KitKatClub-Ikone: „Der Brief meiner Tochter verhinderte, dass ich mich umbringe.“ | A&U #159

Shownotes

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Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
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In dieser Episode spreche ich mit der ehemaligen KitKatClub-Managerin Alexandra Bahr über Freiheit, Anderssein, ihre jahrelangen Depressionen und den tiefsten Moment ihres Lebens – und wie ein Brief ihrer Tochter verhinderte, dass sie aufgab.

Es wäre uns eine große Ehre, wenn du dir dieses Gespräch anhörst.

Über Alexandra Bahr
Alexandras neues Buch „Radikal frei: Der KitKatClub als Spiegel unserer Kultur"
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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich ziehe wirklich diese Tür auf und mich trifft der Schlag.

00:00:03: Es stürzte alles über mich, die Musik, die Gerüche ... Die Menschen, die ich nicht fassen konnte, dann rannte auch noch einer vorbei, wo ich dachte ... Das war wirklich eine Überforderung.

00:00:14: Mit Glückseligkeit, mit Faszinationen... das kann doch nicht sein!

00:00:19: Ich habe aber so mit fünfzehn festgestellt dass mir durchsichtige Blusen sehr viel besser ohne BH stehen als mit BH und dass auch meine Sexualität etwas anders ist als die der meisten vor allem was Neugier, Spieltrieb aber auch Partneranzahl betrifft.

00:00:36: Da bist du in so einem sächsischen Dorf relativ schnell verschrien, ich dachte immer okay vielleicht bin ich ja wirklich abnormal.

00:00:41: Du bist ja von dem faszinierten Gast zu einer führenden Rolle in diesem Imperium geworden?

00:00:46: Ich wollte halt immer für meine Tochter das Beste und gleichzeitig mein Leben nicht verlieren.

00:00:51: Mit neunundzwanzig war ich dann also so weit dass ich mich denn eigentlich tatsächlich umbringen wollte und zwar am liebsten... Die lebensveränderndste Krise, ich blieb aber noch etliche Jahre in dieser Depression drinnen.

00:01:05: So beim dreißigsten Geburtstag kam dann der Umschwung ... Ich hab auch ganz lange nicht verstanden, dass ich eine tolle Mutter bin.

00:01:12: Bis mir aufgefallen ist es totaler Böse.

00:01:17: Hey Christorell hier und das is dein Podcast über das

00:01:19: Auf- und des Lebens!

00:01:24: Mein heutiger Gast ist Alexandra Barr.

00:01:26: Alexandra gehört seit Jahrzehnten zum Inventar des legendären und weltbekannten Kit-Kat-Clubs ist einer der berühmtesten Clubs Deutschlands in Berlin.

00:01:35: Ich selber war noch nie drin, würde wahrscheinlich auch gar nicht an der schweren Tür vorbeikommen.

00:01:41: aber umso mehr hat es mich interessiert wie jemand wie Alexandra, der wirklich die tiefsten Tiefen und höchsten Höhen in den verschiedensten Bereichen des Lebens erlebt hat persönlich aber auch Menschen eben in diesem legendären Club kennengelernt und schätzen gelernt hat wieso jemand auf die Höhen- und Tiefens des Lebens guckt.

00:02:00: Es geht sehr viel um Selbstakzeptanz, um Freiheit am Ende.

00:02:05: Wie wir uns egal was andere von uns denken selbst lieben können auch das etwas was viele Menschen ja heutzutage beschäftigt.

00:02:14: Wir sprechen auch darüber wie man.

00:02:16: Alexandra ist selbst Mutter und hatte große Herausforderungen mit dem Weg wie sie lebt eine Tochter groß zu ziehen die darunter nicht leiden sollte wie sie selbst sagt.

00:02:29: Und es ist wirklich ein richtig tiefgründige Episode geworden.

00:02:34: Nicht so sehr ums Nachtleben an sich, sondern um Werte, worum es im Leben wirklich geht und die Dinge, die das Leben wirklich ausmachen.

00:02:43: Deshalb würde ich vorschlagen selbst wenn man kein Party hängst ist Wenn man nicht mehr nachts bis morgens um fünf feiert, wenn man sich überhaupt nicht in dieser Berliner Kulturszene sieht dann würde ich trotzdem vorschlagen und gerade dann vorschlagen dass wir einsteigen Auf und ab von Alexandra.

00:03:02: Was hast du in dem Moment gefühlt, als du das erste Mal den KitKat-Club betreten hast?

00:03:08: Gefühlt habe ich alles und nichts zu dir sagen.

00:03:13: Damals gab es diese schwere Stalltür, die man aufmachen musste um überhaupt in einen Club reinzukommen.

00:03:18: Davor warst du quasi in so einer Mini-Gadarobee und Kassenbereich.

00:03:23: Erst wenn du diese Staltür selber aufgezogen hast, bist du im Kit-Kit gewesen.

00:03:28: Und ich ziehe wirklich die Tür auf und mich trifft der Schlag so.

00:03:32: Es stürzte alles auf mich ein.

00:03:35: Die Musik, die Gerüche... ...die Menschen, die vor mir standen, die ich nicht fassen konnte einfach.

00:03:43: Das Gefühl was da drin im Raum selbst natürlich auch lag.

00:03:49: Dann rannte noch einer vorbei wo ich dachte uuuuh!

00:03:52: Checkport.

00:03:53: Und genau, deswegen kann ich gar nicht so genau sagen was ich so richtig gefühlt habe weil es war zu viel.

00:03:59: also es war wirklich Überforderung mit Glückseligkeit Mit Faszinationen.

00:04:05: das kann doch nicht sein.

00:04:07: alles gemixt

00:04:09: In deinem wunderbaren Buch radikal frei über dass wir heute viel sprechen werden ist auch eine Formulierung wo du sagst ein Wort formte sich wie in Zeitloop in meinem Kopf Zuhause Ausrufezeichen.

00:04:21: Das mögen manche Menschen komisch finden, dass man in einem Nachtclub sein zu Hause findet.

00:04:26: Aber viele Menschen sind vielleicht ihr ganzes Leben auf der Suche nach einem echten Zuhause.

00:04:30: Zu Hause muss ja nicht immer die Wohnung sein, in der man gemeldet ist.

00:04:35: Was an diesem Club, der voll von fremden war hat sich für Dichner sofort nach Zuhause angefühlt.

00:04:40: Ist ja ein großes Wort!

00:04:41: Ja das stimmt.

00:04:44: Dazu braucht man ein bisschen Vorgeschichte vor mir wie es überhaupt dazu kam dass ich in dem Club gelandet bin.

00:04:49: und zwar bin ich aufgewachsen auf so sächsischen Dörfern Und habe aber so mit fünfzehn festgestellt, dass mir durchsichtige Blusen sehr viel besser ohne BH stehen als mit BH und das ich auch gerne draußen auf der Straße rumlaufen möchte.

00:05:04: Und dass meine Sexualität etwas anders ist als die der meisten vor allem was Neugier-Spieltrieb, aber auch Partneranzahl betrifft.

00:05:17: Und da bist du in so einem sächsischen Dorf relativ schnell verschrien und wirst ausgeschlossen, ausgeklammert.

00:05:23: Niemand will mehr was mit dir zu tun haben ein bisschen.

00:05:27: Ich dachte immer okay vielleicht bin ich ja wirklich abnormal.

00:05:31: In meiner Jugend suchst du deine eigene Identität dafür ist die Jugend auch so ein bisschen da.

00:05:37: Und ich dachte eine lange Zeit okay vielleicht stimmt wirklich etwas mir nicht bei mir weil alle anderen schien ja auch wirklich glücklich irgendwie... in dem zu sein, indem sie sind oder wie sie leben.

00:05:47: Aber ich weiß

00:05:47: nicht.".

00:05:49: Und dann bin ich nach Berlin und mich hat halt immer Lilo Wanners so rausgeholt.

00:05:53: Also Lilo Wanders war immer so ... Das Sinnbild für mich ist geht auch anders.

00:05:57: Die hatte damals diese sendungbare Liebe und da war ich Dauerzuschauer.

00:06:02: So!

00:06:03: Und die hat mir eben gezeigt okay es gibt ein anderes Leben Es geht anders aber ich wusste halt nie wo.

00:06:09: Da bin ich mit achtzehn nach Berlin gekommen und wusste immer noch nie wo.

00:06:13: Und dann habe ich diese Stadtmagalzine durchgeforstet.

00:06:18: Dann spannte ich einen kleinen Club, nämlich den Böse Bubenklub und mittwochs duften auf Frauen rein.

00:06:25: Das war sozusagen meine erste Begegnung überhaupt mit solchen Clubs.

00:06:29: In der gleichen Nacht wurde ich mitgenommen zum Kit-Cat.

00:06:32: Im Bösen Bubenklub habe ich schon richtig positive Erfahrungen gemacht.

00:06:35: Es war wirklich krass und schön!

00:06:38: Aber ich war die einzige Frau, also waren halt sonst nur Männer da und die waren halt alle ineinander verwoben sozusagen.

00:06:44: Und deswegen konnte ich mich da drin nicht so gut finden für ein erstes Mal irgendwo in so eine Art von Club.

00:06:53: Dann bin ich mit jemandem mitgegangen und wir sind dann ins Kit-Kit rein und ich mach halt diese Stahltür auf.

00:06:58: und da dachte ich wirklich... Du musst dir vorstellen das ist für mich Wenn du dir dein Leben lang gesagt hast, okay, du bist anders.

00:07:08: Du bist vielleicht abnormal.

00:07:09: Vielleicht bist du wirklich krank und dir darüber Gedanken gemacht hast?

00:07:12: Und dann kommst du allen an Ort wo alles quasi noch abnormaler ist als du es dir jemals in deiner Fantasie vorgestellt hast!

00:07:22: Und das ist einfach Realität.

00:07:25: Dann ist das Wort zu Hause einfach gar nicht mehr weit weg weil... Plötzlich empfindest du dich als vollkommen normal.

00:07:32: Und das war ein Gefühl, was es bei mir vorher einfach nie gegeben hat.

00:07:37: und deswegen das Wort zu Hause.

00:07:38: und ja ich bin auch immer noch da.

00:07:39: also es hat sich ja durchaus bewahrheitet!

00:07:42: Ja und Du bist ja von der faszinierten Gast zur einer führenden Rolle in diesem Imperium geworden.

00:07:50: darüber werden wir sprechen was Du auch dafür Erfahrungen gesammelt hast.

00:07:54: Es ist gute Tradition hier im Podcast, Alexandra.

00:07:57: Dass wir noch ein bisschen weiter zurückspulen.

00:07:59: und eine Frage, die ich auch dir stellen möchte, was ist denn aus deiner Sicht das früheste Ereignis in deinem Leben?

00:08:05: Das die Menschen kennen sollten um die Person zu verstehen, die du heute bist.

00:08:10: Boah, da ist aber eine schwere Frage!

00:08:13: Die hättest du mir schon mal vorher an der E-Mail schicken können, dann hätte ich mir Gedanken darüber gemacht... Jetzt muss ich erstmal checken, was es überhaupt ist Frühes sein, dass ich mich erinnere Und dann muss ich ja durchgehen, okay welch was davon muss sich jetzt hier sozusagen erzählen.

00:08:28: Boah das finde ich wirklich schwierig!

00:08:31: Muss ich ehrlich gestehen?

00:08:32: Du kannst uns ja nur deine Gedanken mal mitnehmen

00:08:35: Ja.

00:08:36: Nee, meine Gedanken gehören ja zum Glück mir!

00:08:39: Es gibt diesen Song die Gedanken sind frei.

00:08:40: kennst du den?

00:08:41: Boah dieser... vielleicht ist das ein gutes... Das ist doch ein gutes Erlebnis.

00:08:45: Das ist so eine gute Situation und zwar Schule war für mich auch immer so ein Negativspirale weil ich da natürlich auch immer verschrien war.

00:08:52: aber ich war immer ne sehr sehr gute Schülerin.

00:08:54: So Und aber so betragen Ordnung Fleiß.

00:08:58: das wurde in der ehemaligen DDR noch alles bewertet.

00:09:01: Auch als es keine DDR mehr war hatte ich immer vier fünf.

00:09:04: Aber meine normalen Noten, diese normalen Fächernoten sozusagen waren immer ein zwei bei mir.

00:09:09: Und das Krasse ist ich musste nie irgendwas dafür tun.

00:09:12: Niemals!

00:09:13: Aber ich hab mich halt immer genommen wie der letzte Raudi und habe meine Stunden damit verbracht entweder Kästchen auf meinen Blöcken auszumalen oder aus dem Fenster zu starren und zu träumern.

00:09:23: Deswegen wunderte sich jeder dass ich so gute Noten habe aber ich brauchte wirklich ... also ich musste nur halbwegs zuhören oder an mir vorbeirauschen lassen Und dann konnte ich die Prüfung schreiben ohne Probleme.

00:09:34: Dann habe ich immer aus dem Fenster geguckt und aus irgendeinem Grund hat dieses, aus einem Fenster gucken meine Lehre immer richtig gestört also so richtig gestürzt.

00:09:44: Ich weiß nicht warum.

00:09:45: Also sei doch froh dass ich nur aus dem Pzter gucke weißt du?

00:09:50: Und irgendwie hatte das noch richtig gestörte.

00:09:51: die meinte ja wir möchten jetzt dass du uns deine Gedanken erzählst.

00:09:54: und dann gab es dieses Lied wie Die Gedanken sind freie Werke an sie erraten dieses.

00:10:00: Und seitdem dieses Lied in mein Leben getreten ist, das war eben auch ein bisschen vorher in der Schule.

00:10:05: Ich weiß gar nicht ob man es in einer Grundschule lernt oder so keine Ahnung an welchem Alter man dieses Lieder lernt.

00:10:08: auf jeden Fall habe ich es dann irgendwann gelernt.

00:10:11: und jedes Mal wenn mich die Lehrer nach meinen Gedanken gefragt haben hab ich dieses Lid im Kopf gesungen.

00:10:16: So weil ich dachte du kriegst meine Gedanke mich und die gleiche Reaktion Löst du aber geradeaus, indem du mit mir sagst lass uns an deinem Gedankenteil haben.

00:10:27: Weil ich mir denke es ist immer noch so ein... Nein, meine Gedanken.

00:10:33: Die kriegt ihr nicht!

00:10:35: Dann hoffe ich, dass jetzt das letzte Mal eine Emotion deiner ehemaligen Lehrer auslösen wollte.

00:10:41: aber spannend und ich glaube es macht dich ja auch ein bisschen aus genau dieses revoluzerische Das werden wir noch lernen.

00:10:49: Wir sehen hier im Auf- und Abpodcast Und ich durfte von einem Neurowissenschaftler mal lernen, dass der Mensch im Durchschnitt fünf große Krisen in seinem Leben hat.

00:10:58: Meine erste Frage an dich, Alexandreis.

00:11:00: Wo würdest du sagen steht dein Zähler heute und welches davon war für dich die schwierigste?

00:11:07: Dann würde ich sagen, da habe ich aber mehr auf den Buckel.

00:11:09: Da müsste jetzt ab jetzt mein Leben richtig gut laufen.

00:11:13: Geil!

00:11:14: Oder du bist nicht der Durchschnitt was du in vielen Dimensionen glaube ich bestätigen würdest.

00:11:23: Richtig große Krisen.

00:11:27: Ich bin noch nicht bei fünf, würde ich sagen.

00:11:30: Das ist ja auch Definitionssache.

00:11:33: Weißt du was?

00:11:33: Ist eine richtig große Krise.

00:11:37: Du verlierst alles, landest als Obdachlose auf der Straße oder ist eine richtig grosse Krise ... Ich weiß nicht wie ich nächsten Monat meine Miete bezahlen soll.

00:11:46: Weisst du was ich meine?

00:11:47: also die Frage ist ja was sind große Krisen?

00:11:51: so?

00:11:52: deswegen ich würd mal sagen Lebensverändernde Krisen, so würde ich jetzt einfach mal groß definieren.

00:12:00: Gerne!

00:12:01: Also Krisen die mein Leben verändert haben, würd' ich sagen drei.

00:12:12: Welche davon war die Intensivste?

00:12:15: oder die lebensveränderndste, um in der Definition zu bleiben?

00:12:18: Ja.

00:12:18: Da würde ich sagen... ...die mit neunundzwanzig hatte immer ein Problem damit alt zu werden.

00:12:22: Also früher habe ich es gar keins mehr, seitdem ich alt bin.

00:12:25: Jetzt fhr richtig gut!

00:12:26: Bin ich eher wieder ein Teenager.

00:12:27: Ein

00:12:29: ganz kurzer Hinweis in eigener Sache beziehungsweise ein großes Dankeschön.

00:12:34: Mein neues Buch Das High-Energy-Prinzip ist Spiegelbesteller geworden Und das macht mich sehr, sehr demütig und dankbar.

00:12:41: Denn es zeigt wie viele Menschen sich wirklich danach sehen wieder voller Energie ihr Leben, ihr Auf und ab!

00:12:48: zu gestalten.

00:12:49: Ohne höher, schneller weiter Biohacking-Zirkus oder Selbstoptimierungswahn sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!

00:12:58: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.

00:13:04: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast Hörern genau das getan haben.

00:13:10: Und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem buch die acht Strategien zusammengefasst auf dieses wirklich ankommt, wissenschaftlich fundiert aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist.

00:13:27: Du findest das Buch überall wo es Bücher gibt.

00:13:30: den Link dazu findest du in den Show Notes vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.

00:13:38: und jetzt zurück zur Podcast Episode.

00:13:41: Der letzte Gast hier war Ildiko von Kürti.

00:13:43: Er hat das Buch alt genug geschrieben, also ihr müsstet euch mal unterhalten.

00:13:47: Definitiv!

00:13:49: Und auf jeden Fall hatte ich immer ein Problem alt zu werden und alt war für mich immer dreißig.

00:13:55: Also das war mein Alt als ich jung war so jetzt natürlich nicht mehr aber als ich jünger war dreißzig.

00:14:01: Das ging gar nicht, gar nicht in meiner Vorstellung.

00:14:04: Aber selbstso als ich schon so sechsundzwanzig war soweit weg von mir entfernt in meinem Kopf und immer nur auch mit sechsundzwanzig habe ich noch gesagt, hey dreißig geht gar nicht.

00:14:13: Und auf jeden Fall war ich da.

00:14:15: eben Mutter meiner Tochter war klein und also an meinem als ich neunundzwantig war und ich wollte halt immer so für meine Tochter das Beste und gleichzeitig mein Leben nicht verlieren.

00:14:26: und dieser diese Pole sage ich mal und alles was dazwischen floss Das hat mich wirklich in der Krise gestürzt.

00:14:35: So, das muss ich wirklich sagen und hat dann letzten Endes auch wirklich harte Depressionen an mir ausgelöst.

00:14:41: Und mit neunundzwanzig war ich dann also so weit dass ich mich eigentlich tatsächlich umbringen wollte.

00:14:47: Und zwar am liebsten in der Nacht zu meinem dreißigsten Geburtstag.

00:14:52: Dann habe ich es nicht getan... Und ich weiß gar nicht mehr, warum ich es nicht getan habe.

00:14:57: Weil das war so eine Zeit auch ... Meine Tochter war glaube ich zu vier oder fünf und sie war in einer richtigen Trotz- und Bockphase.

00:15:05: Sie war auch als die Kleine war schon immer ein Papa Kind aber eigentlich ist sie zu uns beiden sehr eng.

00:15:11: Also eigentlich gibt's keinen Unterschied.

00:15:13: Man kann nicht sagen, dass sie ein Papa kind oder Mama kind, sondern eigentlich ist die zu uns beide extrem eng.

00:15:19: Damals hatte sie irgendeine Trotzbockphase.

00:15:24: Sie konnte damals mit mir nicht so gut.

00:15:27: Und dann dachte ich wirklich, mein Kind hasst mich!

00:15:34: Weil sie so widerspenstig und so weiter war, würden jetzt auch viele sagen ist ja ganz die Mama mag sein aber von der vier-fünfjährigen so krass gespiegelt zu werden will man vielleicht trotzdem nicht.

00:15:48: Und dann dachte ich wirklich, okay, eigentlich ist mein Leben vorbei.

00:15:54: Ich war dann dozent in einer private Akademie in der Zeit oder war ... Nee, stimmt nicht!

00:16:00: Das war viel später.

00:16:02: Ich habe angefangen zu studieren.

00:16:06: Mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und hab mit den neunundzwanzig angefangen.

00:16:10: zum Studieren.

00:16:11: so war das.

00:16:12: Und danach war ich Studentin, mochte die Uni nicht.

00:16:15: Mochte die Studenten nicht.

00:16:17: Bin ich klargekommen auf der Uni?

00:16:19: Also vom Stoff her schon also wie in der Schule.

00:16:21: Vom Stoff hier klar gekommen alles was drum herum war Katastrophe.

00:16:26: Dann hatte ich eine Tochter die mich hasst.

00:16:28: Nur meine Gedanken es waren nicht so.

00:16:29: Meine Tochter hat mich nie gehasst.

00:16:30: Liebe Lilly wenn du das siehst nein nein nein ich glaub dir dass du mich nie gehast hast aber von meinem inneren Gefühl war das so.

00:16:39: und ja Dann hatte ich immer noch den Kid-Kid, da war ich natürlich immer noch am Wochenende.

00:16:45: Aber das hat dann plötzlich nicht mehr gereicht und es hatte nicht mehr diesen Stellenwert sozusagen wie noch mit achtzehn wo das der große Traum war überhaupt so was zu finden.

00:16:55: Und plötzlich war's halt eher so alter und hatte nicht mal den großen Stellungswert.

00:16:59: Und dann veränderte sich auch mein kompletter Körper.

00:17:01: also nach der Schwangerschaft wurde ich halt dick und hab's nie wieder runterbekommen und wurde halt immer noch dicker.

00:17:07: oder das heißt alles veränderte sich in dieser Zeit.

00:17:11: Und dann dachte ich, eigentlich muss ich mich umbringen.

00:17:12: Und dann, warum ich es nicht getan habe war auch wieder meine Tochter und zwar hatte er da ein Geburtstag und ich hab mit dem Vater abgesprochen, dass ich meinen Geburtstag quasi alleine verbringe.

00:17:24: Ich bin auch in eine andere Stadt gefahren, um ihn alleine zu verbringen weil ich hatte ja auch was vor.

00:17:28: So, ich wollte immer verhindern das meiner Tochter mich irgendwie findet oder irgendwie so.

00:17:32: Das stand fest, das darf nicht passieren!

00:17:34: Und da bin ich in eine andere Stadt gefahren und hatte quasi die Geschenke von den beiden, aber bei mir.

00:17:39: Aber noch eingepackt und sollte sie zu meinem Geburtstag öffnen.

00:17:42: Und das habe ich dann tatsächlich noch abgewartet.

00:17:44: also nach zero Uhr hab' ich dann die Gesenke geöffnet und war ein Brief von meiner Tochter drinne.

00:17:50: Und zwar der erste, den Sie selber geschrieben hat überhaupt so als sie war noch in der Vorschule ist, dann wäre dann im Nachm Sommer quasi in die Schule gekommen.

00:17:58: Das war der erste Brief, den sie mir selber geschrieben haben und da stand halt drinnen dass sie mich lieb hat Und daraufhin hab ich mich nicht mehr umgebracht.

00:18:05: Aber das war die lebensveränderndste Krise, ich blieb aber noch etliche Jahre in dieser Depression drin.

00:18:12: Also bis zu der Art von thirty-eight.

00:18:14: Deswegen ... Zu meinem dreißigsten Geburtstag, anscheinend ist so mein Geburtstag ein paar Jahre wichtig für mich, zu meinem dreissigsten Geburtstag kam dann der Umschwung in etwas anderes.

00:18:27: Also in wieder was Positives?

00:18:28: Genau!

00:18:30: Ich habe da viele Fragen.

00:18:32: Ich hoffe, ich kann sie mir alle merken dass eine bevor wir zu den Depressionen kommen nochmal deine Rolle als Mutter im Buch schreibst du auch darüber und sagst ich hab es mir rausgeschrieben.

00:18:41: Ich freute mich zwar als ich hörte das ich Mutter werde und gleichzeitig wuchs eine Angst in mir die ich nicht kannte.

00:18:47: Nicht nur die angst vor der Verantwortung sondern die Angst vor einem Leben das plötzlich sehr klein sein könnte.

00:18:54: Ich glaube, diese Angst kennen viele gerade die ihr Leben lieben.

00:18:58: Die vielleicht ihren Job lieben, ihren Lifestyle lieben.

00:19:01: hat sich diese Angst im Nachhinein bewahrheitet.

00:19:03: für dich?

00:19:04: Ich würde sagen teils teils also aus meiner jetzti.

00:19:08: Jetzt ist natürlich so meine Tochter ist jetzt zwanzig und jetzt ist es natürlich so dass du quasi das Ergebnis siehst was für eine wunderschöne perfekte junge starke Frau sie geworden ist.

00:19:20: Und jetzt sagst du natürlich, mein Kind war schon immer und kommst so sehr in diese Angeberei.

00:19:25: Und auch wie toll du dann als Elternteil... Also auch innerlich in deinen Gedanken stellst du dich plötzlich als richtig großartiges und tolles Elterteil da?

00:19:33: So!

00:19:34: Aber währenddessen also während sie auf diesem Weg war diese Person zu werden War es schon hart für mich manchmal das muss ich schon ehrlich zugeben irgendwie und ich glaube dass jede Elternteil das auch spürt weil Ich war ja immer die verrückte Mutter.

00:19:51: Also meine Tochter war schon immer so, dass sie meinte, Mama du bist ein bisschen verrückt und du bist etwas anders als alles was ich sonst so kenne.

00:19:59: Das war schon eine relativ frühe Erkenntnis meiner Tochter womit sie auch nicht ganz unrecht hatte.

00:20:05: Und ihr Vater wiederum ist der normalste Mensch den ich je kennengelernt habe.

00:20:11: Es gibt niemanden normaler als ihn.

00:20:13: Von daher war es vielleicht eine sehr gute Entscheidung von mir Dass ich mit ihm ein Kind bekommen habe.

00:20:20: Und was wollte ich jetzt eigentlich sagen?

00:20:22: Verdammt, jetzt habe ich den Fall.

00:20:23: Ach, warum die Angst sich bestätigt hat, genau!

00:20:27: Und auf jeden Fall hatte meine Tochter immer Probleme in der Schule.

00:20:32: In der Schule zeigte sie sich so dass sie meine Tochte ist und sie hatte immer Probleme und zwar ab der dritten Klasse weil sie quasi die Lehrer durchschaut hat und dann die Lehrer plötzlich nicht mehr ernst nehmen konnte So.

00:20:44: Und dass das natürlich einen anderen Hintergrund hat als den, den meine Tochter dachte.

00:20:47: Das ist nochmal ein anderes Story aber das wäre halt so gewesen auf jeden Fall.

00:20:53: und dann fiel meiner Tochter quasi in der Schule immer auf.

00:20:58: Und dann war ich so oft in der Schule gewesen und habe mit jedem Lehrer Deals geschlossen, damit die meiner Tochter einfach in Ruhe lassen.

00:21:06: Weil es war ähnlich wie bei mir meine Tochter brauchte eigentlich nichts dafür tun um gut in der Schule zu sein und gute Noten zu schreiben.

00:21:12: wirklich also Meine Tochter hat mich übertroffen in Faulheit So und hatten besseres noch ein besseres Abitur gemacht.

00:21:20: ja also das war wirklich glaubt nicht zu beobachten Aber faul nur, was die Schule angeht.

00:21:27: Sonst natürlich nicht!

00:21:29: Und ich war so oft in der Schule und der Vater meiner Tochter meinte immer, ja ... Du kümmerst dich dazu sehr.

00:21:37: Sie wird noch eine Hartz-IV-Empfängerin weil sie gar nichts alleine machen und Schule ist wichtig.

00:21:41: So Schule ist nicht wichtig.

00:21:43: Du kannst jede Arbeit manipulieren im Vorfeld irgendwie.

00:21:47: Also nicht nur mit du spiegst oder du machst sondern du weißt genau was die Lehrer hören will.

00:21:53: Wenn du es nicht genau weißt was die Lehrer hören willst dann fragst du in dieser Prüfung vor.

00:21:58: die es dann immer vorher gibt, irgendwer.

00:22:01: Und er gibt dir genau die Antworten was ihr hören will und lernst du genau nur die Teile um.

00:22:05: gut ist oder irgendwer so fügst noch irgendeinen Exkurs mit ein und damit hat sich Schule.

00:22:10: Schule is nicht intelligent und Schule ist nicht schwer so.

00:22:15: Meine Tochter das perfektioniert wirklich.

00:22:18: Ich könnte Geschichten erzählen was sie in der Schule gemacht hat warum sie so gute Noten hat wie sie sie gehabt hat Und meine Tochter war wirklich ein Meister darin.

00:22:30: Aber du als Mutter musst natürlich dann auch immer mal wieder in die Schule deals mit den Lehrern, hey ja sie beruhigt sich jetzt und sie ist da nicht mehr laut und sie macht das nicht mehr.

00:22:38: aber bitte lassen Sie sie einfach in Ruhe.

00:22:41: so nehmen sie sie mündlich nicht dran.

00:22:43: ärgern sie sich nicht.

00:22:45: sie wird immer mit ihnen diskutieren.

00:22:46: sie wird es immer laut sein gerecht gegenüber anderen, weil sie fand vieles in der Schule ungerecht und hat dann über Parteibe ergriffen für andere Kinder.

00:22:56: Sie selber war eigentlich oft gar nicht mitinvolviert in der Situation aber sie hatte quasi ihre Klappe nicht halten können wie es so schön heißt und hat sich immer stark gemacht für andere.

00:23:06: Und da war die Angst die das nicht durchzuhalten weil natürlich auch die Lehrer meinten ja dass ist die verrückte Mutter So.

00:23:14: und dann haben andere gesagt, ja du verwöhnt sie zu sehr.

00:23:18: Du kümmerst dich zu viel.

00:23:19: Du rennst immer in die Schule.

00:23:20: Du bist öfter der Schule als dein Kind dabei musst dein Kind lernen und so.

00:23:24: Und das gesamte Umfeld hat mir gesagt ich verwöne meine Tochter zu sehr Sie wird niemals auf eigenen Beinen stehen können.

00:23:32: Da muss man mal auch eine harte Hand zeigen und keine Ahnung was alles.

00:23:37: und Ich dachte immer und dann gucke ich immer meine Tochte an war natürlich auch verunsichert, bis sie mein erstes Kind ... Bitte irgendwie.

00:23:45: Ich hab keine Ahnung von irgendwas ja?

00:23:48: Und dann ist man halt so sehr verunsichernd.

00:23:50: und dann aber ich habe immer meine Tochter angeguckt und dachte Sie ist perfekt!

00:23:54: Und alles was zur Erziehung war für mich so Ja wo soll ich sie denn hinziehen?

00:24:00: Weißt du, so sie ist doch schon perfekt.

00:24:02: So also Ja, wie weit soll ich sie dann auseinanderziehen?

00:24:08: Wohin soll ich die

00:24:09: ziehen?".

00:24:10: Und ich hab das nie begriffen.

00:24:11: Ich habe dieses Erziehen nie verstanden!

00:24:15: Ich habe es rational und emotional einfach nicht kapiert.

00:24:18: Da bist du deswegen nie umgesetzt.

00:24:20: Es gab zwei Regeln bei uns zu Hause... ...ich weiß wo du bist und die Schule wird nicht geschwänzt.

00:24:23: So, alles mehr Regeln gab es nicht.

00:24:27: Das musste nicht aufgegessen werden,... ...das musste nicht sauber gemacht werden.... Sie konnte frei herumlaufen, wenn sie sich mit Freunden treffen wollte.

00:24:35: Trüftig!

00:24:36: Ja sobald das vorbei war ich muss erst als Mutter mit dahin irgendwie weil sie noch zu klein waren und kann sich dann beim Geburtstag lassen.

00:24:43: Sobald es vorbei war habe ich mich nie wieder mit anderen Eltern getroffen.

00:24:48: Aber diese Angst weil dein Umfeld natürlich sagt ja aber so kann das ja nicht funktionieren.

00:24:54: Das geht so nicht, das kann nicht so einfach sein.

00:24:56: Es ist sehr oft die Gedanken, die Menschen haben.

00:24:58: So es muss ja kompliziert und schwierig und Schule ist wichtig und das ist wichtig.

00:25:04: Für mich war das völlig Blödsinn.

00:25:06: aber ich habe mich immer gefragt ob ich falsch liege.

00:25:10: Es gibt halt bei Kindern immer diese Phasen.

00:25:14: Und ich hatte vorhin schon von dieser Trotzphase erzählt.

00:25:19: So eine Phase, da war sie wirklich so ein kleines Ars.

00:25:22: Also auch mir gegenüber und sie hat sowieso viel zu Hause ausgelebt was sie draußen nicht weil irgendwann war das so dass sie so höflicher wurde auch so draußen und sowas im Umgang mit Menschen usw.

00:25:34: Und Zuhause hat sie dann aber die Kerse hätte sozusagen raushängen lassen.

00:25:40: Und gleichzeitig war es aber auch so, dass ich schon verstanden habe.

00:25:42: Dass zu Hause irgendwie für sie auch Vertrauen bedeutet und dass sie deswegen diese Seiten da zeigen kann.

00:25:47: Und das eben draußen wo sie dann nett ist und vieles vielleicht auch weglächelt und dann vielleicht auch ein bisschen ruhiger wird... ...dass die da einfach vielleicht dieses Vertrauen gar nicht hat um sich so zeigen zu können.

00:25:58: Deswegen hab' ich auch das zugelassen.

00:26:01: Aber ich dachte fuck!

00:26:03: Die anderen hatten alle recht.

00:26:05: Ich hab's jetzt verkackt und hab jetzt so ein kleines Ars großgezogen.

00:26:11: Und deswegen würde ich sagen, ja die Angst hat sich teils bestätigt.

00:26:17: Entweder sie war halt so am Punkten wirklich richtig massiv da oder sie verschwand dann eigentlich wieder komplett wenn diese Phase vorbei war oder sowas.

00:26:27: Aber du siehst das Ergebnis erst, wenn Sie groß sind.

00:26:29: Das ist so das Schwierige bei Kindern.

00:26:32: Du brauchst eine Zauberkugel, die dir so einmal das Bild als Erwachsener gibt

00:26:36: Damit ihr entspannt bist

00:26:37: Genau damit man entspannt bleibt Und genau, ja.

00:26:42: Aber eher die Angst ... Ich hab auch ganz lange nicht verstanden, dass ich eine tolle Mutter bin.

00:26:47: Ich dachte, ich bin ne schlechte Mutter.

00:26:49: Das hat die Angst natürlich noch befeuert, weil bei uns waren die Rollen verdreht.

00:26:53: Also, ich habe alles Action-Reiche mit meiner Tochter gemacht.

00:26:56: Ich war mit ihr reisen.

00:26:56: Ich hab Fahrradfahren schwimmen und so weiter beigebracht.

00:26:59: Der Vater war eher so, der hat mir dir gekocht, da wurde gekuschelt, solche Sachen irgendwie.

00:27:05: Und deswegen dachte ich immer, ich bin eigentlich eine schlechte Mutter.

00:27:07: Weil ich ja nie diese Mutterrolle erfüllt habe.

00:27:11: Diese Klassische!

00:27:13: So.

00:27:14: und bis mir aufgefallen ist es totaler Blödsinn weil wir haben einfach die Rollen vertauscht so er also er hat alles gemacht was so eher in dieses mutter sein Dings fällt und Ich hab alles gemacht das Eichen dieses Vater seinen Dings Feld.

00:27:27: aber beides zusammen haben wir halt irgendwie perfekt eigentlich miteinander hingekriegt und das sieht man ja jetzt, also jetzt wo sie groß ist irgendwie.

00:27:34: Sieht man ja wie perfekt wir es dann bekommen haben.

00:27:37: von daher

00:27:38: Ich finde es interessant, viele Mütter, weil du jetzt Mutter bist im Bezieh auf das weibliche Geschlecht würden.

00:27:44: Während sie die Kinder erzogen werden sagen Sie sind ganz tolle Müttern oder auch Eltern.

00:27:48: können wir generalisieren und irgendwann realisieren sie.

00:27:51: Das ist vielleicht nicht ganz um bei dir ist genau andersherum.

00:27:53: Du sagst dass du dir immer dich gefragt hast oder dachtest du sei eine schlechte Mutter und hast dann realisiert du warst ein oder bist eine gute.

00:28:01: Kannst du dich an diesem Moment erinnern wo dieser Perspektivwechsel?

00:28:04: kamen diese Erkenntnis?

00:28:06: Ich würde sagen, in der Jugend kam dieser Perspektivwechsel.

00:28:10: Weil meine Tochter hat nie irgendwas Doofes gemacht.

00:28:14: Also andere Mütter hatten dann wirklich Probleme, dass die Kinder fingen an, Drogen auszuprobieren oder waren ... Die Schule war da nicht mehr wichtig weil plötzlich Mädels oder so wichtig waren oder Jungs hier nach dem oder irgendwas und das war bei meiner Tochter nie der Fall.

00:28:29: oder die waren dann auch plötzlich alle gegen die Eltern Und haben sozusagen in ihrer Jugend stark gegen die Eltern rebelliert.

00:28:37: Das hatte ich aber alles vorher schon mit meiner Tochter quasi im kleineren Rahmen durch, also wie diese kleine Arsphase und so was.

00:28:46: Deswegen brauchte sie das in ihrer Jugend irgendwie nicht mehr zu tun.

00:28:51: Natürlich war sie gegen mich, dieser heute noch gegen mich.

00:28:54: Der größte Kritiker bin ich mir selber gegenüber, sondern ist mittlerweile meine Tochter.

00:29:01: Und ich finde es auch normal, dass Kinder sich von ihren Eltern abgrenzen wollen.

00:29:05: Ab einem bestimmten Alter und ich find das richtig und wichtig.

00:29:10: Meine Tochter ist jetzt viel konservativer als ich je sein kann.

00:29:16: Selbst in meiner allerbesten Version bin ich nicht so konservativ wie meine Tochter.

00:29:21: So muss man halt auch mal so sagen... Und da stellte sich heraus, dass meine Tochter viel mit mir über so Sachen geredet hat.

00:29:31: Also was ist Freundschaft?

00:29:36: Was ist mit meinem Körper?

00:29:37: Wie verändert sich mein Körper?

00:29:39: und so weiter und sofort.

00:29:40: Wir hatten da schon cool ... Als sie jugendlich war und alle gegen ihre Eltern rebelliert haben, Drogen probiert haben

00:29:46: usw.,

00:29:46: ich hab auch meiner Tochter gefragt, hey, möchtest du Drogen

00:29:49: provieren?".

00:29:50: Da meinte ich bitte, wenn du es willst, komm zu mir.

00:29:52: Ich hab

00:29:53: alles da!

00:29:55: Wo's das gibt was nicht so stark verpanscht ist.

00:30:00: und wir standen auch als die Fünfzehn war mal zusammen auf dem Balkon haben wir einen Joint zusammengeraucht.

00:30:04: So, ich meinte ja dann los jetzt und seitdem war das nie wieder ein Thema.

00:30:11: Und meine Tochter hat noch nie in ihrem Leben Drogen ausprobiert.

00:30:13: Also diese trinkt ab und zu, da mein ich auch immer du Alkohol... ...ich bin nicht so'n großer Fan.

00:30:17: also ich trinke zum Beispiel gar keinen Alkuhl, so ich bin gar kein Alkofan.

00:30:20: Und wenn ich so passen bisschen auf mit Alkohol und so weiter, macht sie auch.

00:30:24: Also ich muss mir ja keine Sorgen oder irgendwas machen... ...und dann kam der Sport bei ihr!

00:30:30: exzessiv Sport getrieben, heute noch.

00:30:32: Also sie geht fünfmal die Woche ins Fitnesscenter und damals ist sie so Kart gefahren also diese kleinen Rennkarts sozusagen und das war für sie einfach immer wichtiger.

00:30:42: Dieser Sport war für Sie wirklich wichtig.

00:30:45: Ist er heute noch?

00:30:47: Und dadurch will sie quasi gar nicht ungesunde leben.

00:30:51: Meine Tochter geht zum Beispiel auch nicht unbedingt in Clubs, ganz selten.

00:30:54: Sondern wenn sie sich abends nach Bar mit ihren Freunden machen wir irgendwas zusammen Und dann geht sie halt mit der Nacht oder nach zum Zweis spätestens nach Hause, liegt in ihrem Bett und schläft.

00:31:05: Sie hat sogar mal einmal eine Instastory gemacht.

00:31:09: Da ist sie morgens um sieben von irgendwo hergekommen.

00:31:13: Es war aber Samstagnacht, ich war im Club... ...und bin an dem Tag länger im Club geblieben weil es so schön war.

00:31:18: Ich bin dann erst Mittags um elf oder sowas nach Hause gekommen.

00:31:22: Dann hat sie eine Insta-Story gemacht mit egal wie spät ich nach Hause komme meine Mutter kommt später.

00:31:29: Sehr schön!

00:31:30: Dann lass uns mal in dein Buch einsteigen.

00:31:32: Radikal frei ist ein Titel, der aus zwei Begriffen besteht.

00:31:36: Ich glaube radikal wird eher negativ konnotiert – zumindest in bestimmten Kontexten wenn wir gleich sprechen.

00:31:42: aber frei!

00:31:42: Ich glaube jeder Mensch will grundsätzlich frei sein.

00:31:44: über den Begriff möchte ich gleich auch detailliert mit dir sprechen.

00:31:48: Wenn man das aufschlägt liest man eine wie ich finde sehr besondere Widmung die ich mindestens fünf Mal nacheinander gelesen habe.

00:31:55: Ich zitiere nun einen kleinen Teil heraus, dieses Buch widme ich all denen die anders sind.

00:31:59: Den Freaks den Tag träumern, denen die Mauern einreißen wollen und denen die unbequeme Fragen stellen.

00:32:05: Das ist wie eine Liebeserklärung an die Außenseiter unserer Gesellschaft.

00:32:11: Wenn du jetzt nochmal auf das kleine Mädchen da wo du herkommst in der Nähe von Dresden zurückblickst was war?

00:32:17: So der schmerzhafteste Moment, wo du für dich realisiert hast.

00:32:21: Ja ich bin einer von dieser Gruppe den du heute dein erstes Buch widmest?

00:32:25: Ja das war tatsächlich schon sehr früh also ich hab's nur mit sieben festgestellt.

00:32:29: Also ich habe mehr mit siebem... selbst in meinem Leben ging es noch nicht um irgendeine geartete Sexualität oder irgendwas.

00:32:35: da war ich ein stinknormales Kind.

00:32:37: aber mit siemen habe ich festgestellt dass sich anders bin als alle anderen.

00:32:41: so und Es ging schon damit los dass ich grundsätzlich aus irgendeinem Grund neugieriger auf die Welt war.

00:32:49: Und zum Beispiel nicht nur in so schöne Gebiete gegangen, also du hast halt zu deinem Wohngebiet und so weiter und ich war halt relativ früh auf mich allein gestellt und konnte dann so ein bisschen die Welt entdecken.

00:32:59: So und war dann eben auch draußen alleine unterwegs.

00:33:02: Die meisten sind irgendwie immer so zu den schönen Sachen gekommen oder zu denen Sachen ... wo sie dachten, da möchten Sie mal hinkommen oder so was?

00:33:13: Oder das möchten Sie haben.

00:33:16: Selbst bei Kindern ist es ja ... ich würde fast sagen schon noch stärker ausgeprägt als Erwachsener, weil die Welt noch ganz offen ist und du noch gar nicht deine Fähigkeiten und Interessen einschätzen kannst.

00:33:29: Sondern zwischen fünf und keine Ahnung, acht oder sowas steht dir das Leben.

00:33:35: So eine kurze Phase, da steht dir der Leben wirklich offen Und ich hab mich immer schon für die anderen Sachen interessiert.

00:33:43: Ich bin schon immer dahin gegangen, wo es nicht so schön war.

00:33:46: Wo Konfetti... Nicht Konfettigraffitti an den Wänden zu sehen war oder wo Menschen so ein bisschen, ich sag's jetzt mal abgefuckter rumliefen?

00:33:55: Oder wo es vielleicht auch mehr Obdachlose gegeben hat oder so.

00:33:59: Ich habe mich unbedingt mit denen in Verbunden gefühlt oder mit denen gesprochen oder irgendwas.

00:34:03: Davor hatte ich dann doch wieder zu großem Schuss vor!

00:34:06: So ... Aber ich habe mir zumindest diese Welt auch angesehen und fand da durchaus eine Faszination darin.

00:34:15: Und deswegen würde ich sagen, ja so mit sieben Jahren stand fest okay irgendwie bin nicht anders weil immer wenn ich dann mit anderen darüber reden wollte und die auch gefragt haben was du schon mal da oder warst du schon Mal da unter uns weiter?

00:34:25: Dann meinen die alle hey nein da geht man nicht hin oder meine Mutter hat mir verboten dahin zu gehen oder was auch immer diesen Kindern ebenso erzählen und da wusste ich ok Irgendwas ist bei mir anders als bei den anderen.

00:34:39: Und die Widmung geht weiter, das finde ich spannend und bin auch gespannt was du dazu sagst.

00:34:43: für die, die zu viel fühlen.

00:34:47: Fühlst du zu viel?

00:34:49: Ja!

00:34:50: Was ist zu viel fühlen?

00:34:52: Viele Menschen sind ja eher frustriert dass sie keinen Zugriff zu ihren Emotionen haben.

00:34:56: jetzt widmerst Du einem Buch Menschen die zuviel fühlen.

00:34:59: was ist das?

00:34:59: wie fühlt sich das an?

00:35:02: Das Ding ist immer die Gefühle der anderen Wahrnehmer Also zumindest die Kerngefühle, also die momentan stärksten Gefühle in ihnen.

00:35:11: Jeder Mensch hat ja verschiedene Gefühlen in verschiedenen Situationen aber ich nehme irgendwie die von den Menschen ganz stark wahr.

00:35:18: Ich kann dir ein Beispiel sagen Achso und du weißt noch, der Agenzen muss erst Früher war das immer so dass ich das alles auf mich bezogen habe So und damit kommst du einfach nicht weiter im Leben Und mittlerweile kann ich mich ein bisschen davon abgrenzen.

00:35:30: Aber es hat so viele Jahre gedauert bis ich das überhaupt geschnallt habe Und auch jetzt passiert es mir noch.

00:35:38: Ich erzähl dir die Story dazu, ich war in der S-Bahn und sehe eine Frau ... Sie sitzt so ein Viererdinge und dahinter gab's noch mal einen Viererding.

00:35:49: Und sie sitzt quasi mit dem Gesicht zu mir in diesem Einviererdinge und ich sitze am anderen Ende des anderen Vierradings.

00:35:54: Wir hatten Abstand zueinander und ich seh sie und sie guckt mich an und ich wusste, sie ist richtig verletzt gerade.

00:36:03: Und dachte dann, und sofort ist für mich klar ich habe sie verletzt.

00:36:10: Weißt du so?

00:36:10: Also wir kennen uns nicht!

00:36:11: Es war eine unbekannte Frau in der S-Bahn.

00:36:13: Ich hab keine Zugang zu dieser Frau.

00:36:16: aber bei mir die erste Gedanke, ich nehme nur wahr Sie es verletzst... Du bist schön.

00:36:20: ...der erste Gedanker ist ich habe sich verletzte.

00:36:24: Bis mir aufwählte, dass sie dann auf ihr Handy guckte.

00:36:27: Sie guckten mich halt ab und zu an aber ich glaube gar nicht, dass die mich registriert hat.

00:36:31: Ich glaube, sie hat mich gar nicht wahrgenommen weil sie so in ihrem was auch immer eben da passiert ist in ihrer Situation einfach gefangen war.

00:36:37: Aber sie hat immer wieder zu mir geguckt.

00:36:39: mittlerweile verstehe ich okay es ist einfach nur ihre Blickrichtung gewesen.

00:36:42: So ja wir sagst uns einfach gegenüber Aber heute noch passiert es mir, dass der erste Gedanke ist.

00:36:48: Ich hab sie verletzt und dann erst ... Aha!

00:36:51: Die guckt auf ihr Handy, tippt da ganz wütend rein.

00:36:53: Also ist irgendwie dieses Gefühl, was die hat hängt mit irgendjemand anders zusammen?

00:36:59: Das habe ich so viel... also du siehst selbst heute.

00:37:01: Also ich bin fast sechsundvierzig Jahre alt.

00:37:04: Selbst heute passiert es mehr noch das sich diesen Gedanken habe, dass das der erste gedanke isst.

00:37:10: er kommt So, und jetzt stellt ihr so jemanden sowieso ausgeschlossen am Rande der Gesellschaft mit irgendwie abartiger oder perverser Sexualität.

00:37:22: Mit Mitte zwanzig vor!

00:37:23: Oder mit Anfang zwanzi.

00:37:26: Und damals konnte ich mich gar ... Ich hab alles auf mich bezogen.

00:37:30: Viele Menschen waren auch so entsetzt und verletzt darüber, weil sie das, was Sie gesagt oder getan haben, niemals mit mir in Verbindung gebracht haben.

00:37:38: Das wiederum konnte ich nicht verstehen und bin noch mehr ausgeflippt quasi.

00:37:43: Deswegen, ja, ich würd sagen, ich bin definitiv jemand der zu viel fühlt.

00:37:47: Weißt du wo das herkommt, dass du die Verantwortung für die Emotionen anderer übernimmst bis hin zu könnt ihr auch fast sagen nazistischen Zug.

00:37:54: Dass man sozusagen alles was geschieht immer mit einem selber zu tun hat?

00:37:59: Nein keine Ahnung.

00:38:02: Solange du weißt es nicht immer der Realität entspricht ist es ja auf jeden Fall Hilfreich.

00:38:10: Lass uns mal über den Kit-Kat Club ein bisschen näher sprechen, ich glaube die meisten Menschen haben davon schon einmal gehört.

00:38:16: so ging es mir, ich bin jetzt wirklich die perfekte Testperson.

00:38:19: Ich habe mit ein paar Leuten gesprochen und hab gesagt was assoziierst du mit dem Kit-Cat Club?

00:38:24: Ich wusste das ist ein Nachtclub in Berlin Aber erzähl doch mal von einem Vollprofi sozusagen wie seht ihr euch?

00:38:31: wieso die offizielle Bezeichnung dieses Clubs?

00:38:36: Ich glaube, es gibt keine offizielle Bezeichnung des Clubs außer den Clubnamen und der ist Kit-Kit-Club.

00:38:43: Ich habe es versucht zu beschreiben also deswegen habe ich auch ein Buch... Ich glaube das war einer der Gründe warum ich das Buch überhaupt geschrieben habe um selbst mal für mich zu realisieren was der Kit-Kit-Clube eigentlich ist Und ich glaube im Buch ist mir ganz gut gelungen.

00:38:56: Aber wenn du es so an einem Satz haben möchtest dann wäre wahrscheinlich Es ist ein sexpositiver Techno-ClUB in Berlin Die Beschreibung.

00:39:07: Das Problem an dieser Beschreibungen ist nur, dass sie zu oberflächlich ist weil Sex-Positive Technoclubs gibt es Massen in Berlin und dazu kommen ja noch sexpositive Veranstaltungen also die nur ab und zu mal irgendwo stattfinden.

00:39:23: Ja und damit das berlin wirklich voll so.

00:39:26: Deswegen ist es eigentlich zu obergleichlich das aufs KitKat zu beziehen Und deswegen würde ich sagen ist einfach Ein Ort, wo man für eine Nacht ne fast ideale Gesellschaft erleben kann.

00:39:39: Und zwar innerhalb eines Kunstrahmens.

00:39:45: Ja ich glaube das so.

00:39:47: jetzt hat man aber wenig Vorstellungen.

00:39:49: wenn ich das so sage So du triffst an einem Abend die ideale gesellschaft innerhalb eines kunstrahmends.

00:39:55: da hat man keine vorstellung davon dass es halt.

00:39:57: Das ist das Schade.

00:39:58: Am liebsten will ich so einen Satz sagen und in jedem Kopf müssten Bilder losgehen, aber es passiert leider nicht.

00:40:06: Dann werde die Schlange noch deutlich länger als sie sowieso schon jeden Tag jede Woche bei euch ist.

00:40:12: Ein Begriff der ... Wenn ich Menschen gefragt habe oft gekommen ist eine Art Zwinger-Club.

00:40:17: Wovon ihr auch aktiv abgrenzen möchtet?

00:40:19: Aber nicht jeder ist in Feinheiten drin.

00:40:21: deshalb... Wo endet der KitKat Club sozusagen?

00:40:25: Du hast gerade von Sex positiv gesprochen, ist glaube ich ein Begriff den man in der Szene kennt.

00:40:29: Aber eben außerhalb des Zene nicht so.

00:40:32: und wo fängt Zwingerclub an?

00:40:34: Zwingerklub ist was ganz anderes als Kit-Kit Club.

00:40:37: also es sind zwei ganz unterschiedliche Konzepte würde ich fast sagen.

00:40:42: Also ja ein Zwinger Klub ist auch sexpositiv aber ein Zwingerclub ist er... Da geht man nur hin, um Sex zu haben.

00:40:49: Das tust du im Kit-Kit nicht?

00:40:51: Du kannst zum Feiern kommen oder zum Reden kommen.

00:40:54: Du kannst am Pool sitzen und Quatschen kommen.

00:40:58: Oder zum Trinken kommen... Was auch immer dir einfällt, was du gerne in einem Club machen möchtest, kannst du ins Kit-Kit-Club.

00:41:04: Das Fingerclub ist immer ausgelegt für Sex!

00:41:09: da soll nur Sex drin stattfinden quasi.

00:41:12: Also klar, die haben auch eine Bar und du kannst auch was trinken, du kannst dich ja auch erst mal kennenlernen

00:41:15: usw.,

00:41:16: aber eigentlich ist es klar wer in das Fingerklub geht möchte Sex.

00:41:21: so Und auf dieser Grundlage basiert sozusagen alles und bei uns ist er so.

00:41:29: Das ist nicht die Grundlage sondern eher Wenn du das Bedürfnis hast sex zu haben in einem moment dann kannst du es tun.

00:41:37: Du brauchst dich quasi nicht zurückhalten wie zum Beispiel im Restaurant, ja?

00:41:41: Wenn jetzt zwei Menschen die sich irgendwie mögen und sexuell attraktiv finden im Restaurant sitzen oder geht so ein bisschen keine Ahnung.

00:41:48: man schiebt sich die Geblichheit hin und her und füßelt ein bisschen rum oder was auch immer und irgendwann kommst du zu dem Punkt da musst du dich zurückhalten weil in einem Restaurant Sex zu haben ist zumindest in den meisten Restaurants zumindest die ich kenne noch nicht möglich.

00:42:02: Und ... Im Gegenteil kannst du's einfach tun So, ich würd sagen das.

00:42:07: Aber es ist nicht die Basis, weswegen du reingehst.

00:42:12: Und Zwingerleute sind halt auch viel mehr unter sich, würde ich sagen.

00:42:17: so KitKat-Leute triffst du überall auf der Welt?

00:42:20: Egal in welcher Nationen, egal in welchen Sprache, egal im welchen Leben, ob Putz-Rob Unternehmer oder keine Ahnung alles dazwischen, alles drüber und drunter

00:42:30: usw.,

00:42:31: Du triffest auf der ganzen Welt KitKat-Leute.

00:42:34: Zwingerleute sind eher unter sich, du triffst die auch auf der Welt aber geballt.

00:42:41: Also zwinger Leute ... Dadurch dass sie ja so gerne zwingern verabreden sich dann zum Beispiel auf so Zwingereisen und sowas.

00:42:49: Und dann fliegen, da fliegt halt so ein Flieger mit keine Ahnung, dreißigvierzig Zwinglerleuten in zum Beispiel so einen FKK Hotel oder sowas?

00:42:58: Und dann buchen die das ganze Hotel Dann sind die quasi unter sich, aber in einem anderen Land.

00:43:04: Dass wir den Kit-Kit Leute vermutlich nur im kleinen Rahmen machen.

00:43:08: Also klar sind schon Freundschaften bzw.

00:43:11: Ehren Kinder und so weiter aus dem Kit-Kit Club heraus entstanden.

00:43:14: Aber die würden sich nicht so zusammenrotten, sag ich's jetzt mal.

00:43:19: Sondern da bleibt eigentlich eher jeder für sich und jeder ist froh wenn er sich irgendwo trifft also egal ob im KitKat oder irgendwo in der Welt.

00:43:26: Ich hab zum Beispiel den KitKats-Stammgeist im Hongkong auf dem Flughafen getroffen Und wir waren total glücklich uns dort zu sehen.

00:43:33: aber es ist halt ja.

00:43:34: Es ist nicht so dass sie uns so zusammen roten und das ich jetzt zu ihm sagen würde oh du bist auch hier.

00:43:38: lasst man beim nächsten Mal zusammen nach Hong Kong fliegen.

00:43:40: So ist es halt nicht

00:43:41: Verstanden.

00:43:43: Seid ihr bekannt für eine sehr strenge Tür?

00:43:46: Wie so jeder Club, der etwas auf sich hält.

00:43:48: Wir haben im Vorgespräch über das P-Eins gesprochen hier in München wo ich mit Anfang zwanzig versucht habe reinzukommen Aber es ist ein ganz anderes Konzept bei euch.

00:43:57: Und was ich in der Vorbereitung spannend fand, auf der einen Seite steht ihr extrem für Diversität, für Inklusion und für Toleranz.

00:44:05: Auf der anderen Seite kriegen – ich weiß nicht – neunzig Prozent oder mehr der Menschen an der Tür gesagt du gehörst nicht dazu!

00:44:11: Also wie kriegt ihr das moralisch etisch zusammen?

00:44:14: Dass er auf der eine Seite sehr viele Menschen ausschließt und auf der andere Seite aber sehr inklusiv

00:44:19: seid?!

00:44:20: Genau.

00:44:20: Also die Betreiberin hat irgendwann mal gesagt, wir sind ein exklusiver Club ohne wirtschaftliche Exklusivität.

00:44:30: Das heißt, die, die bei uns sind, sind exklusive Menschen aber es ist nicht an ihr Geldbeutel gekoppelt wie die meisten exkluasiven Clubs und ganz im Gegenteil je abgespacer du ausziehst, desto eher kommst Du halt hinein.

00:44:47: so Wir wollen einfach keine Normalität Club haben.

00:44:52: Normalität ist immer auch Bewertung, Urteil, Grenzen austesten und so weiter.

00:45:01: Ich will gar nicht sagen dass es das alles gar nicht im KitKat Club gibt aber eigentlich möchten wir Menschen drin haben die das nicht machen.

00:45:08: also wenn man sich zum ersten Mal oder so begegnet direkt die Schubladen aufziehen die direkt bewerten ab urteilen usw.

00:45:16: Ich sehe schon ein, dass so manche Wissenschaftler sagen ja also funktioniert ja unser menschliches Gehirn.

00:45:21: Wir können ja gar nicht anders ist muss ich ja es muss ja alles eingeordnet werden und Ja ich seh das auch ein.

00:45:26: natürlich stelle ich auch fest dass wenn sportlicher Mensch vor mir steht dieser Menschen Sportlicher Mensch ist.

00:45:31: So aber deswegen mache ich quasi noch keine Bewertung darauf Dass dieser Mensch nur aufgrund dessen dass er sportlich ist besser ist.

00:45:38: weißt du was ich meine?

00:45:40: Und genau so stelle ich fest, wenn ein übergewichtiger Mensch vor mir steht, dass dieser Mensch übergewichtig ist.

00:45:45: Aber es ist halt nur eine Feststellung und sie hat quasi gar nichts damit zu tun wie ich diesen Menschen finde oder was ich über diesen Menschen denke oder irgendwie sowas.

00:45:54: Und eigentlich möchten wir solche Menschen im Club haben.

00:45:56: Natürlich ist das auch einfach ein Schutzraum.

00:45:59: Das darf man immer nicht vergessen.

00:46:01: Und zwar ein Schutzrahmen für die Leute am Rand der Gesellschaft stehen!

00:46:06: Und das vergessen so viele... Die das vergessen, also ich verstehe nicht wie man so etwas vergessen kann.

00:46:11: Das ist so wichtig!

00:46:14: Weil du fühlst dich wenn du am Rand der Gesellschaft stehst egal durch was Es fängt ja schon an ob du eine Frau bist Selbst Frauen stehen immer noch am Rande der Gesellschaft bei uns Ob du ein queerer Mensch bist Ob du dich anders fühlste oder Wie ich einfach in die nicht zu schönen Ecken des Lebens auch mal guckst oder sowas.

00:46:38: All das macht es eben schwer, einfach mal in bestimmten oder in manchen Phasen deines Lebens mit die gesamte Zeit diese Realität einfach auszuhalten.

00:46:49: Und deswegen steigst du einmal so eine Nacht ein, hebst das was dich sowieso anders machst outfitmäßig hervor also stilisierst es vielleicht sogar zu einem Kunstprojekt oder so für die eine Nacht und gehst dann in einen Raum, wo du sicher bist, dass du nicht verurteilt, nicht bewertet

00:47:10: usw.,

00:47:11: sondern wo du Gleichgesinnte triffst.

00:47:13: Wo du andere triffest, die am Rand der Gesellschaft stehen.

00:47:15: Das mag ein anderer Rand sein!

00:47:17: Aber genau dadurch entstehen auch richtig gute Gespräche.

00:47:22: Also was habe ich schon philosophiert im KitKat?

00:47:25: Und dann ist ja Berlin.

00:47:27: Berlin gilt ja als besonders oberflächlich, weil du eigentlich keine richtigen Freundschaften in Berlin schließen kannst.

00:47:33: So sagt man und das trifft zum Teil auch zu.

00:47:37: aber Berliner haben etwas was ich so noch nie irgendwo auf der welt erlebt habe Du kannst berliner zum ersten mal treffen In ein richtig tiefes gespräch.

00:47:50: also wirklich im so Gespräch so seelen abgründe eintrauchen für mehrere stunden Tauchst wieder auf, Kontakt vergessen.

00:48:00: Das ist Berlin!

00:48:03: Und ich liebe das.

00:48:04: und die Freundschaften stehen dann aber halt... über die Jahre.

00:48:08: Und auch das liebe ich, so weil ... Ich muss nicht jede Woche mit einem Menschen ins Kino gehen um zu sagen Das ist mein Freund.

00:48:14: Wenn ich den einmal im Jahr sehe wir gehen zusammen essen tauschen uns aus und verschwinden wieder dann ist es trotzdem auch Mein freund Auch wenn ich denen den Rest des Jahres Nicht sehe weil sich vielleicht unsere leben gerade in verschiedene Richtungen entwickelt haben.

00:48:28: Und deswegen liebe ich also dafür liebe ich Berlin So und dafür und dass es halt im KitKat nochmal verstärkt Ja.

00:48:36: Und deswegen treffen sich ganz, ganz viele Leute die eher so am Rand stehen oder die vielleicht sogar in der Mitte der Gesellschaft stehen aber auch mal gerne am Rand stehen möchten und kommen deswegen die Nacht zu uns oder sowas.

00:48:51: Somit hast du eigentlich alle da!

00:48:54: Alle Menschen, die es gibt, aber du hast von diesen allen Menschen finde ich die besten

00:49:01: Und du selbst warst ja auch teilweise an der Tür, beziehungsweise hast du teilweise unterstützt etc.

00:49:06: und eure Betreiberin war auch lange an der Türe?

00:49:10: Was ist denn so neben extravagantem Outfit nochmal die Weichenfaktoren?

00:49:15: wenn ihr jemanden in Bruchteilen von Sekunden bewerten müsst oder zumindest die Passfähigkeit für euer Konzept bewerten musst welches Kriterien set geht da in euren Köpfen vor sich?

00:49:26: Man versucht halt immer herauszufinden, ob die Person wirklich in den Klub hineinpasst.

00:49:32: Also von Mindset her nicht unbedingt vom Outfits kannst du an jeder Straßenecke kaufen.

00:49:37: also ums Kit-Kit rumherum gibt es irgendwie.

00:49:39: drei Spätestie verkaufen mittlerweile Kit-Kit Outfits und deswegen ist es umso wichtiger dass du eigentlich das Mindset der Personen checkst irgendwie und ob sie sich drinnen halt so verhalten möchten würden wie du es machst.

00:49:52: grundsätzlich verraten sich Menschen relativ schnell Wenn du Menschen Kritik gibst oder Kürster provoziert mit so ungewöhnlichen Fragen, zum Beispiel kannst du ein Güttergedicht rezitieren und wenn du das machst, dann lass ich dich rein.

00:50:12: Das fand ich sehr lustig!

00:50:14: Und ich bin eher die Provokante.

00:50:16: Ich bin eher der, den du provozierst um mal zu gucken wie du reagierst.

00:50:22: Die Menschen verraten sich... Wenn dann einer vor mir steht, ja aber ich bin ja so sexy.

00:50:28: Schon verloren!

00:50:30: Ich find's ja schön dass du dich sexy findest und du kannst dich so sexy finden wie du willst.

00:50:34: Aber wenn das ja eine Antwort auf meine Provokation ist, darfst du wieder gehen oder jetzt bin ich an der Kasse und manchmal glauben die dann, die haben es geschafft.

00:50:44: Die haben es reingeschafft.

00:50:47: Vorne am Tor ist ja die erste große Kontrolle.

00:50:50: An der Tür ist noch mal so eine Mini-Kontrolle und dann landen sie quasi bei mir.

00:50:56: Da denken viele, jetzt bin ich im Kitzkei Trainer!

00:50:58: Jetzt habe ich es

00:50:59: geschafft!".

00:51:00: Und dann gehen Sie scheiße mit mir um und dürfen den Club auch direkt wieder mehr verlassen.

00:51:04: Also wer so tut als du bist ja nur die kleine Krassiererin irgendwie?

00:51:09: Mit dir muss sich einfach nicht freundlich umgehen.

00:51:11: Alles klar da ist die Tür.

00:51:13: Tschüss So.

00:51:14: oder auch wenn Menschen, es gibt so Menschen die ignorieren dann die Securities.

00:51:17: Also das verstehe ich ja gar nicht.

00:51:19: Wie kann man denn eine Ein-Security ignorieren?

00:51:22: Aber es gibt Menschen, die kommen rein stehen an der Krasse diskutieren über was auch immer irgendwie.

00:51:29: Wer bezahlt, ob sie überhaupt rein wollen und nicht rein wollen usw.

00:51:32: Und vorne aber im Eingangsbereich muss es relativ schnell gehen einfach weil sonst warten die Leute zu lange.

00:51:38: wir müssen die Leute relativ schnell und deswegen können wir quasi Diskussionen direkt vor meinem Dresen nicht zulassen.

00:51:44: so und dann fordert die Security redet damit denen und fordert ihr zu irgendwas auf und ignorieren das komplett und führen ihre Diskussion weiter.

00:51:53: Die dürfen auch direkt wiedergehen.

00:51:56: Oder auch Leute, die kommen dann rein und stehen in einer Kasse.

00:51:58: Ja aber hier sind Fotos noch okay und fangen alle sich selber zu fotografieren wo ich denke ok ja du könntest dich hier in diesem Eingangsbereich eventuell noch fotografieren Aber nicht vor mir so und noch bist du ja gar nicht drin.

00:52:10: Die müssen dann auch leider wieder gehen.

00:52:12: also Menschen verraten sich wirklich schnell und einfach.

00:52:16: Dort ist vorhin gesagt, eine Gesellschaft wenn sie so wie im KitKat Club wäre oder so Wort ungefähr wäre ne bessere Gesellschaft also eine ideale Verzeihung.

00:52:28: Was würdest du sagen?

00:52:29: sind so die Werte die eure Klienten eure Kunden eure Feierenden miteinander verbindet?

00:52:37: dass sie am Rande der Gesellschaft sind.

00:52:39: Das ist sozusagen das eine Kriterium aber auf einer Wertebase, was vereint euch?

00:52:46: Also es sind unsere Gäste und ich würde sagen erstmal die Achtsamkeit.

00:52:52: also jeder möchte achtsam mit dem anderen umgehen.

00:52:55: Es ist halt auch so, dass im KitKat hört deiner Freiheit auf wo die Grenze eines Anderen beginnt.

00:53:02: So ist es einfach so Und nur durch Achtsamkeit steht quasi so ein Umgang miteinander, wo sich jeder wohlfühlt.

00:53:09: Egal wie seine Charaktereigenschaften ist – also ob der Schüchtern ist, ob er laut ist oder ob der Wildtanz, ob der ganz ruhige in der Ecke für sich tanzt und was auch immer.

00:53:19: So ich glaube, jeder Mensch hat so einen gewissen Maß an Höflichkeit und Respekt und Achtsammkeit verdient damit man sich….

00:53:26: Zum Beispiel bin ich gestern hier durch die Münchner Straßen gelaufen und ich weiß wirklich nicht, was mit euch München los ist?

00:53:32: Aber ihr lauft ganz dicht an fremden Menschen vorbei.

00:53:35: Ich mag das gar nicht, wirklich ich krieg ... Boah, ich kriege richtig Aggressionen so.

00:53:42: aber für euch scheint es ganz normal zu sein weil auch heute irgendwie

00:53:44: bin ich... Was du voll ist überall!

00:53:46: Ja genau Aber ein bisschen mehr Platz gibt's schon, aber es ist voll bei euch.

00:53:52: Und trotzdem lauft ihr wirklich eng an euch fremden Menschen vorbei und ich kann das gar nicht nachvollziehen.

00:53:59: Ich krieg ja wirklich ein bisschen Panik oder Aggression dann so.

00:54:04: Aber es scheint eben so ein Münchner Ding irgendwie zu sein.

00:54:07: Es scheint hier irgendwie Gang-und-Gebe zu sein und während in Berlin man versucht schön Abstand voneinander zu gewinnen auf der Straße... Und jetzt hab ich schon wieder vergessen, was ich sagen wollte.

00:54:20: Was

00:54:20: die eure Gäste vereint auf einer Wertepasis?

00:54:24: Also die

00:54:25: Achtsamkeit ... Genau und diese Achtsammkeit sorgt eben auch dafür zum Beispiel dass wenn Leute schnell durch den Club müssen so Ranna oder sowas ja manchmal stehen schon Leute am Weg ganz klar aber eigentlich wird es ein bisschen Platz gemacht oder jeder einer wenn die mit dem Rücken zu ihm steht dann tippt eine an und sagt hey der Ranna kommt gerade oder so mach mal Platz solche Sachen.

00:54:44: oder wenn sich zwei anrampeln, zwei Gäste anrambeln ausversehen.

00:54:48: Auch bei uns ist es eng, auch bei uns ... Also im Klub kannst du in keinem Abstand mehr halten und sich anrempeln, ausversehlen und dann entschuldigen sich oft beide so.

00:54:57: Statt sich provoziert zu fühlen?

00:54:58: Genau.

00:54:58: Hageru zu werden oder wie auch immer.

00:55:00: Okay.

00:55:01: Dann entschuligen sich beide und ich glaube das erschafft eben einen Raum wo sich jeder Mensch ganz unabhängig von seinen Charaktereigenschaften und auch unabhängig davon wie er sich theoretisch wohlfühlen würde.

00:55:13: Die fühlen sich dann einfach wohl.

00:55:14: Und durch dieses Wohlgefühl, es geht man wiederum anders miteinander um irgendwie und dann ist es halt so dadurch dass jeder weiß das eben oft Menschen im Club sind oder viele Menschen im Klub sind die ein bisschen anders sind als die anderen Dass man diese Andersartigkeit komplett feiert.

00:55:31: So also wenn du jetzt so ein richtig geiles Outfit am Ende vielleicht noch selbst gemacht oder sowas trägst Dann wirst du richtig hart Du wirst mit Komplimenten überschüttet in KitKat was mir oft Frauen erzählen.

00:55:46: Viele Frauen haben Probleme zu uns, wenn sie übergewichtig sind.

00:55:49: So nun bin ich ja selber stark übergewichtigt.

00:55:52: Ich kann das gar nicht verstecken irgendwie.

00:55:54: Übergewicht kann man sowieso nicht versteckt.

00:55:56: Man kann nur gut damit leben oder sich selbst, also sich im Kompletten versuchen zu verstecken und deswegen haben viele Frauen die übergewrichtig sind, haben so ein bisschen Probleme zu usw.

00:56:09: Aber es gibt zum Glück... relativ viele übergewichtige Frauen, die unsere Gäste sind.

00:56:14: Und die ziehen manchmal so richtig knappe Sachen an also wo eigentlich das Übergewicht noch mal dargestellt wird.

00:56:23: Ich liebe das wirklich!

00:56:26: Und auch diese Frauen zum Beispiel bekommen dann richtig viele Komplimente.

00:56:31: Und gerade die, die zum ersten Mal kommen oder sowas.

00:56:33: oder es gibt jetzt so ein paar wenige Frauen, die meinen ja ich bin wegen deinen Videos jetzt gekommen und dann sag' ich immer hey wenn du zum ersten mal da bist, wenn du rausgehst und mich siehst bitte sag mir wie's war!

00:56:45: Und viele Frauen kommen dann zu mir und sagen, sie haben genau für das, wo Sie immer dachten, dass ist Ihre Unsicherheit.

00:56:52: Also Frauen haben ja dann immer noch mal so spezifische Unsicherheiten manchmal mit ihrem Körper.

00:56:57: Genau dafür wurden sie komplett gefeiert und genau dafür haben sie dann richtig tolle Komplimente bekommen usw.

00:57:03: Dann meinte ein Beispiel war mal da war eine Frau und ich war mir nicht ganz sicher ob ich sie reinlassen kann weil sie noch einen relativ normalen Rock getragen hat der auch etwas länger waren Und sie war eben auch so ein bisschen übergewichtig.

00:57:17: und dann war es so ein bißchen diskussierter, da meinte ich komm egal.

00:57:23: Komm geh einfach mal rein, guck dir das alles mal an usw.

00:57:26: Und sie hat glaube ich nach anderthalb Stunden den Rock-Undergaer drüber abgegeben.

00:57:30: So, weil ich denke ja dass ist KitKit!

00:57:33: Genau das ist KitKit

00:57:34: Wenn man sich vorstellt, wie das in krassem Kontrast zu den Kommentarzeilen von vielen Social-Media-Plattformen steht.

00:57:40: Wo genau das Gegenteil ungefragt bewertet wird.

00:57:44: Jetzt seid ihr ja wirklich eine Legende im Nachtleben der Kulturszene?

00:57:48: Ich glaube über dreißig Jahre seid ihr am Start... Du hast schon ein paar der Erfolgsgeheimnisse geteilt, aber ich beobachte.

00:57:54: Ich bin jetzt nicht mehr aktiv im Nachtleben, aber es gibt Clubs die werden mal zwei drei fünf Jahre gehypt und dann verschwinden sie auch wieder wie einen verblaster Stern.

00:58:03: was ist das erfolgs?

00:58:04: Geheimnis von Konzepten wie eurem dass sich das über Jahrzehnte etabliert hat?

00:58:10: Also ich glaube Küssner hat da schon irgendwie eine Struktur geschaffen, die einfach überlebensfähig ist.

00:58:15: so Weil ein schöner Club ist ein schöener Club, aber du brauchst dir trotzdem eine Buchhaltung.

00:58:21: Also Getränke müssen geliefert werden, Strom sollte vorhanden sein usw.

00:58:26: So sind ja auch alles Sachen, die einfach mit dazugehören.

00:58:30: und deswegen würde ich sagen Kirsten hat im Hintergrund eine Struktur geschaffen, die überlebensfähig ist.

00:58:36: Aber ich glaube das was wirklich geschehen ist eben diese Entwicklung mit dem Zeitgeist.

00:58:44: ... in den Kitke Club zum ersten Mal, da war ich achtzehn Jahre alt und es war total verschrien... ...in den Kitker Club zu gehen.

00:58:53: Also wenn du in den Kidker Club gegangen bist, hast du definitiv mindestens absolut pervers!

00:58:59: Und ich habe auch damals z.B.

00:59:03: Kitker Klub nicht in meinen Lebenslauf geschrieben also als ich dann schon da gearbeitet habe aber ich hab ja immer nebenbei noch irgendwas anderes gemacht sondern immer den Firmenname der halt nicht darauf schließen lässt dass das der Kitker klub ist.

00:59:16: Und man war richtig, richtig verschrien.

00:59:20: Man hat das niemand erzählt.

00:59:21: Du bist nicht einfach zu irgendjemanden, den du nicht kanntest gegangen hast und sagt, ich gehe manchmal abends im KitKat feiern oder so.

00:59:27: Heute ist es ganz anders.

00:59:29: Also heute ist es fast schick bei uns zu arbeiten wie eine Auszeichnung.

00:59:34: Wenn du ein Jahr im KitCat arbeitest, scheint es so zu sein kannst du auf deinen Neuseelern dreisehöhungen verzichten um dann wieder an andere Firmen gut aufgenommen zu werden.

00:59:46: Und mittlerweile ist es auch schick so anzugeben und zu sagen, ich war heute Nacht im KitKat.

00:59:53: Meine Tochter hat mir das gezeigt.

00:59:54: Ich habe ein Video gesehen von einem MMA-Campfer oder Boxer oder irgendwie so Kampfsport.

01:00:00: bei meiner Tochter macht ihr auch Kampbsport und auf jeden Fall so Influencer oder größere Leute in irgendeinem Sportbereich.

01:00:08: Und die meinten, ja sie verbringen heute Nacht im Kit-Kat und haben da so dieses Get Ready with Me Videos gemacht usw.

01:00:17: und sind dann zum Kit-Cat gefahren.

01:00:20: Der Clou an dem ganzen Sachen ist meine Tochter zeigt mir das Video und ich freue mich sogar erst so und denke mir naja es wäre gut wenn auch mal ein paar YouTuber zu uns kommen und vielleicht bis zum Eingang sozusagen ihre Reise mitfilmen nutzt uns ja Und am Ende des Videos siehst du einfach, dass der Club gar nicht aufhat.

01:00:41: Und jeder, der das KitKat kennt, jeder, die jemals da war sieht einfach ... Die haben es irgendwie gemacht und haben sich dann aber von einem geschlossenen Club gestellt.

01:00:53: Haben da ihr Endvideo produziert quasi und sind wieder nach Hause gefahren.

01:00:59: Spricht für die Marke!

01:01:02: Und gleichzeitig stecke ich mir auf, weil ja was passiert denn da?

01:01:07: Also es scheint jetzt schick zu sein ins Kit-Kat zu gehen und im Kit-Kit zu sein usw.

01:01:12: Das ist was das natürlich auch für uns ein bisschen schwieriger macht die richtigen Leute rauszufiltern für so eine Nacht.

01:01:19: Du hast jetzt ein paar Mal schon Kirsten angesprochen eure Betreiberin und du schreibst im Buch auch dass sie sowas wie deine Mentorin oder vielleicht sogar Ersatzmutter zeitweise war.

01:01:29: Was würdest du sagen, ist über all die Jahre und Jahrzehnte so die wichtigste Lektion, die du von ihr gelernt hast?

01:01:35: Die man in keinem Buch oder Management-Seminar oder sowas je zu hören bekommt.

01:01:42: Ich glaube was sie mir wirklich bei gibt, also neben sei du selbst egal ob das andere von dir halten, ist es glaube ich umgibt dich mit Nein sagern.

01:01:50: Das ist auch sehr lustig weil genau heute habe ich ein Video dazu ausgebracht.

01:01:54: Also aufgenommen hab ich die schon immer eher aber heute kam das wurde es veröffentlicht Und dann meint ich halt auch, ja.

01:01:59: Ich bin so ein Nein-Sager und so ein Mensch, der sagt erst mal zu allem Grundsätzlich Nö.

01:02:03: So!

01:02:04: Und kürsten wir aber tatsächlich die allererste Person in meinem Leben, die sich bewusst nicht mit Ja-Sagern umgeben hat?

01:02:15: Ansonsten habe ich eigentlich nur Personen kennengelernt, die so gerne ... die sich gerne mit Ja sagern umgehen oder denen gerne so ein bisschen honig um das Maul geschmiert wird oder so... Und Kürste war die allererste Person in meinem Leben, die sich bewusst mit Nein-Sagern umgeben hat.

01:02:35: Das fand ich schon sehr faszinierend!

01:02:40: Die Antwort liegt auf einer Oberfläche auf der Hand, aber jetzt mal ein bisschen tiefer gehen.

01:02:43: Warum glaubst du, obwohl Menschen wissen das Kritik natürlich sie vorwärts bringt?

01:02:48: Aber warum ist es so?

01:02:49: der leichtere Instinkt sich mit Yasager?

01:02:51: Mir fallen sofort ein paar Politiker im Moment ein

01:02:53: etc.,

01:02:54: also warum glaubst Du is die ganze Welt umgeben mit Menschen, die Yasager um sich sammeln?

01:03:01: Ich glaube weil kein Mensch versteht was Kritik eigentlich ist.

01:03:04: Was ist Kritik?

01:03:06: finde ich immer eine Idee, auf die du selbst nicht gekommen bist.

01:03:11: Sagt das noch mal für den starken Satz?

01:03:13: Kritik ist immer eine Idee, auf der du selbst nie gekommen bist!

01:03:18: Warum haben wir dann Probleme damit, Ideen zu hören, die uns selbst nicht kommen sind?

01:03:23: Das weiß ich nicht genau.

01:03:24: also da kommt wahrscheinlich das Ego in einem Weg.

01:03:27: Wir fühlen uns halt schnell angegriffen und auch schnell in so einer Erklärposition So, und ich weiß nicht genau wo das herkommt.

01:03:37: Ich glaube da müsstest du wieder Profis fragen zu dem Thema?

01:03:40: Ich hab keine Ahnung!

01:03:41: So, ich weiß noch genau wo es her kommt.

01:03:42: aber es scheint gerade bei uns in Deutschland so zu sein... dass wir so stark abhängig sind, wie wir wahrgenommen werden und das wir immer positiv wahrgenommen ... werden möchten.

01:03:54: Also es gibt ja auch wirklich viele Menschen in Deutschland die sozusagen eigentlich kein Leben für sich leben weil sie immer den anderen gefallen tun.

01:04:04: Das kommt dann manchmal erst vielleicht selber sogar erst viele Jahre später auf oder so.

01:04:09: aber ich kenne richtig viele Menschen wenn sie schon älter sind ins KitKat kommen.

01:04:16: Dann frage ich manchmal so, hey, warum geht ihr ins Kitkat?

01:04:18: Was macht ihr hier und so weiter?

01:04:20: Und dann wird mir oft von Frauen wiederum ... Also das sind wirklich öfter die Frauen als die Männer.

01:04:26: Wird mir von Frauen erzählt ja, ich hab jetzt mein Leben gelebt, ich war Feierabend, ich habe irgendwie zwei oder drei Kinder bekommen.

01:04:33: Die sind jetzt alle außer Haus.

01:04:35: Ich habe mich gerade von meinem Mann getrennt, weil irgendwann war es nicht mehr so wie ich mir das vorgestellt habe.

01:04:41: und jetzt will ich noch mal alles sehen was ich vorher nicht sehen konnte und den fällt da erst auf dass sie erst ihr Mann alles recht gemacht haben, der sollte dann Karriere machen und so weiter.

01:04:50: Das ist meistens auch noch die Generation, die noch älter ist als ich.

01:04:54: Da war das noch Gang und Gebe, daß so die Frau dem Mann unterstützt hat damit er Karrieren machen kann.

01:04:59: Dann wurde sich um die Kinder gekümmert.

01:05:02: Über all die Jahre haben die sich halt um alle möglichen Menschen geküMMert nur nicht um sich selbst.

01:05:08: Und das geht manchmal nochmal los wenn man ein bisschen älTER ist.

01:05:14: Aber jetzt habe ich schon wieder die Frage vergessen.

01:05:16: Verdammt!

01:05:18: Es ging darum, warum wir sehr gerne uns mit Ja-Sagern umgeben.

01:05:22: Dann sagtest du kommt sicher das Ego ins Spiel und dass wir einfach nicht gut darin sind auch die eigenen Bedürfnisse

01:05:30: zu privatisieren.

01:05:32: Ich bin ja ins Wort gefallen aber manchmal muss ich Gedanken so schnell festhalten sonst gehen sie wieder verloren.

01:05:39: Und dann frage ich diese Frauen Warum sie nicht schon eher so ausgebrochen sind aus ihrem Leben?

01:05:46: Weil selbst wenn Kinder noch nicht aus dem Haus ist, kann es ja schon wieder anfangen ein bisschen mehr zu leben und so.

01:05:50: Und dann meinen Sie, Sie haben gar nicht festgestellt dass Sie sozusagen das gar nicht perfekte Leben für sich geführt haben.

01:05:56: So das war immer klar.

01:05:57: die kümmern sich kümern sich kümmern sich und verlieren sich aber so ein bisschen dabei selbst.

01:06:01: und Sie meinten Sie haben das alles gemacht weil sie positiv wahrgenommen werden wollen.

01:06:06: Die wollten von ihrem Mann geliebt werden, die wollten von ihren Kindern geliebt werden, sie wollten Achtung in der Nachbarschaft und manchmal hängt so eine Gemeinschaft dabei.

01:06:13: also gibt ja auch zum Beispiel hier so Kirchengänger auch im KitKat beispielsweise oder die leben dann auf einem bisschen am Rand vom Berlin oder kommen aus einem ganz kleinen Dorf irgendwo von der Welt Dann gibts immer noch so eine gemeinschaftsstruktur.

01:06:27: dann meinen sie ja, Sie wollten da positiv wahrgenommen werden und so weiter.

01:06:32: Und irgendwie sind mir Menschen darauf bedacht vor allem finde ich in Deutschland dass wir so positiv wahr genommen werden.

01:06:39: Ich glaube das hält uns davon ab weil jede Kritik ist für uns ein Angriff aber es ist oft gar kein Angriff.

01:06:46: also Kritik is seltenen Angriff.

01:06:48: Also ich möchte fast nie Menschen angreifen über aber sehr oft Kritikaus Und irgendwie empfinden wir das so, aber woher das herkommt?

01:06:57: Das kann ich dir tatsächlich nicht beantworten.

01:06:59: Ich glaube dass viele Menschen die Ebene zwischen persönlichem Angriff wie du sagst und sachlichen Widerspruch für sich nicht so trennen können.

01:07:08: ist zumindest was was ich auf der lebe wenn man auf einer sachlichen Ebene diskutiert, dass es sehr schnell auch persönlich genommen wird.

01:07:17: Zum Schluss einen der, wie ich finde, zentralsten Sätze oder auch das Motto des ganzen Buches mit dir ein bisschen zerlegen und dass es lebe dein Leben wie du es willst.

01:07:25: Da sind wir schon mittendrin denn du bist bereits perfekt so.

01:07:30: Das kann wie ein Kalenderspruch klingen den man schon hundertausmal gehört hat aber jemand wie Du zeigt auch und hinterlegt das mit Geschichten, dass es auch tatsächlich möglich sein kann.

01:07:42: Den Begriff Perfekt, finde ich persönlich.

01:07:44: mittlerweile ist so ein Weg den ich gegangen bin gar nicht mehr so attraktiv oder erstrebenswert.

01:07:50: Weil es fühlt sich immer wie so einen Moving Target und bewegendes Ziel was man nie richtig greift an.

01:07:57: aber wenn du von deiner Tochter sprichst etc.

01:08:00: dann funkeln deine Augen und du lebst das und sagst es ist perfekt.

01:08:06: Du sprichst in dem Kontext auch über wahre Schönheit, den Abgrenzungen zu gefilterten Schönheiten, zu manipulierter Schönheit etc.

01:08:12: Was ist für dich Wahreschönheit?

01:08:15: So wie du es jetzt in fast sechsundvierzig Jahren für dich herausgefunden hast?

01:08:21: Also Schönheit entsteht immer dann wenn's echt ist.

01:08:27: Vor allem beim Menschen.

01:08:29: Also klar, ich finde ihr seid hier umgegeben.

01:08:31: also München ist wirklich eine schöne Stadt würde ich sagen da kann Berlin nicht mithalten.

01:08:34: Berlin ist wirklich hässlich wie die Nacht und trotzdem ist es halt sehr unterschiedlich schön.

01:08:41: so ihr habt halt diese tollen alten Gebäude.

01:08:44: ihr pflegt das irgendwie eure Straßen sind breit überall steht bei euch in den Springgrund.

01:08:49: So geführt kann ich hier eine Straßennäcke kriegen, in der eigenen Springbrunnen bei euch.

01:08:53: Und das ist schön!

01:08:55: Das Wetter ist definitiv besser so und es ist schön.

01:08:59: Aber Berlin ist halt auch schön nur eben nicht auf so ne schöne Art sondern aber Berlin ist echt und Berlin ist rau und unhöflich und keine Ahnung über alles wird mit Graffiti vollgesprüht.

01:09:12: also egal was du in Berlin siehst, alles ist mit Graffitie Voll gespielt, ich bin immer graffitig und konfettig.

01:09:19: Weil im KitKat auf dem Fußboden liegt alles holler Konfetti.

01:09:24: Und das mag als nicht schön gelten und auch ich sehe es ist nicht schön aber es löst eben etwas anderes in den Menschen aus.

01:09:32: so und das macht sie ja auch ein bisschen roher und ein bisschen unfertiger usw.

01:09:37: Deswegen würde ich sagen... ist beides schön so auch wenn es eine eben so ne so ne ich sag mal auf glanz polierte schönheit ist und das andere eben keine so.

01:09:49: Keine von dieser art schöner.

01:09:51: trotzdem ist es schön, und so ist beim menschen auch je echter du bist die Echter du lebst und je mehr du weißt wie du dein Leben leben möchtest, dass du schöner wirst.

01:10:04: Du siehst es an mir, ich bin auch heute auf Hochglanz poliert wenn man das so ausdrücken möchte.

01:10:09: Ja, ich trage Schmuck!

01:10:11: Man soll sehen, ich komme aus einer anderen Welt oder dass sich jetzt direkt im KitKat Outfit hier hocker und alle schockieren möchten.

01:10:18: Das war vor zwanzig Jahren, hätte ich das gemacht?

01:10:21: Ich bin etwas ruhiger geworden.

01:10:23: Also ich bin ja auch auf Hoch Glanz natürlich poliert mit Lippenstift, mit Tare gewaschen bla bla bla.

01:10:28: Und trotzdem glaube ich, dass was mich wirklich schön macht ist meine Authentizität.

01:10:34: So und plötzlich ist es scheiß egal ob ich übergewichtig bin, hier seht ihr diese Schlackearme die man irgendwie nicht haben darf dieses Doppelkind das keiner sehen darf usw.. Das wird plötzlich nebensächlich.

01:10:51: Und plötzlich sagt man, ich find dich sexy oder ich find' dich schön und dann fragst du ja warum denn?

01:10:57: Und die Leute können manchmal gar keine Antwort geben.

01:11:00: so weil da müsstest du ja beschreiben was zu schönen für sie sind.

01:11:03: Dann denkst du drüber nach, aber sie ist ja eigentlich übergewichtig.

01:11:07: Aber sie hat ja das und sie ist auch nicht mehr so jung und keine Ahnung was er uns also gegenschön halt spricht.

01:11:15: Und Leute sagen dann, viele Menschen du bist sexy oder wunderschön.

01:11:18: Oder du bist einer der schönsten Frauen die ich kenne oder sowas.

01:11:21: und darum geht das.

01:11:23: Ich glaube darum geht es.

01:11:25: Wenn du gerade die Sachen als nicht schön gelten so ein bisschen stilisierst machts dich noch schöner weil jeder Mensch will doch an sich wahrgenommen werden.

01:11:36: Jeder Mensch egal wie schön er ist bei Frauen sogar noch deutlicher.

01:11:42: Alle so richtig wunderschönen Frauen, also alle Frauen sind wundeschön.

01:11:46: Aber die, die man auf so einen Vogue-Cover klatschen könnte, diese Art von Schönheit, diese schönen Frauen ... Die sind oft in ihrem Selbstwertgefühl ganz schön dauernd.

01:11:58: Also ich verstehe das gar nicht.

01:11:59: Ich gucke die an und denke mir, häh?

01:12:01: So du!

01:12:02: Häh?

01:12:03: Warum?!

01:12:04: Ja du, die Welt liegt dir zu füßen oder so ja... Und deswegen glaube ich dieses Selbstwert Gefühl, zu sich selber stehen und auch so durch die Welt zu laufen.

01:12:18: Und zu sagen, es ist mir egal ... Ich wurde auch auf dem Weg her, weil ich bin mit eurer Tram gefahren.

01:12:23: Und ich wurde schon manchmal komisch angeguckt.

01:12:25: Selbst wenn ich Sonnenbrille hoffe, man sieht natürlich, dass ich ein bisschen anders aussehe.

01:12:30: Und in Berlin sind andere Blicke da.

01:12:33: Hier in München ... Das war wirklich noch mal anders!

01:12:37: Und trotzdem glaube ich, das jeder dachte... ist aber schön.

01:12:43: Also ich glaube nicht, dass selbst mir Menschen komisch gucken, dass sie denken, was ist das denn?

01:12:47: Ich habe diesen Gedanken noch nie gehabt und ich glaube auch nicht, daß Menschen so denken, also irgendwie glaube ich nicht daran.

01:12:54: Und ja, und ich glaub, das ist es.

01:12:56: Ich glaube Authentizität egal, was man darunter versteht, aber vor allem zu wissen, was dich ausmacht und dass du das Leben so führst wie dieses Ausmachen eigentlich bedingt Das ist Schönheit.

01:13:13: Also ich könnte dir stundenlang jetzt zuhören, das was du beschreibst es ja ein sehr strebenswerter Zustand den du offensichtlich weiß nicht ob ganz oder zumindest teilweise für dich erreicht hast aber ganz viele Menschen eben nicht.

01:13:25: Wenn du jetzt noch mal zurückblickst und wir können nicht deinen ganzen Weg, steht auch viel im Buch drin.

01:13:29: Aber was aus deiner Sicht ist so wenn Menschen sagen ja diese Einstellung möchte ich auch gerne haben aber mir ist halt eher wichtig was der Nachbar denkt wie mein Chef über mich denkt.

01:13:38: Ich will eh an die Arme verstecken als sie eine Kamera zu halten.

01:13:42: Was ist aus Deiner Sicht so Schritt eins um in deine Richtung nenne ich es jetzt Mal zu gehen?

01:13:49: Ja ich glaube diese Selbstakzeptanz ich glaube zu akzeptieren dass man halt anders ist.

01:13:55: Und das war eben auch an meinem abendreißigsten Geburtstag bei mir der Fall, da habe ich einen Trip organisiert mit meiner Tochter.

01:14:01: Wir waren damals relativ arm oder das was als Arm gilt und deswegen sind wir quasi mit Zügen bis nach Barcelona gefahren also haben immer mal wieder Stopp gemacht, haben dann meistens so heutzutage nennt man es Airbnb's, damals waren es irgendwie Fällenwohnungen gewohnt und sind dann bis Barcelona gekommen.

01:14:16: und am meinem abendreißigsten Geburtstag war ich am Meer von Barcelona oder saßen wir am Meer vom Barcelona und ich habe aufs Meer gestartet.

01:14:26: Und ich dachte, das ist es!

01:14:28: Das ist es.

01:14:29: Seitdem sitze ich jedes Jahr zu meinem Geburtstag an irgendeinem verdammten Meer und starre drauf weil ich denke, dass es ist.

01:14:35: Und das war für mich Schritt eins.

01:14:37: Zu akzeptieren, dass man keine Geburtstagspartie braucht um sein Geburtzeug zu feiern.

01:14:41: Dass man keine Kerzen auf dem Kuchen braucht.

01:14:43: Dass mal gar nichts braucht außer vielleicht irgendwie den Blick, den man sonst nicht bekommt.

01:14:47: Und seitdem organisiere ich immer so, dass ich zu meinem Geburtstag... Also kaum einer weiß wann ich überhaupt Geburtstag habe.

01:14:55: Auch die Kit-Kit Leute wissen das nicht und deswegen ist es jetzt so, daß ich immer zu meinem Geburtstag das so organisiere, dass sich zu meinem Gewurtstag direkt an einem Mehrsitzer.

01:15:06: Das war für mich Schritt eins und das kann ich nur jedem sagen wenn du irgendwann irgendetwas tust und es sind oft die Kleinigkeiten vergisst die großen Sachen.

01:15:15: Die großen Sachen passieren irgendwie automatisch.

01:15:17: Aber die kleinen Sachen, das sind die Sachen auf die es ankommt.

01:15:21: Und wenn du irgendwo sitzt und denkst, dass ist mein Leben, dann sollte es egal sein was andere Menschen darüber denken, dann mach einfach so... Bei mir ist halt der Blick aufs Meer oder bei dir war's damals auch der Eintritt in KitKat Club und damals der Klub war wirklich verschrien.

01:15:38: Der war ja ganz klein und winzig und irgendwann im Kreuzberger Hinterhof.

01:15:45: Es war mir egal, weil das Gefühl was ich da drin hatte, war einfach wichtiger als alles was andere Leute darüber gesagt haben.

01:15:55: Und wie schaffst du es ein?

01:15:56: Man hat ja noch einmal im Jahr Geburtstag.

01:15:58: Ich persönlich liebe auch Geburtstage, gar nicht weil ich was Spezielles mache oder so.

01:16:02: und wir haben in unserer Familie jetzt die Tradition der Geburtstagswoche, weil ich sage wenn man den Geburtestag so liebt warum nur einen Tag im Jahr ist zumindest auf eine Woche ausgedehnt.

01:16:12: aber Wie schafftest dann dieses Gefühl das einmal im jahr passiert auch in deinen alltag zu transportieren?

01:16:17: denn so wie ich dich jetzt sehe bist Du nicht nur an einem tag In barzellone oder wo auch immer glücklich sondern du nimmst es mit ins echte lege.

01:16:25: Wie gelingt dir das?

01:16:26: Na ja, wenn du einmal damit angefangen hast.

01:16:28: Dann wird dir plötzlich klar auch eigentlich stimmt das auch nicht in meinem Leben oder eigentlich möchte ich lieber das in meinem leben und dann fängst du an Dinge rumzusetzen.

01:16:34: Ich muss sagen seitdem ich übviert sich bin Als mein Leben komplett verändert.

01:16:39: vollständig so.

01:16:41: aber nicht weil ich jetzt alles integriert habe sondern es fing halt mit Achtundreißig an.

01:16:46: da merkte ich okay ich möchte zu meinem Geburtstag am Meer sitzen.

01:16:48: Das war wirklich Schritt eins für mich So und zwar nur dieses Gefühl was ich hatte als ich im Barcelona Strand saß.

01:16:54: Und dann gehst du aber weiter.

01:16:58: Ich war zum Beispiel immer, ich bin immer ein Code so.

01:17:01: Deswegen bin ich immer eigentlich mindestens zwanzig Minuten vor einer wichtigen Verabredung wie mit dir da, weil es kann immer was schiefgehen bei mir.

01:17:11: Ich kann immer in der falschen Tram sitzen und die falsche Richtung fahren, weil ich ja ab gar keine Orientierung sind.

01:17:17: Also du kannst mich irgendwo aussitzen?

01:17:19: Ich würde niemals zurückfinden.

01:17:20: Niemals!

01:17:21: Jeder, der mich ärgern möchte... Und gleichzeitig läuft in meinem Kopf ganz viel immer auf einmal.

01:17:28: Was dann halt auch dazu führt, dass ich einfach wirklich chaotisch bin?

01:17:31: Ich bin auch strukturiert und so weiter.

01:17:33: Ich kann auch gut arbeiten und sowas aber ich muss zum Beispiel auch Dinge immer sofort erledigen.

01:17:38: also du hast mir irgendwann mal das ist wirklich lange her eine E-Mail geschickt und da hat es mich um ein paar Fotos oder so gebeten.

01:17:43: Genau!

01:17:44: Ich habe es sofort erletigt.

01:17:45: Ich hab die E-mail geöffnet haben, ist auf der Stelle erledigt weil ich genau weiß würde ich sie nicht sofort erlädigen würde ichs vergessen.

01:17:53: So, genau.

01:17:54: Und deswegen wirke ich so als ob ich ganz strukturiert wäre?

01:17:58: Kann mir auch so vor.

01:17:59: Genau!

01:18:01: Bin ich aber nicht.

01:18:02: Also ich bin wirklich so ein Kaotenkopf und aber habe quasi meine... viele Leute sagen immer das ist meine Stärke und das sind meine Schwäche.

01:18:11: Ich glaube dass was du als schwächer empfindest es in Wahrheit deine Stärke.

01:18:15: Du musst nur gucken Dass die leute deine Schwäche anders sehen als du selber.

01:18:23: Deswegen, du dachtest ich bin strukturiert.

01:18:25: Also wir bleiben jetzt einfach mal bei diesem Beispiel.

01:18:26: Du dachtetst dich bin strukturiert weil ich Dinge auf der Stelle erledige und auch wenn du mir eine Voice App schickst.

01:18:31: Wenn ich's gelesen habe also manchmal dauert es bis ich's lese aber wenn ichs gelesen hab bekommst du sofort ne Antwort wie

01:18:38: gesagt.

01:18:38: Auch das kann ich bestätigen?

01:18:40: Weil ich Dinge sofort erlediger und meine Schwäche ist halt dieses dieses Chaos-Kopf, aber mein Kopf ist wie meine Locken.

01:18:50: So chaotisch wie meine locken sind genau so sieht es in meinem Kopf aus exakt so und Du musst nur dafür sorgen dass du quasi das was du als schwächer empfindest nämlich diesen chaos kopf dieses nicht organisiert sein dieses ständig die orientierung zu verlieren.

01:19:07: also kann man ja immer auch auf so eine Meter-Ebeneheben, alles.

01:19:12: Musst du nur dafür sorgen dass eben andere Menschen wo du nicht möchtest das die das sofort wahrnehmen?

01:19:17: Dafür sorgen dass die es halt nicht so wahr nehmen.

01:19:20: und das schaffst du halt indem du alle sofort erledigst was anfällt aber wirklich sofort da gibt's keine Diskussion dann wird nicht drüber nachgedacht.

01:19:27: du erledigt ist einfach sofort so.

01:19:29: und dadurch aber dadurch dass ich diesen Krauskopf habe hab ich natürlich auch viele Ideen kann Geschichten vielleicht noch mal anders erzählen bin vielleicht dazu in der Lage, im Buch zu schreiben und so weiter und sofort.

01:19:43: Und das ist so das Ding.

01:19:45: Seitdem ich über vierzig bin habe ich diesen Chaos-Kopf wieder stattgegeben.

01:19:51: Mein Dreißiger war meine depressivste Zeit in meinem Leben weil ich dachte, ich muss der Gesellschaft meiner Tochter gerecht werden und hab dann nur noch kleine Ausflügel ins Kit-Kit gemacht.

01:20:02: Aber es hat mich kaputt gemacht und am Ende waren die Depressionen da.

01:20:06: So ist das einfach so, du machst dich wenn wir anderen Menschen in der Gesellschaft dem was auch immer.

01:20:11: und bei mir war dann halt immer die Frage wie erziehe ich mal?

01:20:13: Wie schaffe ich es als verrückte Mutter meine Tochter so zu erziehen dass sie von diesen Verrücktheiten im Grunde abgeschirmt wird.

01:20:24: Und das Ding ist halt es hat sich einfach zerstört.

01:20:27: und irgendwann dachte ich dann ne Nee, ich möchte mich nicht weiter zerstören lassen.

01:20:31: Ich möchte mich auch oft auf der Selber-der-Mensstädtich zerstört und macht ja oft kein anderer.

01:20:37: Und ich möchte nicht mehr zerstören und deswegen seitdem ich üviert sich bin habe ich meinen Korskopf wieder zugelassen.

01:20:42: So mittlerweile zieht mich meine Tochter, wir reisen immer noch viel zusammen und ich stehe dann immer und denke mir... Wie bin ich denn hierhergekommen überhaupt?

01:20:52: Und wo wollte ich überhaupt hin?

01:20:53: und was war überhaupt unser Ziel.

01:20:54: Meine Tochter nimmt mich mittlerweile an die Hand und zieht mich hinter sich her, also ich mag das nicht sonderlich weil ich immer denke ja musst du einen Grund haben warum ich hier bin, also lass doch mal hier gucken!

01:21:03: Und meine Tochter ist sehr zielorientiert.

01:21:06: und dann nimmt sie mir und sagt komm jetzt mit und höre jetzt auf auf dein Handy zu gucken und du schaffst es eh nicht die Karte in die Realität umzusetzen, wenn's die Grundsätze recht hat und dann zährt sie mich da irgendwo hin mit aber mich stürzt nicht mehr.

01:21:19: Es ist mir egal.

01:21:21: Ich muss es nicht mehr verstecken, wenn's mir passiert, passiert so im Zweifel muss ich irgendein Anrufen der sich in München auskennt und sagen hey du, ich bin hier gestrandet oder rufe mir einen Uber oder keine Ahnung.

01:21:32: man findet ja doch immer wieder auch eine Lösung für eben die Unwegsamkeiten die man sich selbst manövriert Und das ist eben diese Merkmale die man als Persönlichkeit hat, die man irgendwie mitbekommen hatte im Leben oder zu seinen Charaktereigenschaften zählen.

01:21:49: Nutze sie einfach, weil wie gesagt am Ende bringt mich dieser Chaos Kopf dann eben doch wieder ins Ziel wenn auch mit Umwegen.

01:21:57: Aber manchmal sind diese Umwege halt wirklich sehr schön.

01:22:00: Ja

01:22:00: absolut gibt es noch irgendeine Frage Alexandra zum zu deinem neuen Buch?

01:22:06: Zum KitKat Club die ich nicht gestellt habe die dir aber noch auf dem Herzen liegt?

01:22:11: der Seele brennt ja.

01:22:14: Wir haben über viele Dinge geredet, die ich noch nie so richtig gerede.

01:22:18: Das fand ich sehr schön.

01:22:19: Dafür möchte ich mich auf jeden Fall bedanken und wir sind hier auch in ganz schöne Tiefen gegangen was ja auch ungewöhnlich ist für einen Podcast-Format weil wir uns gar nicht kennen.

01:22:31: Und das fand ich auch sehr schön und genau.

01:22:36: Was ich vielleicht noch festhalten muss, weil viele Menschen fragen mich dann nochmal, muss jetzt jeder Mensch ins Kitke gehen?

01:22:41: Ich glaube nicht, dass der Kit-Kat für jeden Menschen was ist.

01:22:44: So ich glaube das es richtig ist, dass bestimmte Menschen abgewiesen werden.

01:22:48: Ich glaube, dass es absolut richtig ist und nicht jeder ins Kit-Kit kommen muss.

01:22:52: Und ich glaube auch wenn du dich jetzt fragst ob du dich in das Kit-Cat gehen möchtest aber schon das Gefühl hast, dass du gar keinen Bock auf Club hast Lass es!

01:23:01: Es ist der außergewöhnlichste Ort den ich kenne so und ich habe viel gesehen und bin viel gereist in meinem Leben.

01:23:07: Trotzdem ist das der außer gewöhnlicheste Ort den Aber trotzdem glaube ich auch, wenn das dir nicht entspricht dann kommt trotzdem nicht.

01:23:16: So dann liest lieber mein Buch, habe einen kleinen Einblick... freu dich darüber, dass es so einen Ort gibt irgendwie.

01:23:22: Und versuch deine Welt zu aufzubauen wie's für dich halt gelungen und schön unglücklich ist.

01:23:27: oder auch Menschen fragen mich oft ja sind das Lügner die nur eine Phase also zum Beispiel nur zwei drei Jahre ins KitKit gehen und dann wieder in Ehe und Kinder bekommen versinken?

01:23:40: Ich würde mal sagen ne du nimmst trotzdem viel mit, du nennst trotzdem diese bewertungsfreie Logik mit in dein Leben usw.. Und ich finde sogar eher normal, dass KitKit Club nur eine Phase ist als das wie ich so mein Leben darin zu verbringen.

01:23:55: Ich glaube es ist wirklich eher normal dass man nur ne Phase hat wo man sich mal ein bisschen aus testen will und vielleicht auch seine Grenzen wo man vielleicht auch erstmal wissen will was sind meine Vorlieben?

01:24:05: Auch meine sexuellen vorlieben?

01:24:06: natürlich bietet dann der KitKid einen Raum dafür wo mans relativ einfach ausprobieren kann ohne da gleiche emotionale Maschinerie loszutreten oder sowas.

01:24:15: ja Und deswegen glaube ich auch, dass das auch authentisch ist.

01:24:21: Wenn man in seinem Leben eine Phase hat wo man mal öfter ins Gitt geht und dann wieder einer Phase hat, wo man sagt naja Klubs sind gerade gar nicht angesagt für mich oder so.

01:24:31: Und auch das finde ich sollte jeder Mensch immer mal wieder in sein Leben für sich selber prüfen.

01:24:37: So passt mein Leben noch zu der Phase in der ich mich gerade befinde meine Berlin-Phase zum Beispiel bald hoffentlich vorbei, weil ich ertrag Berlin einfach nicht mehr.

01:24:49: So schön ich es finde in Berlin gar keine Frage aber ich erteile Berlin.

01:24:52: Ich möchte das wieder höflicher, ich möchte es freundlicher haben und vielleicht auch dass die Leute wieder mehr Anteil aneinander nehmen als eben in Berlin.

01:25:04: Und deswegen plane ich durchaus aus Berlin zum Beispiel rauszuziehen.

01:25:09: Deswegen ist so ein guter Abschluss.

01:25:11: Prüf dein Leben auch auf deine persönlichen Lebensphasen!

01:25:17: Es gibt noch eine letzte Frage, die ich hier jedem Gast stelle.

01:25:19: Wir sind im Auf- und Abpodcast.

01:25:21: Und wenn du jetzt nochmal auf die Auf-und Abs deines persönlichen Lebens zurückblickst... Was ist für dich daraus die allerwichtigste Erkenntnis?

01:25:33: Ich weiß gar nicht ob das so ein großartiger Erkenntniss ist aber irgendwann stand fest dass ich genau wusste du kannst es einfach nicht jedem Menschen recht machen.

01:25:42: Das funktioniert nicht!

01:25:43: Und es ist egal was du dafür tust Egal wie viel Mühe du dir gibst, das ist vollkommen egal was du da irgendwie reinbutt hast und was du tatsächlich tust.

01:25:55: Du kannst es nicht jedem Menschen gleich recht machen.

01:26:00: deswegen lass es bleiben.

01:26:02: Lass es bleiben!

01:26:03: Und du hast viele mehr Menschen die dich richtig gut so finden wie du bist.

01:26:06: Du hast auch ein paar Menschen die sich richtig kacke finden.

01:26:09: gar keine Frage aber auch das ist oft gut so.

01:26:13: Aber die Menschen, du kannst dich halt darauf verlassen, dass die Menschen in deinem Umfeld gibt.

01:26:18: Dass sie dich wirklich so wahrnehmen wie du letzten Endes auch tatsächlich bist.

01:26:24: und du kannst dir sicher sein dann ist es plötzlich egal was du tust.

01:26:29: diesen Menschen wirst du es immer recht tun.

01:26:33: Dann wirds Leben einfach!

01:26:35: Ja genau

01:26:37: Vielen Dank, liebe Alexandra.

01:26:38: Dass du so ein spannendes Leben mit uns teilst und dir die Mühe gemacht hast – ich weiß wie anstrengend es ist, einen Buch zu schreiben das für alle zugänglich zu machen.

01:26:46: Vielleicht sehen der eine oder andere dich im Kit-Kat Club?

01:26:49: Ich wahrscheinlich nicht!

01:26:50: Ich würde quasi Outfit und vielen anderen Kriterien wahrscheinlich eure Tür nicht passieren können was für mich aber auch in Ordnung ist.

01:26:59: Aber vielen dank dass du hier warst.

01:27:00: Du bist extra den Weg für dieses Gespräch nach München gekommen wurde von Menschen zu nahe passiert und hast trotzdem hier zeitgerecht alles gefunden.

01:27:10: Vielen Dank!

01:27:11: Ja, ich danke dir Chris.

01:27:12: es war sehr schön bei dir.

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