Toxikologe warnt: "Diese Gifte rauben dir unbemerkt deine Energie!" - Dr. Stephan Barth | A&U #152
Shownotes
Mein neuer SPIEGEL-Bestseller "Das High Energy Prinzip" ist da!
Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
Du kannst es hier bestellen.
In dieser Episode spreche ich mit dem Mediziner und Autor Dr. Stephan Barth über unsere Mitochondrien, und warum diese "Zellkraftwerke" entscheidend für Energie, Gehirnleistung, Stressresilienz und Prävention sind – und was wir im Alltag konkret tun können, um sie zu stärken und so unser AUF & UP des Lebens besser zu meistern.
Es wäre uns eine große Ehre, wenn du dir dieses Gespräch anhörst.
Über Dr. Stephan Barth
Stephans neues Buch „Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels: Superpower Mitochondrien – Wie unsere Zellkraftwerke die Gesundheit revolutionieren“:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich oute mich, Chris.
00:00:01: Das Thema Stressmanagement stand bis vor zehn Jahren bei mir nicht zur Debatte im Gegenteil.
00:00:09: Mir ging es wahrscheinlich so wie vielen.
00:00:13: Stresse ist, gerade wenn man männlich ist, fast wie ein Predikat.
00:00:17: Man ist wichtig und hat keine Zeit.
00:00:21: Mit Anfang fünftig ... habe ich tatsächlich gemerkt, das geht so nicht mehr.
00:00:25: Ich hab ja fast zwanzig Jahre in der Ernährungsforschung gearbeitet im Max-Rubner-Institut in Karlsruhe zu der Olymp der deutschen Ernährunsforschungen wo wir Ernährung zur Revention auch beforst haben.
00:00:40: Es war eine Frau so Mitte vierzig.
00:00:43: dann guckt sie mich an und sagt warum soll ich denn mein Lebensstil ändern um etwas vorzubeugen was sich vielleicht gar nicht bekommen?
00:00:52: Das ist tatsächlich die harte Nuss, die wir in der Primärprävention auch zu knacken haben.
00:01:00: Menschen auch den Wert der Gesundheit deutlich zu machen – in einer Lebensphase wenn Gesundheit normal ist und nicht erst, wenn sie weg ist.
00:01:13: Hey Christorell hier!
00:01:14: Und das is dein Podcast über das
00:01:16: Auf-und Ab des
00:01:18: Lebens.
00:01:20: Heute habe ich den Molekularbiologen, Ernährungswissenschaftler und Toxikologen Dr.
00:01:25: Stefan Barth zu Gast!
00:01:27: Und mit ihm habe ich ein wirklich sehr detailliertes Gespräch darüber geführt welchen riesigen Einfluss die Mitochondrien auf unser Auf- und ab des Lebens haben.
00:01:36: Denn wir alle wissen das Stress gerade chronischer Stress schlecht ist.
00:01:41: Wir wissen, dass Bewegungsmangel schlecht ist, dass die falsche Ernährung schlecht ist
00:01:45: etc.,
00:01:45: aber was das wirklich auf zellulärer Ebene mit unseren Metachondrien macht und welche nachhaltigen Auswirkungen das hat – das wissen die Wenigsten!
00:01:55: Und genau darum geht es heute.
00:01:57: Es ist keine Vorlesung in Medizin geworden sondern eine sehr anschauliche Verdeutlichung, was so klassische Lebensstilentscheidungen mit unserem Energielevel und unserer langfristigen Gesundheit machen.
00:02:11: Und Stefan ist sehr exzellent darin, nicht nur die Dinge zu erklären sondern auch konkrete Handlungsanleitungen zu geben.
00:02:18: Er hat das Ganze auch in einem sehr schönen Buch zusammengefasst – Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels.
00:02:24: Genau da werden wir in diesem Gespräch reingehen.
00:02:26: also ich würde vorschlagen will gehen direkt rein in das Auf-und-Abb von Dr.
00:02:30: Stefan, ich bin großer Freund deiner Kommunikation, deines Newsletters.
00:02:35: Deiner LinkedIn-Artikel etc.
00:02:37: und wenn man die bis zu Ende liest was sich immer tue weil einfach wahnsinnig viel Mehrwert drin steckt dann ist immer eine Abschiedszeile die heißt Bleib Neugierig Und dieses neugierige ist das neu in großen Buchstaben.
00:02:50: Dann ein Bindestrich und Gierig Was mich erstmalig auch auf den auf die Wortbedeutung gebracht hat also die Gear nach neuem zu behalten.
00:03:00: Was verbindest du mit diesem Begriff und warum ist er für uns Menschen sehr, sehr wichtig?
00:03:08: Erst mal danke Chris dass dir das so aufgefallen ist.
00:03:12: Ich habe mir da tatsächlich anfänglich sehr viel Gedanken gemacht weil ich immer das Gefühl hatte ich brauch schon Abbinder im Anschluss an den Content den ich in LinkedIn auf Litfast-Säule größe, also Respekt dass du da immer bis zum Ende liest, platziere.
00:03:35: Lernen ist tatsächlich etwas was wie eine Leitmelodie auch mein Leben kennzeichnet nicht nur im Business Bereich sondern tatsächlich auch im persönlichen, im privaten.
00:03:49: und Hauptantreiber fürs Lernen, ist die Neugier.
00:03:56: Und mir ist es viele Jahre so gegangen wie dir.
00:04:00: Naja neugierig Kinder sind neugirig, ich hab drei Kinder.
00:04:04: Ich seh das bei ihnen auch immer sehr gerne wenn sie fragen, neugerig sind.
00:04:10: Das ist so etwas lapidar mittlerweile vom Begriff und dieser Kniff des neu groß zu schreiben mit einem Bindestrich gegen das Gierig nicht abzutrennen, sondern mit dem Bindestrich zu verbinden.
00:04:28: Das signalisiert wirklich das was ich dann auch dem Leser wünsche nämlich neugierig zu bleiben weil nicht nur die Wissenschaft nicht stehen bleibt, sondern das Leben auch immer weiter geht.
00:04:43: und da Neugierde ein sehr positiver Motivator ist.
00:04:49: Jetzt verstehen wir, warum es für dich wichtig ist.
00:04:51: Aber es gibt ja auch genug Studien und Wissenschaften die zeigen, dass es auch für die menschliche Entwicklung, für Longevity, für Gesundheit
00:04:57: etc.,
00:04:58: insgesamt wichtig ist auch neugierig zu bleiben.
00:05:02: Was riskieren Menschen Stefan?
00:05:03: Wenn sie den Neugierde irgendwann in Rücken kehren und sagen ich habe ausgelernt das neu ist mit so anstrengend?
00:05:11: was riskiert man denn mit so einem Mindset?
00:05:16: Ich würde es gar nicht so polarisieren, also in dem Sinne Neugierde ist jetzt gut und der einzig wahre Motivator.
00:05:28: Und wenn dir das fehlt dann ist es schlecht sondern Es ist auch ein bisschen Teil meiner Haltung.
00:05:37: ich spreche jetzt bewusst von mir nach vorne zu gucken positiv, nicht toxisch positiv aber realistisch positiv auch in die Zukunft zu gucken und da gehört die Dynamik des Lernens einfach dazu.
00:05:57: Und ich denke das kann ich wenn ich so den Schulterblick auf die letzten Jahrzehnte wie ich gearbeitet gelebt habe für mich wirklich als sehr positiv als Teil meiner Haltung wahrnehmen, diese Neugierde tatsächlich gelebt zu haben und nicht nur im Anschluss einmal in dem Post sowie Nachrichtensprecher.
00:06:21: Die haben ja meistens dann auch noch mal so einen Spruch nicht so lapidar sondern weil es wirklich etwas ist was ich sehr positiv in meinem Leben gespürt habe und das auch gerne multipliziere und weitergeben möchte.
00:06:42: Noch die zweite Antwort auf deine Frage.
00:06:47: Tief in den Neurophysiologie geguckt, ich habe ja ein paar Jahre auch die exklusive Rolle im Max-Blanck-Institut haben dürfen wirklich neurophysiologisch tief ins Gehirn reinschauen zu können und es gibt den Mechanismus oder dem Prozess der Neuroplastizität.
00:07:13: Die Wissenschaft war bis vor zwanzig, fünfzwanzig Jahren sich ziemlich einig.
00:07:21: Kurz nach der Geburt ist das Thema erledigt die Dynamiken im Gehirn sind dann abgeschlossen und danach wird nur noch verwaltet.
00:07:33: so ist es offensichtlich nicht Sondern es ist eine große Dynamik, praktisch über das gesamte Leben möglich.
00:07:42: Und ein Treiber für diese Neuroplastizität ist Neues zu lernen – nicht nur Futter für den Kopf sondern auch in den Chor zu gehen, neue Gospel zu lernen und neue Menschen kennenlernen was ja auch eine Neugierde Menschen gegenüber widerspiegelt.
00:08:07: Das alles führt dazu, dass sich neue Kontaktstellen zwischen unseren Nervenzellen auch bilden können und das Gehirn auch in einer Dynamik bleibt.
00:08:19: Und das ist sicher etwas und da ist der Recht – das würde ich als Mensch nicht riskieren.
00:08:28: Diesen Prozess nicht mehr immer im Kopf!
00:08:31: stattfinden zu lassen.
00:08:33: Und das ist etwas, was mit Sicherheit auch in Richtung Krankheitsrisiko und da gibt es ja einige mentale Beschwerden auch Erkrankungen vorbeugen kann.
00:08:50: Und wenn dieser positive Motivator praktisch wieder Wirkstoff wirkt Neugierde in die Pille gepackt Sozusagen, wenn das eine Haltung ist die sogar Risikoreduktion macht umso besser.
00:09:09: Und dass es dann tatsächlich etwas was ich nicht so einfach riskieren würde sondern die Neugierde tatsächlich weiter leben möchte.
00:09:20: Du hast gerade Neuroplastizität angesprochen, was wir auch immer mal wieder hier thematisieren.
00:09:25: Aber ich beobachte gerade einen Trend auf Social Media und zwar dass Menschen sich dabei filmen posten um zum Beispiel mit der linken statt der rechten Hand die Zähne zu putzen oder irgendetwas anders zu machen Mit der Begründung das tut meinem Gehirn gut.
00:09:40: Ich sehe dann andere eher aus der wissenschaftlichen Ecke Die sagen mit irgendeinem unnötigen Quatsch die Neuroplastizität zu trainieren verschwendet eigentlich nur wertvolle Ressourcen und Kapazität, damit nicht das Wichtige gemacht werden kann.
00:09:55: Wie guckst du da drauf?
00:09:55: Sollten wir egal für was diese Funktionalität gerne regelmäßig triggern oder macht es nur Sinn, es für die wirklich sinnvollen Dinge zu tun?
00:10:07: Optimal ist es natürlich also nicht nur für die Neuroplastikität sondern überhaupt für Prävention wenn etwas mit einer gewissen Leichtigkeit gut integriert im Alltag mitschwingt.
00:10:24: Und mein Alltag ebenso menschengerecht, artgerecht im wahrsten Sinne des Wortes.
00:10:31: tatsächlich ist das automatisch durch die Vielseitigkeit meines Meines Alltags Neuroplastikität unterstützt wird.
00:10:42: Und mittlerweile, und das stimmt, Chris.
00:10:46: Was du beobachtet hast... Ich bin aus einem LinkedIn nicht so in Social Media unterwegs aber ich sehe es auch in anderen Arbeitswelten habe ich den Eindruck dass viele des Gefühl haben der Alltag verarmt und um praktisch zu kompensieren muss ich etwas bewusst als Übung machen.
00:11:14: Das möchte ich jetzt gar nicht verurteilen, das ist sicherlich eine Reaktion die eine gewisse Selbstreflexion auch beinhaltet.
00:11:25: Die Menschen erkennen ja schon dass irgendwo da was schiefläuft oder sie fühlen sich auch unwohl und greifen was auf im Internet wo sie denken ohja Da kann ich was kompensieren, was mir auf der anderen Seite, auf der Sollseite eben fehlt.
00:11:50: Und das ist völlig legitim.
00:11:53: Ideal wäre es natürlich wenn der Alltag, was aber absurd ist in den modernen Arbeitswelten das immer zu realisieren ... wenn der Alltag tatsächlich so vielseitig ist, dass die Neuroplastizität durch den Alltag halt schon unterstützt wird.
00:12:17: Auf der anderen Seite macht man sich so ein Thema natürlich auch besser bewusst, wenn es solche Hypes gibt Weil da kommen wir vielleicht im Lauf des Gesprächs noch zu.
00:12:34: Wissenschaft hatten Transferprobleme, es gibt viel Erkenntnisse im Rahmen der Wissenschaft in diesen berühmten elfenbaren Türmen, gibt das viel wissenschaftliche Evidenz was aber unglaublich sperrig ist und wo es eben Wörterbücher übersetzt hat geben muss, die die Wissenschaft verstehen und es auch verstehen das in guten Worten rüberzubringen emotional auch zu verfangen.
00:13:11: Und das ist etwas was es braucht.
00:13:15: und wenn solche Hypes dazu führen dass ein sperriges Thema wie Neuroplastizität auf einmal greifbar wird Das, was wir so im Leben anstellen.
00:13:31: Das sind ja Werkzeuge wo wir praktisch wie Stellschrauben in unserem Organismus sogar im Gehirn proaktiv auch Einfluss nehmen können ist das eine gute Entwicklung.
00:13:45: und Das sind so Impulse, wo ich mir viel mehr natürlich auch wünschen würde.
00:13:51: Dass da Kollegen aus der Forschung, aus der Wissenschaft vielmehr auf die Bühne gehen und diese Sprache, die Emotionalisierung lernen nicht zu verzerren, aber die Erkenntnisse tatsächlich in die Öffentlichkeit zu
00:14:09: bringen.".
00:14:11: Ein ganz kurzer Hinweis in eigener Sache bzw ein großes Dankeschön!
00:14:15: Mein neues Buch, das High-Energy-Prinzip ist Spiegel besteller geworden.
00:14:20: Und das macht mich sehr demütig und dankbar!
00:14:23: Denn es zeigt wie viele Menschen sich danach wirklich sehen wieder voller Energie ihr Leben, ihr Auf und ab zu gestalten.
00:14:31: Ohne höher, schneller weiter Biohacking-Zirkus oder Selbstoptimierungswahn sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!
00:14:40: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.
00:14:46: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast Hörern genau das getan haben.
00:14:51: Und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem buch die acht Strategien zusammengefasst auf diese wirklich ankommt, wissenschaftlich fundiert aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist.
00:15:09: Du findest das Buch überall wo es Bücher gibt.
00:15:11: den Link dazu findest du in den Show Notes vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.
00:15:20: und jetzt zurück zur Podcast Episode.
00:15:22: Damit hast du mit deinem neuen Buch die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels einen ganz großen Schritt nach vorne gemacht und das sage ich nicht, weil du vor mir sitzt.
00:15:30: Ich durfte es vor ablesen und bin wirklich begeistert.
00:15:33: wie du weißt habe ich da auch eine gewisse Vorkenntnis und hat großen Spaß gemacht.
00:15:38: werden wir gleich einiges zu lernen.
00:15:40: Vorher, und das ist üblich hier im Auf- und Abpodcast wollen wir aber noch den Gast ein bisschen besser verstehen wie es dazu kamen dass du zum Beispiel dieses Buch geschrieben hast.
00:15:48: Was würdest du sagen Stefan?
00:15:49: Ist das früheste Ereignis in deinem Leben?
00:15:52: Dass die Menschen kennen sollten um die Person zu verstehen die du heute bist?
00:16:02: Das ist eine gute Frage Chris.
00:16:07: Ich würde tatsächlich sagen Die Prägung Sowieso aus meiner Familie.
00:16:16: Ich lieb meine Eltern, bin auch froh dass es die nach wie vor gibt mit Mitte Achtzig.
00:16:22: Bin da sehr dankbar.
00:16:26: Mein Hero in der frühen Kindheit war sicherlich mein Großvater und Bundesbahnenbeamter Da sollte man nicht denken das der so rechts und links von den Gleisen auch unterwegs ist.
00:16:45: Ich möchte jetzt hier keine Vorurteile bedienen, aber bei ihm war es so.
00:16:52: er war sehr tief in der Natur und vielleicht war es ein Ausgleich zu seinem Beamtenjob Und ich kann mich da und das müssen Spaziergänge gewesen sein.
00:17:07: Da war ich vielleicht fünf oder sechs mit meinem Bruder irgendwo in Fuppertal-Elberfeld im Stadtwald unterwegs und mein Großvater hat uns wirklich sehr spielerisch die Vögel, die wir gehört haben erklärt.
00:17:25: Hat uns erklärt welche Pflanzen wo wachsen?
00:17:28: Warum auf einer Seite der Baumstamm immer grün ist und auf der anderen Seite nie Moos hat?
00:17:37: Hat uns so die Geheimnisse in die Natur, in unserer direkten Umgebung erklärt.
00:17:46: Und das ist sicherlich ohne dass mir das natürlich damals bewusst war eine Prägung gewesen, die ja meine ganzheitliche Sichtweise jetzt im professionellen Bereich auf Gesundheit sicherlich geprägt hat.
00:18:09: In dem Sinne dass ich mir sehr früh bewusst war, dass wir natürlich Menschen sind und irgendwo auch eine exklusive Position hier auf dem Planeten haben.
00:18:23: Aber Teil eines Ökosystems einfach sind.
00:18:28: Und diese Neugier mehr zu erfahren, mehr Geheimnisse auch zu erfahren hat sicherlich mal ein Großvater durch Klein, alltäglichen Geschichten und Wecken der Faszination für die Natur in mir geweckt.
00:18:49: Das war eine Phase der Kindheit nicht ein Chucker Moment aber sicherlich sehr prägend und hat sich Wiener Leitmelodie auch durch mein Leben sicherlich gezogen.
00:19:04: Ich muss gerade an ein Zitat was regelmäßige Hörerinnen und Hörern schon kennen, aber ich sage es mir auch immer wieder bewusst.
00:19:10: Und ich sehe euch da grade im Wald.
00:19:12: Das Zitat geht oder das ist die Aussage man kann entweder über alles staunen oder gar nichts.
00:19:19: Das bringt es auf den Punkt, weil man kann durchs Leben gehen und sagen alles ist völlig normal.
00:19:24: Oder man kann für Wertnis hier mit einem anderen Gast einen Tropfen runterfällt und wo das Licht in dem Tropfen gerade von der Sonne bricht was für eine physikalische Faszination stattfindet.
00:19:35: Und so sehe ich euch und so erlebe ich dich jetzt auch dass du dir das bewahrt hast bis ins mittelhohe Erwachsenenalter Dass eben die vermeintlich normalen Dinge wirklich eine Faszination auslösen können.
00:19:47: Genau
00:19:49: Im Auf und Ab Podcast sprechen wir auch über die Höhen, aber auch über den Krisen, über die Tiefen der Menschen.
00:19:54: Und wenn man in dein Buch reinliest dann startet es mit einer deiner größten Lebenskrisen wie ich glaube im Alter von neunzehn Jahren wo du auf dem OP-Tisch liegst und am eigenen Leib erfährst bzw nach der Narkose dann gesagt bekommst wie kraftvoll unsere Biologie sein kann, wenn sie aus der Balance gerät.
00:20:17: Und ich möchte es jetzt gar nicht zitieren sondern wenn's für dich okay ist, wenn du uns mal in diesen Moment nehmen kannst was da damals im Alter von nineteen bei einer eigentlich Routine OP bei dir passiert ist Und wie das dann auch dazu geführt hat, weil das finde ich immer faszinierend.
00:20:33: Oft entstehen ja in den tiefsten Krisen wirklich neue Perspektiven, neue Ansichten und neue Superpowers.
00:20:38: Ich glaube du würdest nicht in diesem Beruf sein und es gäbe dieses Buch nicht wenn du damals dieses Erlebnis nicht gehabt hättest?
00:20:46: Ja also das ist mit Sicherheit eine Schlüsselsituation für mich persönlich, für eine Weichenstellung auch im Leben gewesen.
00:21:00: Mit neunzehnten macht man sich Gedanken über alles Mögliche im Leben, nicht um seine Gesundheit und ich...
00:21:08: Das rechnet nicht über den Tod?
00:21:10: Und erst rechtlich über den Tot!
00:21:14: Ich habe Basketball gespielt leidenschaftlich auch gar nicht schlecht.
00:21:19: in der Nähe von Hagen bin ich groß geworden große Basketball Hochburg So mit den alten Hagen nach Haudegen haben wir uns dann immer dualiert.
00:21:32: In den Matches hatte ein Benderis, musste operiert werden absolut trivial.
00:21:42: Die Ärzte waren entspannt, ich war entspannt erst recht weil ich damals bei der Bundeswehr war und dachte naja dann bin ich jetzt mal so drei Wochen
00:21:52: die Zeit läuft
00:21:53: genau drei Wochen im Krankenhaus.
00:21:56: also Stimmung war gut Und es hat sich herausgestellt während der OP das mein Stoff wechselt.
00:22:08: Ja, dieser sehr seltene Stoffwechsel-Defekt nennt sich maligende Hyperthermie.
00:22:16: Das ist mein Stoffhexel sehr extrem auf einen Muskel-Relaxanz reagiert.
00:22:22: Also ein Entspannungsmittel was man in der Narkose bekommt?
00:22:25: Ja
00:22:25: damit das Bein entspannt ist und der Chirurg da selbst sehr entspannt, dass das Bandfilter flicken kann.
00:22:33: Und mal liegt eine Hyperthermie ist ein kleiner Defekt in einem Calciumkanal.
00:22:39: also wirklich ziemlich trivial hört sich das an wenn dieser Trigger dieses Relaxants dann in den Körper gelangt ist die Reaktion extrem.
00:22:52: Das heißt die Körpertemperatur schnellt in die Höhe der gesamte Kreislauf kollabiert oder steht kurz vor dem Kollaps, wenn nicht schnell interveniert wird.
00:23:06: Es gibt glücklicherweise so eine Art Antidot ein Gegenmittel und die Narkoseärztin hat glücklicherweise sehr schnell reagiert.
00:23:17: sie muss ja erst mal erkennen hey was ist das?
00:23:19: Also es gibt Roundabout einen aus hunderttausend Menschen diesen Webfehler im Stoffwechsel haben.
00:23:28: Ich hab den, sie musste das erkennen und musste dann das richtige Antidot auch erwischen und es mir schnell geben.
00:23:40: Und das hat auch stattgefunden ... Es hat mich natürlich damals nachdenklich gemacht als es so langsam.
00:23:49: die Ärzte waren auch ziemlich durch Aber die haben es mir dann über die Wochen danach auch erklärt.
00:24:00: Und seitdem habe ich ein Kärtchen bei mir, dass dieses Suksinylkulin eben nicht mehr in meinen Körper kommt und insofern dieser Stoffwechsel-Webfehler bei mir dann auch keinen Stress macht so lange wie ich.
00:24:16: diesen Stressor, diesen Trigger raushalt hat mir damals schon gezeigt, wie fragil unser Organismus auch ist und das ist natürlich für einen neunzehnjährigen der voll im Saft steht.
00:24:39: Schon eine Situation die in einem krassen Gegensatz zu der Lebensphase auch steht, weil diese Fragilität die erlebt man ja eher so im letzten Drittel des Lebens und sicherlich hat mich das schon damals nicht nur nachdenklich gemacht sondern in positiven Sinne erst recht die Neugierde.
00:25:06: auch geweckt, einfach mehr zu erfahren und dieses Wunderwerk-Organismus einfach besser kennenzulernen.
00:25:14: Und insofern... Ich habe mich ein bisschen schwer getan, Chris, sage ich hier auch unter uns diese Geschichte die nicht viele Menschen aus aus meinem Umfeld, aus meiner Familie natürlich meine Kinder.
00:25:34: Weil da auch ein Erbgang ist die müssen das wissen.
00:25:40: Die das vorher schon wussten aber es hat einfach gepasst und ich bin niemand der nach Sensationen schreit.
00:25:54: Aber weil's eben passt weil dieser Webfehler Im Stoffwechsel ist ja im Buch tatsächlich auch ein Grundelement und insofern ist das aus einer persönlichen Betroffenheit heraus wirklich zu zeigen, ich verstehe nicht nur aus der Wissenschaft sondern auch aus einer persönlichen Erfahrung worüber ich hier schreibe.
00:26:24: Und insofern ist das jetzt die Geschichte, die mit den heimlichen Heldinnen verknüpft ist.
00:26:33: Ja, vielen Dank fürs Teilen und für den Mut.
00:26:35: Ich weiß selber wie es Überwindung kostet auch ein paar Schattenseiten zu teilen aber ich bin mir sicher dass du da durch Menschen zu meinen inspirierst über ihre eigenen vermeintlichen Mankos vielleicht mit jemandem sprechen muss nicht in der Öffentlichkeit in einem Buch sein aber vielleicht mit einem guten Freund und dadurch auch Entlastungen zu erfahren und auch einfach auf so einen Fakt hinzuweisen.
00:26:56: Also viele wissen es vielleicht gar nicht, dass man sowas haben kann.
00:26:59: Ich kannte Allergien oder sowas.
00:27:02: aber sowas fand ich persönlich sehr interessant.
00:27:05: Lass uns mal tiefer in dein Buch einsteigen was jetzt nicht auf die Ein von hunderttausend bezogen ist sondern auf die neunhundertneuneinzig beziehungsweise neunneunzig tausendeinhundert neunhnundneinzig Und du hast es bewusst über die Mithuronndrien geschrieben.
00:27:20: Wir werden dich gleich auf fragen, warum die so eine herausragende Stellung aus deiner Sicht haben?
00:27:25: Viele Menschen haben diesen Begriff schon mal gehört.
00:27:27: Manche kennen auch das Bildchen sieht aus wie so ein kleine süße Erdnuss oder sowas sieht man häufig und wissen auch dass da zelluläre Energie produziert wird.
00:27:36: Maniche wissen vielleicht sogar die Abkürzung ATP-Adenosin Trifosphat vor allem hier.
00:27:41: Menschen, die diesen Podcast auch hören.
00:27:44: Was ist aber deine Erfahrung, was noch die Allerwenigsten über diese Mitochondrien wissen?
00:27:51: Oh.
00:27:53: Das wird jetzt länger dauern, Chris.
00:27:58: Weil tatsächlich ist meine Erfahrung und ich war tatsächlich in einem Gründerteam von einem Corporate Startup vor einigen Jahren, wo die mitochondriale Gesundheit auch ein Kernelement des Geschäftsmodells war.
00:28:12: Wir hatten physische und digitale Wir haben viel Marktforschung auch gemacht und ich war negativ überrascht oder besser gesagt erschreckt.
00:28:32: Wie wenig handverlesene Verbraucher mit dem Begriff Mitochondrium tatsächlich anfangen können?
00:28:44: Und da ist dieses Bild der Bohne tatsächlich dann schon fast das Ende der Fahnenstange bei vielen gewesen.
00:28:54: Die meisten haben sich sogar gescheuert, dieses Wort auszusprechen.
00:29:00: Immer im Buch schreibe ich es auch irgendwo, dass das nie so über den Status des Zungenbrechers hinausgewachsen ist und ... Dieses Bild der Bohnen ist übrigens ein Mythos.
00:29:14: Also da kann ich jetzt schon mal so ein bisschen kitzeln oder dran ansetzen.
00:29:20: Aus der Zeit, als die Mikroskopie noch nicht soweit war, vitale Präparate lebende Zellen in Funktionen in Bewegung sich anschauen zu können und das musst ihr so vorstellen wie einen Gartenschlauch, der irgendwo so gewuselt liegt.
00:29:43: Und für das Mikroskop wird ja ein Schnitt dann durch das Präparat gemacht und dann wird praktisch an unterschiedlichen Stellen dieser Gartenschlauch durchgeschnitten.
00:29:55: Wie sieht der Schnitt aus im Querschnitt?
00:30:01: wie eine Bohne.
00:30:02: Mittlerweile ist die Mikroskopie so weit, dass man sich nicht nur lebende Zellen anschauen kann sondern sehr selektiv über spezielle Fluorescenzfarbstoffe einzelne Komponenten in den Zellen auch färben und markieren kann – auch die Mitochonbrien natürlich!
00:30:23: Und das Tolle ist sie sind keine Bohnen Und sie sind nicht unbeweglich.
00:30:31: Sie bewegen sich, sie bauen ein großes Netzwerk in den Zellen und das ist... Jetzt komme ich so auf dem Punkt vom Beginn Neuroplastizität wieder zurück Gerade in Nervenzellen.
00:30:48: auch extrem wichtig, dass die Mitochondrien die Zellkraftwerke machen noch viel mehr.
00:30:55: Aber bleiben wir bei der Energieproduktion genau an dieser Stelle in den Zellen auch Energie bereitstellen wo der höchste Bedarf ist und das ist Nerven zellen stellt man sich ja so vor es ist ein Zellkörper Dann gibt's irgendwie so eine lange Strippe, so ne lange Strecke.
00:31:15: Das sind dann die Fortsätze und dann gibts ne Kontaktstelle.
00:31:21: Teilweise sind da schon größere Strecken zwischen dem Zellkörper und der Kontaktstelles den Synapsen.
00:31:29: Und an den Synapse wird viel Energie gebraucht.
00:31:34: Man kann wirklich live ... Ich hab es mit eigenen Augen gesehen.
00:31:38: Du siehst wie meine Augen glänzen!
00:31:41: Du kannst live sehen, wie die Mitochondrien bis in die Sonapsen transportiert werden entlang des Zellskeletts.
00:31:50: Das sind Strukturen fast wie kleine Autobahnen den Zellkörper mit den Kontaktstellen auch verbinden.
00:31:59: Und entlang dieser Autobahn, dieser Straßen werden die Mitochondrien transportiert um eben an den Kontaktstellen wo der Punk abgeht Neuroplastikität abgeht Um da auch Energie bereit stellen zu können.
00:32:14: und das ist Das reale Bild.
00:32:17: und bitte Lösch diese Bohne Im Kopf und stell dir ein bewegliches, sehr dynamisches Netzwerk.
00:32:29: Längliche Strukturen, fadenförmige Strukture vor und streicht dieses Bild von der unbeweglichen Bone.
00:32:39: Sehr, sehr spannend!
00:32:39: Vielen Dank!
00:32:41: Ich möchte, dass die Hörer zumindest auch die Grundstrukturen der Funktionalität verstehen.
00:32:45: Wir werden jetzt nicht in ein Biochemie-Studium abdriften und ich weiß das du zehn Etagen tiefer gehen könntest aber wie würdest du einem dreijährigen Menschen der vielleicht Lust hat eine Minute zuzuhören beibringen?
00:32:58: Wie diese Zellkraftwerke aus Dingen die reinkommen am Ende zelluläre Energie produzieren?
00:33:04: was sind die wichtigsten Mechanismen die man verstehen darf?
00:33:08: Ja, also das was erstmal wichtig ist zu verstehen.
00:33:13: Das was wir essen Ist Kalorienenergie.
00:33:18: Das ist chemisch oder physikalisch gebundene Energie Die durch die Mitochondrien umgewandelt wird in biologische energie.
00:33:30: D.h.,
00:33:30: die Midochondrieren produzieren nichts neu sondern es ist ein Umwandlungsprozess.
00:33:36: Also ein Energieträger, das muss man sich so vorstellen wie ein Brennstoff Das ist das was wir essen.
00:33:46: Kohlhydrate Fettsäuren Proteine und zumindest Kohlhydrate und Fettsahrenfette sind die Brennstoffe.
00:33:55: Und die Mitochondrien wandeln diesen Brennstoff, du hast es gesagt in biologische Energie um und das ist dieses Adenosin-Trifosfahrt.
00:34:07: Ein Dreijähriger wird schon... Drittklässler
00:34:12: ist ein kleiner Unterschied.
00:34:14: Ein drittklässler, okay?
00:34:18: ATP ist wie ein voller Akku Und das beinhaltet auch, dass es einen leeren Akku geben muss.
00:34:24: Den gibt's auch.
00:34:26: Das ist das sogenannte Adenosindiphosphat.
00:34:29: also da sind keine Wirschämie aber nur zum Verständnis statt Drei Phosphatgruppen, nur zwei Phosphatkruppen.
00:34:40: Das Monophosphat hat nur eine logisch und um diesen Akku wieder aufzuladen.
00:34:47: Und das machen eben die Mitochondrien, dass die Phosphate wird eine Phosphaatgruppe angehängt.
00:34:53: Und da ist tatsächlich der biologische Energieträger, der alle Funktion in unseren Zellen betreibt.
00:35:04: ohne ATP kein Leben und insofern ergibt sich schon dadurch durch die wirklich lebenswichtige Rolle von ATP, die zentrale Funktion der Mitochondrien.
00:35:22: Weil außerhalb der Metochondrieren gibt es natürlich noch eine gewisse Energieproduktion mit der wir aber als komplexe Lebewesen nicht über den Tag kommen würden.
00:35:36: Da spielt dann auch Sauerstoff keine Rolle, was bei Mitochondrien eine ganz wichtige Rolle spielt in dem Produktionsprozess.
00:35:46: die Effizienz ist deutlich geringer das heißt aus so einem Glucosemolikül wird nur ein Bruchteil Das ATP ist der ATP-Menge produziert, die in den Mitochondrien auch produziert wird.
00:36:02: Und insofern sind die Mitoachondrieren da wirklich ganz, ganz zentral.
00:36:08: also um es nochmal zusammenzufassen Input ist Brennstoff und die Micochondriern spielt an dieser berühmten Zitrazyklus dann noch eine Rolle.
00:36:21: bereiten diesem Brennstoff erstmal so auf dass er in biologische Energie übertragen werden kann.
00:36:30: Und diese Übertragung im Biologischen Energie, dieser Aufladung des Akkus geschieht in der sogenannten Atmungskette.
00:36:38: Viele haben es schon mal gehört, schnell wieder vergessen und das ist praktisch der Kraftwerksblock In den Mitochondrien, wo eben dann auch das ATP entsteht.
00:36:53: Das wird nicht lange gelagert sondern sehr schnell verbraucht in diesem Wimmelbild des Zellstoffwechsels und da gibt es eben die Lernakkus und die werden wieder aufgeladen.
00:37:07: also dass ist so der Kreislauf des Lebens wenn man so möchte.
00:37:12: Ich finde daran immer wieder spannend Es wirklich physiologische Mechanismen und messbar ist.
00:37:18: Wenn man wenig Energie hat, dann ist es nicht was man sich einbildet oder weil man nicht genug Disziplin oder sowas hat.
00:37:24: das mögen beitragende Faktoren sein aber am Ende wenn nicht genug ATP im System ist dann funktionieren Organe Gehirn Mechanismus Stoffwechsels funktioniert alles einfach nicht mehr so gut.
00:37:35: Und deshalb hast du ein wunderbares Buch geschrieben, was wir denn tun können damit die Metochondrien eben gut darin bleiben oder wieder werden.
00:37:43: Möglichst aus dem, was ihnen an Brennstoffen zugeführt wird auch das Maximum an wertvollem zellulärer Energie zu produzieren.
00:37:52: um dieses Akkubild nochmal aufzugreifen.
00:37:55: Letztendlich ist ja so wenn Du sagst dass Leben funktioniert nicht Wenn der Akku nicht gefüllt ist.
00:37:59: wenn wir das leben sagen es das Handy Um in dem Bild zu bleiben, wir hoffen nicht dass das Handy für die Menschen das Leben ist.
00:38:05: Aber dann wäre der Ladestecker letztendlich das was die Mitochondrien sind oder?
00:38:10: Das es quasi dazu führt dass wir immer genug Strom Zuführen können.
00:38:16: ja
00:38:17: Und wenn man sich überlegt, kann es gleich korrigieren.
00:38:19: Es ist wahrscheinlich zu einfach gegriffen aber ich habe jetzt gerade ein Akkuladegerät was häufig geknickt wird wo die Kontakte schon wackeln etc.
00:38:28: und da ist natürlich viel schwieriger das Handy aufzuladen als wenn man einen gut gepflegten aufgeräumten sachgerecht gewickelten akkuladestecker hat der eben gut darin ist Strom zuzuführen.
00:38:39: macht das Sinn für dich?
00:38:41: Absolut.
00:38:42: also Gut, die Mitochondrien mit einem Ladestecker zu vergleichen.
00:38:51: Stark vereinfacht ist das okay?
00:38:54: Die Kernaussage unterstimm ich dir zu hundert Prozent zu diesen Ladevorgang eben zu unterstützen und nicht zu verhindern.
00:39:05: Das ist etwas wo wir viel zu tun.
00:39:10: Zutun können und viel zu tun haben sozusagen.
00:39:17: Und das kann dann auch mal so der Knick im Kabel sein, der dann aber in übertragenen Sinne eine Ursache auch in unserem Alltag hat.
00:39:29: Es gibt ein schönes, was heißt Schönes?
00:39:31: Aber ein interessantes Kapitel, was heisst Mituron drehen im Burnout und wir sprechen ja viel über Burn out und ich würde sagen in der ganzen gesellschaftlichen Diskussion wird es primär auf mentale, auf psychologische Gründe zurückgeführt.
00:39:46: Auf chronischen Stress, wo der herkommt, jobbedingt familienbedingt
00:39:50: etc.,
00:39:50: aber was du ja auch schön darstellst ist dass das alles nicht immer, aber auch eine physiologische Grundlage haben kann.
00:39:58: Dass die Metochondrien eben nicht mehr in dem Zustand sind wie sie sein sollten und dann mindestens dazu beitragen vielleicht sogar ursächlich sind, dass Menschen in einer Energiekrise schlittern.
00:40:09: Unterscheidet sich denn so ein kerngesundes Mitochondrium, wenn du das in deiner Forscherzeit noch in einem modernen Mikroskop siehst von einem was von einem Menschen ist der gerade akut in einem Burnout steckt?
00:40:23: Du sprichst jetzt von der erworbenen mitochontrialen Dysfunktion.
00:40:29: Es hört sich jetzt kompliziert an.
00:40:31: ich habe es trotzdem gesagt um klar zu machen dass ist jetzt nichts esoterisches wo wir jetzt reingehen sondern diese mitochondriale Fehlfunktion, um die es geht.
00:40:43: Ich hab's jetzt mit Mitochondrien Burnout übersetzt im Buch.
00:40:49: Kann ganz unterschiedliche Ursachen haben und ...
00:40:54: Was sind so Klassiker, die du beobachtest?
00:40:55: Die vielleicht auch viele Menschen dir zuhören und betreffen können.
00:40:58: Ja
00:40:59: also... Im Buch habe ich ja die Energievampire erfunden, als Figur ums greifbar zu machen.
00:41:08: Was tatsächlich auch die Mitochondrien schädigen kann und der größte Energiewampir ist chronischer Stress.
00:41:18: Warum?
00:41:19: Darf ich ganz kurz einhaken?
00:41:20: Weil jetzt hören Menschen zu und sagen, ja das bin ich weiß ich auch schon.
00:41:25: Jetzt erzählt er mir dass ich meditieren soll und hier und da.
00:41:27: also wir werden tiefer reingehen Wir werden auch physiologisch werden auf wenn man einmal wirklich versteht Dass es nicht so ein eingebildeter Modus ist über den man nur mit mehr Disziplin Mit mehr Willenskraft und dann mal vielleicht einen längeren Urlaub einlegen oder sowas drüber geht.
00:41:42: Sondern wenn du uns wirklich mal die Ursachen erklärst Und daraus abgeleitet kommen auch ganz andere Mechanismen raus als die Menschen typischerweise hören.
00:41:50: Also bitte dran bleiben jetzt!
00:41:51: Ja,
00:41:52: genau also ich versuch das jetzt mal klar zu machen, chronischer Stress ist tatsächlich energiesaugend weil über unseren Grundumsatz um die Energie die wir für das normale Leben bereitstellen müssen hinaus stressenergie kostet.
00:42:16: Der Blutdruck ist deutlich erhöht.
00:42:19: Die Herzschlagfrequenz im Kopf feuern die Neurone, die Muskelspannung ohne dass man es merkt.
00:42:29: Man läuft ja fast wie mit einem dauerhaft angespannten Armmuskelbiceps durch den Tag.
00:42:38: das kostet alles mehr Energie und erst recht diese Stressreaktion, wo ja Skottisol auch eine ganz zentrale Rolle spielt.
00:42:48: Es kostet alles Energie und da unterscheiden sich die Mitochondrien nicht von herkömmlichen Kraftwerken.
00:42:55: wenn ein Kraftwerk dauerhaft am Anschlag oder sogar noch darüber hinaus viel mehr Energie produzieren muss Als es eigentlich normalerweise der Fall wäre, eben weil diese Stressreaktion so dauerhaft ist, gibt das einen erheblichen biologischen Verschleiß.
00:43:17: Und diesen Verschlei kann man auch in den Mitochondrien – jetzt komme ich zu deiner Frage –.
00:43:22: wenn ich jetzt ein fittes Mitochronrium und ein fehlfunktionales Midochronrium nebeneinander sehe, kann ich das auch sehen?
00:43:33: Das heißt, das nicht funktionale Mitochondrium sieht fragmentiert aus.
00:43:43: Prozesse die Regeneration der Mitochronrien auch ermöglichen finden nicht mehr statt und eine ganz tolle Reaktion der Midochronrien nämlich sich zu teilen wenn der Energiebedarf erhöht ist, findet auch nicht mehr statt wenn der Stress chronisch ist und das ist etwas ein anderer Prozess.
00:44:13: Das kann ich jetzt auch sagen weil es gut passt.
00:44:17: Viele haben schon mal von dem Prozess der Autophagie gehört, gab es ja vor ein paar Jahren auch einen Nobelpreis.
00:44:24: Da ging das so ein bisschen durch die Presse...
00:44:26: Ganz kurz in zwei Sätzen in deinen Worten erklären?
00:44:29: ...die Müllabfuhr der Zellen.
00:44:31: Also so schaffen es die Zellen Schadstoffe und Schrott loszuwerden.
00:44:38: Es wird also entsorgt damit die Zelle wieder funktioniert oder die Funktion erhalten bleibt Mitochondrien
00:44:45: auf, wenn ich das ergänzen darf.
00:44:46: Aber nur wenn wir nicht ständig externarung zuführen.
00:44:49: also da kommt ja dieses intervallfasten ins spiel.
00:44:51: Ich glaub stand jetzt den ich kenn.
00:44:53: niemand weiß ob es vierzehn fünfzehnt sechzehn Stunden ist aber irgendwo in dem bereich setzt dann die autophagie ein.
00:44:59: oder ist es veraltet der Stand?
00:45:02: Nee der ist nicht veraltet.
00:45:03: und dass übertragen auf die mitochondrieren.
00:45:07: Die haben den prozess der mitophagi und haben eine Art Qualitätskontrolle, wo sie erkennen welche Mitochondrien tatsächlich kaputt sind.
00:45:21: Auch nicht mehr regeneriert werden können.
00:45:24: die werden durch Mitofagie abgebaut.
00:45:27: brauchbare Einzelteile werden dann noch wieder in das vitale, mitochondriale Netzwerk zurückgeholt.
00:45:35: Recycling?
00:45:36: Genau!
00:45:36: Das ist perfektes Recyling.
00:45:39: und der Rest geht dann eben durch das zelluläre Entsorgungssystem raus damit es keinen Schaden mehr anrichtet.
00:45:48: Diese die mitochondriare Funktion erhaltene Prozesse finden nicht mehr statt.
00:45:58: Das heißt, die Meteorondrien müssen am Anschlag ohne das Regenerationszyklen möglich sind.
00:46:07: Ohne dass sie die Möglichkeit haben, die kaputtenlos zu werden, dauerhaft mehr Energie produzieren.
00:46:16: und das sieht man denen tatsächlich an.
00:46:19: Und das ist etwas was wir natürlich im Alltag nicht sehen.
00:46:25: Wir haben also kein Video-Mikroskop in unsere Zellen rein zu gucken, aber wir kriegen ständig WhatsApps von den Mitochondrien.
00:46:38: und das ist das was du sagtest, was wir merken dass wir eben immer mehr erschöpfen und ich erinnere mich des die Bundes.
00:46:54: Ich muss mal überlegen, wie diese Bau A heißt.
00:46:58: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizint veröffentlicht einmal im Jahr diesen Unfallverhütungsbericht Und im Berichtsjahr, zwanzig vierundzwanzig.
00:47:18: Ich hab mich total gewundert weil wenn Arbeitnehmer interviewt werden was ist jetzt der Hauptgrund dafür dass du viele Fehlzeiten hast das du dich nicht wohl fühlst denkt man ja naja da ist dann so der Rückenschmerz oder allgemein Schmerzen.
00:47:42: und Ne, jeder zweite?
00:47:44: Fünfzig Komma vier Prozent.
00:47:47: Ich hab's extra noch mal nachgeguckt.
00:47:49: Fünfzig Komma Vier Prozent der Befrachten fehlende Leistungsfähigkeit und dauerhafte Erschöpfung.
00:47:58: Das heißt diese WhatsApps kriegen viele Menschen ohne dass aber die Ursache klar ist, die ich kurz kurz versucht habe zu erklären Und wiederum die Möglichkeiten, die Fitness der Midorondrien zu verbessern erkannt werden.
00:48:19: Weil das ist dann irgendwie so gottgegeben.
00:48:24: Man kann eh nichts ändern.
00:48:26: Natürlich kann man an dem Outlook-Kalender schon in gewisser Weise auch selber was ändert.
00:48:34: Vieles in den Verhältnissen natürlich nicht aber man kann tatsächlich Stellschrauben, die man selber verstellen kann mit dieser Kenntnis.
00:48:43: Was denn eigentlich die Ursache ist und wo diese WhatsApps überhaupt herkommen?
00:48:48: Nämlich von den Mitochondriern, die die Finger heben und sagen hey wenn das jetzt noch länger geht dann geht gar nichts mehr.
00:48:56: Jetzt achte mal endlich auf uns.
00:49:00: Das ist etwas was vielmehr ins Bewusstsein gehen muss Mit dem Spin.
00:49:07: Wir können tatsächlich aktiv auch was tun, um die Mitochondrieren fit zu halten.
00:49:12: Bevor
00:49:13: wir genau darauf kommen, was man tun kann und zwar nicht indem man Biohacking profi wird, sondern kleine Stellschrauben im Alltag, die auch realistisch sind, möchte ich noch ein weiteres Phänomen, das du auch schön beschreibst darstellen, was viele Menschen in dieser Diskussion noch gar nicht sehen – und zwar das Thema Alzheimer.
00:49:30: Also Gehirn-Degenerationen, die ja auch auf Veränderungen in den Mitoachondriern zurückzuführen.
00:49:36: Und du schreibst, dass viele Forscherinnen und das habe ich jetzt auch schon mehrfach gehört.
00:49:40: Das Thema Alzheimer auch immer mehr als Typ drei Diabetes beschreiben.
00:49:46: Ja.
00:49:47: Viele Menschen haben den Begriff Typ zwei Diabetes schon gehört wissen, dass es irgendwas mit Insulin zu tun hat, mit Blutzucker
00:49:53: etc.,
00:49:54: aber gib uns doch bitte mal die Brücke was... eine einsetzende Demenz, wie das Diabetes sein kann wenn man Typ zwei mit Insulin und Blutzucker verbindet.
00:50:05: Also wo ist da der Link der vielen Menschen fürs Verständnis fehlt?
00:50:08: Ja also ich sag's als Disclaimer es is ne Hypothese in der Wissenschaft sowie auch ne Hypothese über die letzten über zwanzig Jahre war Und da auch die Wirkstoffforschung hauptsächlich reingegangen ist, dass das Betaameloid also diese Proteinansammlung in den Nervenzellen offensichtlich, dass die Zielgröße ist wo auch Wirkstoffe ansetzen weil das für den Krankheitsverlauf sehr relevant ist.
00:50:46: Ist das Thema Demenz?
00:50:49: Alzheimer ist eine Stoffwechselerkrankung des Gehirns, auch eine wissenschaftliche Hypothese die getestet werden muss.
00:51:01: Leider sage ich ganz offen sind viele Forschungsgelder in die andere Hypothese gelaufen so dass eben konkurrierende Hypothesen sage ich mal ganz vorsichtig nicht so beforst werden konnten oder durften, wie es wissenschaftlich ordentlich eigentlich hätte gemacht werden müssen.
00:51:28: Und ich habe schon gesagt also Stoffwechselerkrankung.
00:51:32: Ich hab beschrieben gerade in den Nervenzellen, wie wichtig die Mitochondrien dafür für die Funktion sind.
00:51:41: Man muss sich vorstellen das Gehirn macht zwei Prozent des gesamten Körpergewichtes aus Aber braucht anteilig an der Gesamtmenge Energie, die wir so über einen Tag brauchen, zwanzig Prozent.
00:51:57: Also es ist ein sehr energiekostendes Organ.
00:52:03: natürlich, das ist ja so die Steuerzentrale.
00:52:07: wenn da die Mitochondrieren im Lauf der Zeit schlapp machen kann man sich schon vorstellen, dass das der Startschuss für eine Demenz sein kann.
00:52:21: Und es gibt viele Studien gerade aus den letzten Jahren die zeigen, dass diese mitochondriale Fehlfunktion in den Nervenzellen tatsächlich assoziiert ist mit Symptomen der Demenz.
00:52:35: und da ist natürlich immer so dieses Henne-Eye-Ding.
00:52:39: was war jetzt zuerst?
00:52:42: Gibt es da überhaupt einen Kausalzusammenhang?
00:52:45: Es gibt viele mechanistische Untersuchungen, die belegen dass es dann funktionellen Zusammenhang tatsächlich gibt.
00:52:52: Aber das muss die Wissenschaft hoffentlich mit mehr Budget als bisher auch in dieser Hypothese testen aber ist eine stetig wachsende Community an Wissenschaftlern die tatsächlich sagen Hier haben wir eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn.
00:53:13: Die Mitochondrien sind da nicht nur Begleiterscheinungen, sondern tatsächlich so im Epizentrum der Erkrankung und das würde natürlich auch im Bereich der Prävention und Therapie neue Möglichkeiten eröffnen die unter Umständen sogar viel früher ansetzen können Als es halt mit der herkömmlichen Therapie, wo ja dann meist schon starke Symptome auch da sind, dann der Fall sein könnte.
00:53:46: Ja und du könntest bestimmt noch zig andere Beispiele, wo Krankheiten die auch in hohen Fallzahlen mittlerweile stattfinden.
00:53:54: Auch diesen Kontext immer wieder zu mittelkondrialen Dysfunktion geben.
00:53:58: Ich möchte mal zurückkommen zu diesem Erschöpfungszustand den Menschen eher in der Mitte ihres Lebens haben weil das glaube ich das was einfach viele die hier auch zuhören tatsächlich erleben.
00:54:07: und Du hast eine schöne Stelle im Buch wo Du einen fiktiven Arzt zitierst der sagt gratuliere sie sind gesund.
00:54:14: Aber das Problem ist, dass diese Diagnose für viele Menschen nicht mit ihrem aktuellen Gefühl zusammenpasst.
00:54:21: So und egal zu welchem Spezialisten man geht, oft nicht die eine Ursache gefunden wird.
00:54:26: Und deine Hypothese und die hast du ja nicht erfunden sondern schön zusammengetragen ist ja das im Zentrum eben häufig mitochondriale Dysfunktionen stehen, die dann erklären können warum nicht dass ein Problem an einem Organ oder an diesem Hormon ist?
00:54:40: Sondern es einen systemischen Effekt
00:54:42: auslöst.
00:54:44: Was kannst du Menschen, die genau an diesem Punkt sind?
00:54:46: Die vielleicht auch schon ein bisschen verzweifelt sind.
00:54:48: Dass sie wirklich schon viele Fachärzte aufgesucht haben aber immer mit dieser frustrierenden Antwort wir finden nichts oder eigentlich müsste ihnen gut gehen.
00:54:55: der Hausarzt schreibt sie dann vielleicht mal vier Wochen krank und sagt entspannen sich mal ein bisschen verschreibt sogar Schlaftabletten.
00:55:01: im schlimmsten Fall was kann zu diesen Menschen empfehlen wie Sie trotzdem einen Schritt weiterkommen um vielleicht genau diese Dysfunktionen aufdecken zu können?
00:55:11: Ja, also ich hab diese Situation ja sehr bewusst beschrieben weil das bei vielen Menschen mit denen ich gesprochen habe.
00:55:20: Ich hab auch mit Ärzten gesprochen tatsächlich so der Fall ist dass es Realität wird ein großes Blutbild gemacht.
00:55:30: ich vereinfache jetzt und da wird nichts gefunden Und deshalb ist die Betroffene gesund, weil Krankheit konnte ja ausgeschlossen werden und fühlt sich aber nicht so.
00:55:50: Mittlerweile gibt es tatsächlich in der herkömmlichen Labordiagnostik auch die Möglichkeit – das ist jetzt ein Teil der Antwort auf deine Frage was können die Menschen tun?
00:56:06: gibt es die Möglichkeit, die Mitochondrien Fitness auch anzukreuzen.
00:56:12: Das heißt, es gibt Befunderhebungsbögen in der Labordiagnostik wo gecheckt werden kann wie hoch ist denn der oxidative Stress oder mit Blick auf die Stickstoffradikale der nitrosative Stress.
00:56:35: Da gibt es Marker im Blut, die zeigen wie hoch der Schadstoffausstoß der Mitochondrien ist und man praktisch indirekt über die Höhe des Schadstoffausstoßes – das sind diese sogenannten radikales, nicht alles radikal aber sehr reaktive Verbindungen Je höher die sind, ist das ein Indiz dafür wie gut die Mitochondrien funktionieren.
00:57:06: Das ist bei jedem Kraftwerk so.
00:57:09: wenn ein Kraftwerk geschmeidig läuft dann kommt fast gar nichts aus dem Schornstein raus.
00:57:16: aber wenn es da irgendwo hakt Der Verbrennungsprozess in der Energieproduktion nicht sauber ist.
00:57:22: Dann kommen da die dicken Wolken raus und übertragen auf die Mithorondrien, sind das eben dann die Radikale?
00:57:29: Und da gibt es mittlerweile gute Blutmarker, die das zeigen!
00:57:33: Das heißt, es sind über das normale Blutbild oder auch große Blut bild hinauswährendes Sonderanforderungen die man definiert damit noch nach etwas anderem gesucht wird was im Standard nicht passiert.
00:57:44: Genau
00:57:44: und dass ist eben genau das was aktuell das bestätigen viele Ärzte ist natürlich dann in vielen Bereichen dann auch etwas was der Betroffene selber zahlen muss.
00:57:56: also ist dann diese Selbstseilerleistung oder die private Trächtes nur.
00:58:04: Wichtig ist, dass da das Bewusstsein bei den Menschen erst mal geschürt wird, dass das auch eine Ursache außerhalb der normalen Standardbefunderhebung haben kann und dann eben dieser Mitochondrien-Check eine Rolle spielen kann.
00:58:26: also es gibt Ganz einfache Blutmarker.
00:58:28: Es gibt mittlerweile, und das ist so ein bisschen auch perspektivisch jetzt geguckt auf die nächsten Jahre wo ich hoffe dass so die Standard-Labor Diagnostik immer mehr auch diese Blackbox mit Ochondrien aufschließt.
00:58:44: Gibt es den sogenannten bioenergetischen Gesundheitsindex Bioenergetic Health Index.
00:58:54: Das ist ein recht aufwendiges Laborverfahren, wo aber immer mehr Labordienstleister auch diese Geräte tatsächlich haben und die Untersuchungen machen können.
00:59:06: Und sogar feststellen können an welchem Punkt in der Atmungskette also im Kraftwerk, Energieerzeugungskomplex der Mitochondrien tatsächlich der Engpass fliegt.
00:59:21: Dann
00:59:21: kann man gezielt reingehen, was Coenzyme
00:59:24: betrifft.
00:59:24: Man weiß mittlerweile ... Das ist also schon fast Lehrbuchwissen, wo welcher Mikronährstoff in den Mitochondrien eben als Co-Faktor, als wichtiger Faktor als Pflegemittel im übertragenen Sinne auch ansetzt.
00:59:42: und wenn man eine Idee hat an welcher Stelle der Engpass ist kann man auch sehr gezielt intervenieren.
00:59:50: und wenn gleichzeitig in der Mikronährstoffbilanzierung genau an dieser Stelle dann die Unterversorgung aufploppt, dann kann man sehr geziel das entsprechende B-Vitamin zum Beispiel supplementieren.
01:00:07: Und die Ernährung entsprechend umstellen.
01:00:11: Und trotzdem, das was jetzt ein Beispiel soll nicht der Eindruck entstehen dass man das alles mit Nahrungsergänzungsmitteln korrigieren kann.
01:00:17: Wir kommen gleich noch zum paar großen Hebeln die man vorher sich angucken sollte bevor man dann in diese Mikrooptimierung geht.
01:00:25: Du schreibst auch etwas was ich wunderschön fand und sagst Die Herzfrequenz Variabilität oder HRV ist das Fenster zu den Meturonnerien Menschen, die einen Apple Watch haben oder es keine Werbung oder ein Aura Ring woop was auch immer.
01:00:39: Es gibt ja viele Menschen die mittlerweile tracken.
01:00:41: Manche werden dadurch schlauer manche eher verwirrter sind.
01:00:44: das teilt sich aus meiner Sicht also nicht.
01:00:46: jeder kommt gut damit klar.
01:00:48: ähnlich
01:00:48: können wir gleich nochmal drüber sprechen wie du grundsätzlich diesen Trend siehst.
01:00:52: aber was haben jetzt?
01:00:52: hat jetzt diese Herzfrequenz Variabilität mit dem Zustand der Mitochondrien zu tun?
01:00:57: Ja möchte jetzt keine Vorlesung halten, aber vielleicht noch mal die Grundlage der Herzratenvariabilität.
01:01:06: Das ist ja keine Arhythmie sondern das ist ein sich wechselnder Abstand zwischen den Herzschlägen und das liegt so in der Range von wenigen Millisekunden.
01:01:20: also da merkt man nichts von.
01:01:23: Und die Ursache ist das Wechselspiel der beiden Player im autonomen Nervensystem.
01:01:31: Das Gaspedal, im übertragenen Sinne der Sympathikus und der Vargos oder der Parasympathicus Hauptanteil der Vargus...
01:01:40: Die Bremse?
01:01:42: ...ist die Bremze!
01:01:43: Und die wechseln sich in so einem wilden Ping-Pong ab wie sie am Herzen aktiv sind.
01:01:52: Und es ist tatsächlich so und schon lange bekannt, je höher die Variabilität ist.
01:01:58: D.h.,
01:01:59: je höher der Abstand zwischen den Herzschlägen variiert von Schlag zu Schlag, desto vitaler ist auch das System.
01:02:13: Also interessungsfähiger, adaptiver sind wir!
01:02:15: Genau, desto leistungsfähiger sind wir auch und widerstandsfähiger.
01:02:20: Das sind ja wichtige Dimensionen die mit der Vitalität eines Organismus zu tun haben, wichtige Prädikate.
01:02:31: Okay also die Leistungsfähigkeit beziehungsweise je höher die Variabilität desto laistungsfähiger der Organismus Und das autonome Nervensystem braucht natürlich immense Mengen an ATP, um dieses wilde Ping-Pong auch hinzukriegen.
01:02:51: und deshalb ist eben die Fitness der Mitochondrien auch ganz erheblich damit diese hohe Vitalität reflektiert auf eine hohe HRV erhalten bleibt.
01:03:04: Insofern spielen da jetzt und der Energiestoffwechsel zusammen.
01:03:12: Und das Nervensystem kann aber nur so vital sein wie auch die Mitochondrien Energie bereitstellen, und deshalb sage ich man muss natürlich die entsprechende Auswertung haben.
01:03:28: nicht jeder Tracker hat diese Auswertungen
01:03:32: so dass
01:03:33: man nicht invasiv Und praktisch über den gesamten Tag erfasst war, indirekt ein Leistungsparameter auch für die Mitochondrien Fitness hat.
01:03:45: Weil wenn die nicht gut drauf sind dann wird die HRV auch runter gehen und das weiß man auch.
01:03:53: also gerade jetzt nach der Corona Zeit.
01:03:58: viele haben halt da auch eine Corona-Infektion gehabt und haben es schon zum Teil, ohne dass sie die Symptome gespürt haben.
01:04:09: Vorher schon in der HIV gesehen, haben sich gewundert ... Was hat das jetzt mit der Infektion zu tun?
01:04:22: Das hat aber die Wissenschaft mittlerweile sehr gut erklären können, weil eben diese Coronaviren auch sehr schnell die Mitochondrien für den eigenen Stoffwechsel geheitcheckt haben und da eben für so einen Vitalitätsparameter einfach die Energie auch fehlte, und die HRV deshalb in den Keller gegangen ist.
01:04:47: Jetzt haben wir viel über dieses HRV, die Abkürzung Herzfrequenz oder Herzratenvariabilität gesprochen.
01:04:52: Ich habe es gerade angedeutet.
01:04:53: Grundsätzlich arbeite gerne mit diesen Tools, mit Klienten, die auch damit gut umgehen können und hier eine gewisse Distanz zu den Daten haben.
01:05:00: aber ich beobachte zwei Trends.
01:05:02: zum einen das sehr viele Menschen, die keine Distanz dazu haben sondern in ihre App gucken wie geht's mir denn?
01:05:08: Wie hab' ich geschlafen?
01:05:09: also völlig ihre eigene Intuition und das eigene Gefühl verlernen.
01:05:13: dadurch ja und andere Die gar nicht wissen, wie man die Daten liest.
01:05:17: Die gucken sich vielleicht so einen Readiness Score an der von null bis hundert geht.
01:05:21: wenn man ein krönchen ab fünfund achtzig kriegt freut man sich.
01:05:24: wenn man drunter liegt freut Man sich nicht so.
01:05:26: aber es ist vielfach finde ich so ein Statement geworden dass man sagt Ich gehöre zu denen die auf die Gesundheit achten leiten Aber daraus häufig und das gilt natürlich für alle aber wirklich eher schädliche Verhaltensweisen ab.
01:05:40: Wie guckst du in deinem Alltag darauf, wem würdest du sowas empfehlen und zu wem?
01:05:45: würde ich sagen lass lieber die Finger davon da.
01:05:47: ist diese zusätzliche Transparenz eher kontraproduktiv?
01:05:51: Ja das ist schwierig zu sagen.
01:05:53: also ich akzeptiere dass wenn es immer mehr Menschen gibt die das tatsächlich aktiv nutzen Ich gehe da mal über einen anderen Weg in die Antwort rein und angesetzt bei der HRV.
01:06:14: Es gibt Systeme, die HRV basiert ein Biofeedback ermöglichen.
01:06:21: Das heißt du hast die Möglichkeit über zum Beispiel tiefe Atmung oder Entspannungstechniken diese eigentlich autonom unbewusst laufende Steuerung im vegetativen Nervensystem bewusst zu trainieren.
01:06:47: Und ich nenne jetzt keine Firmen, aber es gibt eine Firma mit der habe auch zusammengearbeitet.
01:06:54: die hat seit vielen Jahren ein Gadget das ist so etwa so groß wie ein Tennisball wo Online die HRV gemessen wird.
01:07:07: In Echtzeit?
01:07:07: In Echzeit gemessen und du über eine Farbänderung von Rot auf Grün, es wird natürlich so ein Threshold, so einen Schwellenwert einprogrammiert ist durch tiefe Atmung zum Beispiel bewusst schaffst die HRV in den grünen Bereich, im wahrsten Sinne des Wortes zu bringen.
01:07:34: Und das ist etwas anderes als du jetzt gefragt hast.
01:07:39: da werden zum Teil ohne dass da die User behaupt ich mal oder so Du hast es ja auch gesagt überhaupt was mit der Auswertung anfangen können oder das überhaupt eine Rolle spielt.
01:07:52: Ist das ein anderer Schmack?
01:07:54: Das heißt, aus dem Bewusstsein heraus wie zentral als systemischer Fitnessindikator die HRV ist und wie zental es ist diese HRV wirklich in den grünen Bereich zu bekommen.
01:08:11: Ist es so eine Art ich nehme jetzt das Heft selbst in die Hand Selbstverantwortung und schaffe es, über dieses smarte Biofeedback einen zentralen Leistungsparameter meines Organismus vegetatives Nervensystem Energiestoffwechsel in den grünen Bereich zu bringen.
01:08:35: Und das ist dann ein anderer Wert, den die HRV bekommt.
01:08:41: Es ist wichtig natürlich auch zu tracken.
01:08:44: Ich mache das auch selbst allerdings mit einem Tracker, der auch aus dem Hause kommt wo dieses Bio Feedback System entwickelt wird.
01:08:56: Wo ich weiß dass da die Auswertung auch so ist das sich was mit anfangen kann und dann kann Ich auch über einen langen Zeitraum sehen Auch wenn ich eine Erkältung kriege.
01:09:06: ich sehe es immer direkt auch in der HRV wie der Fitnessstand oder wie mein Stresslevel auch ist, eben um dann entsprechend reagieren zu können und auch meinen Stressmanagement besser aufzustellen.
01:09:22: Und das auch, was du ansprichst.
01:09:23: Aus meiner Sicht ist nicht der primäre Mehrwert sich anzusehen wie waren meine Daten letzte Nacht?
01:09:29: Sondern der primaire Mehrwert ist Trends zu erkennen Verhaltensänderungen auf stabile langfristige Trends zum Mappen und dadurch ein paar Kurskorrekturen wenn man das denn möchte im Alltag eben nicht nur nicht nur Bauchgefühl basiert, sondern eben auch ergänzt durch Daten die mehr oder weniger präzise je nach Tracker sein können eben anzulegen.
01:09:52: Lass uns mal ein paar Strategien.
01:09:53: Dein Buch ist voll davon, aber dass die Menschen auch so ein bisschen Gefühl dafür bekommen in welche Richtung es geht.
01:09:58: Davor noch wollte ich vorhin nicht unterbrechen.
01:10:00: du hast diese Marke im Blut angesprochen, die diese Dysfunktion gibt's dir auch im Buch?
01:10:06: Welche man da anguckt ist eine Liste drin?
01:10:08: Ist ne kleine Liste drinnen nicht?
01:10:11: abschließend Ich hab natürlich auch den Blick in die Labore Und weiß, dass gerade in USA einige Arbeitsgruppen daran arbeiten.
01:10:22: Wirklich sehr direkte Stressmarker der Mitochondrien so aufzubauen, das die dann auch praxisreif werden.
01:10:31: Da wird es in den nächsten Jahren wie schon sagte mit Sicherheit noch viel mehr geben.
01:10:37: Das ist die eine Seite, äh das andere ist und da wiederhole ich nochmal den Aufruf.
01:10:44: Das hat jeder Betroffene dann selbst in der Hand, den Arzt zu sensibilisieren dass es da eben auch noch rechts-und links vom Tellerrand etwas gibt wo eben eher der Energiestoff wechseln nicht die Organfunktion ne grundlegende Rolle spielen.
01:11:03: aber du hast es eingangs gesagt Energie und Funktion gehören ja immer zusammen.
01:11:09: Manchmal ist die Ursache eben noch nicht in der Funktion angekommen, aber im Energiestoffwechsel sehr wohl schon da.
01:11:17: Okay, dann lass uns mal ein paar Hebel identifizieren.
01:11:20: Es gibt eine schöne Formulierung wo du sagst Gesundheit ist trainierbar weil Mitochondrien trainierba sind.
01:11:26: Wir haben jetzt verstanden warum mit Tuchondrien Auswirkungen auf Gesundheit haben und deshalb reden wir jetzt.
01:11:31: Du hast den Begriff des Mito Reset Verwendet das heißt selbst wenn man einen relevant hohen Anteil an dysfunktionalen Mito Chondrien hat der Wie sagt man, das Kind ist nicht in den Brunnen gefallen sondern selbst wenn vor zwanzig Jahren der beste Zeitpunkt gewesen wäre Dinge zu ändern.
01:11:47: Der zweitbeste ist jetzt ab diesem Gespräch und vielleicht kannst du den Menschen hier nochmal ein bisschen Hoffnung geben was auch die regenerativen Fähigkeiten des Körpers sind weil das höre ich auch oft wenn ich Vorträge zu Schlaf oder so halte und es sitzen vierzigjährige Menschen vor mir so ein bisschen bedröppelt und sagen ja wenn ich jetzt fünfzehn Jahre etwas falsch gemacht habe lohnt sich denn dann überhaupt noch eine Änderung?
01:12:07: jetzt Und bevor wir in die Strategien konkret reingehen, gibt den Menschen doch mal ein bisschen Hoffnung dass es sich tatsächlich lohnt heute egal wie die Vergangenheit war wirklich auch das eine oder andere anzupassen.
01:12:18: Ja absolut also das sage ich aus eigener Erfahrung.
01:12:22: Ich oute mich Chris so.
01:12:24: das Thema Stressmanagement da stand bis vor zehn Jahren bei mir nicht zur Debatte.
01:12:32: im Gegenteil ging es wahrscheinlich so, wie vielen Stress ist.
01:12:39: Gerade wenn man männlich ist, möchte jetzt keine Vorurteile aufmachen, kein Shitstorm entwickeln.
01:12:48: Ist ja fast wie ein Predikat.
01:12:50: Man ist wichtig und hat keine Zeit.
01:12:54: Und man hat eben Stress.
01:12:57: Da zähle ich mich zu.
01:13:00: mit Anfang fünftig habe ich tatsächlich gemerkt, das geht so nicht mehr wie es die fünfzig Jahre vorher der Fall war und hab da tatsächlich mir eine kleine aber funktionierende Entspannungs-Routine angewöhnt.
01:13:23: Und auf deine Frage, ich profitiere total von und ich bin auch überzeugt davon, dass es mir anders gehen würde wenn ich meine Entspannungsroutine nicht hätte.
01:13:37: Und insofern der Körper ist auf der einen Seite sehr fragil aber auf der anderen Seite verzeiht er auch viel in fortgeschrittenen Lebensphasen den Lebensstil nicht disruptiv zu ändern, sondern in eine etwas andere Richtung auch weiterzuentwickeln.
01:14:01: und das ist so etwas fällt mir gerade ein Begriff ein.
01:14:08: So einer der Erbegründer der modernen Physiologie, also das ist so die wissenschaftliche Disziplin wo es um die Vorgänge im Körper geht wie unser Wunderwerk funktioniert.
01:14:25: Walter B. Cannon hat vor hundert Jahren in etwa hat er diesen Mitblick auf was er damals mit sehr einfachem Method schon erkannt hat auf dem Begriff die Weisheit des Körpers.
01:14:46: Die Weisheid des Körper, Body Wisdom begründet und es gibt vieles und da komme ich gleich bei den Mitochondrien auch drauf was der Körper schon längst entwickelt hat und wo's an uns ist Hilfe zur Selbsthilfe zu geben das heißt Das, was schon zur Regeneration zum Aufrechterhalten der Fitness angelegt ist tatsächlich zu unterstützen.
01:15:17: Und das ist eben das, was in vielen Bereichen auch der Medizin als Selbstregulation ja so fast abfällig bezeichnet wird.
01:15:32: Das ist genau diese Body Wisdom, diese Weisheit des Körpers die eben auch bei den Mitochondrien vorhanden ist.
01:15:42: Die wir unterstützen können.
01:15:46: Es gibt jetzt die verschiedensten Hebeln.
01:15:47: Ich möchte verstehen, du hast vorhin angedeutet wenn der Stress nicht chronisch ist sondern in einem gesunden Maße ist dann führt es auch zu einer Teilung der Mitochondrien dass sie insgesamt ihre Power multiplizieren und verbessern.
01:15:59: Und ein Hebel um das zu tun ist ja die sogenannte Homesis also den Körper über verschiedene Methoden unter Stress zu stellen um eben dieses Signal an die Mitochondrien, hey ich habe ein bisschen mehr Bedarf auszusenden.
01:16:13: Jetzt ist das für Menschen, die im chronischen Stress sind natürlich fast schon schizofrehen, dass einem empfohlen wird, um gelassener zu werden ins Kältebad zu gehen oder auf anderen Wegen sich zusätzlich zu stressen.
01:16:26: Wo weiß man wann diese Dinge, die auch durch Social Media grassieren
01:16:30: etc.,
01:16:30: eher helfen?
01:16:31: Für die aktuelle Energiekrise?
01:16:33: und wo wirken sie eher kontraproduktiv?
01:16:37: Das lässt sich tatsächlich so über alle Einzelfälle schwer sagen, Chris.
01:16:44: Also das wäre unseriös.
01:16:47: aber bei chronischem Stress ist tatsächlich das wirklich Wichtigste was es die Ursache und da auch anzugehen.
01:16:59: Es wäre ein Fehler an den Ursachen nicht zu machen.
01:17:04: Und über hormetische Stressoren, die belegbar das du recht.
01:17:11: Natürlich die Belegbar die Fitness des Organismus verbessern können gleichzeitig da was zu intervenieren wo man die Ursache nicht angeht.
01:17:25: also dass ist tatsächlich mein allererster Ratschlag und das ist auch das was mir geholfen hat tatsächlich in die Entspannung zu investieren.
01:17:38: Und das ist eine hohe Selbstdisziplin, die da drin steckt, profitiert man aber sehr von.
01:17:45: Ganz oft auch und vielleicht darf ich da rein fragen wie es dir gelungen ist denn ich erlebe die meisten Menschen die bis zum Stand jetzt wissen sie haben zu viel Stress.
01:17:52: Sie wissen sie sollten sich entspannen.
01:17:54: Ihre Frau ihr Partner Ihr Mann hat schon zigmal gesagt Die Kinder signalisieren einem was man am Anschlag
01:18:00: ist.
01:18:00: Du sprichst
01:18:01: vor mir Meine Beobachtung und kann ich auch gleich persönlich teilen, ist das ganz oft Glaubenssätzeüberzeugungen noch mit einhergehen.
01:18:08: Die einem das in gewisser Weise verbieten oder fast unmöglich machen.
01:18:12: Und wie war es bei dir?
01:18:13: Was hat nach fünfzig Jahren dazu geführt dass du gesagt hast jetzt passiert Es war ja nicht die wissenschaftliche Erkenntnis denn Du hast die Mithirondrien unter Mikroskop gehabt und wusste es Ja was du ihnen antust.
01:18:24: also was war der punkt der Bei dir?
01:18:27: und vielleicht können Menschen sich davon inspirieren um etwas abschauen lassen was hat den Auslöser gegeben damit es wirklich zu einer Verhaltensänderung kam.
01:18:37: Tatsächlich gespürt zu haben, dass es mir hilft und das hört sich jetzt so trivial an ich habe den ersten Schritt gemacht.
01:18:48: es war.
01:18:49: damals ist schon tatsächlich sogar noch länger her da sich mir eine passende cd für eine progressive muskel relaxation rausgesucht habe, wo ich schon zu
01:19:02: jungen Zuhörerinnen und Zuhürer.
01:19:04: Das sind so Platten die Glänzen ein bisschen wie Spiegel und die legt man in den CD-Player und kommt an Musik raus.
01:19:11: Ja und da hab' ich schon länger dafür gebraucht weil es sind je nachdem in welcher Länge man das macht zwischen zwanzigundvierzig Minuten Übung ist eine Stimme die auch sagt, welche Muskeln angespannt und entspannt werden einen arten Rhythmus vorgibt.
01:19:35: Und es ist wichtig oder für mich war es wichtig da sich die Stimme angenehm auch empfinde.
01:19:45: Das hat so den Stein ins Rollen gebracht halt gekauft zu haben und das einfach auszuprobieren.
01:19:55: Und sehr schnell erfahren zu haben, dass es mir hilft runterzukommen und diese Dauerstressschleife auch zudurchbrechen.
01:20:09: Meine Frau hat Jahre vorher schon gesagt hey da muss mal was machen du bist ja unerträglich.
01:20:20: Also es war dann schon auch eine Stresssymptomatik, die ich nicht nur im beruflichen Kontext hatte.
01:20:26: Sondern dann auch im privaten Bereich und dieser CD-Kauf hat den Korken gezogen.
01:20:36: Ob das jetzt... Es ist ein Weg wie man da reingeht.
01:20:42: diesen ersten Schritt Den muss halt jeder machen und ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, man spürt die Wirkung sehr schnell.
01:20:55: Und das war bei mir der Fall und es hat also ermutigt motiviert dann tatsächlich da auch eine Routine draus zu machen.
01:21:04: Das deckt sich mit zwei Beobachtungen, die ich habe.
01:21:06: Das eine ist wenn man etwas fühlt nicht nur hört oder wirklich erstmalig fühlt dann ist schon die Wahrscheinlichkeit um x-faches gestiegen dass man es ein zweites mal machen wird.
01:21:16: weil man macht das nicht aus Drang aus Empfehlung du müsstest mal und so sondern aus dem Wunsch dieses Gefühl ein zweitens Mal zu erleben.
01:21:24: Dann ein drittes und ein viertes und auf einmal wir haben über Neuroplastizität gesprochen.
01:21:28: Auf einmal entsteht da was sodass es weniger Disziplin braucht.
01:21:31: auf einmal muss man nicht mehr dran denken Weil wird es auf Autopilot programmiert und man, es drängt einen Regelrecht danach ist häufig oder zumindest regelmäßig in den Alltag umzusetzen.
01:21:44: Eine zweite Beobachtung die Teil meines Drops ist das ich auch beobachte.
01:21:49: Das hat bei mir zu einer gewissen Ernüchterung oder Realität geführt ist dass bei manchen Menschen einfach der die Fahrt gegen die Wand passieren muss dass viele nicht präventiv handeln können, weil es irgendeine eine treibende Kraft einen Glaubenssatz was auch immer in ihnen gibt.
01:22:06: Der ihnen erst die Erlaubnis über Game Over geben kann dann etwas zu ändern.
01:22:11: das ist zwar tragisch auf der einen Seite aber ich habe auf der anderen Seite so viele wunderschöne Lebensverläufe gesehen die eben nach einem Burnout nach einer Depression wirklich auf ein ganz anderes Level gekommen sind.
01:22:24: Und mittlerweile und auch hier möchte ich niemandem zu nahe treten, niemanden verurteilen.
01:22:27: Nichts bagatellisieren aber manchen Menschen würde ich tatsächlich wünschen dass sie noch einen Schritt näher Richtung Krise gehen so das eine Verhältensänderung wirklich möglich wird als sich Jahre-und Jahrzehnte an der Klippe des Abgrundes entlangzuhangeln was wirklich kein nach eigener Aussage kein lebenswertes Leben ist.
01:22:48: Ja.
01:22:48: Wo bachtest du das?
01:22:52: Ja, gut.
01:22:53: Also ich habe diese Krise zumindest initial für diese Entscheidung tatsächlich auch Stressmanagement aktiv eine Entspannungstechnik in meine Gesundheitsroutine zu nehmen.
01:23:08: Habe ich nicht die Krise gebraucht hatte die ein paar Jahre vorher Ich bin da wahrscheinlich auch, weil ich da ein Stück weit jünger war.
01:23:20: Dann ganz gut rausgekommen und auch mit Hilfe.
01:23:25: Klar es ist menschlich!
01:23:27: Und das ist ja das generelle Problem kann ich auch ein Anekdötchen zu erzählen was mir gerade einfällt Menschen für Präventionen zu begeistern zu einem Zeitpunkt, wo Gesundheit normal ist.
01:23:47: Und das war in meiner Arbeit – ich habe ja lange Jahre fast zwanzig Jahre in der Ernährungsforschung gearbeitet im Max-Rupner Institut in Karlsruhe so der Olymp der deutschen Ernährunsforschungen, wo wir Ernährung zur Prävention auch beforst haben hatten regelmäßig Tage der offenen Tür und waren auch auf der grünen Woche dann natürlich zugegen.
01:24:18: Und ich erinnere mich da an ein Gespräch, habe da doziert, es war eine Frau so Mittevierzig sehr interessiert, hab dozirt viele Studien zitiert wie wirksam Ernährung ist wie gut man Ernährung auch für die Prävention nutzen kann.
01:24:45: Und dann guckt sie mich so an und sagt, ja es beeindruckt mich auch aber warum soll ich denn mein Lebensstil so stark ändern?
01:24:56: Also aus ihrer Sicht war das wohl eine starke Änderung um etwas vorzubeugen was sich ja vielleicht gar nicht bekommen.
01:25:04: Das ist so etwas, was natürlich da komme ich jetzt auf das Szenario zurück wo wir gerade sind.
01:25:13: Aus einem Defiziterlebnis heraus einen ganz anderen Spin bekommt weil da geht es nicht mehr darum dass das irgendwann in der Zukunft dieser Profit der Prävention dann stattfindet sondern Ich möchte da schnell rauskommen Und ich möchte das nicht mehr erleben, weil das ist scheiße.
01:25:40: Da ist der Antrieb natürlich ein ganz anderer und insofern kann ich das natürlich unterschreiben wenn du sagst manchmal wünschte dir so in bestimmten Situationen dass der Schweelbrand endlich mal ausbricht natürlich aus einem negativen Erlebnis heraus Bewegungsenergie einspeist und hoffentlich dann auch Bewegung in die richtige Richtung.
01:26:13: Und das ist sehr menschlich, dass es tiefer ankert in der menschlichen Psychologie und das ist tatsächlich die harte Nuss, die wir in der Primärprävention auch zu knacken haben Menschen auch den Wert der Gesundheit deutlich zu machen in einer Lebensphase, wenn Gesundheit normal ist.
01:26:40: Und nicht erst, wenn sie weg ist und Krankheit gewichen ist.
01:26:46: Das ist etwas was in der Natur des Menschen liegt und wo man aber als Präventionsanbieter oder auch aus der Gesundheitspolitik.
01:26:58: Aktuell ist ja die Debatte wieder, wir brauchen mehr Präventionen.
01:27:03: Wie bewerben wir auch Präension?
01:27:06: Wie erzählen wir die Geschichten damit Prävation nicht wie so ein Ola Stützstrumpf rüberkommt sondern wirklich als was sehr Attraktives und etwas wo wo man Menschen auch für begeistern kann.
01:27:24: Und das hat damit Defizit-Erlebnis nicht zu tun, aber hat viel mit Energie zu tun.
01:27:31: und da sind wir ja wieder bei dem Nettokonnerin.
01:27:32: Absolut!
01:27:33: Für mich ist eben eine der Brücken und ich habe jetzt da nicht die Lösung, aber das Thema Prävention geht mir ganz genauso finde ich sehr langweilig es in die langfristige Zukunft hohe Unsicherheit
01:27:43: etc.,
01:27:44: Aber ab dem Moment wo ich verstanden habe dass Fast hundert Prozent Deckungsgleichheit gibt zwischen den Maßnahmen, die mich jetzt im nächsten Moment mehr Energie fühlen lassen.
01:27:54: Dass die gleichen Dinge sind, die mir auch helfen werden meine Gesundheit lange zu konservieren.
01:27:59: Dann musste ich mich nicht mehr entscheiden sondern dann war dieser vermeintliche Trade auf diese vermeintlichen Abwägungsentscheidung zwischen Jetzt gut fühlen oder in der Zukunft gut fühl'n.
01:28:08: Der war für mich zumindest aufgelöst.
01:28:10: Jetzt kann man sagen Man braucht vier Gin Tonic um sich gut zu fühlen und dann kommt es natürlich in einen Widerspruch.
01:28:16: aber es gibt viele Verhaltensweisen, wo man sehr schnell merkt.
01:28:20: Angefangen Schlaf, wenn man die Schlafarchitektur die dauern bisschen anpasst auf einmal kann man am nächsten Morgen wieder Bäume ausreißen und muss sich nicht wundern dass man denkt die Nacht hat nur eine Minute gedauert.
01:28:31: es gibt ja so viele Beispiele.
01:28:33: Ich glaube, das kann für Menschen wie uns die den Anspruch haben gesunde Routinen in die Köpfe der Menschen zu bringen viel mehr mit dem Ist-Erlebnis zu werben als mit dem möglichen Payoff und dem mögliche Ertrag, der vielleicht Jahrzehnte oder gar nicht kommt.
01:28:49: Macht es Sinn?
01:28:51: Absolut!
01:28:52: Und ich meine dafür... Das ist eben auch die Intention, die ich mit meinem Buch verfolge ist so ein Grundverständnis, wie funktioniert es überhaupt?
01:29:05: Schon wichtig um dann auch in Konsequenz zu verstehen wenn ich jetzt dauerhaft erschöpft bin.
01:29:12: Das hat eine Ursache.
01:29:14: und in Kosequenz – Ich kann da auch was aktiv machen!
01:29:19: Und diese Storyline gibt viele wunderbare Ratgeber.
01:29:26: Das ist total wichtig, dass es die auch gibt wenn sie seriös sind.
01:29:31: so diese letzte Meile Wir geben die Ratschläge, das ist schon gut etabliert.
01:29:40: Häufig weiß man nicht, ist es nur eine Meinung oder ist es tatsächlich auch Evidenz basiert?
01:29:47: Wie wir es in der Wissenschaft sagen also wirklich auch sauber belegt dass das wirksam ist.
01:29:55: Die erste Meile dieses reason to believe warum überhaupt Die Intervention und der mitochondrieren freundliche Lebensstil erfindet das Rad ja nicht neu, sondern nutzt den Lebensstiel spezifisch um eben die mitochondrien Fitness zu unterstützen.
01:30:17: Nur dafür muss ein Grundverständnis auch wie funktioniere ich überhaupt als Wimmelbild ganz einfach und natürlich auch emotional transportiert erst mal stattfinden.
01:30:30: Und das ist genau die Intention, nicht die letzte Meile sondern die erste Meile mal sauber aufzubauen und zu zeigen was seit über sechzig Jahren mit der Chondrienforschung schon für tolle Erkenntnisse da sind fünf Nobelpreise
01:30:51: aber eben noch in Volksmund angekommen
01:30:55: In der Praxis tatsächlich die Anwendung.
01:30:59: Es ist ganz klar, dass vieles auch noch nicht bewiesen ist aber es gibt viele Indizien und die kann man schon aufgreifend und es gibt auch viele Erfahrungen, die belegen das da was dran sein sollte.
01:31:16: Natürlich ist es so, dass die Wissenschaftler in den nächsten Jahren auch noch viel nachlegen muss um das noch solider aufzubauen.
01:31:25: Aber es gibt Möglichkeiten den Energiestoffwechsel wirklich proaktiv zu unterstützen nicht nur über Entspannungsübung um den Mitochondrien die Zeit zu geben.
01:31:38: diese Mythophagie Das ist im übrigen Da verbinden sich jetzt so die Effekte von Tiefschlaf und von bewusst ausgelöster Entspannungsreaktionen.
01:31:52: Nichts anderes mache ich über progressive Muske-Relaxation, also ich löse die Entspanungsreakktionen aus, das ist auch biochemisch messbar nichts Isoterisches.
01:32:06: Und in der Zeit haben die Mitochondrien Zeit die Mithophagie zu machen.
01:32:13: Und das ist tatsächlich die Verbindung zwischen ich mache etwas aktiv und den Konsequenzen in der Biochemie im mitochondrialen Stoffwechsel, und die haben Zeit, die Mythophagie zu machen, den Schrott loszuwerden, die ganzen kaputten, die auch die Zelle schädigen, die letztlich wenn sie überhand nehmen auch erschöpfen uns erschöpfem wir merken es als Erschöpfung.
01:32:42: Und wenn wir diese Zeit einräumen über ausreichend lange Tiefschlar-Phasen und ab und an auch eine Entspannungsreaktion bewusst auslösen, eine Routine etablieren haben die auch die Zeit die Mithophagie ordentlich durchzuführen.
01:33:02: Viele Menschen, wahrscheinlich ist das auch deine Erfahrung, denken naja schlaf was soll das jetzt mit Energie zu tun haben?
01:33:09: Da schlafe ich doch.
01:33:12: Das ist eben wie so eine Inspektion fast.
01:33:17: Wie so ne Wartung die dann im ganzen Organismus auch bei den Mitochondrien stattfindet und man wird beschenkt mit mehr Energie wenn diese Wartungsintervalle auch eingehalten werden Absolut.
01:33:33: Ich könnte noch stundenlang mit dir reden, weil mich das Thema so fasziniert.
01:33:35: aber gibt es noch irgendeinen ganz anderen Aspekt der dir jetzt in den Kopf kommt, wo du sagst darüber haben wir noch gar nicht gesprochen und das würdest du gerne den Hörerinnen und Hörern noch kurz anskizzieren?
01:33:47: Ja ich könnt jetzt ausdehnen also wir haben ja jetzt aus den drei Lebensstil.
01:33:54: bereichend haben wir dem Bereich Stress Entspannung, weil stresskronischer Stress wirklich der größte Energievampir ist mal rausgegriffen.
01:34:06: Natürlich gibt es Möglichkeiten über die Ernährung und auch über mitochondrienfreundliche Bewegungen.
01:34:16: ich sage jetzt ausdrücklich nicht Sport weil ich weiß viele denken oh Gott Jetzt muss ich noch irgendwie Marathon laufen oder so.
01:34:27: Was wäre
01:34:29: eine Übung von mitochondrienfreundlichem Sport, die die Menschen sofort starten können?
01:34:33: Mitochondrieren lieben Impulse.
01:34:36: Das heißt wenn es jetzt Hörerinnen gibt, die sowieso schon Nordic Walking machen und spazieren gehen ruhig mal einen kurzen Sprint einlegen also ein Intervall indem man tatsächlich in Schnaufen kommt und nicht die halbe Stunde gleichmäßig durch den Wald schlurfen, sondern tatsächlich einen Impuls setzen.
01:35:08: Das ist ein hormetischer Reiz der dann auch bei den Mitochondrien ankommt.
01:35:14: es gibt eine sehr kurze Sauerstoffverknappung Und das nehmen die Mitochondrien, die haben zwar keine Ohren und Augen-und Nasen aber haben Signalmoleküle, haben praktisch biochemische Antennen aufgestellt dass sie diese Reize auch wahrnehmen können.
01:35:34: Auch müssen!
01:35:35: Das nehmen die auf und reagieren über Biogenese d.h.
01:35:41: über Mittel bis langfristig.
01:35:44: also es reicht nicht das nur einmal im Monat zu machen sondern wirklich regelmäßig kleine Schritte, ganz wichtig Routinen und dann diese Bewegungsimpulse zu setzen.
01:35:57: Und im fortgeschrittenen Bereich also ich sitze regelmäßig auf dem Rad, wohne so am Nordrand des Schwarzwalds und fahre gerne Rennrad Tatsächlich im fortgeschrittenen Bereich entweder High Intensity Intervall Training gut auf die persönliche Konstitution abgestimmt.
01:36:23: Das ist ganz wichtig, weil jemand ich übertreibe jetzt der Herzkrank ist dem empfehle ich natürlich nicht.
01:36:32: High Intacity Intervalle Training Da muss ein bisschen drauf geguckt werden, aber wirklich bewusst gesetzte Impulse und das schenkt Energie.
01:36:44: Also das ist auch so eine etwas andere Denkweise.
01:36:49: Viele denken Sport- und Bewegung danach fühle ich mich dann kaputt.
01:36:55: am Anfang ist es auch so.
01:36:56: Die HRV geht auch runter häufig kurzfristig?
01:36:59: Auch
01:37:02: bei Profi-Sportland spielt das auch in einer Wettkampfvorbereitung ganz wichtige Rolle.
01:37:08: Trainingsteuerung?
01:37:09: Genau, Trainingssteuerungen da ist recht.
01:37:12: aber tatsächlich ist es so dass diese Impulse mittel bis langfristig Energie schenken.
01:37:20: Weil eben die Mitochondrierenpopulation über Biogenese vergrößert wird und auf einzelne Mitoachondrien geguckt, die Effizienz der Energieproduktion auch steigt.
01:37:31: Das
01:37:31: heißt an beiden Enden wird in die richtige Richtung gearbeitet?
01:37:34: Genau!
01:37:35: Und ich finde das so schön dass du sie auch noch mal sagst denn viele Menschen wenn Sie Sprinten hören würden sagen Ich bin doch kein Sportler Ich bin noch kein Kind mehr.
01:37:42: Also viele Menschen haben jahrzehntelang ihren Puls nicht mehr in den Maximalbereich getrieben, weil sie eben denken das sei nur etwas für Sportler die auf ein Event trainieren oder ihre Fitness verbessern wollen.
01:37:54: und so was du jetzt sagst ist damit die Basisfunktion unseres Körpers gerade wenn man sonst sehr gestresst ist und insbesondere dann.
01:38:01: Dann hilft es auch richtig dosiert, richtig frequentiert mal neue Stressreize zu setzen um die Anzahl und die Effizienz der Mitterondrien nach oben zu bringen.
01:38:11: Ja
01:38:11: absolut!
01:38:13: Und ich weiß selbst gut wenn ich auf dem Rennrad sitze im Schwarzwald unterwegs bin diese Intervalle kommen automatisch spätestens wenn mir ein Berg im Weg steht dann komme ich entschnaufend.
01:38:28: Es geht aber auch bei einem Spaziergang und man muss das ja nicht irgendwo auf der Promenade, wo dann viele Menschen denken warum sprintet der Mensch jetzt los?
01:38:42: Aber Intervalle sind ganz wichtig.
01:38:47: Darf ich da meine Erfahrung ergänzen weil es ist natürlich anstrengend Und Menschen, viele Menschen vermeiden die Anstrengung wo es geht.
01:38:55: Weil sie ja schon insgesamt ein anstrengendes Leben haben.
01:38:57: und was mir geholfen hat ist... Der geht's am Ende um reason why wie du gesagt hast, um Gründe etwas zu tun bevor ich in eine high intensity Einheit gehe.
01:39:08: Ich mache immer vier Minuten Belastung, vier Minuten Pause.
01:39:10: diesen Norwegian four by four das ist so der Goldstandard Habe ich nicht von null da mich hin entwickelt sondern erst mal zwei genau nur zwei minuten hingearbeitet.
01:39:20: So, und ich stell mir vor jeder Einheit vor.
01:39:24: dass das ein winzig kleiner Weg ist, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen.
01:39:28: Dass ich meine beiden Jungs, die jetzt zweieinhalb und drei Monate sind sehr viel mehr Jahre sehen kann.
01:39:34: Wird das passieren?
01:39:35: Ich weiß es nicht weil ich Gott sei Dank keinen AB-Test habe aber ich hab genügend...
01:39:39: Schöner Motivator ausgerissen.
01:39:40: Genau!
01:39:40: Ich hab genug Studien gelesen, die mir zeigen, dass ich meinen Risikoprofil damit deutlich reduziere was Herzinfarkt Schlaganfall und viele andere Dinge reduziert.
01:39:49: Und wenn ich mich da kurz reinfühle Dann hab ich auf einmal ein Momentum in mir und sag, hey wir reden über.
01:39:55: Wenn man das zusammenrechnet, achtundzwanzig Minuten.
01:39:58: Stell dir mal vor Stefan die Woche hat hundertsechzig Stunden.
01:40:02: Ich habe es mal runtergerechnet.
01:40:03: Wir reden von null.
01:40:04: Komma drei Prozent Zeitaufwand Ja Und Die Rendite Auf Diesen Zeitaufwand ist immens.
01:40:10: So Das Hilft Mir.
01:40:11: Andere Sagen Man Muss Nicht Alles Aller an Lythisch Machen.
01:40:14: Jeder Darf Seinen Weg Finden Aber Findet Wege Dass Ihr Selbst wenn's Mal Schwer fällt Es Einfach Macht.
01:40:19: Und wenn ihr nicht vier mal vier macht, dann heute nur zwei Wiederholungen mit zweieinhalb Minuten ist immer noch besser als auf der Couch liegen.
01:40:25: Ja
01:40:25: und was viel Wichtigeres, Chris, was du jetzt gesagt hast spielt vielleicht eine noch größere Rolle als diese.
01:40:35: es sind doch Null Komma Null Null Prozent.
01:40:39: Du hast ein positives Zielbild.
01:40:44: Gehe ich wieder so in dem Bereich der Prävention, Ernährungsbasierteprävention.
01:40:50: Was sind die Motivatoren?
01:40:53: Ich bin zu dick!
01:40:56: Ich habe Angst vor einer Erkrankung.
01:41:00: Ich bin krank geworden und mir hat der Arzt gesagt, ich muss jetzt endlich mal was an meiner Ernährung tun.
01:41:05: Was ist das für Motivatoren?
01:41:09: Das sind weg von... Das sind wirklich sehr negative Motivatoren.
01:41:14: Das sind weg von Motivatoren und dein Zielbild ist, das ist so ein bisschen auch meins.
01:41:21: Ich habe ja schon gesagt ich hab Basketball gespielt als achtzigjähriger Opie dann noch mit den Enkeln am Basketballkorb und ein bisschen flexen.
01:41:34: Danking habe ich mir abgeschminkt.
01:41:37: Den schaffe ich jetzt nicht mehr.
01:41:41: Aber es geht um positive Zielbilder.
01:41:44: Und das ist genau das, und das kann man nicht schlucken.
01:41:50: Das ist etwas was der Mensch tatsächlich selbst im Kopf auch sehr individuell entwickelt sollte.
01:42:01: Und dass es auf deine Frage, hey Stefan, was kannst du jetzt hier an Ratschlägen geben damit die Mitochondrien jubeln?
01:42:11: Das ist ein Teil der Haltung.
01:42:13: und positive Zielmotivatoren, Zielbilder aufzubauen.
01:42:22: Eine Sehnsucht auch zu entwickeln.
01:42:25: Und das ist natürlich auch je nachdem mit welchen Menschen wir zu tun haben rational verankert.
01:42:34: aber es hat eine sehr große emotionale Ebene die aber ultra krasse Kraft auch hat.
01:42:42: Und das ist, was mir so ein bisschen auch fehlt im Bereich Prävention.
01:42:49: da geht's in den Debatten immer um Geld und wir müssen sparen und es sind alles so negative Leitmelodien und uns so das positive was drin steckt und dass es auch heute schon Spaß macht sich zu bewegen.
01:43:06: Erst recht, wenn man es dann zu zwei, zu dritt, zu fünf macht und die soziale Gesundheit dann sogar noch von profitiert.
01:43:16: Das sind Leitmelodien, die aus meiner Sicht viel zu kurz kommen Und die aber eine immense Power hätten Wenn sie tatsächlich auch genutzt würden, um Prävention zu einer Massenbewegung im wahrsten Sinne des Wortes auch zu machen.
01:43:39: Ich habe noch eine letzte Frage an dich.
01:43:41: Ja, ich hoffe wir setzen es mal fort weil ich habe ungefähr ein Drittel meiner Fragen die ich vorbereitet hatte jetzt erwähnt.
01:43:47: Es gibt auch ganz viel.
01:43:48: aber eine letzte frage die auch hier immer ein guter Usus in dem Podcast ist wenn wir jetzt mal von deinem Buch abstrahieren und du jetzt auf die Auf- und Abs deines persönlichen Lebens blickst aus einer Metaperspektive Was ist für dich daraus die allerwichtigste Erkenntnis?
01:44:09: Okay Also es soll nichts mit mir.
01:44:14: Kann es, wenn es deine Erkenntnis ist?
01:44:17: Nein
01:44:17: das ist wirklich eine gute Frage Chris und it's all about people.
01:44:27: Es geht immer um den Menschen Und Beziehung zwischen Menschen Ob das jetzt im therapeutischen Setting ist, ob es jetzt im Gesundheitskontext ein Betroffener ist innerhalb seiner Lebenswelt auch im Arbeitskontakt.
01:44:53: Ich sitze hier nicht wegen mir sondern weil ich tolle Mentoren hatte, weil ich eine klasse Familie habe die ich liebe und die mich liebt, and it's all about people.
01:45:11: Es geht immer um den Menschen und das passt vielleicht auch ganz gut weil aktuell ja die Intelligenzen immer künstlicher werden und es ist ein Plädoyer die Menschlichkeit nicht zu vergessen.
01:45:33: künstlichen Welten passiert, it's all about people.
01:45:38: Und das wenn ich auch auf mein Leben zurück oder gucken darf habe ich persönlich ja ein bisschen später entdeckt weil als junger Mann denkt man nur oder ich zumindest an Karriere an vorankommen etc.
01:45:50: und repriorisiert auch persönliche Beziehungen der einen oder anderen Stelle.
01:45:55: Aber ich darf jetzt lernen, dass man sich nicht für das eine oder andere entscheiden muss.
01:45:59: Sondern wenn man sein Wertesystem präsent hat und immer wieder ein bisschen nachkorrigiert und die richtigen Menschen in seinem Leben hat dann kann man auch beides verfolgen.
01:46:10: also es muss kein entweder-oder sein was glaube ich.
01:46:12: viele Menschen befürchten dass sie dann eben ihre Ambitionen über Bord werfen müssen oder sowas.
01:46:18: Da helfen Kinder.
01:46:19: bei mir war's natürlich so.
01:46:21: Wenn Kinder mal da sind ändert nochmal einiges Aber geht glaube ich, und da kenne ich auch genug Beispiele.
01:46:26: Geht auch wunderbar.
01:46:27: ohne Kinder soll nicht der Eindruck entstehen das Familie oder Kinder der einzige Weg sind die sozialen Komponente die du gerade angestimmt hast.
01:46:36: aber Ich finde faszinierend dass genau dieser Punkt ich höre den sehr oft auf diese Frage.
01:46:41: Aber wenn wir uns mal die Longevity Diskussion, die Biohacking-Diskussionen etc.
01:46:46: anhören dann ist es doch eher das Stiefkind finde ich in der ganzen Diskussion.
01:46:49: man sagt dann vielleicht noch so als vierten fünften Punkt ja und es gibt diese Harvard Studie die gezeigt hat die glücklichsten Menschen sind die die stabile Beziehung haben.
01:46:58: aber dann wie geht's weiter?
01:47:00: Wie schafft man denn die Zeit im Kalender?
01:47:02: Wie passt man seine Überzeugungen an dass man es wirklich im Alltag priorisiert und nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt?
01:47:08: Ich glaube da dürfen wir alle auch noch tiefer reingehen auch da Protokolle, Anwendungsinweise etc.
01:47:13: zu geben dass es auch wirklich im Alltag selbst der ambitioniertesten und gestresstesten und beschäftigsten Menschen tatsächlich dann auch stattfindet.
01:47:21: absolut
01:47:22: Stefan, vielen Dank dass du hier warst.
01:47:24: Es ist eine große Ehre.
01:47:25: Ich weiß dein Terminkalender ist voll.
01:47:27: ich wünsch dir für deinen Buch ganz viel Erfolg nicht nur dir, dir wünsche es auch aber ich weiß das jeder der dieses Buch durcharbeiten wird wirklich die große Chance hat ein gesünderes Leben zu führen nicht nur heute sondern auch in X Jahren.
01:47:40: und damit danke dass du deine Energie, deine Mitochondrien dafür verwendet hast.
01:47:45: Ich weiss selber wie anspruchsvoll und anstrengend es ist einem Buch Realität werden zu lassen.
01:47:50: Dafür vielen dank!
01:47:51: Und ich hoffe, wir sehen uns auch bald wieder.
01:47:53: Sehr gerne!
01:47:54: Danke, grüß!
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