Es gibt 2 Arten von Fehlern - wer sie verwechselt, ist IMMER unzufrieden! | A&U #158

Shownotes

Mein Buch "Das High Energy Prinzip" ist jetzt seit 4 Monaten SPIEGEL-Bestseller!

Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
Du kannst es hier bestellen.

In dieser Solo-Episode spreche ich darüber, warum wir manche Entscheidungen im Rückblick viel härter bewerten, als sie es verdient haben – und warum andere uns gerade deshalb so lange verfolgen, weil wir tief in uns vielleicht schon damals gespürt haben, dass etwas nicht stimmt. Es geht um Reue, Selbstverurteilung, den Unterschied zwischen Nachher-Schlauheit und echter innerer Warnung – und um den großen Wert unserer Intuition, wenn wir lernen, ihr wieder zuzuhören.

Es wäre mir eine große Ehre, wenn du mal reinhörst oder schaust.

Weiterführenden Content findet ihr auf meinen Social Media Profilen
LinkedIn
Instagram
TikTok

Viel Freude beim Hören - ihr tut uns einen großen Gefallen, wenn ihr uns positive Bewertungen hinterlasst, uns abonniert und AUF & UP an eure Freunde weiterempfehlt. Vielen Dank!

AUF & UP - der Podcast für alle, die wachsen wollen.

Disclaimer: Der AUF & UP Podcast dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen dieses Podcast sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Nutzung der Informationen oder von Materialien, die mit diesem Podcast verlinkt sind, erfolgt auf eigene Gefahr. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Experten deines Vertrauens

Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt zwei Arten von Fehlentscheidungen im Leben.

00:00:02: Und wer diese beiden Arten verwechselt, weil er sie vielleicht auch gar nicht differenziert, läuft große Gefahr, chronisch unzufrieden zu sein und immer mit einer großen Reue auf die Entscheidung zu treffen?

00:00:14: Welche zwei das sind und wie wir sie vermeiden können, dauerhaft vermeiden kann – genau das besprechen wir in der heutigen Episode!

00:00:32: die auch von absehres lebens nicht nur in diesem podcast sondern auch insgesamt.

00:00:36: und ja gucke auch immer wieder auf mein leben welche mit dinge ich gemacht habe welche fehler ich begangen habe.

00:00:45: und wenn man ein bisschen reflektiert ist dann kommt man auch immer wider auf situationen im leben wo man sagt hier habe ich eine fehlentscheidung getroffen hat mich falsch entschieden bin falsch abgebogen Und ich beobachte, dass diese Punkte im Leben bei vielen Menschen wirklich nachhaltig zur Unzufriedenheit führen.

00:01:03: Zu Selbstverurteilung führen und auch zu Energieverlust führen.

00:01:08: Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige und je mehr Gespräche ich führe, desto stärker fällt mir auf das Menschen sich da teilweise zu unrecht verurteilen weil sie zwei Arten von Fehlentscheidungen in einen Topf schmeißen.

00:01:23: Genau die möchte ich heute Über die möchte ich heute sprechen.

00:01:28: Auch an Beispielen aus meinem Leben und am Ende der Episode möchte ich dir vier Fragen mitgeben, wie du es dauerhaft vermeiden kannst, Fehlentscheidungen in deinem Leben zu treffen.

00:01:38: Es mag vielleicht fast so schön sein um wahrzusehen aber wenn du dir die Episode ganz anhörst dann wirst du hier wirklich ein sehr belastbares Tool an der Hand haben um eben nicht mehr eine solche Falle zu laufen.

00:01:52: Ich persönlich habe viele Fehlentscheidungen getroffen.

00:01:55: Sowohl große, die wirklich das Leben beeinflusst haben aber auch im kleinen, im täglichen wenn es im Job geht, im Privatleben etc.

00:02:03: und ich könnte unendlich viele Beispiele bringen.

00:02:05: aber ich möchte mal an zwei großen Beispielen festmachen, die mein Leben nachhaltig geprägt haben.

00:02:12: zum einen... Ich habe jetzt seit über zehn Jahren eine wundervolle Beziehung, meine zweite Ehe.

00:02:17: Aber davor hatte ich eine erste Ehe die alles andere als wundervoll war und das ist etwas was man als Fehlentscheidung bezeichnen darf.

00:02:27: Eine zweite große FehlEntscheidung bzw.

00:02:30: da wo es nicht so gelaufen ist im Leben wie ich wollte war meine erste Firmengründung die nur um Haares Breitern einer Insolvenz vorbeigeschlittert ist und die ich irgendwann schließen musste.

00:02:40: Wenn man jetzt undifferenziert auf diese beiden Fakten, obwohl sie natürlich ganz anders gelagert sind andere emotionale Tragweiten etc.

00:02:47: haben aber wenn man auch auf diese zwei Beispiele guckt könnte man sagen das war in beiden Fall Fehlentscheidungen.

00:02:54: Wenn man aber eine Ebene tiefer geht dann könnten die beiden Fälle nicht unterschiedlicher sein denn dass eine Die eine Entscheidung war vermeidbar und die andere nicht.

00:03:04: Welche was war, werde ich jetzt im folgenden auflösen.

00:03:07: aber das zeigt dass man eben nicht einfach mit einem Kamm auf Dinge die sich im Nachhinein als nicht so herausgestellt haben wie man es vielleicht gerne hätte, dass man sie einfach als Fehlentscheidung abstempelt.

00:03:19: Und was wir jetzt besprechen bezieht sich auch nicht nur auf so große Themen soll.

00:03:22: ich beobachte Das ist auch im kleinen angefangen von wenn Menschen sich keine Ahnung mit Aktien handeln und dann eine Aktie abstoßen, verkaufen.

00:03:32: Und der Kurs dann steigt, dass sie sich im Nachhinein ärgern und sagen wie konnte ich nur?

00:03:38: Es zieht sich einfach durch sehr viele Themen durch.

00:03:41: Der erste Denkfehler, es sind ein paar da involviert aber der erste Denkmfehler den ich hier beobachte ist das wir immer die Entscheidung von damals zu diesem Zeitpunkt wo eine Entscheidung zu treffen war mit dem Wissen von heute bewerten.

00:03:56: Wenn wir das Ende der Geschichte kennen, ist es natürlich viel einfacher eine neue Bewertung der damaligen Situation zu machen.

00:04:04: Und dann falls der Ausgang eben nicht gewünscht war zu sagen, dass hätte ich doch besser wissen müssen.

00:04:10: oder was habe ich mir damals nur dabei gedacht?

00:04:15: und das bezieht sich auf die verschiedensten Themen.

00:04:17: wie gesagt wenn man eine Firma gründet, die vielleicht nicht so funktioniert?

00:04:21: Wenn man einen neuen Job annimmt wo sie schon in der Probezeit feststellt nicht so ganz geklappt ist.

00:04:26: Wenn man eine romantische Beziehung eingeht in vielen anderen Dingen, wenn man einen Umzug tätigt und dann vor Ort erst weiß dass es in der Stadt einem doch nicht gefällt oder sowas Aber das ist eine wichtige Unterscheidung, nur weil sich später etwas herausstellt, dass es gescheitert ist und falsch gelaufen ist.

00:04:46: Ist das noch nicht automatisch die Schlussfolgerung, dass man eine Fehlentscheidungen getroffen hat?

00:04:50: Das verwechseln viele Menschen.

00:04:53: ein schlechtes Ergebnis, ein schlechter Ausgang ist nicht automatischer Beweis dafür, dass sie eine schlechte Entscheidung getroffen haben.

00:05:00: Denn grundsätzlich gibt es vier Kombinationen.

00:05:06: Eine gute Entscheidung kann zu einem guten Ergebnis führen.

00:05:09: Das ist das was wir uns immer wünschen, aber eine gute Entscheidung können auch zu einem schlechten Ergebnis führen.

00:05:15: deswegen war die Entscheidung nicht schlecht.

00:05:17: genauso kann es sein dass eine schlechte Entscheidung zum schlechten ergebnis führt.

00:05:21: das wollen wir natürlich tunlich vermeiden.

00:05:22: schlechte Entscheidungen zutreffen und das werden wir gleich klären wie das geht.

00:05:26: Aber eine schlechte entscheidung kann noch zu einem gutem Ergebnis führen Und dann, wenn Menschen das nicht reflektieren, denken sie auch vermeintlich, dass es eine Gutentscheidung war.

00:05:36: Aber es war häufig nur Glück!

00:05:38: Deshalb wir sollten nicht die Entscheidung mit dem Ergebnis vermischen.

00:05:43: Ganz ähnliches Phänomen beobachte ich im Übrigen auch in einem etwas anders gelagerten Kontext und das ist, wenn die Menschen ihre eigene Leistungen bewerten Jetzt, kürzlich wieder.

00:05:52: Es war Fußball-Weltmeisterschaft und Menschen die nicht so viel Ahnung davon haben sind immer sehr verwundert wenn die Trainer, die tief im Thema drin sind Thomas Tuchl ist ein Beispiel dafür der nach dem Viertelfinale zum Beispiel sehr kritisch über seine Mannschaft gesprochen hat obwohl sie gewonnen hatten.

00:06:10: sowas führt dann immer zu Verwunderung bei Menschen.

00:06:12: aber die Leistung kann gut sein Und man kann verlieren.

00:06:17: und dann wundern sich die Menschen, wenn man nicht zu grabe kriegt.

00:06:20: Gerade Fußballfans sagen wie kann der diese Niederlage nur schön reden?

00:06:24: Nein es wurde die Leistung bewertet und die Leistungen kann gut sein und das Ergebnis schlecht weil der Gegner eben noch besser war, weil man vielleicht Pech hatte oder oder oder.

00:06:33: auf der anderen Seite und das war was Thomas Tuchel jetzt gemacht hat und viele verwundert hat er die Leistungs seiner Mannschaft kritisiert obwohl sie gewonnen hatten.

00:06:42: Und Fans, Außenstehende sind dann euphorisiert von dem Sieg und verstehen gar nicht wie jemand die Stimmung vermiesen kann.

00:06:50: Das Gleiche muss nicht nur bei Spitzensportlern sein sondern auch im eigenen Kontext.

00:06:54: Die Leistung zu beurteilen muss nicht zwingend mit dem Ergebnis zu tun haben.

00:06:59: Wenn der Chef sagt das war nicht gut wenn man selber aber eine andere Einschätzung hat, darf es sein!

00:07:05: So, genau das gleiche gilt eben um wieder zu unserem Thema zurückzukommen.

00:07:09: Eben für Entscheidungen also die Qualität an einer Entscheidung würde ich zwingend nicht nur anhand des Ergebnisses bewerten sondern noch an einigen weiteren Kriterien die wir jetzt durchgehen.

00:07:21: so und jetzt möchte ich mal die beiden Kategorien an Fehlentscheidung etwas genauer unter die Lupe nehmen wenn wir damals richtig entschieden haben aber heute mehr wissen dann ist das aus meiner Sicht keine Fehlentscheidung.

00:07:37: Und wie können wir das festhalten?

00:07:39: Denn es ist immer schwierig, sich noch mal in die Version von früher hineinzuversetzen.

00:07:45: Es gibt ja diesen Begriff der Empathie.

00:07:47: Empathied bedeutet, sich in die Situation eines Gegenüber rein versetzen zu können Und was ich hier empfehle ist, dass man die Empathie in die Vergangenheit überträgt.

00:07:57: Dass es einem wirklich gelingt sich in die eigene Version von damals ob das gestern vor zwei Jahren vor zwanzig Jahren war wann auch immer diese Entscheidung zu treffen war wirklich maximal empathisch und realistisch reinzuversetzen.

00:08:10: und sich fragt habe Ich Damals Die damals verfügbaren, nicht die heute, die damals verfügbaren Informationen berücksichtigt.

00:08:19: Oder habe ich einfach leichtfertig gehandelt?

00:08:22: Gab es irgendwelche Wahnsignale, die mich daran verhindert haben, die ich vielleicht nur verdrängt habe?

00:08:28: Also wir dürfen prüfen ob die Entscheidung zum damaligen Wissensstand zu den damalige Werten auch die Werte können sich verändern, auch wenn sie typischerweise stabil sind.

00:08:39: aber es gibt Situation im Leben wo sich die Werten verändern weiterentwickeln.

00:08:43: hat es zur damaligen Lebenssituation gepasst und hat es zu meiner damalgen Einschätzung von den entsprechenden Chancen und den Risiken geklappt.

00:08:53: Und klar ist, erst später kam neu Information dazu.

00:08:57: als die Entscheidung aber schon getroffen wurde – wenn Menschen eine Investitionsentscheidung vielleicht in eine Immobilie treffen und die Prognosen entsprechend gut waren.

00:09:06: Dann ändert sich die Weltlage, eine geopolitische Krise entsteht, die Bewertungen geht zurück.

00:09:13: So, dann kann man sich ... Man kann's natürlich.

00:09:15: Aber es macht keinen Sinn, sich zu ärgern oder zu verurteilen, denn wir alle sind keine Hellseher.

00:09:20: Wir haben keine Glaskugel, wo wir reinsehen können, denn immer nur den aktuellen Stand der Informationen, denen wir bewerten können.

00:09:27: Das heißt, wenn du damals mit dem Wissen, dass du hattest vernünftig entschieden hast, dann war das keine Fehlentscheidung.

00:09:35: und wie gesagt, es kann sein, dass das Ergebnis dich als falsch- oder ungünstig herausstellt Aber das ist aus meiner Sicht nicht die Qualität, die den Stempel Fehlentscheidung verdient.

00:09:48: Es war eine Entscheidung unter Unsicherheit und die Welt ist unsicher.

00:09:52: Und das dürfen wir realisieren – Das Leben ist unsichert!

00:09:55: Das dürfen wir annehmen, dass es immer wieder Situationen gibt wo das Ergebnis nicht so kommt wie wir uns das gehofft haben.

00:10:03: So zurück zu meinen Beispielen.

00:10:07: In diese Kategorie kann ich ganz klar meine erste Firmengründung einsortieren.

00:10:12: Wenn ich maximal selbst reflektiert und maximal empathisch mich in dieser Situation, das war im Jahr zehntausendzehn, wo ich die Entscheidung getroffen habe meinen damaligen angestellten Job zu beenden und eine eigene Firma zu gründen Im Nachhinein kam mir das alles maximal naiv vor, weil ich im NachhINEIN erst die strategischen Fehler entdeckt habe.

00:10:34: Ich habe im Nachhin ein Entdeck, wo ein Geburtsfehler im Geschäftsmodell an sich verankert war!

00:10:41: Aber wie gesagt, alles erst im Nachhinein.

00:10:43: Wenn ich mich in die Situation zwei, zehn, zwölf reinversetze dann kann ich an keiner Stelle irgendwo ein Indiz und nicht weil ich es mir schönreden möchte.

00:10:51: Ich werde gleich auch sehr selbstkritisch noch zu einem anderen Beispiel kommen.

00:10:55: aber ich kann an keiner Stelle sehen wo ich Informationen missachtet habe, wo ich den Kopf in den Sand gesteckt habe, Wo ich mit Dingen schön geredet habe sondern zum meinem damaligen Wissenstand, zu meiner damaligem Entwicklungsstufe Als Mensch, als Unternehmer habe ich an der Stelle tatsächlich keinen Fehler entdecken können.

00:11:17: Und sich dann zu sagen – ah!

00:11:19: Die anderen haben es ja eh gesagt, die hatten doch recht, dass das nicht klappt

00:11:22: etc.,

00:11:23: Das kann man zwar machen aber das ist unnötig, sich selber fertigmachen, das kostet unnöthig Energie und entsprechend ist das etwas was einfach keinen Sinn macht Weil man heute anders entscheiden würde, das ist nicht der Beweis dafür, dass man damals versagt hat.

00:11:42: Dass man damals falsch entschieden hat.

00:11:45: Denn manchmal ist einfach der Beweiss dafür und das kann ich für mich persönlich jetzt so ganz klar festhalten... ...dass ich mich entwickelt habe!

00:11:51: Dass ich gewachsen bin!

00:11:53: Und da hier ist ein ganz spannender Punkt wie ich finde die Gefahr dass man unzufrieden wird, weil man vergangene Fehlentscheidung als falsch interpretiert.

00:12:03: Die kann nur dann entstehen wenn man wächst und sich weiterentwickelt.

00:12:06: Denn wenn man den gleichen Horizont, die gleichen Argumente, die gleiche Perspektive aufs Leben auch fünf oder zehn Jahre später hat, dann würde ich sagen ja das würde ich immer wieder so machen.

00:12:16: Aber nur wenn man eben wächst, wenn man sich weiter entwickelt?

00:12:19: Wenn man eine andere Perspektiv auf diese Situation entwickeln kann, sprich gewachsen es sich entwickelt hat!

00:12:26: eine reifere, eine weisere Version von sich geworden ist.

00:12:29: Nur dann kann man in der Rückschau eben auch darauf viel kritischer blicken und dafür möchte ich dich uns alle bewahren dass man weil man gewachsen ist auf einmal eine neue Quelle der Unzufriedenheit entdeckt und da unnötig hart und unnödig mit einer unnötigen Reue auf Dinge guckt, die einen vielleicht viel Geld gekostet haben.

00:12:52: Lebenszeit gekostete haben, viel Energie gekosteten.

00:12:55: aber Leute und das sehen wir hier im Auf- und Abpodcast immer wieder.

00:12:58: Das Leben es geht nicht darum ist einfach nur geradlinig von Erfolg zu Erfolg zu springen sondern diese tiefen Kerben und diese Krisen sind auch das was uns als Mensch ausmacht und was uns letztendlich weiter prägt.

00:13:13: Ich kann hier nur empfehlen, wenn man in so einer Situation ist und das war für mich auch ein Lernprozess.

00:13:19: Hier nicht in so endlose Grübel schleifen selbst Verurteilungsschleifen zu kommen und sich ständig als damals dumm oder wie auch immer zu verurteilen sondern die entsprechenden Erfahrungen, die Erkenntnisse daraus festzuhalten.

00:13:36: Sie in die jetzt neu entstehenden Entscheidungsprozesse zu integrieren und diese Entscheidung dann auch loslassen zu können.

00:13:43: Und vor allem nicht als Beleg zunehmen das etwas grundsätzlich nie wieder passieren kann.

00:13:49: Teutäu-Teutäuch durfte danach weitere unternehmerische Erfahrung sammeln und die deutlich erfolgreicher und deutlich positiver ausgegangen sind.

00:13:58: wenn ich damals Entscheidungen, die diese vermeintliche als belegt genommen hätte.

00:14:02: Dass ich ein schlechter Unternehmer bin und dass sich ein schlechtes Urteilsvermögen habe dann hätte ich viele Dinge inklusive das ich hier jetzt sitzen darf und diesen Podcast mit dir mit euch machen darf.

00:14:14: dazu wäre es nie gekommen.

00:14:15: deshalb bitte nehmt solche vermeintlichen fehlentscheidung nicht als Beleg, dass ihr inkompetent seid, dass Ihr bestimmte Dinge nicht könnt sondern nehmts dieses als Lernerfahrung ordnet sie richtig ein und dann das Ganze in einen neuen Kontext zu übertragen.

00:14:32: Aber es gibt auch eine zweite Kategorie, die ist ganz anders gelagert!

00:14:36: Denn manchmal war das Problem nicht dass uns Informationen, Reife, Erfahrung was auch immer gefehlt hat sondern manchmal hatten wir bestimmte Informationen schon Und das müssen nicht nur faktische Informationen, sondern auch sensorische Informationen sein.

00:14:53: aber wir haben sie ignoriert Wir haben sie aktiv überhört einfach nicht in unsere Entscheidung mit einbezogen.

00:15:01: Und das ist etwas... Da hadere ich auch im Nachgang eigentlich mehr damit, weil das sind finde ich die Entscheidungen wo man sagen kann.

00:15:09: Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen und dann wirklich auch müssen, weil man es schon besser wusste aber man hat es nicht zugelassen.

00:15:16: Und lass uns hier mal ein bisschen tiefer reingehen denn das ist etwas was uns auch immer wieder begegnen kann.

00:15:22: und hier ein bisschen feinfühliger und besser in der Interpretation zu werden kann dazu führen dass man eben in die Zukunft gerichtet auch deutlich bessere Entscheidungen treffen kann.

00:15:33: Was sind die Kennzeichen von dieser Kategorie?

00:15:37: Es sind so Dinge wie, dass man auch oft Dinge, die man vielleicht gar nicht so sehr in Worte fassen kann aber das man immer ein wiederkehrendes und ungutes Gefühl hat.

00:15:46: Dass man wenn man darüber nachdenkt vielleicht sogar auch die Entscheidung trifft eine Anspannung in sich spürt.

00:15:52: Vielleicht Widersprüche, vielleicht irgendwo ne kleine Stimme die einem auch Gegenargumente liefert Und auch, dass man sich die Entscheidung, dass sie nicht einfach fluppt.

00:16:02: Dass sie nicht aus allen Poren schwappt sondern... ...dass man sich diese Entscheidung immer wieder schönreden muss.

00:16:09: Sich immer wieder die Argumente, die dafür sprechen.

00:16:12: Auch selbst sagen muss.

00:16:14: Sie aufschreiben muss und anderen Leuten sagen muss.

00:16:16: also man muss sich immer wieder es selbst irgendwie verargumentieren.

00:16:21: Diese Argumnte kommen aus dem Kopf, sie kommen aus den Umfelds.

00:16:24: Sie kommen aus der Ratio, aus dem Verstand.

00:16:27: aber der Körper irgendwo die Intuition, und die werden wir jetzt gleich etwas genauer definieren.

00:16:33: Die meldet in irgendeiner Form Widerstand Und man redet sich oder ich zumindest und ich beobachte es auch bei vielen Menschen, die darüber auch reflektieren.

00:16:44: Dass man dann sagt okay man darf jetzt nicht zu emotional reagieren.

00:16:48: auf dem Papier sehen die Dinge doch perfekt aus.

00:16:51: alle anderen halten's doch auch für eine gute Idee.

00:16:53: also gibt so typische Formulierung die sich dann einschleichen an denen man sich fest klammert um dieses Gefühl entsprechend zu überdecken.

00:17:03: Oder so eine Chance kriege ich vielleicht nie wieder.

00:17:06: Das ist auch so ein Klassiker, der sich hier einschleicht.

00:17:10: Und ich sollte doch dankbar dafür sein, dass ich dieses oder jenes jetzt machen

00:17:14: darf.".

00:17:16: Solche Entscheidungen fühlen sich nicht nur schwierig an... Entscheidungen dürfen sich schwierig anfühlen!

00:17:21: Nicht alles liegt immer glasklauft der Hand aber sie fühlen in irgendeiner Form unstimmig an und statt diese Unstimmigkeit zu untersuchen, ja auch mal Raum zu geben, sich zurückzuziehen und da reinzufühlen Sammeln wir häufig Argumente dagegen, um uns zu beweisen dass diese Unstimmigkeit falsch ist.

00:17:41: Dass die nicht sie nicht sein darf und Wir führen dann keine offene Bewertung keine ehrliche Bewertungen einer Situation mehr sondern wir fühlen eher sowas wie so ein inneren Gerichtsprozess in dem das Urteil eigentlich längs fest steht was wir uns über die Argumnte zurechtgelegt haben Und suchen eigentlich nur noch Dinge Die diese Zweifel zum Schweigen bringen.

00:18:04: Und da kann ich tatsächlich einige Situationen in meinem Leben auch einführen.

00:18:10: Und eine davon war tatsächlich meine erste Ehe, jetzt kann man sagen wie bescheuert ist dieser Typ?

00:18:15: Die ganze Beziehung dauerte damals so um sieben acht Jahre oder sowas Und tatsächlich war es so, dass die Ehe dann gescheitert ist an einem Punkt.

00:18:27: Wenn man das sich anguckt wo's auch darum ging ob vielleicht gemeinsame Kinder ein Thema sind und das war für uns beide dann ohne dass wir das so ausgesprochen haben wahrscheinlich der letzte Punkt wo wir gesagt haben über diese Schwelle wollen wir das nicht hinführen.

00:18:43: wenn ich jetzt aber auch wie gesagt mit der Erfahrung von weiteren von weiteren Jahren.

00:18:51: Aber dennoch kann ich schon sehr, sehr früh in dieser Beziehung sagen, dass sich da ganz klar die Intuition gemeldet hat und Wahnsignale gegeben

00:18:59: hat.".

00:19:00: Ich möchte jetzt nicht zu tief reingehen auch um dann nicht so viele Interner, die im Zweifel meine Ex-Frau und ich eine Öffentlichkeit haben möchte.

00:19:08: aber das waren Dinge, die sich gemeldete haben und warum habe ich sie ignoriert?

00:19:13: Das kann ich ganz klar auch öffentlich sagen!

00:19:17: Ich hatte einen ganz klaren Plan vom Leben.

00:19:18: Ich wollte im Beruf schnell weiterkommen.

00:19:20: Ich hatte einen klaren Plan, dass man schnell und früh in einer stabilen Beziehung sein soll.

00:19:26: das Thema heiraten war für mich auch schnell auf der Agenda.

00:19:29: ich wollte jemand sein der früh heiratet also da hat Identität am Glaubenssätze.

00:19:34: dann hat ein Lebensplan reingespielt und das waren alles Argumente wo ich gesagt habe ja mit diesem plan möchte ich weiter verfolgen.

00:19:43: Wie gesagt, damals war mir das nicht so klar.

00:19:45: Sonst hätte ich es auch nicht gemacht.

00:19:47: Aber in der Rückschau war klar, dass meine Intuition an vielen Stellen Wahnsignal gegeben hat und ein Haltstoppschild gegeben hat.

00:19:55: Meine Argumente, mein Plan auch ein bisschen... Ich habe damals sehr viel gearbeitet, war eine Unternehmensberatung, sehr viel unterwegs, viel auf Reisen.

00:20:03: Hab mir einfach die Dinge schön geredet, dass das Ganze vielleicht besser wird wenn man mal zur Ruhe kommt, wenn man weniger arbeitet

00:20:09: etc.,

00:20:10: aber wir haben alle für Weisheit in uns.

00:20:13: Diese Intuition wird ja von vielen Menschen belächelt, aber auch da gibt es spannende Forschung mittlerweile dazu dass diese Intuition so etwas wie unsere verdichtete Weisheit ist.

00:20:26: Die Intuition erkennt Muster, wo der rationale Geist sie vielleicht noch nicht kennt.

00:20:32: Sie nimmt Spannungen, Gefühle, Tendenzen etc.

00:20:35: war also diese Intuition das Bauchgefühl?

00:20:38: zumindest seitdem ich das weiß und danach lebe lebe ich deutlich besser und treffe weniger.

00:20:43: Fehlentscheidung ist etwas auch wenn man es nicht auf den Punkt bringen kann auch wenn's manchmal schwer ist anderen Menschen zu erklären ist etwas was man auf jeden Fall sehr ernst nehmen darf.

00:20:54: Das Schmerzhafte an dieser Kategorie, wie ich finde es nicht nur das Ergebnis.

00:20:58: natürlich ist es schmerzhaft wenn eine langjährige Beziehung endet und eine Ehe in die Brüche geht.

00:21:03: aber dass eigentlich Schmerzafte finde ich an dieser kategorie und Es ist nicht nur in solchen großen sondern Ich habe das teilweise bei Personalentscheidungen auch erlebt So, ich musste eine Stelle besetzen einfach weil viel Arbeit da war und dann sitzt jemand da wo man sagt der könnte es wahrscheinlich.

00:21:21: Und trotzdem ich hatte im Bauchgefühl Störfaktoren einfach weil ich auch schon wahnsinnig viele Bewerbungsgespräche geführt habe in meinem Leben und dann ist trotzdem die Hoffnung da dass man sagt vielleicht mit einer guten Einarbeitung oder hier da das sind die Argumente Der Wunsch oder der Druck, dass man die Arbeit abgeben möchte.

00:21:40: Das sind aber rationale Faktoren und immer wenn das Bauchgefühl sich vorab schon gemeldet hatte dann wusste ich zu einem späteren Zeitpunkt oder hat sich es auch befürwortet oder belegt, dass das Ganze nicht gepasst hat.

00:21:54: Und wie gesagt, das Schmerzhafte ist nicht nur dass das Ergebnis nicht eingetreten ist und es eigentlich schmerzhaft ist, dass man es schon damals wusste.

00:22:03: Und dieser Kategorie würde ich persönlich ganz eindeutig den Stempel Fehlentscheidung geben weil im Unterschied zu ersten Kategorien weiß nichts was man erst im Nachhinein sieht sondern man hatte schon dieses Signal diese Unstimmigkeit dass da irgendwas nicht passt.

00:22:22: Das heißt Waren hier nicht fehlende Informationen?

00:22:26: sondern das Problem war, dass die Information in einer Form, in einem Mediumvorlag, der man nicht ausreichend vertraut.

00:22:37: Weil es vielleicht nicht auf eine PowerPoint-Präsentation passt, sondern eher ein Gefühl ist und das beobachte ich eben bei vielen Menschen, die gerade sehr rational ticken, sehr analytisch ticken.

00:22:46: Dass man allen externen Argumenten, die sehr stark gewichtet und das Gefühl sehr stark untergewichtet sich an diesem Gefühl zu orientieren und dann auch gegebenenfalls weitreichende Entscheidungen, die die Lebensplanung, die Jobplanung etc.

00:23:02: betrifft zu fällen erfordert natürlich unendlich viel mehr Mut als wenn man klare Fakten hat Wenn es objektive Kriterien gibt Und das sieht man auch, wenn man jetzt mal zum Beispiel in den Kontext von verschiedenen Unternehmenskonzepten guckt.

00:23:19: Inhaber geführte Unternehmen sind häufig sehr viel innovativer, sehr viel schneller und sehr viel agiler weil der die Gründer je nachdem wie das Management aufgestellt ist Häufig auch nach dem Bauch entscheidet und entscheiden kann, weil er niemandem anderen Rechenschaft schuldig ist.

00:23:35: In Großkonzernen wo ein hoch bezahlter Vorstand viele Köpfe im Vorstand große Entscheidungen dem Aufsichtsrat den Aktionären, den Mitarbeitenden belegen und argumentieren müssen die würden nicht durchkommen wenn sie sagen mein Bauch sagt mir dass wir in diese Richtung gehen sollten diese neue Produktlinie aufbauen sollten.

00:23:54: das reicht eben in diesem Kontext.

00:23:56: Und das heißt nicht, dass man Schnellschüsse in jeder Form ständig tun muss.

00:24:02: Aber ich möchte nur sagen dieses Bauchgefühl ist eine viel größere Instanz, eine viel wichtigere Quelle als wir es uns typischerweise zugestehen.

00:24:11: auch Kaufentscheidungen.

00:24:13: Es gibt Menschen die sind konsumieren gerne kaufen gerne einige auch schon kaufsüchtig.

00:24:19: Wir wissen aus der Kaufpsychologie sehr genau wie solche Entscheidungen entstehen.

00:24:23: Im ersten Schritt wird ein Entscheidung emotional getroffen.

00:24:27: Und die ganzen Argumente.

00:24:29: nehmen wir zum Beispiel ein Auto.

00:24:30: Es gibt natürlich eine kleine Anzahl von wirklich technischen Liebhabern, die schnelle Autos nehmen wir in Ferrari oder Lamborghini oder was auch immer, die da voll im Detail sind und wegen der technischen Exzellenz so einem Produkt kaufen.

00:24:44: aber viele andere kaufen es aus der Emotion raus weil sie einen Ferrari fahren wollen, weil sie damit etwas der Welt demonstrieren und beweisen wollen und sich selbst beweisen wollten.

00:24:54: Das heißt ihre Identität wird darüber gestützt.

00:24:58: Und die ganzen Argumente wie viel PS, welches Leder, welcher Lack

00:25:02: etc.,

00:25:03: das sind alles Argumete, die man im Nachhinein nutzt um sich diese Kaufentscheidung zu rationalisieren.

00:25:09: aber Schritt eins war immer die Emotion und dass es in vielen anderen Bereichen auch so.

00:25:14: und deshalb wenn's jetzt um Lebensentscheiden geht lasst uns nicht den Fehler machen denen viele bei Kaufentschreitungen treffen zum Beispiel eben diese Bauchentscheidung entsprechend ignoriert und dann über Argumente, die da drauf legt um in eine andere Richtung zu gehen.

00:25:34: Klingt das vielleicht sehr, fast schon romantisch.

00:25:37: Dass man alles aus dem Bauch entscheiden sollte.

00:25:39: und hier möchte ich ein ganz klares Aber definieren.

00:25:42: Denn nicht jedes Gefühl oder auch nicht jedes schlechte Gefühl oder gute Gefühl ist gleichzeitig Intuition.

00:25:49: Es gibt auch andere Gefühle und das macht es natürlich so komplex.

00:25:52: aber da geht es eben darum sich besser selbst kennenzulernen und die verschiedenen Abstufungen der Gefühler auch kennen zu lernen.

00:26:01: Ein ungutes Gefühl kann entweder der echte Intuition sein, ja es kann aber auch Angst sein.

00:26:06: Es kann Unsicherheit sein!

00:26:07: Es kann Stress ein!

00:26:08: Es können vielleicht Dinge die aus früheren Verletzungen resultieren?

00:26:13: Es kann sein dass sich die Komfortzone meldet und sagt hier Schluss, aber keinen Schritt weiter... Es kann auch Müdigkeit sein.

00:26:21: bei mir war's zum Beispiel so als ich meine Firma gegründet hab habe ich nie mehr als zwei Stunden geschlafen zu der Zeit.

00:26:27: natürlich treffe ich da andere Entscheidungen als wenn ich super ausgeschlafen bin.

00:26:33: Die bessere Entscheidungsregel heißt also nicht Folge jedem Gefühl, sondern wie ich finde die bessere Regel lautet ignoriere kein widerkehrendes Gefühl ohne es... vorher ernsthafte Untersuch zu haben.

00:26:47: Denn die Intuition, wie gesagt ist verdichtete Erfahrung und das Erkennen von Mustern.

00:26:53: Es ist eine höhere Intelligenz sozusagen, die vielleicht nicht immer in Worte gepackt werden kann.

00:27:00: Es sind häufig subtile Widersprüche, die man merkt bei Menschen den Tonfall des Verhalten bestimmte Dynamiken.

00:27:07: Man merkt auch wenn eigene Werte möglicherweise verletzt werden.

00:27:12: Viele Menschen können ihre eigenen Werte gar nicht sehr kommunizieren oder artikulieren, aber man hat sie irgendwo abgespeichert.

00:27:19: Das heißt wenn diese in irgendeiner Form in Gefahr sind auch das meldet sich häufig in der Intuition.

00:27:26: D.h.,

00:27:26: der rationale Verstand kann man sagen, der ist so jemand wie ein TÜV-Prüfer, der so einen ganz ausführlichen Bericht schreibt.

00:27:33: Aber die Intuition, dies leiser, dies vielleicht jemanden, der einem hier hinten ins Ohr reinen kleinen Impuls gibt etwas reinflüstern oder sowas und... Es gab eine legendäre Rede von Steve Jobs.

00:27:45: Er hat viele Reden gehalten, aber eine die ich mir sehr zu Herzen genommen habe.

00:27:49: er sagte sowas in die Richtung lasst den äußeren Lärm Die Medien die erwartung von anderen etc.

00:27:56: nie so laut werden dass sie deine innere stimme überlagern Denn sie ist leise und man kann ein Leben führen, wo man diese innere Stimme fast überhört oder denkt dass sie gar nicht mehr da ist.

00:28:08: Denn man braucht etwas Ruhe!

00:28:10: Und in den heutigen Zeiten haben Menschen wenig Ruhe.

00:28:14: Das Standardargument ist keine Zeit, de facto braucht man aber nicht viel Zeit.

00:28:18: Aber es kann mal einfach hinsetzen sein ohne das Handy oder den Fernseher oder einen Podcast laufen zu lassen.

00:28:24: Es kann mal ein Spaziergang im Wald sein, wo vor wichtigen Entscheidungen in sich rein fühlt und sagt, was ist da eigentlich für ein Gefühl?

00:28:34: Das heißt Angst oder ... Komfortzone, die sich meldet und schützen will

00:28:38: etc.,

00:28:39: das sind typischerweise laute Signale.

00:28:41: Das sind dramatisierende Signale, das sind katastrophisierenden Signale Und sie werden typischer Weise auch etwas leiser wenn man gute Argumente hat und deshalb Sind Sie auch häufig leichter erkennbar?

00:28:57: Die Intuition und die intuitive Unstimmigkeit, die reagiert anders.

00:29:01: Deshalb kann man diese beiden Quellen auch gut auseinanderhalten leiser und sie kehrt trotz guter Argumente immer wieder zurück.

00:29:11: Es ist deutlich schwerer die eigene Intuition, diese Weisheit ruhigzustellen als die eigenen Ängste und vor allem sie bleibt auch bestehen wenn man weniger gestresst ist etc.

00:29:22: im Gegenteil dann läuft sie erst zur Hochform auf Und es gibt keine perfekte Trendlinie hier zwischen diesen Dingen und Gefühle können sich auch vermischen.

00:29:32: Sonst, wenn das alles so einfach wäre dann wären Entscheidungen treffen auch einfach.

00:29:36: aber es hilft eben die Rahmenbedingung etwas besser zu stellen.

00:29:42: Das heißt eine Entscheidung muss nicht sofort getroffen werden mal in der Nacht drüber schlafen.

00:29:47: Auch wir wissen dass im Schlaf im Remschlaf neue Informationen verknüpft werden Neue Perspektiven entstehen.

00:29:53: Wir alle kennen das Wenn wir haben und vielleicht nicht auf die Lösung abends kommen, man schläft drüber und morgens beim Zähne putzen.

00:30:01: Unter der Dusche in irgendeinem völlig banalen Kontext kommt auf einmal die Lösung!

00:30:05: Und diesen mechanismus, diesen physiologischen Mechanismus dürfen wir auch nutzen wenn es um Entscheidungen geht?

00:30:11: Ja es hat eine gewisse Attraktivität dass Menschen sofort gute Entscheidungen treffen können aber bei den großen Dingen dürfen wir uns auch Zeit lassen.

00:30:21: Das heißt, wenn ich das mal zusammenfassen darf.

00:30:23: Ich würde nicht sagen dass Intuition immer das finale Urteil fällen soll aber es sollte als Zeugin auf jeden Fall gehört werden und das beobachte ich, dass Menschen eben diese Zeuginnen oft gar nicht mehr anhören sondern vom Staatsanwalt von wem auch immer um in diesem Bild zu bleiben die Argumente sammeln Und dann klar sind das ist das richtige urteil.

00:30:46: Also bis hierhin, wir haben diese zwei Kategorien.

00:30:49: Kategorie eins ist man wusste es damals einfach nicht besser wenn man sich empathisch da reinversetzt und dann zu dem Ergebnis kommt okay Ich wusste es einfach nicht besser, das war die richtige Entscheidung.

00:31:01: Keine Fehlentscheidung!

00:31:03: Wenn man aber weiß, man hat damals wirklich schon diese Signale gefühlt würde ich sagen fehlentsscheidungen.

00:31:09: auch hier ist nicht die Logik daraus sich dafür das ganze Leben lang zu verurteilen oder zu kritisieren sondern für zukünftige Entscheidungen eben zu lernen wie man in diesem Mechanismus diesen Kanal dieser Zeugin tatsächlich anhören kann.

00:31:23: und hierfür möchte ich zum Schluss vier Fragen vorschlagen Entscheidungen nutzen darf und auch in der Wiederbewertung, in der Neubewertung der eigenen Vergangenheit.

00:31:34: Denn die Identität von Menschen basiert oft auf den Bewertungen ihrer vergangenen Entscheidungen.

00:31:43: Und hier zu einer gewissen Neubewertung zu kommen kann echte Knoten auflösen, kann Selbstverurteilung auflösend, kann Charme eliminieren indem man sagt okay das war gar kein Fehler mit weitreichenden Konsequenzen.

00:31:56: Ich kenne wirklich Menschen, die durch einen Fehler jetzt gerade im Kontext, dass man mal versucht hat eine eigene Firma zu gründen das nicht gelungen ist und sagt Das ist einfach nichts für mich ich bin kein guter Unternehmer und sind jetzt wieder seit zehn fünfzehn zwanzig Jahren in einem Angestellten Kontext, der sie aber auch nicht glücklich macht.

00:32:15: Und jetzt muss nicht jeder Unternehmer Unternehmerin werden.

00:32:19: ich will das gar nicht bewerten.

00:32:20: Ich beobachte nur in manchen Biografien dass aufgrund einer Fehlbewertung eine Entscheidung Richtung eingeschlagen werden die vielleicht gar nicht die richtigen sind.

00:32:30: also was kann man hier machen?

00:32:32: welche Fragen kann man sich stellen um hier vielleicht zu einer Neubewertung zu kommen?

00:32:36: Das erste ist Tatsächlich Frage eins und hier geht es wieder um diese Empathie für das frühere ich.

00:32:43: Was wusste ich damals tatsächlich?

00:32:45: Wirklich, also nicht.

00:32:47: was weiß ich heute?

00:32:48: Und das ist für viele gar nicht so einfach dass zu trennen.

00:32:50: da lohnt sich auf ein zeitstrahl mal zu schreiben wann habe Ich welche neuen Informationen bekommen?

00:32:55: das heißt welche Fakten lagen Damals vor?

00:32:58: Welche Informationen waren realistisch zugänglich?

00:33:00: Was konnte ich auch noch gar nicht wissen.

00:33:02: So, das wirklich mal glasklar hinzuschreiben.

00:33:05: und dann ist wie gesagt meine Empfehlung dein früheres Ich Nicht nach heutigen Maßstab zu bewerten denn es einfach unfair.

00:33:14: Das ist unfair macht keinen Sinn.

00:33:16: man kann das natürlich tun aber dass Ist fast eine Garantie in eine chronische Unzufriedenheit, in eine kronische Selbstverurteilung.

00:33:24: Die unnötig Energie kostet und die unnütig Unzufrien

00:33:29: macht.".

00:33:30: Und wenn man das jetzt in Frage eins klar hat, welche Informationen waren da?

00:33:33: War die Entscheidung auf Basis der damals vorliegenden Informationen nachvollziehbar?

00:33:40: Würdest du heute mit dem damaligen Wissenstand wieder so entscheiden?

00:33:44: Und wenn man auch hier ja sagt, man hat gut abgewogen.

00:33:47: Es war keine Schnellschussentscheidung es waren nicht naiv oder irgendetwas Dann hat man hier ein Häkchen und sagt okay das war keine fehlentschaltung für die muss ich mich nicht kritisieren.

00:33:59: So, Frage drei aber und das ist eine Zusammenfassung jetzt von all dem was wir besprochen haben.

00:34:04: Gab es ein konkretes Wahnsignal?

00:34:06: Gab es Widersprüche?

00:34:07: Gabs Grenzüberschreitungen?

00:34:09: Gab's in irgendeiner Form etwas was man sich immer wieder durch Argumente schönreden musste?

00:34:14: Musste man das ständig erklären?

00:34:17: Und hier ist auch klar nur diese Nervosität vor etwas neuem oder sowas Diese Hemmung in neue Gefilde aufzubrechen dass noch keine Intuition die dagegen spricht.

00:34:27: Das kann wie gesagt Angst kann Komfortzone etc.

00:34:30: sein, aber so ein wiederkehrendes Muster was vielleicht sogar nach der Entscheidung auch noch da war wo man immer noch nicht ganz klar ist ob das richtig war?

00:34:37: Das ist diese Qualität von Intuitionen die wir suchen.

00:34:42: und Wenn dieses Signal da war, wie ist man damit umgegangen?

00:34:47: Hat man es untersucht, hat man ihm Raum gegeben.

00:34:49: Hat man die Zeugin vorgeladen, sich das Ganze anzuhören?

00:34:53: oder ist man einfach mit Tempo, Argumenten und Lebensplanungsvorstellungen so wie ich damals gemacht hatte drübergerastet?

00:35:04: Und wenn Frage eins und zwei ein klares Jahr ergeben, dann ist es vermutlich Kategorie eins von dem was wir besprochen haben.

00:35:14: Da würde ich vorschlagen einfach die Erfahrung mitnehmen und die Selbstvorwürfe diese negative Beurteilung loslassen und sich vergeben.

00:35:23: Wenn bei Frage drei und vier ein Jahr kommt, Hätte man es besser wissen müssen, dann war es eine Fehlentscheidung.

00:35:32: Aber auch für die muss man sich nicht sein ganzes Leben lang bewerten sondern das Muster erkennen und auch hier lernen und für zukünftige Entscheidungen da besser werden.

00:35:42: Das habe ich mir ganz dick hinter meine Ohren geschrieben, das heißt wenn es jetzt um große Entscheidungen aber auch mittelgroße und kleine geht.

00:35:49: Ich hab natürlich den Luxus dass ich in einem beruflichen Kontext bin selbstständig, habe eine eigene Unternehmung, ich bin niemandem, ich habe kein Investor an den Bord, ich Bin Niemandem irgendetwas, eine Form von Rechenschaft schuldigt, das heisst da kann ich sehr frei entscheiden.

00:36:02: Aber ich würde sagen oder nicht aber sondern und Dass sich dadurch, dass ich den Mut mittlerweile aufbringe dieses Bauchgefühl als die wichtigste Zeugen und das Wichtigste, viel wichtiger als Argumente die ich mir so zurechtlegen kann sind meine Entscheidungen deutlich besser geworden.

00:36:20: Und wie bewerte ich?

00:36:22: das heißt nicht dass ich keine Fehlentscheidung mehr treffe überhaupt nicht.

00:36:25: beziehungsweise jetzt kommt etwas was vielleicht für manche nur eine Nomenklatur eine sprachliche Unterscheidungen ist.

00:36:32: Ich finde es aber eine ganz entscheidende wenn man es schafft sozusagen diese zum einen in Kategorie eins zu sagen, damals mit den vorliegenden Informationen war es die richtige Entscheidung.

00:36:45: und auf der anderen Seite sagt ich habe mein Bauchgefühl entsprechend gehört wahrgenommen und mich nicht dagegen entschieden.

00:36:53: Dann sind ab diesem Moment quasi keine Fehlentscheidungen mehr möglich denn eine FehlEntscheidung ist es nur wenn man eine der beiden Logiken oder vielleicht beide ignoriert hat.

00:37:05: Kommen wir wieder zum Anfang.

00:37:06: Eine Fehlentscheidung ist nicht dadurch charakterisiert, dass sich das Ergebnis anders herausgestellt hat als man es eigentlich wollte.

00:37:14: So eine FehlEntscheidung ist.

00:37:16: wenn man es zum Zeitpunkt der Entscheidung hätte besser machen können und wenn man diese vier Fragen für sich klärt ehrlich beantwortet dann wird man ab diesem Zeitpunkt so gut wie keine Fehl Entscheidungen mehr treffen.

00:37:29: Manche Guten Entscheidungen werden zu guten Ergebnissen führen.

00:37:33: Manche guten Entscheidungen wären zu schlechten Ergebnisen führen, aber es werden immer gute Entscheidungen sein und das halte ich für eine sehr zentrale Fähigkeit für ein gelingendes Leben für das Auf- und Ab des Lebens dass man das Vertrauen in sich selber entwickelt gute Entscheidungen treffen zu können.

00:37:51: Denn ich beobachte, dass Menschen sich gar nicht mehr vertrauen zum einen weil es immer mehr Optionen gibt aber weil sie sich auch nicht vertrauen das die richtige Entscheidung treffen und weil sie Angst vorm Ergebnis haben.

00:38:02: und das ist für mich so das wichtigste.

00:38:04: um jetzt am Ende der Episode zu kommen den wichtigsten Erkenntnis wir brauchen keine Angst vor Entscheidungen haben weil wie Sie was das Ergebnis wird können wir nur teilweise beeinflussen.

00:38:15: Was uns aber das Vertrauen in uns selbst gibt, gute Entscheidungen zu treffen ist diese zwei Kategorien zu kennen.

00:38:23: Diese vier Fragen anzuwenden und sich dann sicher zu sein dass man eine gute Entscheidung trifft.

00:38:31: Und wenn man gute Entscheidungen trifft, dann trifft man auch lieber Entscheidungen.

00:38:34: Dann trifft Man auch schneller Entscheidungen und wenn man Entscheidungen trift, dann lernt man!

00:38:39: Dann weiß man wie sich bestimmte Dinge ergeben?

00:38:42: Dann kann man auf der Basis wieder neue Bewertung vor für neue Entscheidungen treffen und so kommt man im Leben viel besser vorwärts Wenn man handelt, wenn man nicht in einer Schockstarre sitzt und sagt Ich Kann mich einfach nie entscheiden weil ich nicht weiß ob es das richtige oder das falsche ist.

00:38:57: Ab heute wissen wir, wie gute Entscheidungen zu treffen sind.

00:39:01: Und dann können wir den Ausgang besser einordnen und von da weg immer weiter nach vorne

00:39:07: gehen.".

00:39:08: Dementsprechend wird der viel über Reife gesprochen – über Weisheit.

00:39:13: Reife bedeutet für mich nicht nie wieder falsch zu entscheiden, im Sinne von dass es zu ungewünschten Ausgängen führt.

00:39:22: Weisheit bedeutet die Vergangenheit fair zu beurteilen.

00:39:25: haben wir jetzt besprochen und beim nächsten Mal klar weder die Fakten sprich das was auf dem Tisch liegt, aber auch nicht sich selbst die eigene Intuition zu überhören.

00:39:35: Wenn man diese Fähigkeit hat dann bin ich mir sehr sicher dass man die Höhen und Tiefen die Auf- und Abs des Lebens viel gütiger, viel genädiger in der Rückschau bewertet beurteilt und dementsprechend auch mit mehr Selbstvertrauen in die eigenen Entscheidungsfähigkeiten und insgesamt in die Fähigkeit ein gutes Leben zu führen führt.

00:39:56: dabei wünsche euch ganz viel Freude.

00:39:58: Ich würde mich freuen, wenn wir uns nächste Woche wieder hören.

00:40:01: Und falls euch dieser Podcast insgesamt gefällt der Auf- und Ab-Podcast.

00:40:04: Ob Solo-Episoden wie diese oder Gast-Episode dann würdet es uns wahnsinnig helfen, wenn ihr auf Spotify den Podcast abonniert.

00:40:14: Auf YouTube, wenn Ihr da guckt dem Kanal folgt!

00:40:17: Und falls ihr's noch nicht gemacht habt eine bis zu fünf Sternebewertung hinterlegt.

00:40:20: das hilft uns wirklich extrem dieses Format weiterzuentwickeln die Gäste, die ihr euch wünscht vor und insgesamt einfach gemeinsam zu wachsen.

00:40:32: Vielen, vielen Dank!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.