hat Und ihr Brille ist natürlich total fancy.

01:13:56: Das ist ein akzeptiertes Hilfsmittel.

01:13:58: und dann frage ich auch gerne immer Wenn jemand ne Brille trägt siehst du dich als Person mit Behinderungs?

01:14:05: Nee Nee, das ist ja wieder ausgeglichen.

01:14:08: Und so ist es doch auch bei Personen die in Rollstuhl nutzen an G-Stock und Roulator.

01:14:13: Ich bin jetzt sehr mobilitätsengeschränkt.

01:14:15: deswegen diese Beispiele aber gibt's ja auch ganz andere Beispie.

01:14:23: Jetzt beschreibst du, wie Menschen in deinem Fall jetzt mit einer Mobilitätseinschränkung, wie ihnen vielleicht bestimmte Türen verwehrt wären.

01:14:33: In der Arbeitswelt aber auch insgesamt im Leben.

01:14:36: Wenn Menschen auch an anderen Stellen Ablehnung erfahren oder Bewertungen die vielleicht nicht so gut ist, wie sie es gerne hätten dann wirkt das ja oft auf den eigenen Selbstwert.

01:14:46: und da hast du auch sehr spannende Perspektiven, die ich gerne hier noch ein bisschen erörtern würde.

01:14:50: denn Nach meiner Erfahrung – das ist jetzt keine Studie, die ich zitiere – aber nach meinen Erfahrungen ist wirklich ein signifikanter Teil von Problemen, die Menschen in ihrem Leben haben.

01:15:01: Unter anderem darauf zurückzuführen, dass ihr selbstwert eher niedrig ausgeprägt oder nicht vorhanden

01:15:07: ist.".

01:15:08: Es gibt ein schönes Zitat von dir wo du sagst, dass dein Wert nicht der Bewertung anderer abhängt.

01:15:16: und auch das klingt ja wie ... Da will jeder hin.

01:15:20: Jeder will emotional frei, emotional unabhängig sein.

01:15:23: natürlich findet man es ganz nett wenn man Kompliment bekommt aber eigentlich will man sich ja selber den Wert zuschreiben und die Liebe geben.

01:15:32: auch da wird gleich meine Frage sein wie gelingt ihr das?

01:15:34: Aber vielleicht vorhin noch Menschen Nähren ihren Selbstwert vom beruflichen Erfolg, von Zuspruch von Freunden.

01:15:43: Von Partner, Partnerinnen etc.

01:15:45: und du wirkst auf mich wirklich sehr autonom was das Ganze betrifft.

01:15:49: Wir hatten es vorhin schon wenn jemand dir Rumpelstilz hier nachschreibt dann hast Du sofort den Fokus worauf du stolz bist und auch im beruflichem Kontext.

01:15:57: Du bist sehr erfolgreich und trotzdem aus dem Vorgespräch habe ich so das Gefühl.

01:16:03: Dieser Ehrgeiz, diese Ambition ist einfach ein ganz anderes Spielfeld als dein Selbstwert.

01:16:08: Das sind bei dir so ein Stück weit unabhängige Bereiche und bei vielen – ich habe auch Phasen in meinem Leben gehabt wo da eine große Schnittmenge war!

01:16:15: Also wie guckst du darauf?

01:16:18: Wie gelingt es dir und kann es vor allem Menschen die noch nicht da sind gelingen diese zwei Themen zu entkoppeln, die externe Anerkennung und den eigenen Selbstwert?

01:16:27: Also erstmal finde ich es natürlich auch toll, wenn ich Komplimente bekomme für meine Arbeit oder dass ich merke das funktioniert was.

01:16:33: Oder ich merk ich bin in irgendwas richtig gut weil ich bin eher so ein Allrounder.

01:16:39: Ich habe keinen Spezialinteresse in dem Fall entwickelt wo man weiß nicht wie so einen Analyst zum Beispiel und sagt Das kann ich besonders gut.

01:16:46: Sondern ich kann so ganz viele Sachen ein bisschen, außer vielleicht eine Sache.

01:16:49: Ich kann sehr gut verschriftlichen... So Angebote verschriftliche.

01:16:54: Das habe ich hier auch lange gemacht.

01:16:57: Content produzieren, vielleicht funktioniert es auch deshalb gut.

01:17:00: Ich hab ja auch einen Buch geschrieben.

01:17:03: Ich kanme mich halt gut schriftlich ausdrücken und denke das liegt daran dass ich... Es gab kein Internet als ich so viel gelegen habe.

01:17:11: Ich habe viel gelesen als Kind zum Beispiel Warum das bei mir so entkoppelt ist, natürlich macht das was mit mir.

01:17:19: Aber ich denke, dass es darauf zurückzuführen, obwohl ... Ich wettlegrig war und meine Mutter mich zu hundert Prozent pflegen musste.

01:17:29: Mein Vater, ich weiß nicht, drei, vier Jobs gleichzeitig hatte weil ich komme nicht aus einer Familie die viel Geld hatte.

01:17:36: Wurde ich geliebt?

01:17:39: Und das ist glaube ich schon ein großer Antreiber gewesen.

01:17:44: Und klar ist jetzt auch nochmal Bestätigung vielleicht von außen, aber auch in den schwierigsten Situationen wo ich wirklich hundert Prozent abhängig von anderen Personen war.

01:17:54: Also meine Eltern haben immer das Gefühl gegeben Ich werde geliebt Wir haben auch noch gestritten und so weiter.

01:18:00: Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meinen Eltern.

01:18:02: Aber und meine Mutter hat mir beigebracht und mein Vater wenn ich etwas will dann musst du dafür kämpfen.

01:18:08: Also meine Mutter wollte, dass ich auf eine normale Schule gehe.

01:18:10: Also hat sie das möglich gemacht.

01:18:11: Auch wenn es bedeutete, dass sie mich jeden Morgen zur Schule brach und bringen und wieder abholen musste.

01:18:17: Als ich dreizehn war, wovon ich erzählt habe, ob ich ja drei Monate zu Hause gelegen wollte liegen, wollte meine Mutter weniger arbeiten.

01:18:25: Nach der Arbeit dem Geber gesagt ne, dort meine Mutter einfach gekündigt.

01:18:29: Meine Mutter hatte immer Konsequenz und dann gezogen und sagte nein Wir haben ein Familienstand bei ihr mal an erster Stelle, das ist auch heute noch so.

01:18:37: Und sie ist eine sehr ... Eine Persönlichkeit, die sich sehr viel Support gibt und ich glaube, dass hat mich viel getragen und ich habe halt früh gelernt, mich durchzusetzen.

01:18:50: also ... Wie gesagt, ich drehe mich um.

01:18:55: Also ich diskutiere das mit den Leuten.

01:18:57: Ich war zum Beispiel mal in einer Situation, da habe ich die Auszubildende gespielt bei einer Ausbildereignungsprüfung.

01:19:03: Da macht man ja so ein Gespräch und danach werden noch ein paar Fragen an dem Ausbildungsmensch gestellt der die Prüfung ablegt.

01:19:12: Und dann sagte dann Prüfer zu mir Ja Die auszubildene darf jetzt mal raushumpeln.

01:19:18: Da könnte ich mich jetzt drüber aufregen.

01:19:20: Und ich habe einen wütenden Brief an die IHK geschrieben und hab gefragt, ob sie mal was vom AGG gehört hätten?

01:19:25: Ich habe doch eine Behinderung und ich laufe immer so.

01:19:28: Also ich bin da auch ... hatte auch Unterstützung beim Laufen.

01:19:31: Und zurück kam ein Blumenstraußer, war so groß wie ich.

01:19:35: Das ist nicht so schwierig, sag ich immer!

01:19:37: Aber die Entschuldigung hieß man hat gedacht, ich hätte einen Sportunfall gehabt und es wäre temporär.

01:19:44: weil ich auch eine Krücke benutzt habe.

01:19:46: Es ist auch ganz faszinierend, wie die Menschen Hilfsmittel einsortieren, Rollstuhl für immer, Krücken temporär also ganz fassiniert als ich dann mal auf dem Rollstühl aufgestanden bin.

01:19:54: aber es ist ein anderes Thema.

01:19:58: Also ich hab meinen Mund aufgemacht und der Prüfer durfte drei Monate nicht prüfen.

01:20:03: Als ich auf so einem Festival, ein neunziger Jahre-Festival war, waren hinter mir zwei groß gewachsene junge Männer Und die sagten, wo werden denn die Kinder hier reingelassen?

01:20:11: Also die meinten offensichtlich mich, also hab ich mich umgedreht und habe gesagt wenn ich mir euch so angucke dann seid ihr hier die Kinder nicht?

01:20:16: Ich.

01:20:17: Also ich gehe immer in die Konfrontation auch wenn das schwierig ist oder fragt gerne nochmal, wenn man irgendwie sowas tuschelt oder so.

01:20:26: Ich hab's nicht verstanden.

01:20:27: kannst du es bitte noch mal lauter sagen.

01:20:30: Dann sind die Leute erstmal so.

01:20:31: hm nee traue ich mich ja doch nicht.

01:20:36: Ich glaube, mit Internet ist es alles noch viel schlimmer geworden.

01:20:38: Da kann man wahrscheinlich auch nicht gegen jede Windmühle kämpfen.

01:20:42: Ich denke, dass das wichtig ist, dass man mit sich selbst zufrieden ist und Bestätigung voraus ist schön finde ich auch toll.

01:20:51: natürlich find super wenn ich auf Arbeit gelobt werde oder auch dass jemand mein Buch toll findet oder sonstiges.

01:20:58: aber ich habe das Buch ja für mich geschrieben.

01:21:00: das jetzt hundert mal oder tausendmal oder zehntausend Mal verkauft wird Schmelert nicht mein Erfolgserlebnis, weil ich wollte ein Buch schreiben.

01:21:10: Und ich habe ein Buch geschrieben und man kann jetzt... Ich wollte nicht ein erfolgreiches Buch schreiben!

01:21:14: Also dann wäre das so die Erwartungshalt.

01:21:17: Ich wollte wieder laufen, ob es schön aussieht oder nicht ist egal Ich kann wieder laufen.

01:21:23: Darf ich da

01:21:23: einhaken?

01:21:24: Weil, ich spreche viel mit Autoren und ich höre das ständig, dass man sagt, ich habe es ja für mich geschrieben.

01:21:28: Und so.

01:21:28: dann kommt aber trotzdem ... Aber wäre schon nett wenn's auch viele lesen.

01:21:33: Da machen sich viele was vor, dass sie sich auf der Oberfläche etwas einreden sowie du gerade sagst, ich hab' das für mich geschrieben.

01:21:41: Aber tief drin ist doch eine Erwartungshaltung!

01:21:44: In diesem Konflikt stehen Menschen häufig und dir nehme ich das wirklich ab, dass du sagst nicht warum, aber es wirkt total authentisch.

01:21:52: Und was kannst du Menschen mitgeben die sich vielleicht auch etwas vormachen?

01:21:56: Dass sie sich zwar die Dinge einreden das ist doch nur für mich und ich soll mich nicht so sehr ums Umfeld kümmern

01:22:02: etc.,

01:22:02: Aber dann trotzdem im Hinterkopf noch eine Stimme haben Die sagen ja okay für die Das war noch kein erfolgreiches Buch oder dass Es kein gutes buch weil's nicht viele gelesen haben oder so wie Du hast vorhin vom inneren Dialog gesprochen.

01:22:16: Hast du so ne stimme auch manchmal Oder ist die gar nicht existent bei dir?

01:22:22: Die habe ich manchmal, aber wirklich selten.

01:22:26: Ich glaube man muss da auch ehrlich zu sich selbst sein.

01:22:29: Willst du wirklich nur ein Buch schreiben oder willst du ein erfolgreiches Buch schreiben?

01:22:33: Willst Du wirklich nur einen Buch schreiben und es ist da?

01:22:36: Oder willst Du einem Buch schreiben was Spiegelbesszeller wird?

01:22:39: Also da muss man für sich nochmal klar haben welche Erwartungen hab' ich denn wirklich an mich und auch die Umwelt?

01:22:47: Und aufgrund meiner ganzen Erfahrung, wir hatten ja jetzt auch diese Kripserkrankungen in der Familie die uns lange beschäftigt hat.

01:22:54: Die Person ist gestorben und das relativiert einfach wieder alles.

01:22:59: Also ich habe mein Buch launch quasi verpasst aber es war mir dann auch nicht so.

01:23:05: Dinge, die mir dann vorher vielleicht vor zwei Jahren noch wichtig waren haben eine ganz andere Bedeutung.

01:23:10: Das ist also ganz faszinierend wie sich da die Dinge den Blick auf Dinge tatsächlich auch ändern kann, wenn man halt Schicksalsschläge durchlebt.

01:23:20: Und das macht einen das dann tatsächlich auch wieder bewusst muss ich sagen.

01:23:24: und ja man muss dann ehrlich zu sich selber sein willst du erfolgreich sein?

01:23:29: Ja dann definier das.

01:23:30: was ist denn für dich erfolgreich?

01:23:32: Willst du schlank sein?

01:23:33: Was is denn schlanken?

01:23:34: Zehn Kiloweniger, zwanzig Kilomeniger?

01:23:36: ist es aber auch gesund?

01:23:38: und wie weit bist du bereit vielleicht auch dafür zu gehen im gesunden Maße?

01:23:43: Aber will ich das wirklich?

01:23:44: oder viele sagen auch, ich fange mit Social Media an und da will ich erfolgreich werden.

01:23:49: Und ziehen es dann vielleicht auch nicht durch.

01:23:50: ist so ein Beispiel?

01:23:52: Oder ich will in meinem Unternehmen nicht vorwärts kommen wobei vorwährts kommen.

01:23:58: Wobei da habe ich eine Einschränkung.

01:23:59: Ich finde vielleicht hast du dann auch nicht dass richtig umfällt.

01:24:02: also wenn jetzt Alle sagen, nee das kannst du nicht.

01:24:06: Wie oft ich schon gehört habe, das kannst Du nicht.

01:24:07: Das ist der Satz den ich hasse.

01:24:12: Wenn man mich ärgern will dann sagt man, das kann zu ja eh nicht.

01:24:15: Aber gewisse Dinge kann ich vielleicht auch nicht.

01:24:18: Dafür kann ich aber andere gute Dinge und da muss man dann weder sich nicht verlieren in diesem... Diese eine Sache wollte ich unbedingt, aber ich kann sie nicht.

01:24:28: Ich kann nicht gut laufen hätte ich auch toll gefunden.

01:24:31: Und wenn man mich fragen würde, würdest du tauschen?

01:24:33: Wenn jetzt irgendwie... Ich frage ja auch mal gerne viele.

01:24:36: Wenn jemand ein Zauber schlafen will, dann würde ich sagen Ja klar sofort!

01:24:38: Also es gibt Menschen die sehen kommen sehr gut zurecht, kommen auch sehr gut zu recht.

01:24:43: aber ich habe ja ich sage immer eine gesunde Seite.

01:24:47: also meine rechte Seite ist ja nicht betroffen von Operationen und die linke schon aus alles links und also ich weiß wie's funktionieren könnte wenn das anders wäre und deswegen würde ich diese Frage immer so beantworten Man muss wirklich versuchen, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich wirklich zu fragen.

01:25:07: Weil sonst ist man ja immer unzufrieden.

01:25:09: Und wenn man unzufrieren ist dann muss man was daran ändern.

01:25:11: es gibt Dinge... Die kann man auch verändern, auch wenn die Aussicht halt schwierig ist.

01:25:17: Und ja das ist anstrengend und schwierig!

01:25:19: Für mich hat auch keiner mit dem Trauberstab gewesen und ich konnte wieder laufen.

01:25:23: Das war Monate jahrelange Training also auch mein Fuß dass ich den überhaupt wieder bewegen konnte.

01:25:29: Also ich weiß nicht wie oft ich da verzweifelt bin, dass sich da nichts gibt... also noch nicht mehr der C bewegt hat.

01:25:35: Aber ich habe trotzdem weiter gemacht.

01:25:37: natürlich kann man jetzt darüber streiten wann ist der Punkt?

01:25:39: Wann man aufgeben sollte vielleicht auch so im unternehmerischen Kontext.

01:25:44: Ich weiß es nicht, aber dann kann man auch sagen ich habe alles versucht und das hat nicht geklappt.

01:25:52: Das gibt's natürlich auch.

01:25:53: Aber ich glaube ehrlich mit sich selbst sein Und vielleicht sagen ja ich will viel Geld verdienen Ja mir ist es wichtig die Bestätigung von außen zu bekommen und aber dann auch was dafür tun seinen persönlichen Maßstab finden und dem vielleicht auch treu bleiben.

01:26:13: Und sehe ich nicht, was ist viel Geld verdienen?

01:26:17: Was ist denn viel?

01:26:19: Es ist immer so unkonkret!

01:26:21: Ich versuche da möglichst immer konkret meine Ziele konkret zu formulieren.

01:26:26: Ich will ohne festhalten die Treppe hoch- und runtergehen.

01:26:30: zum Beispiel das wäre für mich ein konkretes Ziel.

01:26:32: Dieses Jahr will ich die Dreißigtausend Follower auf LinkedIn knacken.

01:26:36: ist ein konkretes Ziel, kann ich was für tun.

01:26:39: Ist erreichbar?

01:26:41: Das habe ich in der

01:26:41: Hand.".

01:26:42: Es gibt aber natürlich Ziele die kann man nicht erreichen.

01:26:44: ja.

01:26:45: Ich will ein gesundes linke Bein haben wird nicht funktionieren.

01:26:48: also da muss man dann schon so ein bisschen für sich gucken und auch seine Erwartung.

01:26:54: Nein, ich bin nicht sagen realistisch weil bei mir war für andere realistische ich werde niemals laufen.

01:27:00: Ist jetzt ein schwieriges Beispiel.

01:27:01: glaube Was ist wirklich machbar und wie viel bin ich bereit zu investieren?

01:27:09: Das fing ein ganz entscheidender Ergänzung, da habe ich auch eine eigene Episode mal zugemacht.

01:27:13: Die Menschen gerade am Jahr aus Anfang formulieren sich ja die abstrusesten und wildesten Ziele.

01:27:18: Sollte es aber eher ein Wünsch dir was zetteln?

01:27:20: Und nicht wirklich einen Ziel!

01:27:22: Die Folgefrage – das hast du grad in anderen Worten gesagt – ist doch immer bin ich bereit den notwendigen Preis dafür zu bezahlen.

01:27:29: Ganz genau.

01:27:29: Und diese Folgefrage wenn sich die Menschen sie wirklich ehrlich stellen würden würde, würde fünf neunzig Prozent der Liste wieder eingestampft werden weil man eben Also man möchte das Ziel erreichen, aber ohne den Notwendigenpreis.

01:27:42: Vielleicht will man ein bisschen für arbeiten und du hast gesagt dann brechen die Leute zu früh ab etc.

01:27:47: Du hast ja dein ganzes Leben bewiesen dass du diese Nachhaltigkeit auch in deinen Zielen hast.

01:27:52: deshalb wie schaffst du es aus der Aus der Klarheit?

01:27:56: Dass ist ein Ziel was ich erreichen möchte wirklich auch Verhaltensänderungen, nachhaltige Verhaltungsänderung zu kreieren.

01:28:03: Weil wie gesagt die guten Neujahrsvorsätze verpuffen meistens Ende Februar, Anfang März oder sowas.

01:28:09: Also wie machst du es methodisch dass du aus einem Ziel was du dir irgendwann mal klar gemacht und formuliert hast wirklich nachhaltig Veränderungen kreierst?

01:28:19: Gibt's dann ein System?

01:28:20: oder visualisierst du diese Ziele oder hast du eine Liste?

01:28:23: oder wie machst Du das in deinem Leben?

01:28:26: Eigentlich bin ich völlig spontan.

01:28:28: Ich habe mal Liste und Vision Boards, ich bin so ein Mensch der recht kreativ ist privat und tatsächlich gerne auch die Systeme ändert.

01:28:40: Aber ich habe schmerzlich gelernt wie es ist wenn du nicht dran bleibst.

01:28:43: Und das ist glaube ich so ein bisschen der große Unterschied.

01:28:45: Ich weiß was passiert, wenn ich nicht zum Sport gehe.

01:28:49: Ich mache das wie gesagt nicht dass ich dann so einen Schlank aussehe oder hübsch bin Sondern ich habe mehr Schmerzen, kann schlechter laufen.

01:28:58: Ich hab weniger Kraft im Bein und dann geht alles auf die rechte Seite.

01:29:01: Da schmerze ich, schlafe

01:29:02: schlechter.".

01:29:03: Das hat ja so einen Ratten-Schwanz... Also ich spüre die Konsequenz sehr früh!

01:29:12: Und das ist, glaube ich, was viele vielleicht nicht so haben.

01:29:16: Gerade auch wenn wir jetzt unternehmerische Ziele keine Ahnung, ich will Leiter XY-werten und wer ist es halt nicht?

01:29:25: Was ist die Konsequenz?

01:29:27: Wahrscheinlich keine, du verdienst vielleicht ein bisschen weniger Geld, könntest aber in ein anderes Unternehmen wechseln und dort deinen Glück versuchen.

01:29:37: Ich war schon immer so dass ich sehr... Hat hier gesagt Sturr würde man jetzt sagen, sehr konsequent mein Zielen hinterher bin.

01:29:46: Also ich mache mir nicht zwölf Ziele und arbeite und gebe sieben wieder auf sondern ich habe dann ein zwei drei Ziele Und dann den versuche ich dann Konsequenz zu arbeiten.

01:29:56: Ich mach zum Beispiel sehr konsequent LinkedIn aber Instagram tickt doch gar nicht.

01:30:00: Ja Aber LinkedIn ist halt meine Hauptkanal.

01:30:02: Ich mache auch Vorträge sowie du Und dort bekomme ich halt auch meine Aufträge.

01:30:07: Und ähm...ich wollte Buchschweim!

01:30:09: Ich hab' einen Buch geschrieben.

01:30:11: Klar, alles was jetzt unterkommt ist Plus.

01:30:15: Und das mit der Bewegung ist ja so ein Dauerbrenner bei mir.

01:30:19: oder körperliche Gesundheit ist ja generell ein langfristiges Thema und da motiviert mich auch wenn ich halt andere Personen sehe die halt schon Schwierigkeiten haben beim Aufstehen oder sonstiges.

01:30:31: So möchte ich nicht sein.

01:30:33: oder möchte ich weiterzumachen, zum Beispiel finanzielle Sicherheit ist mir sehr wichtig.

01:30:43: Ist mir glaube ich gelungen stabile Beziehung?

01:30:45: Ich bin zwanzig Jahre verheiratet.

01:30:48: Ich habe ein Kind bekommen und ich hab eine tolle Beziehungen zu meinen Eltern, meiner Tochter.

01:30:54: Ich hab zwei Freundinnen die ich beste Freundin nennen darf sag' ich mal gerne.

01:31:00: Ich hat mir einen Umfeld geschaffen wo ich wertgeschätzt und geliebt werde.

01:31:06: Das sind alles so Dinge, die viel mehr tragen als ist mein Buch ein Bestseller geworden.

01:31:12: Und ich glaube man neigt auch dazu seine Leistung ein bisschen zu unterschätzen.

01:31:16: das mache ich auch weil ich denke immer so laut Ich bin noch ganz normaler Mensch gehe ganz normal arbeiten.

01:31:21: Ich arbeite so im Mittelmanagement da.

01:31:23: jetzt bin ich nicht herausragend weit oben aber für andere ist ja schon, dass ich überhaupt ein Buch geschrieben habe.

01:31:31: Eine enorme Leistung.

01:31:32: Also man sieht das ja selber gar nicht so und das wurde von sich dann vielleicht noch mal vor Augen führen.

01:31:39: es ist eine tolle Leistung.

01:31:40: wenn du alleine erziehende Mutter bist und drei Kinder in dein Leben wupps egal wie viel Geld du jetzt verdienstes ist eine Tolle Leistungen und ich glaube alle neigen dazu dass wir halt sagen ja es ist noch nicht genug Aber wer bist du oder was machst du, wenn du halt keine Leistung erbringst?

01:32:00: Das ist so die Frage.

01:32:01: Und ja ich glaube man muss lernen sich von gewissen Statussymbolen ein bisschen Abstand von zu nehmen egal ob sie jetzt Follower Auto Geld Einfluss ist und dann mal auf sich zu gucken Wer bin ich denn Wenn das alles wegfällt?

01:32:21: Oder wer will Ich auch sein?

01:32:22: Dann Und ich habe da ein sehr klares Bild vor Augen, das dann immer so klappt.

01:32:28: Das ist noch eine andere Sache.

01:32:29: aber ich glaube schon einen inneren Wertekompass, den mich entsprechend halt auch versuche Folge zu leisten.

01:32:37: Klappt mal mehr oder weniger.

01:32:38: Aber so'n groben hab ich für mich definiert was es mir wichtig.

01:32:43: Und ich glaube, manche wissen das vielleicht auch gar nicht.

01:32:46: Ich wollte gerade fragen, wenn jemand jetzt zuhört, könnte auch da wieder so ein gönnender Night entstehen, dass man sagt, wenn ich wirklich ehrlich zu mir bin und all diese Insignien von Macht, Erfolg

01:32:57: etc.,

01:32:57: wirtschaftlichen Wohlstand wegnehme, wer bin ich denn dann noch?

01:33:01: Du sagst du hast eine Antwort.

01:33:03: Was kannst du Menschen mitgeben wie die ersten Schritte aussehen, wenn sie darauf keine Antwort hätten?

01:33:08: Wie findet man diese Antwort?

01:33:09: auf welchen Weg muss man sich da begeben um hier etwas... stabiler zu werden.

01:33:14: Ich glaube, man muss sich viel mit sich auch selbst beschäftigen und das musste ich in meinem Leben weil wie gesagt wenn man ohne Internet viel liegen muss und wenig Ablenkung hat lernt man sehr früh tatsächlich was ist denn so wichtig und was auch nicht?

01:33:31: Und einem muss klar sein was ist mir wichtig!

01:33:35: Wenn dir jetzt... ich mache zum Beispiel Geld wichtig ist dann ja dann Investiere doch deine Zeit, statt Netflix zu gucken.

01:33:44: Gibt's ja auch immer so tolle Grafiken ne?

01:33:46: Zwei Stunden Netflix geht schon aber keine Zeilen.

01:33:48: zwei Stunden Zeit für Sport oder Weiterbildung oder whatever.

01:33:53: und darüber muss man sich vielleicht erst mal so klar werden und da hat man auch nicht immer sofort eine Antwort auf.

01:34:00: Es gibt ja verschiedene Themen, womit willst du dich vielleicht auch beschäftigen.

01:34:03: Willst du dich mit Umwelt beschäftigen?

01:34:06: Willst Du Dich vielleicht mit Kindern beschäftigen – mit Tieren oder mit dem Garten oder mit handwerklichen Dingen, obwohl du eigentlich im Büro arbeitest?

01:34:19: habe ich auch lange für gebraucht.

01:34:21: Ich hätte niemals gedacht, dass ich hier sitze und über Inklusionssprecher oder meine Behinderung hättest du mich vor vier Jahren gefragt?

01:34:27: Hätte ich nun gesagt, ich bin ganz oft operiert worden.

01:34:30: Das Wort Behinderungen wäre mir nie über die Lippen gekommen.

01:34:33: Und dahingehend habe ich halt meine Meinung dann auch tatsächlich erst geändert.

01:34:38: Es ist noch gar nicht so lange so, dass sich jetzt hier so voller Inbohns- oder Stolz sage ja, ich hab eine Behinderung und ich krieg mein Leben gut auf die Reihe.

01:34:47: Das wäre früher auch so ein Prozess, das ist halt eine Reise.

01:34:51: Ich habe immer alles dafür getan dass ich gesund wirke oder normal wie möglich.

01:35:01: Es hat mal weniger gut geklappt aber... Ja, und jetzt mach ich das einfach nicht mehr.

01:35:07: Also früher hätte ich nicht gesagt hier auf dem Stuhl kann ich nicht sitzen oder wo findet denn das Meeting statt?

01:35:15: Gibt's da Treppen?

01:35:16: Weil die sind schwierig für mich weil man will ja nicht schwierig sein oder auffallen halt.

01:35:23: Und ich glaube dass ist auch so ein Prozess von eigener Akzeptanz unabhängig von Behinderung oder Nichtbehinderung.

01:35:29: Und ja, ich glaube, suchen und finden ist da schon ganz gut.

01:35:35: Wenn du weißt was dir wichtig ist, weißt du auch, was dich ärgert?

01:35:38: Also für mich ist z.B.

01:35:39: Ferne sehr wichtig!

01:35:40: Und wenn ich merke es ist irgendwas Unfair... Da geht mein Puls hoch und dann setze ich mich dafür ein und dann sag' ich auch meine Meinung und wenn ich etwas Unfair finde, kann ich auch richtig Gas geben.

01:35:54: Und jetzt... Vorher war mir das vielleicht gar nicht so bewusst aber mittlerweile ist mir das bewusst.

01:35:59: Und dann weiß ich auch, ach guck mal da hat jemand gegen meinen Wert verstoßen.

01:36:04: Ich empfinde das als unfair.

01:36:06: und ja, das ist natürlich dann auch gewisse Arbeit an seiner eigenen Persönlichkeit.

01:36:12: Und die spreche jetzt nicht davon, ich möchte mal Astronaut werden oder Profifußballer oder Tänzerin weil es gibt ja gewisse Dinge.

01:36:20: Da gibt's nur einen kleinen Prozentsatz an Menschen, die das wirklich erreichen.

01:36:23: sondern auch Was muss ich heute in meinem Leben ändern, damit ich morgen zufrieden bin?

01:36:31: Das hast du häufig schon gemacht.

01:36:34: Es gibt ja hier im Auf- und Ab-Podcast eine traditionelle letzte Frage, die ich dir aufstellen möchte, wenn du jetzt so auf die letzten Jahre, Jahrzehnte deines Lebens oder auf die Höhen und Tiefen die Auf-und Abs zurückblickst.

01:36:47: Was ist für dich daraus die allerwichtigste Erkenntnis?

01:36:53: Die schwierige Frage sei zufriedEN mit dem was du hast!

01:37:01: Schlimmer geht immer.

01:37:07: Und sei netter zu dir selbst, also auch ... wir müssen mal alle überlegen wie wir mit uns selbst reden wenn was nicht funktioniert oder nicht schnell genug funktioniert.

01:37:20: und würdest du mir das sagen was du dir vielleicht selber sagst?

01:37:25: Wenn du irgendwas nicht erreicht hast?

01:37:28: ich glaube dass macht viel viel aus dass man sich ja mit sich selbst bewusst ist, mit seinen guten aber auch mit seinen vielleicht schlechten Eigenschaften auch.

01:37:41: Die vielleicht lernt zu akzeptieren dass die zu einem gehören.

01:37:47: Ich glaube, da können sich sehr viele, die auch hier zuhören, eine Scheibe abschneiden.

01:37:50: Vielen Dank Nadine!

01:37:51: Zum einen, dass du den Weg hierhin aufgenommen hast für dieses Gespräch.

01:37:54: Vielen dank für deinen Wirken und deine Inspiration.

01:37:57: Dein LinkedIn-Channel.

01:37:58: Die Menschen, die auf LinkedIn sind sollten sich denen auf jeden Fall abonnieren.

01:38:02: Und ich sage das bewusst so und das ist ja auch dein Ziel.

01:38:05: Du möchtest ja verschiedene Zielgruppen auch inspirieren.

01:38:08: Menschen mit Behinderung?

01:38:09: Ja aber eben auch Menschen ohne Behinderungen und das gelingt dir auf eine wirklich fantastische Weise.

01:38:15: Ganz vielen Dank.

01:38:16: Einladung hat viel Spaß gemacht.

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