Dieser eine Gedanke verändert deinen Umgang mit jeder Krise! | A&U #168
Shownotes
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Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
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In dieser Solo-Episode spreche ich über einen kleinen, aber sehr mächtigen Perspektivwechsel, der deinen Umgang mit jeder Krise, egal ob groß oder klein, für immer verändern wird. Ich selbst durfte ihn in den letzten Wochen von zwei meiner Gäste lernen. Doch erst im Nachgang wurde mir bewusst, auf wie viele Situationen im Leben er anwendbar ist.
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Disclaimer: Der AUF & UP Podcast dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen dieses Podcast sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Nutzung der Informationen oder von Materialien, die mit diesem Podcast verlinkt sind, erfolgt auf eigene Gefahr. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Experten deines Vertrauens.
Transkript anzeigen
00:00:00: In der heutigen Episode möchte ich mit dir einen Satzteil, den besteht aus drei Wörtern.
00:00:05: Den ich selber erfunden habe, soll.
00:00:06: ich durfte ihn im Gespräch in den letzten Wochen mit zwei Menschen, die ein wirklich krasses Schicksal erlebt haben lernen und dieser Satz wird deinen Umgang mit Krisen wie du siehst, wie managert und wie du aus ihnen herauskommst für immer verändern.
00:00:22: Und das Gute ist es gilt nicht nur für ganz schwere Schicksalschläge sondern auch für die Kleinhöhen und Tiefen für die Auf- und Abs des Alltags.
00:00:29: Ich hab mich ganz sicher, wer diese drei Wörter diesen Satz kennt wird ein signifikant besseres Leben führen können.
00:00:39: Hey, Christo Rell hier und das ist dein Podcast über das Auf- und Ab des Lebens!
00:00:46: Ich habe in den letzten Wochen wirklich sehr, sehr emotionale und krasse Gespräche hierführen dürfen im Auf-und-Ab-Podcast Und bei zwei Gesprächen ist mir eine Gemeinsamkeit aufgefallen die mich nicht mehr losgelassen hat Weil zwei Menschen, die sich eigentlich gar nicht kennen einen Satz gesagt haben in wirklich einer unfassbar schweren Krise der fast wortwörtlich dergleiche war.
00:01:10: Und das eine Gespräch davon war mit dir Klangströer.
00:01:13: Wer das Gespräch nicht gehört hat, Dirk hat seine damals zehnjährige Tochter verloren weil sie an einem undiagnostizierten Gehirntumor verstorben ist.
00:01:22: Also ein wirklich ganz trauriger Geschichte.
00:01:26: Und die zweite Geschichte, die hier rein spielt.
00:01:31: Ganz anderes Thema ist die Michi Schreiber eine Primatologin, die kurz vor der Realisierung ihres großen Lebentraums seine eigene Auffangstation für Primaten und Tierinnen in Südafrika aufmachen zu dürfen Ein Autounfall hatte, der nicht nur Jahre ihres Gedächtnisses ausgelöscht hat sondern auch fast die Augenlicht gekostet hätte und auch insgesamt eine wahnsinnig schwere Verletzung etc.
00:01:59: Und diese beiden Menschen kennen sich, wie gesagt nicht.
00:02:03: Aber es war wirklich ... Es war Magie in dem Moment als ich im zweiten Gespräch dann eine Aussage gehört habe die wirklich fast eins zu eins von dir Kette kommen können.
00:02:15: und das war nachdem sie ihr Schicksal geteilt hatten.
00:02:19: und ich frag Menschen ja immer Wie ist es dir gelungen aus dieser Krise zu kommen wieder zurückzukommen vielleicht sogar stärker zurückzukommen?
00:02:29: Beide haben es fast wortwörtlich, wie folgt beschrieben.
00:02:32: Sie sagten ein Wendepunkt in ihrer auch mentalen Heilung war als sich diese Frage warum ich?
00:02:41: Warum wir?
00:02:41: Warum unsere Familie?
00:02:42: Warum genau Ich aufgehört habe zu stellen und er durch eine weitere frage ersetzt haben.
00:02:49: Und das war warum denn nicht ich?
00:02:53: Und ich weiß nicht, wie es euch jetzt geht.
00:02:55: Aber als ich das gehört habe, ich hab wirklich Gänsehaut bekommen aus verschiedenen Gründen.
00:03:01: zum einen weil's natürlich in so einer Situation bei einem Schicksalsschlag eine wahnsinnige Stärke bedeutet.
00:03:07: aber und darauf werden wir gleich noch genauer eingehen Ich finde dass dieser Perspektivwechsel Auch für viele Alltagssituationen, wenn man nicht in so einer schweren Krise war.
00:03:17: Sondern für kleine Dinge mit denen man manchmal hadert und sich sagt warum muss mir das unbedingt passieren?
00:03:23: dieser Perspektivwechsel zu Warum Nicht Ich?
00:03:26: Der ist ein wahnsinnig starker und den möchte ich ein bisschen ausführen.
00:03:30: Für Menschen denen es grad super geht kann dieser Satz auch beängstigend sein, weil er natürlich auch ausdrückt wie zerbrechlich, wie flüchtig eine glückliche, eine stabile Situation gerade ist.
00:03:43: Denn unterbewusst wissen wir alle dass es uns jeden jederzeit treffen kann mit gesundheitlichen Themen Schicksalsschlägen privaten Themen etc.. Und je nachdem wie man gestrickt ist, manche gehen da mit sehr Bewusstum.
00:03:56: Andere wollen eher so den Kopf in den Sand stecken und für die ist dieser Satz warum denn nicht ich?
00:04:00: fast eh etwas Bedrohliches?
00:04:02: Aber... Aus meiner Sicht ist es etwas, was wirklich insgesamt die Ruhe im Leben den Blick auf Krisen und das Management von Krisen wirklich signifikant beeinflussen kann.
00:04:16: Lass uns mal starten wenn es losgeht um man sich fragt warum ich?
00:04:19: Und es ist glaube ich ein der intuitivsten Fragen.
00:04:21: Wenn einem etwas widerfährt was negativ ist egal in welcher Abstufung dann ist eine der ersten Fragen dass man fragt wieso muss unbedingt mir das passieren Wenn man krank wird, wenn man einen Verlust hat entweder einen persönlichen Verluste oder eine Beziehung endet.
00:04:38: Wenn es einen Unfall gab und eine Trennung-Jobverlust irgendein Projekt das scheitert
00:04:44: etc.,
00:04:45: ist diese Frage sehr schnell ganz natürlich da.
00:04:48: Und was mir wichtig ist gerade wenn's jetzt auch um wirklich schwerwiegendere Schicksalsschläge gibt... Diese Frage ist ganz normal.
00:04:57: sie ist auch gut denn Sie versucht Ordnung wiederherzustellen, sie versucht Dinge die teilweise vielleicht unbegreiflich sind in irgendeiner Form greifbar zu machen.
00:05:06: Man versucht Gründe zu finden eine Erklärung dazu zu finden und in irge einer Form vielleicht auch die Kontrolle über das eigene Leben, über die eigenen Emotionen hinzubekommen.
00:05:17: Das heißt diese Frage warum.
00:05:18: ich Sucht eigentlich nach einer Erklärung, warum das Leben gerade nicht so ist wie es für mich abläuft.
00:05:27: Aber hinter der Frage steht aus meiner Sicht eine Annahme über die wir viel zu wenig sprechen Und zwar in irgendeiner Form so eine Annahme, dass man ein Anrecht vielleicht sogar eine Garantie auf etwas hat.
00:05:42: Dass die Dinge richtig gut laufen.
00:05:45: Eltern sagen sich das meine Kinder wenn man gut auf sie achtet etc.
00:05:48: doch eigentlich gesund sein müssten.
00:05:49: Das meine Beziehung wenn man nicht fremd geht und aufmerksam ist und so doch eigentlich auch halten müsste Wenn ich hart arbeite das doch dann der Erfolg sich einstellen muss wenn ich ein guter Mensch bin Leben auch insgesamt fair zu mir ist.
00:06:05: Und wenn ich alles gefühlt richtig mache in Anführungsstrichen, dann müsste mich doch das Schicksal von diesem schlimmen Ding eigentlich so ein bisschen verschonen.
00:06:15: Aber diese Annahme dass es im Leben in irgendeiner Form einen Anspruch darauf gibt, dass es uns gut behandelt – das ist einfach nicht vorhanden!
00:06:27: Und viele Menschen nehmen das wirklich tatsächlich erst wahr, wenn sie den Beweis dafür kriegen.
00:06:33: Aber ich glaube wir tun uns gut daran, dass wirklich schon nicht so weit kommen zu lassen sondern uns klar zu sein, dass es diese Garantie nicht gibt.
00:06:41: Es hat auch nie jemand ausgesprochen und ist es fast schon ein stückweit auch egoistisch oder überheblich ist Das bessere Wort an das Leben zu denken Dass einem das in irgendeiner Form zusteht.
00:06:52: Denn es gibt einfach viel zu viele Menschen bei denen es anders läuft Und dementsprechend ist das einfach eine Annahme, die nicht gerechtfertigt ist.
00:07:03: Wenn es jetzt aber Menschen – und wie gesagt Dirk Michi, die wirklich mit den schlimmsten Dinge erlebt haben, die man im Leben haben kann wenn sie irgendwann an dem Punkt kommen, dass Sie aufhören zu fragen warum ich?
00:07:15: Warum meine Tochter?
00:07:16: Warum wir als Familie?
00:07:17: Und hin zu einem Punkt kommen wo Sie sagen, warum eigentlich nicht Ich dann Ist mir wichtig zu betonen, dass es nicht den Schmerz relativiert.
00:07:26: Es relativiert nur die Vorstellung... ...dass dieser Schmerzen gar nicht hätte passieren dürfen!
00:07:32: Und das ist für mich die ganz zentrale Differenzierung.
00:07:35: Das heißt, dieser Satz soll nicht heißen stelle dich doch nicht so an anderen geht es noch viel schlechter.
00:07:42: sei dankbar für dass was du hast.
00:07:43: das sind so Kalendersprüche.
00:07:44: die mögen zwar inhaltlich richtig sein aber die helfen typischerweise in so einer Situation nicht.
00:07:49: denn auch da hat direkt darauf hingewiesen es gibt keine Hierarchie des Schmerzes keine Hierarchy von schlimmen Schicksal schlägen.
00:07:56: wenn man in der Situation der man gerade isst Wenn das das schlimmste ist dann egal ob es andere Menschen irgendwo gibt, wo's schlimmer oder weniger schlimm ist.
00:08:05: Dass im Moment intensiv sind.
00:08:06: Natürlich hilft immer mal wieder eine Einordnung, wo man da gerade steht aber das heißt nicht dass man sich diesen Schmerz und diese Enttäuschung vielleicht je nachdem worum es geht nicht zugestehen soll.
00:08:17: Und man muss auch nicht in allem immer was Positives sehen.
00:08:21: Man muss nicht jede Krise als Geschenk sehen.
00:08:23: Das sind alles so ein bisschen Kalendersprüche die aus meiner Sicht abgedroschend sind.
00:08:30: Diese Formulierung, warum denn nicht ich?
00:08:32: Ist nicht etwas was man anderen nahelegen sollte oder empfehlen sollte.
00:08:37: Wenn jemand wirklich gerade trauert oder Schmerz empfindet oder so dann ist es glaube ich fast schon eine Anmaßung zu sagen hey überleg dir mal ein bisschen was anderes habt das in so einem Podcast gehört.
00:08:47: jetzt stelle dich nicht an und denk nicht warum ich und versink hier nicht ins Selbstmitleid sondern denk viel eher Warum Denn Nicht Ich weil vielen geht's genauer.
00:08:56: Das ist nicht die Idee.
00:08:57: Die Idee ist dass man selber Wenn man durch den Prozess gelaufen ist von Trauer, von Wut und Frust was auch immer da einher geht.
00:09:06: Manche brauchen länger, manche sind etwas schneller.
00:09:09: aber an den Punkt zu kommen wo aus einem warum ich einen Warum denn nicht Ich zu wird Das ist ein ganz, ganz starker Punkt.
00:09:17: Denn warum ich?
00:09:19: Ist immer der Blick in den Rückspiegel.
00:09:20: Man sucht nach Erklärungen, nach Ursachen vielleicht sogar nach Schuld und vielleicht findet man auch die eine oder andere Erklärung gerade wenn es um Krankheiten oder sowas geht.
00:09:32: Vielleicht gibt's eine medizinische Diagnose die einem hilft ne Fehleranalyse die oft auch sinnvoll sein kann.
00:09:38: nicht falsch verstehen aber vor allem bei vielen Schicksals schlägen findet man keine befriedigende Antwort und vor allem gibt es keine Antwort, die das Geschehene in irgendeiner Form rückgängig macht.
00:09:54: Der Wechsel zu Warum Nicht Ich beantwortet nicht die Frage aber es beendet die Suche nach einer Antwort, dies vielleicht niemals gegeben hat und damit entsteht Raum, entsteht Platz für die nächste Frage Und das ist Was mache ich denn jetzt damit?
00:10:14: Wie gesagt, das ist kein einfacher Schritt.
00:10:18: Aber es ist ein notwendiger Schritt wenn man versuchen möchte wieder aus dieser Krise rauszukommen und wie gesagt jeder und jeden seinem Tempo.
00:10:26: Manche entscheiden sich auch dauerhaft in dieser Situation zu verbleiben was auch gute Gründe haben kann.
00:10:34: aber es zieht sich durch nicht nur die zwei genannten Gespräche.
00:10:37: Wenn Menschen schaffen aus der Krise zu kommen dann erreichen sie irgendwann den Punkt wo sie vom Rückspiegel von Lethargie von vielleicht auch dem Selbstmitleid, den Schritt nach vorne gehen und zu sagen okay jetzt komme ich wieder ins Handeln rein.
00:10:53: Und diese Logik gilt wie gesagt nicht nur für die ganz großen Schicksalsschläge.
00:10:59: denn wenn du jetzt sagst ok ich bin dankbar Klopfe auf Holz und bin dankba dass ich eben kein Kind verloren habe das sich keinen schweren Autounfall hat etc.
00:11:09: Der Denkmechanismus, wenn auch in abgeschwächter Form ist ganz häufig dergleiche.
00:11:14: Wenn wir einen Jobverlust haben dann fragen wir uns warum wurde denn gerade ich gekündigt?
00:11:17: Ich war doch viel besser als manche dies vielleicht die den Job weiter bekommen haben.
00:11:22: Auch hier ganz schnell warum ich in einer Beziehung, wenn man vielleicht der ist der verlassen wurde oder wie auch immer fragt man sich Warum muss denn mir das passieren?
00:11:31: Ich habe doch soviel richtig gemacht.
00:11:32: Wir hatten noch so eine wunderschöne Beziehung.
00:11:35: Jetzt stehe ich wieder ganz am Anfang, was auch immer da die Argumente sind.
00:11:40: Wenn man vielleicht hier in Großstädten ist ein großes Thema Wohnraum zu finden.
00:11:45: Man hat sich ja eine Wohnung gesehen, die man unbedingt haben möchte und man hat sie gedanklich schon eingerichtet etc.
00:11:52: Und kriegt dann die Absage fragt man sich auch warum muss mir das passieren?
00:11:56: Warum ich häufig schleiche sich denn ein weiteres fatales Wort an und das ist das Wort immer Wenn immer im Spiel ist, dann kommen auch ganz oft Glaubenssätze ins Spiel.
00:12:06: Also warum muss das immer mehr passieren?
00:12:09: Da ist auch so eine Zementierung, eine Verfestigung einer bestimmten Opferperspektive die manche in sich tragen oder auch im Job wenn Menschen den Mut haben eine eigene Firma zu gründen und ein Projekt zu starten oder sowas nicht funktioniert.
00:12:23: Warum bin es immer ich dem die Dinge nicht gelingen?
00:12:29: Es gibt neben diesem reinen Wechsel von Warum Ich zu Warum Der Nicht Ich.
00:12:33: Gibt es noch eine weitere Perspektive, die mir erst nicht im Gespräch direkt habe als ich viel darüber reflektiert habe?
00:12:38: Da ist mir noch etwas aufgefallen und zwar diese Frage warum ich?
00:12:44: stellen sich die meisten Menschen immer nur wenn schlechte Dinge passieren aber eine Frage oder eine Rückfrage, die mal erlaubt sein darf.
00:12:52: Auch um das eigene Verhalten, die eigene Gedankenwelt einzuordnen ist.
00:12:56: Warum stellen wir uns diese Frage denn nicht auch wenn uns wunderschöne Dinge passieren?
00:13:01: Warum durfte ich denn diesen Menschen kennenlernen, der heute seit zehn Jahren meine Ehefrau ist?
00:13:07: Warum habe ich hier diesen oder jenen Erfolg geschafft.
00:13:10: Warum darf ich gesund sein in diesem
00:13:12: Bereich?".
00:13:12: Alles Dinge die wenn es läuft, wenn alles gut läuft man fast schon für selbstverständlich hinnimmt, die werden nie hinterfragt.
00:13:19: warum denn ich und da bin ich mir ziemlich sicher dass wir Glück oder ein zufriedenes, einen zufriedenen Zustand ziemlich schnell für unser Normalzustand halten und Unglück- oder Schicksalsschläge oder sowas für ein Systemfehler.
00:13:35: Und das ist etwas, was Menschen vielleicht hilft im Alltag irgendwie klarzukommen und man sagt okay ich habe eine Beförderung bekommen.
00:13:43: Klar hab' ich mir auch durch harte Arbeit, durch Überstunden und gute Arbeit etc.
00:13:48: verbiend verdient.
00:13:50: Meine Kinder sind gesund.
00:13:51: ja wie ich ernähre oder ich sorge dafür dass sie sich gut ernähren Ich mach meine Arztvorsorge etc.
00:13:59: Ist doch so.
00:13:59: Oder wenn die Beziehung funktioniert Ja das nimmt man halt so mit Geschäft läuft Ich arbeite auch hart etc.
00:14:06: Das sind alles so banale Rationalisierungen, aber ich finde man kann das immer wieder hinterfragen.
00:14:15: warum denn bei mir?
00:14:17: Das heißt nicht, dass man das schlecht reden soll oder sich nicht zugesteht.
00:14:20: Dass man es nicht verdient hat oder wie auch immer aber einfach ein bisschen aufhören dieses asymmetrische Verhältnis zum Leben zu haben, dass die guten Dinge einfach mitgenommen werden und als Standardmodus abgestempelt werden Und die schlechten Dinge sind Ausreißer, die vom Schicksal fast schon eine Zumutung darstellen.
00:14:43: Vielleicht ist eine wirklich gesunde oder zielführende Haltung dem Leben gegenüber, dass uns einzustehen.
00:14:50: Dass uns weder das Gute, das Angenehme und das Positive in irgendeiner Form zusteht noch, dass wir die persönlich außerwählten sind wenn es mal auch in Krisen mündet?
00:15:03: Das soll nicht heißen, dass wir das Gute weniger genießen sollen oder es weniger schön ist.
00:15:09: Aber vielleicht hilft es, dass mit dem Ganzen etwas Dankbarer umgehen und Dankbarkeit ist eine Emotion die ganz tief ansetzt und wenn man die besser kultiviert im eigenen Leben wirklich nachweislich auch wissenschaftlich fundiert zu einer höheren Zufriedenheit führt.
00:15:26: Und deshalb möchte ich dir zum Schluss drei Fragen mit an die Hand geben, um aus diesem grundsätzlichen Warum Ich zu Warum Nicht Ich?
00:15:35: und dann auch die Folge Gedanken dazu wirklich was Konkretes im Alltag was du mitnehmen kannst.
00:15:41: Und es gilt wie gesagt nicht nur für echte, tiefe Krisen sondern auch für Kleinigkeiten.
00:15:45: So ganz aus meinem eigenen Leben gepickt wo ich oft in diese Falle reintappe dass mich fragt warum ich ist zum Beispiel wenn ich reise.
00:15:53: beruflich bedingt reise ich relativ häufig das heißt wenn man vielleicht später abends am Flughafen ankommt oder am Bahnhof oder wie auch immer und dann dass der Zug das Flugzeug Verspätung hat zum Beispiel.
00:16:06: Man ist eh schon lange unterwegs, man möchte noch vielleicht die Familie sehen bevor die Kinder ins Bett gehen etc.
00:16:12: und dann kommt die Verspäitung so.
00:16:14: Dann ist natürlich ein naheliegender Gedanke oh warum muss mir das jetzt passieren?
00:16:18: Aber Leute, in dem Moment wo man sich darauf einlässt mit dem Zug zu fahren.
00:16:22: Mit dem Flieger zu fliegen oder wie auch immer dann ist es Teil des Spiels.
00:16:27: und auch wenn man das jetzt rational natürlich weiß Es geht ja um die Emotion die man dann findet und sich dessen wieder bewusst zu sein Wenn man in der Situation ist dass man kein Anrecht auf Pünktlichkeit hat Man hat keinen Anrecht dass die Dinge gut laufen Sondern man kann nur entscheiden ob man sich auf dieses spiel in dem Fall Reisen einläßt Wenn es beruflich notwendig ist, am Ende ist eine Entscheidung.
00:16:51: Man muss das nicht tun und wenn man es tut dann muss man sich an die Spielregeln halten.
00:16:56: Tausende von Menschen stranden jeden Tag oder haben Verspätung, landen in einem Stau etc.
00:17:01: Und es gibt einfach keine Logik in diesem Universum dass ich in dem Fall oder du oder ihr immer mal wieder einfach auch nach den statistischen Prinzip der großen Zahlen immer Mal wieder davon betroffen sein werdet.
00:17:14: und dieser rationale Blick darauf hilft nicht nur in diesen banalen Beispielen die Ich gerade gemacht habe sondern Auch In einem größeren Kontext.
00:17:21: denn wenn man ist das gilt wie immer im Leben Wenn Man Es Im kleinen übt dieses Mindset diese Art zu denken, trainiert und kultiviert.
00:17:29: Dann wird es auch möglich sein dass eben in größeren Situationen in Schicksalsschlägen, in Krisen die auch hier greift die Statistik alle von uns irgendwann mal treffen werden.
00:17:39: man kann dankbar sein wenn man weniger davon betroffen ist aber es wäre blauäugig zu glauben, dass das einen nie trifft.
00:17:45: Aber wenn man diese Art zu denken schon früher in den banalen Situationen kultiviert und geübt hat dann wird es einem viel einfacher fallen in diesen Krisen entsprechend so zu agieren die Perspektive einzunehmen und sich dann auch wieder rauszubringen.
00:18:01: also diese drei Fragen Wenn man jetzt wirklich gefühlt sich getriggert fühlt und in so einer Gedankenspirale ist und sagt warum ich?
00:18:09: Dann lohnt es sich einmal wirklich konkret präzise zu formulieren.
00:18:13: Was genau empfinde ich denn gerade als unfair?
00:18:16: Kann man auch gerne aufschreiben, wenn man sich etwas aufschreibt muss man konkret werden.
00:18:20: das zwingt zur Präzisierung und dann wird es häufig schon ja etwas klarer dass es eigentlich eine Erwartungshaltung ans Leben ist die überhaupt gar nicht gerechtfertigt ist.
00:18:32: Die zweite Frage die wir uns dann stellen dürfen welche Garantie oder welche Annahme glaube ich eigentlich gerade verloren zu haben, die mir eigentlich nie gegeben wurde.
00:18:42: Wie gesagt man kann zwar jetzt und jetzt werden viele die Zuhören wahrscheinlich sagen okay die deutsche Bahn kommt immer zu spät oder wie auch immer es kann man doch erwarten wenn man einen Fahrpreis zahlt etc.
00:18:53: Und das kann man auch wenn man das möchte.
00:18:56: Aber hier geht es ja darum, wie wir unser Mindset sauber steuern.
00:18:59: und wenn man mit der klaren Erwartungshaltung in ein Reise-Event geht das sich davon ausgeht dass alles pünktlich läuft dann kann man die Uhr danach stellen.
00:19:08: Wenn man häufig reist, dass es immer wieder enttäuscht wird Das heißt nicht, dass man es gut findet, wenn es anders läuft.
00:19:13: Es geht eben nur darum die Perspektive etwas anzupassen.
00:19:17: Und wenn man sagt okay natürlich ist es angenehm wenn es alles so läuft aber Ich habe keine Garantie darauf, dass es nicht anders passiert.
00:19:25: Dann kann man die Zeit besser nutzen.
00:19:27: Man kann sie produktiv nutzen und Dinge tun, die man in diesem Ärger festgefangen ist auf keinen Fall tun könnte.
00:19:35: Die dritte Frage und das ist das, worum es ja bei allem geht.
00:19:38: Wie gesagt ich hoffe dass ihr jetzt mir so ein bisschen folgen konntet.
00:19:40: Ich habe jetzt sehr schnell gemischt zwischen sehr banalen Beispielen die Jetzt nicht im besonderes Mindset oder sowas erfordern bis hin zu wirklich großen Schicksal schlägen.
00:19:51: aber Die hängen zusammen.
00:19:53: die Dinge.
00:19:53: Und das ist was sich beim menschen immer wieder beobachtet und das der rote Faden hier im auf-und ab Podcast.
00:19:59: Was verbindet Menschen?
00:20:00: Was zeichnet Menschen aus die es schaffen Aus Krisen stärker zurückzu kommen.
00:20:05: Und ein roter Faden, eine Eigenschaft und die hat sich eben in diesen zwei Formulierungen überdies heute ging wirklich sehr plakativ angedeutet selbst wenn man die schlimmsten Dinge im Leben erlebt hat.
00:20:19: Wenn man an den Punkt kommt wo man von warum ich?
00:20:23: Warum ist mir das passiert?
00:20:25: hinzukommt?
00:20:26: Warum nicht Ich?
00:20:27: und in den nächsten Schritt kommt in die Handlungsfähigkeit zurückkommt Dann ist es möglich, dass selbst die härtesten Schicksalschläge nicht das gesamte Leben dominieren.
00:20:38: Und das ist es ja, worum es am Ende geht.
00:20:42: Das heißt Frage drei ist Was liegt von hier aus wieder in meiner Hand?
00:20:48: Was kann ich jetzt mit dem, was passiert ist?
00:20:50: Ich wünsche es mir nicht.
00:20:51: Ich wünsch es nicht meinem ärgsten Feind.
00:20:54: Wenn ich's mir noch mal aussuchen können würde ichs umgeschehen machen.
00:20:56: aber ich akzeptiere dass das jetzt meine aktuelle Situation ist.
00:21:00: und was kann ich von hier aus tun nachdem ich den Wut, den Ärger die Trauer über den Rausschmiss in meiner Herzensfirma verdaut habe...was kann ich tun?
00:21:10: Ich kann überlegen wo möchte ich sonst arbeiten?
00:21:12: welche Fähigkeiten brauche ich dafür?
00:21:14: Welche Schulungen muss ich machen?
00:21:16: Was sind die ersten fünf Bewerbungen los schicken möchte.
00:21:18: So, wir können wieder handlungsfähig werden und einen Plan
00:21:21: machen.".
00:21:21: Und das was für eine neue Jobbewerbung geht, geht wenn man in einer Partnerschaft verlassen wurde auch wenn es da wieder ganz andere Themen sind weit nicht so rational
00:21:31: etc.,
00:21:32: Das geht nach Schicksalsschlägen und es geht fast in allen Situationen.
00:21:36: Und wie gesagt damit sage ich ja nicht dass sich bestimmte Emotionen oder wie auch immer nur ansatzweise relativieren.
00:21:47: einiges erlebt im Leben, aber ich bin weit weg davon diese krassen Tiefen wie hier Gäste sie mit uns teilen zu erleben und das inspiriert mich.
00:21:58: Es zeigt mir einfach wenn diese Menschen das können dann können wir das auch, wenn wir uns abschauen und inspirieren lassen wie sie das gemacht haben.
00:22:07: Und nicht einfach uns zurücklehnen und sagen okay der ist aus anderem Holz geschnitzt oder dies einfach stärker als ich oder so.
00:22:14: Wenn ich mir Michi Schreibern noch mal zurückhole die Primatologin hat hier auf diesem Stuhlsaas gesagt dass sie bei Weitenich jeden Tag hatte wo sich stark gefühlt hat oder sowas.
00:22:24: aber sie hat den Weg gefunden wieder den ersten winzig kleinen Schritt in eine andere Richtung zu gehen und in diese Bewegung zu kommen, Momentum aufzunehmen.
00:22:33: Wieder Selbstvertrauen zu kreieren und zu sagen okay es geht weiter.
00:22:38: Dirk hat das in dieses wunderschöne Bild gebracht.
00:22:40: er sagte wenn der Boden wegbricht und nachhaltig nicht mehr vorhanden ist dann muss man fliegen lernen denn wenn man nicht mehr stehen kann nicht mehr laufen kann.
00:22:49: entweder man befindet sich im freien Fall und er hatte entschieden mit seiner Familie entschieden dass er nicht den Rest seines Lebens im Freienfall sich befinden möchte.
00:22:57: also hat er angefangen zu lernen zu fliegen.
00:23:01: Und das ist natürlich nur eine Metaphe, aber diese Metapher ist auch wunderschön die es ganz tief in meinem Herzen seit diesem Gespräch.
00:23:07: also Dirk vielen Dank nochmal für diese große Inspiration.
00:23:10: wenn wir irgendwo glauben dass der Boden wackelt oder dass wir sogar fallen dann ist die Frage welche Fähigkeit brauchen wir um Fliegen zu lernen?
00:23:21: Denn dann ist es viel leichter und viel angenehmer, einfach tiefer die Höhen- und Tiefen auf und ab unseres Lebens nicht nur hinzunehmen sondern wirklich auch zu genießen.
00:23:34: Und sie nach unseren Vorstellungen zu gestalten.
00:23:41: Die größte Stärke besteht vielleicht manchmal gar nicht darin eine Antwort auf diese Warum Ich Frage zu finden?
00:23:51: kann darin liegen, dass man irgendwann keine Antwort mehr darauf braucht.
00:23:55: Und das gilt nicht nur für diese Frage sondern häufig ist es so wenn man auf Fragen keine Antworten findet.
00:24:00: Es gibt zwei Kategorien.
00:24:02: Es gibt Fragen die haben Antworten und da lohnt sich der Weg durch Aufwand durch Fleiß durch Gespräche mit anderen durch Recherchen durch Analysen oder wie auch immer.
00:24:12: aber es gibt auch diese Fragen Die immer destruktiver werden weil es häufig keine Antwort gibt.
00:24:18: und an den Punkt zu kommen wo man auf die Frage keine Antwort mehr braucht, ist häufig der erste Schritt in ein neues Leben.
00:24:25: In eine neue Episode!
00:24:27: in ein neues Level des eigenen Lebens.
00:24:31: Und falls ihr gerade an so einem Punkt seid, dann wünsche ich euch, dass ihr die Kraft den Mut findet diese Frage loszulassen und falls ihr euch da nicht befindet, dann nehmt das bitte mit.
00:24:41: es ein wichtiges Werkzeug um in Krisen gut klarzukommissen ist ein Kennzeichen von Menschen, die mental sehr stark sind, dass sie es schaffen Dinge abzuhaken und wieder nach vorne zu denken.
00:24:55: dafür wünschte ich euch alles Gute.
00:24:57: Vielen Dank, dass ihr bei dieser Episode wieder dabei wart.
00:25:00: Vielen Dank das ihr den Auf und Ab Podcast so feiert, unterstützt, teilt mit so viel... So viel Zuspruch dabei seid.
00:25:10: Wir sehen das nicht nur in unseren Zahlen, wie die immer weiter steigen, sondern wir sehen es auch in jeder einzelnen Nachricht, die wir von euch bekommen im Feedback und das bedeutet uns natürlich wahnsinnig viel!
00:25:20: Deshalb wenn ihr dieses Format mögt freuen wir uns über jede fünf Sterne Bewertung auf Apple und auf Spotify natürlich.
00:25:26: Wir freuen uns wenn ihr dem Kanal folgt auf Spotify, auf Apple, auf YouTube denn je größer die Bewegungen auf und ab wird desto toller können wir dieses Formate für euch machen.
00:25:36: Vielen Dank nochmal dass ihr an unserer Seite seid.
00:25:38: Ich freue mich richtig drauf und ihr könnt euch darauf verlassen, wir tun sehr viel dafür dass es immer und immer für euch noch besser wird.
00:25:45: Macht's gut Leute!
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