Star-Autorin: "So wirst du das 'Ich bin nicht gut genug'-Gefühl für immer los!" | A&U #151

Shownotes

Mein neuer SPIEGEL-Bestseller "Das High Energy Prinzip" ist da!
Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.
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In dieser Episode spreche ich mit der Diplom-Mentaltrainerin und Star-Autorin Melanie Pignitter über ihren Umgang mit chronischem Schmerz, den mentalen Weg aus einem Leben voller Einschränkungen – und darüber, wie man selbst in extremen Leidensphasen wieder kleine Momente von Sinn, Dankbarkeit und Lebensqualität finden kann.

Es wäre uns eine große Ehre, wenn du dir dieses Gespräch anhörst.

Über Melanie Pignitter
Melanies neuer SPIEGEL-Bestseller „Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello“:
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Disclaimer: Der AUF & UP Podcast dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen dieses Podcast sind kein Ersatz für eine professionelle medizinische oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Nutzung der Informationen oder von Materialien, die mit diesem Podcast verlinkt sind, erfolgt auf eigene Gefahr. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Experten deines Vertrauens.

Transkript anzeigen

00:00:00: So hat mein Leben davor ja ausgesehen, dass ich eigentlich sechzig Stunden Job hatte nebenbei Abends Ausbildung gemacht habe.

00:00:07: Spanisch im Selbststudium, fünfmal die Woche Sport, Reisen, jede Menge Freunde.

00:00:13: Ich hatte tausende Hobbys.

00:00:14: und hätte mich vor fünfzehn Jahren jemand gefragt ob ich selbst liebs?

00:00:17: Hätte ich ja gesagt weil... ...ich hatte ja eine gute Karriere, ich war zufrieden mit meinem Aussäden.

00:00:23: also klar mag ich mich selbst!

00:00:25: Und in der Krankheit war es eben dann so, ich hab nichts mehr geleistet Ich habe zehn oder fünfzehn Kilo durch die Medikamente zugenommen.

00:00:33: Ich war aufgefallen, ich hab nicht mehr gut ausgesehen.

00:00:35: also all das wo ich vorher gesagt habe ja deswegen lieb ich mich war dann nicht mehr da.

00:00:41: und es war so das erste was mir bewusst wurde du liebst dich eigentlich gar nichts selbst.

00:00:46: Du liebst nur das was du mit viel viel Kraft im außen dargestellt hast.

00:00:52: Und dann habe ich gemerkt Ja und deswegen musst du tiefer gehen.

00:00:55: Da waren eben zum Beispiel Dass ich so einen ganz, ganz scharfen Glaubenssatz hatte der gelautet hat.

00:01:03: Das was wir hier kompensieren ist fast immer dasselbe.

00:01:06: also egal ob es jetzt Harmoniesucht Perfektionismus Helfer-Syntrom Leistungstrang oder eine andere Überlebensstrategie ist dahinter steckt fast immer dieses...

00:01:20: Hey Christorell hier und das is dein Podcast über das Auf und Ab des Lebens.

00:01:27: Mein heutiger Gast ist die Diplomental-Trainerin, Bestsellerautorin und selbstliebe Mentorin Melanie Pigneta.

00:01:35: Melanie ist ein Phänomen würde ich sagen denn sie hat nicht nur eine wirklich krasse persönliche Reise hinter sich sondern bringt wie... Ich finde wie fast niemand im deutschsprachigen Raum auf den Punkt aktuelle Verhaltensweisen, die Menschen in ihrem Leben beobachten mit Glaubenssätzen und Erlebnissen aus der Kindheit zusammenhängen.

00:02:00: kleinen Anpassungen man das beheben kann.

00:02:03: Sie hat ein neues Buch geschrieben, was heißt Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello?

00:02:10: Und dieses Buch ist wieder ein absolutes Phänomenes Teil zwei von einem sehr ähnlichen Buch seit Wochen in den Spiegelbesseller-Listen und wie ich finde völlig zurecht denn es ist kein Sachbuch in dem Sinne sondern ein wunderschöner Roman.

00:02:23: Ein Roman an dem man aber sich selber wiederfindet

00:02:27: oder

00:02:27: viele Menschen zumindest, viele Tausend Menschen Und wo man auch genau diese Dinge, die ich gerade angesprochen habe während des Lesens für sich machen kann.

00:02:37: Ich bin sehr dankbar dass Melanie zu mir in den Auf- und Abpodcast gekommen ist denn es ist wirklich ein sehr tiefgründiges Gespräch geworden über ihr eigenes faszinierendes Leben wie sie es geschafft hat eine unbedingte Gelassenheit zu etablieren in ihrem Leben aber auch wir das alle schaffen können Wie wir die Tiefen des Lebens so nutzen können um daraus stärken um daraus alte Wunden, emotionale Wunden zu heilen und so zu einem Leben zu finden.

00:03:06: Dass wir uns alle wünschen!

00:03:07: Also ich würde vorschlagen dass wir direkt einsteigen in das Auf- und Ab von Melanie Pignitter.

00:03:13: Liebe Melanie was verbindest du mit dem Begriff Honigperlen?

00:03:18: Und warum spielt er in deinem Leben eine ziemlich zentrale Rolle?

00:03:23: Honig Perlen ja das ist einer meiner Kreativwörter oder eines meiner kreativen Wörter.

00:03:28: und zwar habe ich manchmal eine Wortfindungsstörung und früher dachte ich immer, es ist eine Schwäche.

00:03:38: Aber mittlerweile heißt mein Unternehmen ja Honig Pelden und zwar aus dem folgenden Grund in meiner schwersten Zeit als ich schwer krank war das war ungefähr zwei tausend fünfzehn sechzehn Konnte ich nicht arbeiten, konnte Freunde nicht treffen.

00:03:56: Ich hatte damals vierundzwanzig sieben Schmerzen eine chronische Schmerzkrankheit die keinen Namen hat.

00:04:02: das war einfach im Schmerzgedächtnis.

00:04:04: und zwar muss man sich das so vorstellen dass ich Kopfschmerzen hatte aber nicht irgendwelche Kopfschmärzen sondern ein Migräne-Anfall.

00:04:12: Ich habe den an einem Freitag einen freien Arbeitsdag weil haben wir es noch angestellt bekommen Und dachte mir dann zuerst, was ist das?

00:04:19: Weil da ist einem übel.

00:04:21: Das sind nicht normale Kopfschmerzen!

00:04:22: Man hat verschwommenes Sicht, Schmerzkala ziehen man kann eigentlich überhaupt keine Licht sehen.

00:04:28: ich konnte gar nicht aufstehen und irgendwann habe ich mich gefragt oh mein Gott was ist es?

00:04:33: und hab Doktor Google gefragt und der sagt dann dass es ein Migräne-Anfall vergeht in vier bis vierundzwanzig Stunden Und bei mir war es ihm nicht so, der ist nicht nach vier Stunden vergangen.

00:04:44: Auch nicht nach vierundzwanzig.

00:04:46: Er ist auch nicht hundert Tage und auch nicht nach dreihundert Tagen vergangen.

00:04:51: Also die Medizin erklärt sich das so.

00:04:52: Es hat sich da versehentlich was im Schmerzgedächtnis verhängt und der schmerz blieb einfach auf schmerzkalat.

00:04:59: zehn Das heißt von diesem tag an konnte ich keinem Tag mehr arbeiten gehen.

00:05:03: Ich konnte nicht auf Reisen gehen.

00:05:05: Ich konnte meine freunde nicht mehr treffen all meine hobbies Nicht mehr ausüben.

00:05:09: Mein einziger Sobby war, wenn ich nicht gerade im abgedunkelten Zingermann lag, bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen.

00:05:16: Ich war damals bei hundert zwölf Ärzten und hab alles probiert bis hin zum Morphinen und es hat wirklich nichts geholfen.

00:05:24: Sorry dass sich jetzt gleich so ausholen.

00:05:26: Bitte

00:05:26: dafür sind wir da!

00:05:28: Ja, ich habe da die Hölle auf Erden erlebt.

00:05:31: also das wäre damals so, dass ich mir dachte Sterben ist schöner als mit diesen Schmerzen hier zu liegen und dein Leben nicht mehr leben zu können.

00:05:42: Und in dieser Zeit hat sich eigentlich alles was ich heute so mache Mitte aufgebaut denn irgendwann als es also keine Hoffnung mehr gesehen habe gab's dann nur noch einen Strohhalm die ich kannte weil ich war schon länger Mental Trainerin und der lautete ja probiere es mal mit deinen Gedanken.

00:06:01: irgendwie aber Klar, wenn man so einen Schmerz hat war das gleichzeitig für mich Utopie.

00:06:08: Trotzdem ich hatte ja keine andere Chance also habe ich diesen allerletzten Strohhalm gezogen und hab dann Tag für Tag ein bisschen Metalltraining gemacht zu viel wie eben ging.

00:06:19: Und jetzt komme ich zu den Honigperlen.

00:06:22: Das war circa vier Wochen nachdem Ich mit diesem Programm begonnen hatte Also mein eigenes Programm Wie du dich mit Gedanken und Gefühlen Schmerz freier machst oder zumindest wie du den schmerz linderst.

00:06:35: Das war meine Idee nicht so, dass ich zu hundert Prozent daran geglaubt habe aber viele andere Wege gab es nicht mehr.

00:06:41: und das waren ungefähr drei vier Wochen nachdem mich angefangen hatte täglich zu meditieren und visualisieren.

00:06:47: Da bin ich aufgestanden und wollte mir jeden Tag so mein Honigbrot schmieren und hab die Butter aufgetragen aufs Brot dann den Honig raus als so wie ich bin, ein bisschen hier reinstechern.

00:06:59: und also mein Mann sagt, egal wo ich bin.

00:07:02: Ich kleckere immer alles an und habe mir meinen Honigbrot geschmiert auf diesen weißen Küchendisch und hab dann einfach gepatzt.

00:07:11: Also da gab es dann einfach einen Malheur.

00:07:14: Und wie man das eben so macht auch im echten Leben wenn man malheur hat oder ein kleines Problem oder größeres problem Man möchte das ja am liebsten gleich wegwischen.

00:07:23: Und das habe ich dann gemacht, ich hab zum Schwamm gegriffen und wollte dieses Malheur wegwischen.

00:07:28: Dann habe ich genauer hingeschaut und dann dachte ich mir... Das sieht aus wie ein Kunstwerk!

00:07:33: Oh, wie schön diese kleinen Honigpellen da sind!

00:07:38: Genau, und das war der Moment wo ich mir gedacht habe, jetzt mache ich noch einen Foto von dem weil es so schön ist.

00:07:44: Und dass war der moment wo ich mich danach gedacht habe.

00:07:49: Vielleicht ist das im Leben ja auch so.

00:07:51: Vielleicht sind ja eigentlich die Probleme, malöre und Krisen, wenn wir genauer hinschauen, wunderschöne kleine Honigperlen.

00:08:01: Ja später hieß es dann noch als das Buch rauskann...ja das heißt doch nicht honigperln, das heisst doch Honigtropfen!

00:08:07: Und ich habe dann gesagt ne, das heißt Honig Perlen.

00:08:10: und seitdem ist Honig perlen quasi mein Kunstname meines ganzen Tuns, weil es einfach das beschreibt dass man aus etwas ganz hässlichen und Problemen was Wunder wunderschönes machen kann.

00:08:24: Oft sieht man das dann erst im Nachhinein und genauso war's auch bei mir.

00:08:29: also aus dieser Krankheit heraus habe ich mit Mentaltraining begonnen hab mich wieder in Schreiben gefunden hat meinem Blog gestartet.

00:08:37: Also da ging es dann los mit den Honigperlen, die jetzt viele vielleicht aus dem Internet kennen.

00:08:42: Ja

00:08:43: tausende?

00:08:44: Ich weiß nicht ob Millionen angebracht ist aber doch vom Internet kennen auf jeden Fall.

00:08:49: Erst mal vielen Dank fürs Teilen und du sagst geht direkt schon rein.

00:08:53: ich wollte das Thema eigentlich ein bisschen später aufgreifen aber jetzt sind wir mittendrin.

00:08:57: Das klingt ja wie ein Märchen wie modernes was eigentlich gar nicht wahr sein kann und macht natürlich auch bei Menschen Hoffnung die vielleicht selber chronische Schmerznahme etc.

00:09:06: Wir können so viel sagen, es muss nicht für alles die Lösung sein was wir skizzieren aber für dich hat das eben funktioniert.

00:09:12: Aber nimm uns doch bitte mal in die Wochen und Monate der Heilung dann mit.

00:09:17: also wie kann das sein dass hundert zwölf Ärzte dir nicht helfen können?

00:09:22: Aber du im Beginn und im Tiefer gehen einer Mentalarbeit dem Arbeiten mit deinen Gedanken So ein wahnsinniges Schmerz und so eine Krankheit, für die es nicht mal einen Namen gibt wirklich heilen konnte.

00:09:36: Also gibt den Menschen noch ein bisschen mehr Futter, dass das glaubhaft wird was du jetzt hier skizziert hast?

00:09:41: Ja voll gerne.

00:09:42: Erstmals ist dazu zu sagen ich habe mich nicht wundereheilt.

00:09:45: ja also ich kann mich noch ganz genau erinnern als sich die Geschichte des ersten Mal wo Erzielter starten da am nächsten Tag in der Zeitung Migräneopfer hat sich wunder geheilt.

00:09:54: nein ich hab mich nicht Wunder geheilt sondern es war ein ganz ganz langer Weg bis ich tatsächlich dann schmerzfrei wurde und In Wahrheit hatte es dann gar nicht so viel mit diesen äußeren Schmerz, mit dieser Migräneattacke zu tun.

00:10:10: Sondern der Weg hat eigentlich so begonnen dass ich schon wusste man kann irgendwas machen mit der Kraft der Gedanken.

00:10:15: also das kannte ich schon, Visualisierung und so weiter, dass das was bewegt.

00:10:19: Das hatt' ich auch in meinem Leben davor in meiner Karriere schon angewandt Und das habe ich auch dann anfangs ihm gemacht.

00:10:26: Ich hab fleißig visualisiert jeden Tagen paar Minuten über zwei Jahre dasselbe Bild, nämlich wie ich Barfuß meinen Lieblingsstrand in Spanien den ich damals nicht mehr besuchen konnte entlang laufe und diesen Leuchtturm sehe.

00:10:44: Und ich habe von Tag zu Tag mehr den Sand zwischen den Zähnen gespürt und den Wind und das Meer rauschen.

00:10:52: also irgendwann hat sich es wirklich so angefühlt als wäre ich dort obwohl ich diese massiven Schmerzen hatte und gar nichts ans Laufen denken konnte.

00:11:00: Aber das war so dieses klassische Mentaltraining, mit dem ich gestartet habe.

00:11:04: Ich springe jetzt kurz nach vorn und es kam dann auch wirklich später dieser Moment wo ich diesen Strand entlang gelaufen bin.

00:11:10: Das war auch überwältigend.

00:11:11: also wenn man sich etwas zwei Jahre lang vorstellt und dass man da schmerzfrei läuft und wieder dort ist und dann passiert das.

00:11:19: Also ich bin glaube ich nur so fünfhundert Meter gelaufen und ab fünfhundert Meter die restlichen vier Kilometer hab' ich nur mehr beim Laufen geheult.

00:11:26: her lauter Freude Ja und so habe ich gestartet mit Meditation, mit Visualisierung, mit Affirmationen.

00:11:35: Aber ich hab dann mit der Zeit einfach bemerkt dass ich tiefer gehen muss Und das ist auch die Kernsubstanz meiner heutigen Arbeit.

00:11:45: Denn klar, ich hatte einen äußeren körperlichen Schmerz aber in Wahrheit gab es auch im Innern ganz viele Themen, die umgelöst waren.

00:11:56: Ich will jetzt auch nicht sagen jeder Schmerz und jede Krankheit ist darauf zurückzuführen auf keinen Fall.

00:12:00: aber das war ein Baustein der das ganze mit belastet hat und da waren eben zum Beispiel das Thema dass ich so einen ganz ganz scharfen Glaubenssatz hatte der gelautet hat ich muss was tun ich muss etwas leisten nur dann bin ich was wert und er hat mich immer schon angetrieben Und so hat mein Leben davor ja ausgesehen.

00:12:22: Also die Geschichte davor geht zu, dass ich eigentlich sechzig Stundenjob hatte nebenbei abends Ausbildung gemacht habe, spanisch im Selbststudium fünfmal die Woche Sport reisen jede Menge Freunde es hatte tausende Hobbys sich hatte eigentlich keine freie Minute.

00:12:39: Ich wusste bis zu meiner Krankheit gar nicht was Meditation überhaupt ist und Das war halt schon dieses Symptom etwas tun, etwas erreichen und wertvoll zu sein.

00:12:51: Das war das eine, das andere war auch ich habe mich sehr mit dem identifiziert.

00:12:54: hätte mich vor fünfzehn Jahren jemand gefragt ob dich selbst liebst?

00:12:58: Hätte ich ja gesagt weil Ich hatte ja eine gute Karriere, ich war zufrieden mit meinem Aussehen.

00:13:03: also klar mag ich mich selbst.

00:13:06: in der Krankheit war es eben dann so ich hab nichts mehr geleistet zehn oder fünfzehn Kilo durch die Medikamente zugenommen.

00:13:14: Ich war aufgequollen, ich habe nicht mehr gut ausgesehen.

00:13:16: also all das wo ich vorher gesagt hab ja deswegen lieb ich mich war dann nicht mehr da und es war so das erste was mir bewusst wurde du liebst dich eigentlich gar nichts selbst.

00:13:26: du liebst nur dass was du mit viel viel Kraft im außen dargestellt hast.

00:13:32: und dann habe ich gemerkt ja und deswegen musst du tiefer gehen Diese Themen anschauen, diese Themen rund um die Selbstliebe und warum ich mich eigentlich als Person oder als reiner Mensch in meinem Sein gar nicht so wertvoll fühle.

00:13:47: Oder sogar nicht gut genug fühle, woher das kommt wie ich es auflösen kann?

00:13:52: Und da ging's dann in die psychologische Tiefe.

00:13:58: Ich hab tatsächlich dann als mir ein bisschen besser ging mit dem Schmerzen... Das hat so drei, vier Monate gedauert.

00:14:04: Die Schmerzen waren noch gleich stark aber ich habe etwas ganz Wesenliches gelernt.

00:14:08: Ich hab gelernt die Schmerzten auszublenden.

00:14:11: Das habe ich tatsächlich mit klassischen Mentaltraining gelernt das heißt einfach mit Fokus auf andere Dinge wie beim Meditieren wo man alles hinter sich lässt.

00:14:20: und das war für mich mit Meditation am Anfang gar nicht möglich schmerzen aus zu blenden.

00:14:26: Ich bin auch jetzt noch überhaupt kein Meditationshero.

00:14:30: Immer, es gibt viele Arten der Meditation.

00:14:33: Also da geht's ja darum deinen Fokus von dieser Welle und all den üblichen Dingen ganz wegzubringen und dich auf etwas zu zentrieren und alles andere in dem Moment einfach sein zu lassen.

00:14:45: Und ich finde das kann man auch mit anderen Dingen wunderbar erreichen.

00:14:49: Ich wusste damals nicht womit hab dann aber damals noch mit meinen starken Kopfschmerzen auf der Welle in Wien, also da gab es einfach mitten in der Stadt so eine Standwelle wo man surfen konnte.

00:15:02: Ich konnte nicht surfen aber ich habe mir dann einfach so einen Slot für ne Stunde gebucht und ich hatte wirklich monströse Kopfschmerzen.

00:15:09: Ich weiß noch wie ich hingegangen bin dachte ich mir kein Mensch würde mit diesen Kopfschmärzen dort hingehen.

00:15:15: und dann hab' ich's aber gemacht und bin dann auf dieser Welle... Nicht viel gestanden!

00:15:20: Ich war mehr unter Wasser als sonst so.

00:15:23: Aber danach habe ich bemerkt, dass ich zum ersten Mal eine Stunde lang nicht an den Schmerz gedacht hatte.

00:15:31: Das war mein erster Hoffnungsauftrieb und das habe ich dann immer öfter geschafft indem ich wirklich Dinge getan habe wo ich total konzentriert mich reinfallen lassen konnte.

00:15:41: Jetzt bin ich es von dem Thema vorhin abgekommen aber ich war damals schon an diesem Punkt wo ich die Schmerzen teilweise ausblenden konnte Und dann habe ich so langsam begonnen, ein bisschen tiefer zu graben und mir diese Glaubenssätze anzusehen.

00:16:00: Was hab' ich denn da auch schon von meiner Kindheit mitgeschleppt?

00:16:03: Das eigentlich mich mehr blockiert als es mir hilft.

00:16:07: Ein ganz kurzer Hinweis in eigener Sache bzw.

00:16:10: ein großes Dankeschön!

00:16:12: Mein neues Buch das High-Energy-Prinzip ist Spiegel besteller geworden Und das macht mich sehr, sehr demütig und dankbar.

00:16:19: Denn es zeigt wie viele Menschen sich wirklich danach sehen wieder voller Energie ihr Leben, ihr Auf und ab!

00:16:27: zu gestalten.

00:16:27: Ohne höher, schneller weiter Biohacking-Zirkus oder Selbstoptimierungswahn sondern durch ein tiefes Verständnis für unsere Biologie!

00:16:37: Wenn du das Buch schon gelesen hast wenn du es empfohlen hast und vielleicht sogar verschenkt hast dann von Herzen danke.

00:16:43: ich weiß dass viele Menschen auch hier von den Podcast Hörern genau das getan haben.

00:16:48: Und wenn du's noch nicht hast dann ist es vielleicht genau jetzt für dich interessant denn ich habe in diesem buch die acht Strategien zusammengefasst auf dieses wirklich ankommt, wissenschaftlich fundiert aber vor allem realistisch für deinen Alltag in der Umsetzung selbst wenn dieser sehr vollgepackt ist.

00:17:06: Du findest das Buch überall wo es Bücher gibt.

00:17:08: den Link dazu findest du in den Show Notes vielleicht für dich oder für jemand anders den du kennst der schon viel zu lange auf Reserve läuft.

00:17:17: und jetzt zurück zur Podcast Episode.

00:17:19: Wir sind ja hier im Auf- und Abpodcast.

00:17:21: Und so der rote Faden ist, dass Menschen wie du jetzt teilen, wie sie in Krisen waren, ob das Schicksalsschläge gesundheitliche Probleme

00:17:29: etc.,

00:17:29: aber man sieht, es muss nicht das Ende sein.

00:17:32: Man muss nicht liegen bleiben sondern man kann wenn man bestimmte Weichen stellt sowie du's auch gerade geschildert hast danach sogar stärker zurückgeben kommen als es jeder Fall war.

00:17:43: Was würdest du sagen, hast du in dieser Zeit als Fähigkeit, als Eigenschaft vielleicht als Superpower entwickelt?

00:17:51: Was du nie geschafft hättest wenn du nicht in diese gesundheitliche Krise geschlittert wärst.

00:17:56: Oh ich denke ganz vieles, ganz viel.

00:17:58: es ist jetzt zwar keine Eigenschaft aber für mich irgendwie Identität des Schreiben zum Beispiel.

00:18:05: also ich hätte nie wieder das Schreiben entdeckt.

00:18:08: und Ja, ich habe dir gerade vorhin erzählt dass ich heute schon wieder fünf oder sechs Nachrichten zu meinem Buch bekommen hab.

00:18:16: Wo Leute mir aber nicht schreiben oh so eine tolle Geschichte sondern oh ich habe mich so widerkannt.

00:18:20: das hat mir so geholfen.

00:18:22: und ja der Schreiben ist schon ein Teil meiner Identität und es war damals in der Bankenbranche tätig.

00:18:29: Das war komplett verloren gegangen.

00:18:31: also dieser Zeit zum schreiben Und mir damit auch selbst zu helfen.

00:18:35: Schreiben is für mich auch Therapie in meiner Krankheit angefangen zu schreiben, nicht für Rom sondern um zu überleben.

00:18:43: Also die Dinge aufzuschreiben und zu klären in meinen Gedanken und dann vielleicht auch noch ein bildhaftes Beispiel dazu zu finden womit ich es vergleichen könnte.

00:18:52: das aber dann dass die innere schwere Sache leichter macht?

00:18:56: Das hilft mir einfach und es hilft mir heute noch.

00:18:59: also wenn ich merke irgendwas dreht sich im Kreis ich komme wohl nicht weiter setze ich mich mal hin und schreibe eine Weile schon eine Eigenschaft oder eine Identität von mir, die ich dadurch wieder entdeckt habe.

00:19:13: Was ich auch gelernt habe und was ich davor nicht so hatte bei uns in meiner Heimat – meine Heimat ist ursprünglich ja nicht Wien, sondern meine Heimat ist die Steiermark hat ganz viel mit München gemeinsam.

00:19:28: also auch die Sprache ist dort sehr ähnlich und da würde man sagen Wurstigkeit, also ich habe Wurstigkeit gelernt und das bedeutet so viel wie echte Gelassenheit.

00:19:41: Also früher haben mich einfach kleine Dinge total aus der Fassung gebracht, aus der Ruhe gebracht den Tag zerstört Und jetzt würde ich sagen ja ich sitze in mitten von Erdbeben und denke mir dann so oft Ja so schlimm ist es jetzt auch nicht, da kann ich jetzt nicht dran sterben.

00:20:00: und ich glaube dass verstehen ganz viele Menschen die was Schlimmes erlebt haben, dass man dann oft bei Alltagsproblemen ja ... keine Ahnung bis letzte Woche mein neues iPhone in die Toilette gefallen.

00:20:16: Da wär ich früher durchgedreht und jetzt hab' ich mir halt gedacht Ja es ist halt ein Telefon, ne?

00:20:21: Also ich hab so dank alles gesichert gehabt auf einer anderen Handy.

00:20:25: aber das hätte mich früher irgendwie den ganzen Tag oder die ganze Woche gekostet.

00:20:29: an Ärger An aufwühlen inneren und bei solchen Dingen merke ich einfach auch bei größeren Dinge, dass sich da viel viel gelassener bin.

00:20:40: Und viel mehr Vertrauen habe das wieder gut wird.

00:20:44: also ich hab auch später noch körperlich zu kämpfen gehabt.

00:20:47: Ich habe während Corona extremer Magenprobleme bekommen und es war tatsächlich auch gar nicht lustig weil es ging dann so weiter sich wirklich nur mal flüssig essen konnte und man hat wieder einmal nichts gewunden.

00:21:01: Trotzdem war es nicht so schlimm wie damals.

00:21:07: Es war monatelang und es war hartnäckig, aber es war deshalb nicht zu schlimm als damals weil etwas in mir gesagt hat das wird wieder gut vertraue einfach.

00:21:18: Das muss irgendwie etwas gut sein.

00:21:19: ich habe auch schon wieder so ein paar Theorien für was alles gut gewesen sein könnte und so war's dann natürlich auch.

00:21:26: also das heißt dass war emotional nicht mehr so schlimm weil durch diese schwere Krise ein unfassbares Urvertrauen geschöpft habe.

00:21:35: Dieses... Es wird nicht mehr wie vorher, aber es wird wieder gut anders, aber irgendwie wieder

00:21:41: gut.".

00:21:43: Ein bisschen später noch mit dir über die schrumpeligen Trauben sprechen aus deinem aktuellen Buch, über die Fehler wie man die annehmen kann etc.

00:21:52: Über mehr Selbstannahme wie du es gerade geschildert hast.

00:21:56: aber jetzt hast du grade gesagt Du hast diese echte Gelassenheit entwickelt und ich beobachte oft bei Menschen uns berichten sie mir hier auch dass sie sehr zeitnah nach Schicksalsschlägen, nach Tiefen dieses noch fühlen.

00:22:10: Aber je länger es weg ist, desto mehr verblasst das auch wieder.

00:22:14: und du wirkst jetzt auf mich so wohl, dass schon jetzt auch länger her ist, dass du das konservieren konntest, dieses Gefühl quasi diese Demut vor einer Krise und das auch immer wieder präsent haben.

00:22:23: Wie ist dir das gelungen?

00:22:24: Dass das nicht irgendwann weil der Mensch vergisst, ist ja auch gut, dass man nicht immer in seinen Krisen verhaart.

00:22:29: aber wie konnte es dir gelingen Positive Momentum aus der Krise auch wirklich dauerhaft in deinen Alltag mitzunehmen.

00:22:37: Ja, die Mentorin würde jetzt wahrscheinlich was anderes antworten als ich weil ... Ich glaube die Wahrheit ist schon... Ich habe immer wieder Erinnerungen bekommen.

00:22:46: also ich hab durch diese Magenschmerzen auch wieder die Erinnerung bekommen wie es ist eingeschränkt zu sein und tatsächlich dieses Gute im schlechten Sehen sehr tief verinnerlicht.

00:23:01: Ansonsten, wie kann man das bewahren?

00:23:03: Das kann ich sogar schwer sagen.

00:23:05: Vielleicht indem man sich das Gefühl immer wieder hervorholt.

00:23:08: also bei mir ist es oft so dass ich manchmal ja gestern war so ein moment da gehen wir dann durch die stadt und dann setzen wir uns hier in münchen in die heiligen geistbar heißt sie glaube ich Und habe ich einen unfassbar guten apparel bekommen.

00:23:22: Also kein

00:23:23: limoncello

00:23:24: Kein Limoncello nein

00:23:26: Insider wirds den wir gleich noch auflösen werden.

00:23:28: für die die dein neues buch noch nicht kennen

00:23:31: Ja wirklich, in München gibt es wirklich gute Apparole.

00:23:33: Das sind Wien wirklich schwierig.

00:23:35: und dann sitze ich hier so da in der Sonne mit diesen Apparolspritz die nicht zum Beispiel während meiner wagen schweren Jahre nicht trinken konnte und während der Kopfschmerzjahre auch nicht.

00:23:45: und dann genieße ich diese Sonne.

00:23:47: und ja das ist wirklich in dem Moment du sitzt hier, du bist schmerzfrei Du kannst jetzt einfach hier genießen Du hast das tollste Leben, das ist ein riesen Geschenk.

00:23:57: Ja wenn da jetzt jemand Musik auftreten würde dann würde ich losbringen und danzen so ein innerliches Gefühl ist das?

00:24:03: Und ja ich glaube auf deiner Seite habe oft genug eine Erinnerung bekommen wie es ist wenn man wieder bestränkt ist.

00:24:09: Auf der anderen Seite hole ich mir das Gefühl ganz ganz oft bewusst herbei indem mich halt ja da bewusst bemerke, dass diese Situation nicht selbstverständlich ist.

00:24:21: Wie sehr sich mein früheres Ich danach gesehen hätte hier unbeschwert einfach zu sitzen und das Leben zu genießen.

00:24:28: Und mir zu denken so jetzt trinkt man Apparol was mache ich als nächster Schöner?

00:24:33: Das hole ich mir halt schon immer wieder her und ich sage das auch manchmal also mit der Freundin beim Café.

00:24:39: das war in meinem ersten schmerzfreien Jahr.

00:24:42: ach da steht man auf!

00:24:43: Ich weiß nicht wie es ist ein Lattersexo zu machen aber Jahre und auch heute noch manchmal stehe ich auf.

00:24:48: Und denke mir, ja, ich habe den Check-Bot gemacht, nicht die Auf, hab keine Schmerzen.

00:24:53: Das war auch ein wunderschönes Leben, mein Traumberuf.

00:24:56: Ein Wunderschönen Palkon, geh auf die Sonne... Geh auf die Terrasse, die Sonnestrahlung.

00:25:01: Und dann denke ich mir einfach wie geil ist das?

00:25:03: Und es fühlt sich wirklich so an, weil ich hab grad ... Ja!

00:25:05: Ich hab grad den Checkbot geknackt und ich gebe mich diesen Gedanken hindern.

00:25:10: Was mache ich um wie schön und wie doll

00:25:12: nützt?!

00:25:12: gehe ich in mein Büro, dann schreibe ich ein Blog und setze mich auf den Balkon.

00:25:16: Da kann ich hier schreiben.

00:25:17: Ich gehe dann Kaffee trinken, ob ich schön, ich treffe später eine

00:25:20: Freundin.".

00:25:21: Also das geht sich dann wirklich meinem Kopf so durch und jede einzelne Kleinigkeit ist keine Selbstverständlichkeit.

00:25:28: also vielleicht ist einfach das ein bisschen das Geheimnis dass man wieder ab und zu zurückgeht und schaut Was man sich damals so sehr gewünscht hat, was man heute in seinem Leben hat.

00:25:38: Also ich glaube das kann ja für alle gelten muss man keine Krankheit im leben haben wir alle Heute ganz viele Dinge von denen wir früher mal geträumt haben.

00:25:48: Aber die Ansprüche steigen oft weiter und der Blick ist nur auf das, was immer noch nicht da ist.

00:25:53: Aber den Blick auch ein bisschen in den Rückspiegel zu setzen und zu sagen, wann hat man das?

00:25:58: Was man heute wirklich sich sehr gewünscht wie eine wunderschöne Perspektive.

00:26:02: Und das was du jetzt in den letzten Minuten berichtet hast finde ich so inspirierend weil es eben wieder zeigt und auch das entdecke ich hier immer wieder als Muster dass es auch Arbeit ist.

00:26:11: Du hast dich nicht einfach in dein dunklen Raum gesetzt und gesagt Die Ärzte können mir nicht helfen mehr kann niemand helfen sondern selber angefangen.

00:26:18: Und wenn es nur zwei Minuten am Anfang waren, aus zwei Minuten wurden irgendwann fünf Minuten.

00:26:22: Das zeigt wir haben viel mehr Dinge auch in der eigenen Kraft und Verantwortung als viele sich häufig zugestehen.

00:26:31: Ich möchte noch mal, dass es hier Usus im Auf- und Abpodcast bevor wir jetzt in dein neues Buch gehen.

00:26:36: Und in die konkreten Glaubenssätze, die dahinter stehen

00:26:39: etc.,

00:26:40: nochmal verstehen wie kam es eigentlich zu diesem Punkt?

00:26:42: Dass du dich komplett überfordert hast weil viele, die hier zuhören würden sich glaube ich eher in der Version vor deiner Krankheit wiederfinden das man sechzig Stunden Arbeitstag hat, dass man sein Privatleben perfektionieren muss auf das aussehen achtet was woran erstmal nicht zu sagen ist aber Du hast in dem Kontext eben genanntes so ein perfektes Gesamtbild kreieren sozusagen.

00:27:03: Was ist Melanie würdest du sagen?

00:27:05: Denn das Frühstereignis in deinem Leben, dass die Menschen kennen sollten um die Person zu verstehen, die du damals vor deiner Krankheit geworden bist.

00:27:16: Ja ein konkretes Ereignis.

00:27:18: also.

00:27:19: ich würde mal in die Kindheit springen.

00:27:21: auf eine Eregnis kann ich mich nicht ganz konzentrieren aber Es ist schon wie bei den allermeisten Menschen auch bei mir etwas, was in der Kindheit entstanden ist.

00:27:32: Also ich habe ganz großartige Eltern muss ich sagen aber die hatten auch kein leichtes Leben.

00:27:39: also die hatten es wirklich massiv schwer und dementsprechend waren sie auch Arbeitstiere irgendwie in diesem Leben bestehen zu können.

00:27:48: Und ich erinnere mich noch sehr genau Ich war noch sehr klein als meine Eltern eine Gastronomie aufgemacht hat Und die haben von dort an, ich würde sagen, zwanzig Jahre, vierundzwanzig sieben gearbeitet und die restlichen dreißig Jahre dann noch immer zwölf Stunden am Tag.

00:28:05: Ja, und ich war noch ein kleines Kind und ab dem Moment war ich ein Gasthauskind.

00:28:11: und das bedeutet folgendes stellt man sich mal so vor wir hatten einen riesen Riesengastgarten da war Sonntagsamstagsonntag wo ich ja keine Schule hatte und so wirklich alles voll.

00:28:25: Und so ein fünfjähriges Kind ... passt da nicht hin, ne?

00:28:29: Also das steht nur im Weg und ... So hab ich mich sehr, sehr lange gefühlt.

00:28:35: Ich bin wörtlich oder wirklich jetzt auch bildsprachlich im Weg gestanden solange ich nicht mitarbeiten konnte ja also hatte keine Zeit.

00:28:44: die hatten alle Stress ich war da mir aber langweilig stand im weg ich wollte etwas Das hat natürlich in dem Moment nicht reingepasst die es ein bisschen so übersehen werden und nicht wichtig sein, das kam da ganz stark raus.

00:28:59: Meine Eltern, vor allem meine Mama hat sich natürlich trotzdem ganz viel Mühe gegeben aber der war dann auch irgendwann alles zuviel.

00:29:08: Die haben halt wirklich alles selbst gemacht und meine Mama ist, das hat man damals nicht diagnostiziert wahrscheinlich in einem Burnout oder eine Depression geschlittert.

00:29:19: Das sind auch ganz viele Menschen wahrscheinlich kennen.

00:29:23: Und das heißt, da war dann auch nicht mehr die Mama, die mich so sehen konnte weil sie eben selbst sehr krank war und sehr schwach war und ich meine Schwester auch sehr empathisch vielleicht auch hochsensibel.

00:29:36: wir haben es natürlich sehr stark gespürt dass heißt Wir haben dann versucht ja nicht schwach zu sein unbedingt stark zu sein Weil wir dürfen Sie ja nicht noch mehr belasten.

00:29:46: und das war schon das nächste was Ich dann wieder mitbekommen habe.

00:29:49: Ja keine Umstände machen niemanden Belasten immer stark sein, also das war ja fast ein bisschen Rollentausch.

00:29:56: Dass man halt immer stark sind muss und nichts brauchen darf.

00:30:00: Und ja das hat dann schon sehr lange mein Leben geprägt ohne dass ich es bemerkt habe auf der einen Seite in dem Moment wo ich mitarbeiten konnte würde ich gesehen gebraucht dort.

00:30:09: Also das heißt Arbeit steckt in unserer ganzen Familie nicht nur in einer eigenen Familie Aber ist einfach sowas was man ständig macht.

00:30:18: Ich war bis zu meiner Krankheit in meinem Leben natürlich keinen Tag arbeitslos.

00:30:22: Ich glaub, niemand in meiner ganzen Familie.

00:30:26: Und das war so ein innerer Antreiber.

00:30:28: und dann aber auch noch dieses ... dass ich damals untergegangen bin, dass mich niemand gesehen hat, dass ich unwichtig war.

00:30:35: Dann hab ich begonnen, Karriere zu machen.

00:30:37: Das hat auch dieses Gefühl kompensiert.

00:30:41: Endlich werde ich gesehen, ich beweise es alles, ich zeig es allen.

00:30:45: Ja also das sind so ... sehr tief innere Dinge, die man vielleicht von mir wissen muss um mich ein bisschen besser zu kennen und zu verstehen.

00:30:58: Gleichzeitig muss ich aber auch sagen habe ich sehr stark liebende Eltern also die das Jahr im Nachhinein sehe ich dass ja ganz klar alles nur gemacht haben damit wir Ich meine Schwestern schönes Leben habe Und die aber immer auch trotzdem sehr liebevoll waren ihr bestes geben eine tiefe Herzlichkeit haben und auch einen Menschenlieber.

00:31:23: Also Menschenliebe im Sinne von die mögen einfach Menschen, die schließen einfach... Ich spreche jetzt für beide, obwohl sie sehr unterschiedlich sind, dass sie ja unterschiedlich tun.

00:31:33: Einfach Menschen in ihr Herz, die sie ein bisschen kennen.

00:31:39: Zum Beispiel ich habe meinen Papa der würde für Menschen, Und ich würde sagen, das habe ich auch so mitbekommen von meinen Eltern.

00:31:48: Also dass das Wichtigste am Ende die Menschen sind und dass man ganz stark lieben darf und nicht diese Angst, die vielleicht auch viele kennen, diese Angst verliefert, dass man dann wieder abgewiesen wird wie damals.

00:32:02: Kenne ich natürlich auch bis zum gewissen Grad aber prinzipiell trage ich darunter diese Schicht in mir, dass sich als liebe Menschen kennenzulernen um sie in mein Herz zu schließen.

00:32:14: Sehr, sehr spannend vor allem.

00:32:16: Du sagst wenn ich falsch liege aber ich würde vermuten dass viele Menschen die damalige Melanie wahrscheinlich als sehr erfolgreich im Außen gesehen haben wahrscheinlich auch sehr glücklich weil du hast ja damals wahrscheinlich auch das gehabt was viele menschen vielleicht nicht erreicht haben und das ja das vertale was wir oft beobachten dass diese treiber die man in der kindheit entwickelt die überlebensstrategien damals darstellen einen zu Dingen bringen, die im externen ja auch viel Anerkennung bringen.

00:32:43: Die im Lebenslauf honoriert werden.

00:32:46: aber der interne Preis den man dafür zahlen möchte oder manche zumindest du ich habe da auch die eine oder andere Erfahrung die sehen die Leute ja gar nicht.

00:32:55: deshalb muss glaube ich und man darf glaub ich immer vorsichtig sein wen man beneidet in dem Leben weil man immer nur die äußeren die äusseren Errungenschaften sieht aber nie den mentalen körperlichen preis den menschen auch dafür zahlen

00:33:08: Ja,

00:33:08: voll.

00:33:09: Und so wie du gesagt hast für dich war es ein Wendepunkt dass dein Körper dir dann gesagt hat so möchte ich nicht den Rest des Lebens leben und Ich möchte in deinem aktuelles Buch ganz neu ist es ja nicht mehr aber es hält sich seit Wochen in den Spiegelbestsellerlisten und das völlig zu Recht.

00:33:25: Das heißt Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello.

00:33:30: Es ist eine Fortsetzung von einem buch wo's um Apparol Spritz und Spaghetti glaube ich ging oder?

00:33:37: Oder Pizza?

00:33:38: Aparol und Pizza, genau.

00:33:40: Das war der Gag.

00:33:41: wie gerade es gibt eine Szene im Buch wo deine Protagonistin Lena... Ein Apparol bestellt und ihr aber in Limoncello serviert wird.

00:33:51: Sie sich darüber sehr aufregt, weil sie ein Kontrollfreak ist, weil die möchte das alles nach ihren Vorstellungen läuft.

00:33:57: Und sie lernt dann auch, dass es Vorteile hat wenn Dinge anders laufen.

00:34:02: Du hast in einem deiner Podcasts das Buch beschrieben, dass Es ein Buch für Menschen ist, die oft zu viel geben und Sonne lieben.

00:34:10: Diese zwei Kriterien, glaube ich, treffen auf sehr viele Menschen heutzutage zu.

00:34:14: Das erklärt auch warum dein Buch so ein Erfolg ist?

00:34:17: Ich habe es selber gelesen und aufgesaugt meine Frau ebenso.

00:34:20: Und ich glaube, dass dieses Buch zwei Dinge oder mindestens zwei Dinge.

00:34:23: Erstens – das ist kein Sachbuch im Sinn eines Ratgebers wie man Glaubenssätze erkennt oder sowas passiert in einer wunderschönen Geschichte als Roman erzählt.

00:34:32: Das macht es zum einen sehr besonders.

00:34:36: Du, ich glaube du skizzierst eine Sehnsucht.

00:34:39: Ein Zielzustand den so viele Menschen sich erhoffen und wo sie auch wissen dass Sie ihre Themen haben an denen sie gerne arbeiten würden etc.

00:34:47: aber nicht so richtig denn den Startpunkt kriegen, sie wissen nicht wo sie anfangen sollen.

00:34:51: Sie wissen dass sie vielleicht ein oder andere bremsenden Glaubenssatz haben aber man kommt ja doch irgendwie durch und das würde ich jetzt in den nächsten Minuten mal mit dir gerne besprechen.

00:35:01: wenn man sagt nach dem Zustand den du in diesem Buch skizzierst da sehne ich mich wie kann man anfangen?

00:35:06: Wie kann man es schaffen in diese Transformation entsprechend einzusteigen?

00:35:11: Du sprichst hier über Lena und meine erste Frage ist

00:35:18: Ja, also mal so viel in Lena steckt ein bisschen mehr Melanie als in Eva von Buchteil eins.

00:35:25: Vielleicht darf ich da kurz hinhoppen?

00:35:26: Gerne!

00:35:28: kenne ich tatsächlich auch sehr gut.

00:35:30: Also Eva ist die Protagonistin vom Buchteil eins und hat diese klassische Eigenschaft, die ich auch kenne aber die ist schon ein bisschen länger her bei mir dass man es so gern allen anderen recht macht das man sich so schwer tut Grenzen zu setzen weil man ja niemanden vor den Kopf stoßen will weil man auch immer ein bisschen Angst vor Ablehnung hat.

00:35:50: Und beim zweiten Buch sind übrigens auch zwei unglaubliche Geschichten.

00:35:56: also kann man starten wie man möchte.

00:35:58: ist es so, dass die dieses Problem hat mit das sie immer gibt und gibt.

00:36:05: Aber selbst sehr schwer was annehmen kann.

00:36:08: Sie merkt zwar, dass sie irgendwie zu viel gibt aber ja, kann es auch nicht direkt ändern dann ist er auch ein bisschen perfectionistin.

00:36:16: Und das Interessante ist aber, das sind jetzt sozusagen sowohl bei Eva als auch bei Lena.

00:36:21: Das sind beides Strategien um etwas zu kompensieren und was wir hier kompenzieren ist fast immer dasselbe.

00:36:29: also egal ob es jetzt Harmoniesucht Perfektionismus Helfer-Syndrom Leistungstrang oder eine andere Überlebensstrategie ist dahinter steckt fast immer dieses ich bin nicht gut genug bin ich wichtig genug.

00:36:44: Also das ist fast immer diese Urwunde, die fast alle haben aber für die wir andere Strategien finden damit sie nicht mehr so weh tut.

00:36:53: also Eva macht zum Beispiel es immer allen recht weil dann wird ja gemocht und ist ja everybody starling sagt nie nein weil sie will ja gemaucht werden und wenn sie jetzt immer das macht dann ist ihr auch hoffentlich gut genug für die anderen.

00:37:07: Und Lena, die leistet halt.

00:37:09: Die macht und tut und will es auch ihrem Papa beweisen, dass sie gut genug ist und die will auch immer nur geben-geben-geben damit sie das Gefühl hat ja wenn ich denen was gebe dann bin ich ja für die gut genug kann aber wahnsinnig schwer etwas annehmen weil im Unkehrschluss für sie bedeutet dann ist sie ja nicht mehr nützlich genug.

00:37:28: also dahinter steckt fast immer ich würde sagen wirklich ein neunzig Prozent der Fällen dieser Kernschmerz dass ich bin, nicht gut genug oder ich bin nicht wichtig genug und oder nicht liebenswert genug.

00:37:41: Und ich glaube das erste was wir tun müssen ist uns mal zu trauen da genauer hinzusehen ob wir uns da wieder erkennen ja ob wir es wirklich auch schon bereit sind innerlich zuzugeben dass da vielleicht noch etwas ist das sagt Ich Bin Nicht Gut Genug!

00:37:58: ist es vielleicht kleiner als die meisten vermuten, der nächste Schritt ist das Buch zu lesen.

00:38:06: Nee, der nächsten Schritt ist nämlich einfach auch sich das mal anzusehen dass man eben damit nicht alleine ist und dass man auch nicht jetzt in siebenundzwanzig Retreats gehen muss und fünf Ausbildungen machen muss um da einen Schritt weiter zu gehen können, sondern einfach mal mit einem gewissen Bewusstsein da reingehen.

00:38:26: Aha ich habe das und sich hier und da einfach mal selbst zu hinterfragen.

00:38:31: also zum Beispiel wenn du jetzt wieder ja gesagt hast als die Nachtbarin dir was gebeten hat wirst du jetzt auch nicht schaffen sofort nein zu sagen aber dir mal bewusst zu werden.

00:38:40: u Das könnte sein, dass ich das jetzt gesagt habe.

00:38:43: Weil dieses Alter ... Ich bin nicht gut genug.

00:38:45: Jetzt wollte ich mit der keinen Klinsch damit sie mich noch mag.

00:38:49: Also da mal einfach sich so ein bisschen beobachten und sich einzugestehen ohne sich zu verurteilen.

00:38:55: Und dann vielleicht auch nur gedanklich ab und zu sagen, es wäre auch okay gewesen wenn ich Nein gesagt hätte.

00:39:02: Also gar nicht gleich alles machen und tun weil Da brauchen wir ein bisschen Zeit, weil wir haben diese Überlebensstrategien meist schon zwanzig, dreißig Jahre.

00:39:12: Und wir denken ja auch das Teil unseres Charakters also wir denken hier auch dieses allen Recht machen oder ich muss immer etwas tun und etwas leisten perfekt sein ist Teil unsres Charakteres.

00:39:22: und ich glaube der erste Schritt ist sich einzugestehen dass das wahrscheinlich nicht dein Charakter ist sondern eine überlebens Strategie.

00:39:30: und dann gibt es natürlich ganz viele verschiedene kleine Übungen die auch ein Buch unter anderem vorkommen, aber ich nenne jetzt mal eine vielleicht die man sich mitnehmen kann.

00:39:43: Nämlich die Ich Bin Gut genug Übung und zwar das Beweise suchen.

00:39:48: Unser Inneres ist ja wie in so einem Gerichtssaal ein bisschen.

00:39:52: Und wenn ich jetzt zum Beispiel aus meinem Hotel rausgehe und ich sage tschüß zum Rezeptionisten und er sagt dann nicht tschüss und ich habe noch immer diese sich bin ich gut genug gefühlt Dann wird sofort getriggert, er hat mich nicht gesehen.

00:40:05: So war der so unfreundlich zu mir, bin ich dem unsympathisch?

00:40:08: Also jetzt ein bisschen übertrieben und so gehe ich dann durch den Tag.

00:40:11: Ich sehe überall die Beweise.

00:40:13: Er hat mich nie gesehen, weil ich nicht gut genug bin.

00:40:15: So geht die Spirale weiter!

00:40:17: Ich mache Fehler in der Arbeit, mich weißt jemand drauf hin?

00:40:21: Ja, war ja klar, weil wir nicht gut genug sind.

00:40:23: Das heißt unser Gehirn ist darauf spezialisiert, Beweise dafür zu finden dass dieser Glaubenssatz in uns stimmt.

00:40:30: Selbstbild zu bestätigen

00:40:32: Ganz genau, ganz genau.

00:40:33: Das kann unser Gehirn extrem gut.

00:40:35: Was unser Gehör nicht so gut kann aber was wir können wenn das ihm bewusst sagen ist gegen Beweise zusammen.

00:40:42: Nämlich einfach mal ich sage vielleicht einmal vor Woche dich hinzusetzen und dir aufzuschreiben welche Gegenbeweise habe ich bekommen?

00:40:49: Welche Beweise dafür dass ich genug bin?

00:40:51: Vielleicht dein Mann, der heute Abend lächend nach Hause kommt und dich umarmt?

00:40:56: Naja.

00:40:56: Für den bist du gut genug, sonst wär er nicht hier!

00:40:59: Oder das Kind, dass sich nur von dir trösten lässt oder die beste Freundin dich anruft und dich im Rat fragt... ...oder irgendwas was du heute schon gut gemacht hast – die Bitzer, die einfach super lecker geworden

00:41:09: ist?!

00:41:13: Ich habe da ganz viele Fragen, wie man das im Alltag wirklich auch fühlt.

00:41:18: Da kommen wir gleich zu... ich möchte kurz so grob des Settings von diesem Buch.

00:41:22: also wir haben Lena die stellvertretende Chefredakteurin, die dein altes Leben so ein bisschen gelebt hat wenn ich das mal so die Parallel setzen darf.

00:41:31: und sie lernt aber wie in jeder guten Geschichte auch ihren Lehrmeister kennen Stefano den Automechaniker weil ihr Bus kaputt geht in der Geschichte und von dem sie sich in verschiedenen Situationen hart getriggert fühlt.

00:41:44: Zum einen, dass er nicht sofort aufspringt um ihren Bus zu reparieren sondern erst mal eine Pause macht.

00:41:49: auch das glaube ich war jetzt viel unterwegs die letzten Tage und Wochen.

00:41:53: da habe ich viele solche Konstellation gesehen wo Menschen sich persönlich angegriffen fühlen wenn der Taxifahrer nicht so spurt, wie sie es gerne hätten oder was auch immer.

00:42:06: Und das ist ein ganz schönes Aha-Momente im Buch verteilt, dass die Emotion, die man selber kennt... auf etwas hindeutet, was man so gar nicht gesehen hätte.

00:42:15: Und das finde ich auch insgesamt an deiner Arbeit so schön dass du gängige Emotionen, Alltagserlebnisse die man zwar einfach hinnimmt aber wenn man einfach so lebt denkt es sei normal auf bestimmte kleine Wunden in der Seele zurückführt und wenn man sie erkennt und dann probiert ein bisschen zu heilen, dass man dann sehr sehr einfach ein viel besseres Leben entsprechend führen kann.

00:42:41: Du hast jetzt ganz oft schon diese Verknüpfung, die in deinem Leben und ich glaube ohne meine Hörer danach befragt zu haben.

00:42:48: Aber einfach viele Menschen, die heute erfolgreich sind... gehen diese Extrameile über, ignorieren ihre Grenzen weil sie irgendeine Art von Treiber in die Richtung haben.

00:42:57: wenn ich leiste ist das Leben besser.

00:42:59: Man kann auch sagen Wenn Ich Leiste werde ich geliebt.

00:43:01: aber zumindest merkt man dass Privilegien in emotionaler Form, in monetärer Form und sozialer Form vorhanden sind wenn man einfach sehr viel leistet.

00:43:13: Und ein Zitat aus deinem Buch Auch hier, egal wie viel ich arbeite die Liste meiner To-dos scheint nie kürzer zu werden.

00:43:22: Das ist ein Phänomen was wir kennen das wir immer weiter strampeln.

00:43:25: und egal wieviel Gas wir geben Und warum Melanie?

00:43:29: Glaubst du dass Menschen ihren Selbstwert ihre in Respekt vor sich ihre Liebe vor sich An so einfach an die abgehagten to dos Setzen?

00:43:40: und Ich selber nehme mich da nicht von aus.

00:43:41: wenn ich mal so einen tag hatte wo ich richtig produktiv war, die Dinge erledigt habe.

00:43:46: Dann fühlt es sich ein bisschen besser an als wenn man einfach nur einen Bruchteil dessen geschafft hat.

00:43:51: Woher kommt das?

00:43:56: Ich bin nicht gut genug.

00:43:58: dieses Thema steckt dahinter.

00:43:59: Das heißt ich hab irgendetwas in der Kindheit erlebt wo ich zu wenig Aufmerksamkeit und Zunahing bekommen habe.

00:44:05: also vielleicht war ich ein Sandwich-Kind und dann war die Aufmerksomkeit der Eltern gestreut.

00:44:11: Oder vielleicht hatte ich einen ganz, ganz blöden Lehrer und habe nicht die besten Noten gehabt.

00:44:15: Und hat deswegen nie das Loob bekommen.

00:44:18: oder ja, vielleicht hatte sich ein Vater der selber unter Leistungstrang gelitten hat also der selber dachte Ich bin nur was wert wenn ich irgendwie Karriere mache und dann auch so agiert hat nämlich nur aufmerksam war gelobt hat was gesagt hat Wenn du im Wolleball ein Sieg verzeichnet hast oder eine gute Hote nach Hause gebracht hat.

00:44:37: Also daher prägt uns das schon im ersten Schritt, also da ist es schon mal dass wir unser kindliches Gehirn da schon lernen wenn ich irgendwas mache dass erfolgreich ist, dass die Leute es sehen.

00:44:49: Schau dann welch gelobt!

00:44:51: Aha das fühlt sich gut an da will ich mehr davon weil dieses nicht gesehen werden.

00:44:54: das fühlte sich so an als wäre ich nicht wichtig.

00:44:56: also es mag mich keiner.

00:44:58: Also das macht das kindliche Gehirn und das nehmen wir mit unser Gehirnen wird ja wirklich zum Großteil in diesen ersten sieben Lebensjahren oder neuen Lebensjahren schon sehr stark geprägt.

00:45:09: und dann geht's natürlich weiter.

00:45:11: Dann gehen wir in die Schule.

00:45:12: Da kommt wieder dieses selbe System, also nur wenn ich was besonders gut mache.

00:45:16: Lächelt die Lehrerin und liest meinen Aufsatz vor.

00:45:18: Und zu Hause bekomme ich auch nur diese Strahlen, wenn ich eine besonders gute Note bringe.

00:45:24: Dann geht das weiter vielleicht mit Studium oder im Job.

00:45:27: Da wird uns ja auch so suggeriert ihr schneller durch die Karriereleiter hoch klärt dass dir mehr verdient, desto besser bist du.

00:45:33: Also es heißt gerade dieses Leistungssyndrom, dass man etwas tun muss, das wir durch unsere Gesellschaft noch mal verstärkt.

00:45:42: Das ist dann so ein Belohnungseffekt, wenn jemand sieht wir haben es gemacht geschafft.

00:45:46: Dann fühlen wir uns besser und unser Gehirn ist so stark darauf geschult dass selbst wenn ich jetzt diese zehnte Tus abgearbeitet habe und es sieht keiner dieses Topamin ausgeschüttet wird das eben sonst ausgeschüttert wird wie Leute applaudieren und deswegen fühlt sich das am Abend einfach besser an Wenn wir produktiv waren.

00:46:05: also Das heißt, manchmal sieht man dieses Leistungsthema gar nicht so klar.

00:46:09: Aber ich würde immer sagen das erste Anzeichen ist wenn du einen Tag hättest wo du nicht produktiv warst und dich am Abend dann ein bisschen gager fühlst Oder vielleicht auch, wo du was falsch gemacht hast.

00:46:22: Vielleicht warst du schon nicht produktiv und hast dann am Abend noch die Showkortafel die ganze aufgegessen ja?

00:46:28: Und wenn man sich da schlecht fühlt, ist es schon so ein erstes Anzeichen dass man da mal ein bisschen genauer hinschauen darf.

00:46:36: Du hast die Situation mit Lena und dem Mechaniker Stefano angesprochen.

00:46:40: Und Stefano hat ja etwas gelernt in seinem Leben durch harte Umwege nämlich sich das wieder zu erlauben diese Langsamkeit, dieses Nichts sich ständig beweisen müssen.

00:46:54: Und Lene hat es ja zu dem Zeitpunkt noch nicht gelernt und wie du richtig gesagt hast deswegen triggert sie das so?

00:47:00: Und da muss ich auch immer sagen weil manche dann denken ach jetzt hat den Buch geschrieben jetzt weiß die alles.

00:47:06: Ach das kenne ich heute noch.

00:47:07: also Es ist nicht so dass wir diese Wunder einmal heilen und dann wird mir nie wieder getriggert.

00:47:13: Ich muss auch selber bei dieser Szene mit Stefano lächeln Weil ich sage immer Wenn ich mit meinem Mann mit dem Auto wohin fahre und wir scheigen dann zu Hause auf, da bin ich schon oben und hab meine Schuhe ausgezogen.

00:47:24: Und er macht gerade direkt die Autotür auf... ...und wenn das umgekehrt ist und wir zum Auto gehen und es dauert so lange, dann steh' ich da auch nebenbei!

00:47:34: Wie kann man sich so langsam bewegen?

00:47:35: Wie können Sie's...?

00:47:36: Und da muss ich mich immer wieder dran erinnern.

00:47:39: Ja der erlaubt sich das halt, der erlaubt sich dass einfach.

00:47:42: Hallo, erstes Wochenende erlaubst ihr auch also diese Trigger wenn uns etwas sehr, sehr ärgert.

00:47:50: Es ist jetzt egal ob es Langsamkeit oder auch andere Dinge sind da Partner ist immer ein gutes Spiegel die zeigen sich ganz oft und dann können wir uns mal öfter fragen ob es nicht genau das ist was wir uns viel zu selten erlauben was uns da gerade nervt.

00:48:08: Jetzt höre ich viele Menschen, die sagen ja.

00:48:10: Ich würde gerne ein bisschen entspannter sein diese unbedingte Gelassenheit, die du gesagt hast.

00:48:14: aber viele haben im zweiten Schritt auch sofort so ein bisschen Angst oder Respekt dass sie ihren Drive da durch verlieren das sie ihr Erfolgsgeheimnis verlieren.

00:48:22: Das was sie dahin gebracht hat ist ja eben dieses nie richtig zufrieden sein.

00:48:27: es Ist das an was zu denken was andere nicht machen.

00:48:30: Es ist einfach perfekt sein zu wollen.

00:48:35: Was sagst Du den menschen?

00:48:37: Müssen Sie dann Ihren Erfolg im Leben opfern, wenn sie etwas gelassener werden?

00:48:41: oder gibt es eine Koexistenz aus beiden Konzepten?

00:48:45: Ja auf jeden Fall gibt's eine KoExistenz.

00:48:46: Findest du auch cool dass Du das ansprichst?

00:48:49: weil nicht jeder negativer Glaubenssitz ist nur negativ.

00:48:55: also da gibts ja diese sogenannten fünf inneren Antreiber.

00:48:58: der eine heißt mach schnell den anderen heißt streng dich an.

00:49:01: der nächste heißt zeit.

00:49:02: perfekt macht allen recht und Tatsächlich müssen wir diese Antreiber nur dann bearbeiten, wenn sie zu stark ausgeprägt sind.

00:49:12: Das heißt ein Teil von denen ist sehr gut.

00:49:14: ja also stell dir vor Wenn jetzt da gar kein ich will das erreichen streng dich anwähren und wenn wir hier nicht sitzen Dann hättest du diesen podcast nie gegründet.

00:49:25: Ich hätte auch nie einen Buch geschrieben.

00:49:27: Also ein Teil davon ist schon auch okay.

00:49:30: Aber es geht darum, wo geht's denn jetzt darüber hinaus?

00:49:36: Wo tutst ihr denn nicht gut.

00:49:38: Man sollte auf keinen Fall diesen ganzen Glaubensrat zu eliminieren, sondern nur die schatten Seite daran.

00:49:45: Wenn ich mich dann am Abend mies fühle, nur weil ich einen Tag ein bisschen krank war und nichts getan habe, hat das ja auch keinen Vorteil.

00:49:53: Dieser Tag hätte mich nicht erfolgreich gemacht.

00:49:55: Ich hätte vielleicht einen relativ unauthentischen Podcast gemacht, weil ich eh keine Lust drauf hatte.

00:50:00: Also ich glaube, man muss oder darf spüren lernen.

00:50:03: was ist denn mein innerer Drang diese intrinsische Motivation?

00:50:07: da habe ich Lust drauf.

00:50:08: Da hab' ich Bock drauf und dann fühlen sich auch zehn Stunden Arbeit ganz oft nicht wie zehn Stunden.

00:50:13: Nein also ich arbeite heute noch oft zehn Stunden oder gern mal auch am Wochenende aber es fühlt sich halt auch nicht so an.

00:50:20: Also ich glaub', da dürfen wir unserem Gefühl vertrauen wenn das einfach Bock macht dass es einfach Spaß macht Wenn du einfach dich danach Wohler fühlst als Vorheit im Sinne von nicht nur weil du geleistet hast, sondern weil es dir was gegeben hat.

00:50:36: Dann ist das ja eine gute Sache.

00:50:38: aber wenn du jetzt merkst du kennst dich durch den Alltag und du musst noch dieses und jenes tun.

00:50:43: also schau du arbeitest zehn Stunden oder acht Stunden das Leben.

00:50:47: ich glaube von vielen Frauen die dann auch noch Mütter sind.

00:50:50: ach schon arbeiten in den Kindergartenhetzen in dem Supermarkt kochen aufräumen das dann noch und das nächste noch sind da ganz, ganz viele Dinge die dir mehr Energie nehmen als geben.

00:51:04: Ich glaube das ist so ein bisschen der Schlüssel dass ich ab und zu mal überprüfen muss in meinem Leben was gibt mir Energie?

00:51:09: Und was nimmt mehr Energie?

00:51:11: Die Dinge die mir Energie nehmen darf ich mich mal fragen ob ich gehe kommt jetzt auch aus dem Buch von der Ich muss Liste vielleicht auf die was solls Liste verschieben darf.

00:51:22: Also, muss ich wirklich dreimal in einer Woche Staubsaugen?

00:51:24: Also, ich muss es nicht!

00:51:26: Ich verkraften war ein Staubkörner.

00:51:28: Ich habe einfach Hauspatschen an und dann geht das schon.

00:51:31: Also dass man sich da einfach mal fragt, was von den Dingen, die mir mehr Energie nehmen als geben, alle können wenig wegmachen.

00:51:38: Klar also Buchhaltung zum Beispiel muss ich trotzdem machen aber Ob es dann nicht auch Dinge gibt, die von auf die Wassholz-Liste.

00:51:46: dürfen und zwar richtig tief mal drüber nachdenken, weil oft denken wir schon so lange ich muss oder das soll so sein dass wir gar nicht auf die Idee kommen.

00:51:55: Also ich mache mal ein praktisches Beispiel eine Freundin die dachte immer es muss jeden Abend was warmes kochen damit ihr Kind was gesundes zu essen hat.

00:52:02: aber das Kind das kriegt einen Mittagessen Warmes im Kindergarten und jetzt sich so abgehetzt und er hat keinen einzigen Gedanken daran verschwenden dass man hier am Abend einfach ein Redischenbrot essen könnte zum beispiel her Und dass man sich so was mal erlaubt, kann da vielleicht etwas auf die Was-Solz-Liste.

00:52:19: Wo kann ich denn mein Leben gesund auflockern?

00:52:24: Ich glaube genau diese Feinjustierung ist das wo die Menschen auch hinwollen Denn niemand möchte sofort sein Leben um hundert-achtzig Grad drehen und zum Senmeister werden und alles umdrehen.

00:52:34: Aber diese feinen Justierungen, das was du jetzt schon mit den zwei Listen besprochen hast dieses Kontinuum aus Perfektionismus auf der einen Seite und dem Gut genug Konzept.

00:52:45: Und als ich das hier auch lesen durfte, da ist mir das Herz aufgegangen weil dass es einer meiner großen Stellschrauben im Leben wie ich glücklicher zufriedener mehr Energie haben kann indem ich eben genau aufdecke wo ist Perfekzionismus am Start?

00:52:59: Und wo darf ich auf gut genug umschalten sozusagen?

00:53:03: Ja es finde ich voll gut.

00:53:04: also diesen Punkt mit gut genug finde ich super grad wenn man dazu neigt man perfektionistisch ist.

00:53:10: Ja

00:53:10: und du bist ja ausgebildete, diplomierte Mentaltrainerin und wenn Menschen die eher so diesen Perfektionismus Drang haben gut genug hören dann gehen ja alle Alarmglocken los.

00:53:20: Dann kommen Begrifflichkeiten wie Bequemlichkeit, wie Durchschnitt.

00:53:24: So auf globaler Ebene ich habe mal einen LinkedIn-Post dazu gemacht und dann kam ja dann geht Deutschland vor die Hunde.

00:53:30: wenn wir alle nur noch gut genug wären und nicht mehr perfekt Was würdest du Menschen, die sich in diesem Perfektionismus aufreiben als Pitch geben oder als Vorteil?

00:53:43: Warum gut genug im Leben absolut ausreichend ist und eben nicht Durchschnitt, Mittelmäßigkeit und Unbequemlichkeit in der Konsequenz wird.

00:53:54: Ich würde glaube ich tatsächlich gleich mal mich selbst als Beispiel aufgreifen weil ich bin ein totaler Antipeffektionist mittlerweile also wirklich überall.

00:54:02: so am schlimmsten ist im Haushalt.

00:54:06: Früher war das ganz anders, aber durch dieses Nicht-perfekt sein... Also man muss sich das vorstellen.

00:54:11: Ich habe irgendwann mit diesem Blog angefangen und tatsächlich dieser erste Blockbeitrag hat sieben Stunden gedauert bis der dann perfekt war und raus ging.

00:54:19: also ich hab damals nebenbei gearbeitet.

00:54:21: Ich hätte niemals jede Woche sieben stunden nur für diesen blog upfang können.

00:54:25: Also musste ich anfangen weniger perfekt zu sein weil durch dass weniger perfekt sein konnte ich mehr raus geben und was ich herausgegeben habe Das war aber für die Leute zu neunundneinzig, fünf Prozent.

00:54:38: Obwohl ich nur zwei Stunden investiert habe genauso wertvoll wie das mit den sieben Stunden weil diese sechs Beistricksfehler da, die interessieren doch keiner.

00:54:53: Es ging doch um den Inhalt von Anfang an und so ist es ganz oft wir perfektionierende Dinge eigentlich schon von der Welt da draußen gebraucht werden.

00:55:03: Weißt du, da wartet vielleicht schon jemand auf etwas von dir das Gebraucht wird?

00:55:07: Also gibst doch unperfekt raus weil sonst kannst du viel weniger geben und meistens ist er quasi.

00:55:14: wenn wir es erstmalig fertig haben sind eh schon neunzig Prozent perfekt ja und dann brauchen wir noch für die restlichen zehn Prozent sieben mal so lange.

00:55:22: Das heißt es ist total kontraproduktiv perfekt zu sein.

00:55:26: deswegen werdet ihr überall bei mir in dem Posts Fehler finden, vor allem im Instagram-Post weil die kontrolliert keiner.

00:55:34: Da findet man auch sogar ganz kasse Fehler.

00:55:37: ja also Wörter die dann plötzlich was anderes bedeuten.

00:55:43: Aber darum geht es nicht.

00:55:45: Also die paar Menschen die das sehen Die können dass das Learning nehmen sich davon nicht mehr so oft getriggert zu fühlen und die anderen sehen's gar nicht.

00:55:53: Oder

00:55:54: sie lesen deine Beiträge nicht mehr, wenn dein Qualitätsniveau ihnen zu niedrig ist.

00:55:58: Ist ja auch immer man zieht ja dadurch die Menschen an, die mit einem selber resonieren.

00:56:02: Genau genau und es ist halt auch einfach das Leben entspannter wenn du sagst dass ich's gut genug.

00:56:08: Und Ich kann auch noch sagen bei meinem ersten Roman da hatte ich ja auch so ein bisschen Bedenken ob das jetzt gut genug ist weil ich hatte ja noch nie einen Roman geschrieben.

00:56:17: Und dann habe ich dann abgegeben und die Lektorin hat gesagt, du bist eigentlich ganz gut für das du noch nie einen Roman geschrieben hast.

00:56:23: Aber jetzt machen wir noch eine Elektrorad-Schleife.

00:56:25: Dann haben wir noch ein Elektroradschleifer gemacht... ...und dann war ich fertig damit und dachte mir, ja, das ist eigentlich richtig gut geworden!

00:56:32: Und dann hat jemand aus dem Verlag gefragt, wollen wir noch ne Schleife machen, damit es so richtig geil wird?

00:56:39: Und meine Antwort war, nee, gut ist gut genug.

00:56:42: Und ja, also ich glaube bei den anderen Büchern war ich perfektionistischer und trotzdem war dann der erste Roman das erfolgreichste Buch.

00:56:50: Also vielleicht sucht da draußen kaum jemand mehr nach Perfektion?

00:56:55: Weil wenn wir jetzt von Menschen denken wollen wir eigentlich nicht unbedingt dem perfekten Menschen als besten Freund haben.

00:57:03: Vielleicht braucht die Welt das gar nicht mehr und vielleicht hilft dieser Gedanke bei sich selbst.

00:57:08: Ich glaube zwei andere Dinge, die mir zumindest helfen vielleicht auch manchen, die zuhören.

00:57:13: Das eine ist draußen weiß ja niemand was das eigene hundert Prozent ist.

00:57:18: also Menschen wissen ja nicht des Delta sozusagen.

00:57:21: es braucht nur unendlich viel Zeit diese letzten zehn zwanzig Prozent eben rauszukitzeln.

00:57:26: und ich finde dieser Begriff gut genug der wird falsch interpretiert denn gut genug heißt ja nicht, nicht gut genug.

00:57:35: Es heißt gut genug!

00:57:36: Gut genug war dein Buch mit einer Schleife um wahnsinnig erfolgreiches Buch zu werden.

00:57:41: also dafür war es offensichtlich gut genug.

00:57:44: Also gut genug ist immer eine Frage was ist genug?

00:57:47: und wenn genug ein hohes Ein hoher Anspruch an sich selbst ist, dann reicht auch gut genug um Exzellenz zu produzieren.

00:57:53: Gut genug heißt nicht mittelmaß.

00:57:55: Gut genug heißt nicht schlecht und das verwechseln Menschen glaube ich immer.

00:57:59: Gut Genug ist gut genug!

00:58:03: Und es wird in deinem Buch auch schön mit Lena gespiegelt.

00:58:06: Ich glaube ein weiterer Grund man legitimiert es immer mit dem Erfolg im Außen aber worauf man sich ja einlässt wenn man vermeintlich nicht perfektes abgibt... ...ist Kritik ist der Hinweis auf Fehler.

00:58:18: Und Lena bringt es, deine Protagonistin einem Statement auf den Punkt, den glaube ich viele Menschen fühlen vielleicht nicht so artikulieren können.

00:58:25: Der heißt jeder Fehler, den ich begehe, ist in meinen Augen ein knallharter Beweis dafür dass sich eben nicht gut genug bin.

00:58:33: und da haben wir wieder die Verknüpfung zu dieser Urwunde, die du vorhin skizziert hast und ich glaub das ist der Grund warum sich so viele Menschen an diesem Perfektionismus festklammern um möglichst lange nicht bewertet zu werden auf ein Minimum zu reduzieren, vielleicht in diesen emotionale Situationen zu gelangen.

00:58:52: Was würdest du sagen Melanie?

00:58:54: Können wir tun um diese emotionale Verknüpfung zwischen diesem Fehler im Tun, dem Machen, dem Buchschreiben

00:59:01: etc.,

00:59:02: und den Fehler im Sein worums ja am Ende geht, um diese Verknüpfungen aufzuheben?

00:59:08: Ja ich komme noch mal über ersten Schritt kurz auf die Übung, die ich vorhin angesprochen habe zurück weil das ist jetzt genau das.

00:59:13: Ich hab mir einen Fehler gemacht.

00:59:15: Das ist ein Beweis dafür, dass ich nicht gut genug bin.

00:59:17: Und das machen wir ständig, ne?

00:59:18: Also... Wir machen so einen inneren Aktenvermerk schon wieder ein Beweiß, es ist nicht gut genug.

00:59:22: Muss also stimmen!

00:59:23: Ja muss also stimmern und auf der anderen Seite machen wir aber nicht.

00:59:26: hey gegen Beweis da kommt etwas was Bezeugt, dass ich gut genug bin.

00:59:31: Ich glaube das ist mal im ersten Schritt ganz wichtig.

00:59:33: was du jetzt aber gemeint hast.

00:59:35: Darf hier kurz ergänzen bevor ich es vergesse für diese Vermerke wenn man etwas gesammelt hat ein Gegenbeweis dann kommt ja noch erschwerend hinzu dass man das oft dem Glück zuschiebt oder dem Zufall oder dass es andere verursacht haben oder so.

00:59:49: also bei den beweisen dass man nicht gut genug ist Es ist immer die hundertprozent eigene Verantwortung und bei den anderen Dingen werden alle kreativen Argumente gefunden warum es vielleicht doch nicht die das eigene Zutun war.

01:00:01: Ja, total!

01:00:02: Also wenn man merkt... also am Anfang wird man immer merken dass man sich nicht gleich glaubt, dass man diesen Beweis nicht gleich glaube.

01:00:09: aber wenn man es eine Zeit lang macht, wenn man dir eine Zeit lange sammelt dann wird man auch bemerken dass die Beweise erschlagend viel

01:00:16: sind.

01:00:16: Wie Glück kann man gar nicht haben oder?

01:00:17: Ja

01:00:18: und dann zieht auch das Gehirn und die Gedanken mit der Zeit nach.

01:00:23: Was er zwischendurch ein bisschen helfen kann, ist sich einfach mal zu fragen.

01:00:26: Ja ich merke dass ich das im Inneren denke.

01:00:28: Ich bin nicht gut genug macht so viele Fehler was auch immer und sich dann mal zu Fragen würden all deiner Freunde alle deine Freunde jeder aus seiner Familie jeder Mensch den du kennst Würden die alle sagen wenn du sagst ich Bin nicht gut genug.

01:00:43: Wünnt ihr denn alle ja oder würde jemand nein sagen?

01:00:47: Wünnte alle ja sagen oder würde Jemand Nein sagen?

01:00:50: Und es ist auch Das macht etwas mit unserem Gehirn, das uns ja so drauf geschult hat.

01:00:55: Weil die Antwort lautet natürlich ... Nein!

01:00:57: Also meine beste Freundin würde niemals sagen, dass ich nicht gut genug bin.

01:01:01: Die würde sagen, du bist die allerbeste Freundin, die ich mir vorstellen kann und dein Kind würde das nie sagen und wahrscheinlich deinen Partner auch nicht.

01:01:08: Und das kann ein bisschen was in unseren Hirnen aufknacken.

01:01:11: Gleichzeitig geht es auch ein bisschen emotionaler weil Du hast gesagt, ins Fühlen, ins Sein kommen.

01:01:17: Wir suchen da harte Fakten warum wir nicht gut genug sind im Außen.

01:01:21: Und wenn wir jetzt ein bisschen auf Menschen richten, auf Menschen die uns eben nicht lieben weil wir was leisten.

01:01:27: Ich komme niemals wieder mit einem Freundin oder einem guter Freund und uns damals fragen, was würde denn die sagen?

01:01:33: Oder frag sie einfach mal, ich hab da so einen Satz, den ich immer wieder von mir glaube und er lautet, ich bin nicht gut genug.

01:01:39: Was sagst du dazu?

01:01:40: Und die werden dann ganz bestimmt sagen ja, spinnst Du!

01:01:44: Wie kommst Du auf?

01:01:44: das

01:01:44: natürlich?!

01:01:46: Für mich bist Du mehr als gut genug Und das macht auch etwas emotionales mit uns.

01:01:51: Vor allem bei Menschen, wo es jetzt nicht darum geht für den Arbeiten ich oder für den mache ich und tue ich nur ist er bei Freunden meistens nicht so.

01:01:59: Das heißt, für die bist du gut genug – und zwar menschlich!

01:02:03: Also hoffentlich kein Freund der immer was will, also ein richtig guter Freund.

01:02:08: Der mag dich als Mensch, der mag dich nicht weil du über die Karriereleiter hochgeklettert bist.

01:02:13: Er mag dich auch nicht weniger, weil du weniger verdienst wie er.

01:02:18: völlig losgelöst davon.

01:02:20: Ich finde ihn wahnsinnig schöne Übungen und kann nicht jeden der Zuhörde einfach nur mal jetzt aufrufen und nicht einfach nur gehört haben, ja sondern sich wirklich jetzt mal überlegen.

01:02:30: mit welcher Person im Leben könnte ich so ein Gespräch führen?

01:02:33: Weil es ist ein wahnsinnigt verbindendes und deepes Gespräch wenn jemand auf mich zukommt und sich so öffnen würde.

01:02:39: das erfordert sehr viel Mut aber zu sehen dass so ein gespräch möglich ist verbindet ihr auch eine ganz andere Art und Weise.

01:02:45: nochmal also es ist wirklich sehr schön.

01:02:48: Du schreibst in deinem Buch am Ende des Kapitels immer mal wieder so schöne Affirmationen.

01:02:53: Affirmations, die nicht sehr mit Mentalarbeit zu tun haben sind Sätze, die man sich immer wieder hervorrufen darf um den Fokus auch etwas in eine gewünschte Richtung zu lenken.

01:03:05: und einer wo es darum geht was wir gerade besprochen haben heißt ich darf Fehler machen und bleibe trotzdem wertvoll.

01:03:11: der klingt aufs erste sehr einfach.

01:03:14: aber Wenn man den mal sacken lässt, ich glaube da steckt so viel drin.

01:03:18: Wenn man denen sacken lässt wird man mutiger.

01:03:20: Man wird weniger perfektionistischer.

01:03:23: Da steckt sehr viel drin wenn man diese emotionale Verknüpfung zwischen dem eigenen Wert und dem Tun in Ergebnissen und das setzt dem Ganzen ja noch eine weitere Komplexität drauf wenn man es nicht nur am eigenen Handeln fest macht sondern an den Ergebnisse die oft gar nicht steuerbar sind.

01:03:40: Es hätte sein können dass dein Buch wochenmonatelang Spiegelbestseller wird.

01:03:45: Einfach, wenn im externen bisschen Pech dazu gekommen wäre es hätte deine Arbeit ja nicht schlechter gemacht.

01:03:51: aber das sind weitere Falle in die viele Menschen tappen, dass sie ihre eigene Leistung und damit den Wert nur an den externen Beweisen.

01:04:00: Und den Social Media Kommentaren der Reichweite von Posts etc.

01:04:05: festmachen.

01:04:05: uns ist natürlich einfach wir sind in einer leistungs- und ergebnisgesellschaft aber da auch besser zu werden es etwas mehr auf das eigene tun zu fokussieren ist glaube ich auch was wo man sehr viel Ja innere inneren frieden finden kann.

01:04:18: wie gelingt ihr das?

01:04:19: du bist sehr erfolgreich?

01:04:20: Du hattest ein top top top bestseller.

01:04:22: jetzt kann man sagen ein zweites Buch zu schreiben, ist natürlich sehr mutig.

01:04:26: Was ist wenn das abfällt?

01:04:28: Sagen die Leute da nicht, war eine Eintagsfliege, einen One-Hit-Wonder

01:04:31: etc.,

01:04:32: hattest du solche Gedanken?

01:04:33: oder wie bist du innerlich mit diesem Druck nachzulegen umgegangen?

01:04:39: Ich habe mich auf den Balkon gesetzt und dann hab ich halt ... Apparatspritzer getrunken, die haben mich sehr entspannt.

01:04:47: Also tatsächlich hatte ich nicht diese Angst dass es jetzt nicht mehr so erfolgreich wird.

01:04:51: Ich habe eigentlich dem Verlag gesagt das wird bestimmt nicht so erfolgreich weil dann denken alle ist Teil zwei und Teil zwei ist immer weniger erfolgreich ja und hatte glücklicherweise Unrecht.

01:05:01: aber an das habe ich tatsächlich nicht gedacht.

01:05:04: und ich habe auch nicht anders gedacht und komme gleich zu deinem Buch habe auch nichts an etwas gedacht was eigentlich beim letzten buch passiert Bei diesem Buch übrigens wieder.

01:05:14: Es war dann endlich mal so weit, dass mein Buch ins Fernsehen kam und da war es bei Herrn Jack in ART.

01:05:23: Und da wurde es härtest kritisiert – also ich habe das erst nach drei Monaten mitbekommen, das war ja ewig lang auf der Spiegelliste und einmal im Monat kritisierte die Sachbuch-Liste, die Top Ten.

01:05:34: Ich hab's dann erst beim letzten Mal mitbekommen.

01:05:36: Wir haben schon total viele Leute geschrieben und dann schrieb mir irgendeine Dame, ja sie zeigt jetzt den ARD an.

01:05:42: Und es ist so eine Frechheit und ich dachte immer was hat das mit mir zu tun?

01:05:45: Dann schickst du mir da einen Link mit!

01:05:47: Und dann schaue ich mir das an und dann kommt da mein Buch im Fernsehen.

01:05:51: Ich bin noch für eine Sekunde total stolz beim Buches im Fernsehen und dann sagt der Typ Das Buch is niederdrächtig, dumm klischeehaft und zum Mäuse melken blöd Und dann wirft er es in die Donne.

01:06:07: Das macht ja übrigens nicht nur bei meinem Buch und ich habe mich da schon geärgert, weil ich mir gedacht habe, ich glaube du bist nicht die Zielgruppe also der Herr ist doch wesentlich älter und ich glaube, du hast gar nicht die Themen dahinter verstanden.

01:06:24: Ja natürlich ist das eine süße Geschichte damit diese nicht immer so leichten Themen auch ein bisschen mehr Leichtigkeit bekommen.

01:06:31: aber ich hab' mich schon geärgert, hab' ihn auch im Gegenvideo gemacht Und dann habe ich es wieder vergessen.

01:06:36: Ich hab's einfach vergessen, das heißt ich habe diese äußere Stimme nicht in mich reingelassen.

01:06:42: Ich habe nicht zugelassen dass die äußeren Stimmen sich mit meiner inneren Stimme irgendwie vermischt ja?

01:06:48: Aber was ist sehr wohlzulasse ist wenn mir jemand schreibt, ich habe mich so wiedergefunden und dies und das lasse ich rein!

01:06:55: Das ist auch ein bisschen bewusst... Am Anfang gewesen, was lasse ich denn rein?

01:06:59: Was lasse sich nicht rein.

01:07:00: Was will ich annehmen und was will ich nicht

01:07:02: annehmen?".

01:07:02: Und ich glaube wenn wir das ein bisschen bewusster steuern, was mir annehmen möchten im Außen wird auch diese innere Stimme ein bisschen wohlwollender weil wenn wir ständig im Außenausen das annehmen was andere Leute schlechtes über uns sagen.

01:07:15: Dann ist klar, dass diese innere Stimme genauso über uns selbst im Innern redet und ich glaube da müssen wir ein bisschen Wuster hinschauen.

01:07:22: wenn uns der Postbote irgendeine Kritik bringt in Form eines Paketers dann schau mal hin ob du damit was anfangen kannst soll jetzt nicht heißen dürfen keine Kritik annehmen.

01:07:31: aber schauen einfach genau hin.

01:07:32: wenn er jetzt einfach nur in diesen Paket ich sag es wie es ist kacke drinnen ist ja dann musst du das nicht annehmen dann gibt es ihm wieder mit.

01:07:39: also wenn du merkst dich kritisiert jemand weil Weil er vielleicht selbst ein Problem damit hat.

01:07:46: Oder es kritisiert dich jemand mit zur Mäuse melken, blöd oder wie hat der gesagt beim neuen Buch Gehirnvernachlässigung der Leser?

01:07:56: Das ist ja fast schon Beschimpfung und so eine Kritik die musst du gar nicht annehmen weil da darf man sich bewusst machen das hat nichts mit dir zu tun.

01:08:04: wenn jemand in einer solchen Sprache schon spricht dann hat ihn wahrscheinlich was getrickert.

01:08:11: Wenn mir jemand eine sachliche Kritik gibt, aber hier hattest du vielleicht schon noch das und das oder der Ort zieht ja gar nicht so aus?

01:08:17: Da gibts keinen Campingplatz.

01:08:18: ich habe überall Campingplätze dazu erfunden.

01:08:21: Wenn es ist eine sachlichen Kritik die kann ich ruhig auch aufnehmen und vielleicht auch recherchiere ich dann beim nächsten Buch genauer.

01:08:29: Aber ich denke jetzt geht ein bisschen darum.

01:08:31: egal ob jetzt Kritik Aber auch wenn das Buch jetzt nicht so erfolgreich gewesen wäre, hätte ich mich auch fragen können.

01:08:40: Jetzt ist es nur auf Platz zwölf... Es ist eine Aussage für mich mit der ich was anfangen kann.

01:08:44: will ich das reinlassen oder liegt's einfach daran dass ich gerade ne harte Konkurrenz habe, dass eigentlich nichts mit mir zu tun hat?

01:08:51: Also dieser Filter hat etwas mit mir zutun.

01:08:53: und kann ich was damit anfangen?

01:08:54: ob negativ oder positiv ist egal.

01:08:56: will ichs überhaupt annehmen?

01:08:58: Ich glaube das kann helfen mehr.

01:09:02: Und das, was du gerade beschreibst ist natürlich ein Zielzustand der viel Arbeit wieder braucht.

01:09:07: Da sind wir wieder... Es ist ja nicht so einfach die Dinge an sich ran zu lassen aber man kann es eben durch gezieltes Mental-Training auch erreichen.

01:09:15: Ich möchte noch mal zu diesem wie ich finde genialen Wortspiel zwischen Teil eins und zwei Apparol Limoncello und der Szene im Buch kommen.

01:09:22: Wir haben's grade gesagt deine Protagonistin bestellt dein Apparole er ist aus und die Trattoria Besitzerin gibt dir selbstverständlich eine Limoncella als sei es adäquat oder fast das gleiche und sagt ihr, dass sie im Leben selber häufig erlebt hat.

01:09:39: Dass man nicht immer das bekommt was man sich wünscht aber dass einem teilweise Dinge serviert werden die man im Nachhinein als viel besser erachtet.

01:09:48: Und auch das natürlich eine Metapher für viele Dinge in dem Leben.

01:09:51: Die Welt heute ist ja unsicherer denn je, die Menschen haben mehr Ängste den je politische wirtschaftliche Verwerfungen etc.

01:09:59: Und wir hören es überall.

01:10:01: Wir müssen besser darin werden mit Unsicherheit umzugehen Denn das wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht besser werden.

01:10:07: Was kannst du aus eigener Erfahrung aber auch in der Zusammenarbeit mit Menschen sagen, wie wir ein bisschen mehr Frieden mit dieser Unsicherheit schließen können und sie nicht nur noch als Bedrohung sehen sondern vielleicht sogar als etwas was wir spannend interessant herausfordernd finden?

01:10:22: In Wahrheit geht es dabei ganz viel um Selbstwirksamkeit.

01:10:25: Also eigentlich sind das Situationen die wir nicht beeinflussen können.

01:10:28: deswegen klingt jetzt Selbstwirksamkeit eigenartig dazu.

01:10:33: Ich komme jetzt zu mir, ich denke ja dass mich eben meine Krise gelehrt hat gut damit umzugehen mit solchen Dingen weil ich durch die Krise gelernt habe bombastische Außeneinwirkung die ich nicht verändern konnte bei der ich nichts machen konnte.

01:10:46: Damit ihr euch klarkommen musste und dann hab' ich gelernt okay ich habe die inneren Werkzeuge und die Eigenschaften um damit klarzukommen Und das nennt sich dann auch Selbstwirksamkeit, was ich da gelernt habe.

01:10:59: Ich hab die Fähigkeiten um mit dieser Situation klarzukommen!

01:11:03: Ich hab' die Fehigkeit um mit jeder Situation

01:11:05: klarzukommen!".

01:11:06: Das heißt wenn wir da ein bisschen inneres Vertrauen in uns selbst aufbauen Dann werden wir uns mit diesen äußeren Unsicherheiten viel leichter tun.

01:11:15: Also einfach dieser Glaube darin dass du damit umgehen kannst und dann vielleicht auch noch ein positiver Gedanke Vielleicht sogar so gut Veränderung, positiv oder negativ danach etwas noch schöneres hervorbringt.

01:11:30: Also ich habe so einen Spruch.

01:11:33: den finde ich eigentlich sehr schön obwohl jetzt nicht so der Sprüheklöpfer bin aber ich glaube da geht es zu.

01:11:38: was für mich bestimmt ist findet mich.

01:11:40: also wenn ich mir irgendwie Sorgen mache drüber dass ich etwas will und dann kommt eine große Außen-Einwirkung die schwieriger macht dann finde ich diesen Satz total beruhigend.

01:11:51: was für

01:11:55: Zwei Fragen dazu.

01:11:56: Und das eine ist ja, ich glaube viele Menschen haben sich irgendwo in ihrem Handy mal ein Spruch auf Instagram abgescreenshotet oder sowas und sagen so möchte ich handeln wenn nicht dann mal in eine Kriseschlitter oder so.

01:12:06: aber wenn es dann mal soweit isst Wenn die Amygdala einen gefangen nimmt und wenn man ängstlich ist wenn man Sorgen hat Dann handelt man nach alten Fahrplänen.

01:12:15: Wie gelingt es dir Melanie, wenn du jetzt in eine emotional getriggert wie es in einer Krisensituation kommt?

01:12:21: Sei es dieses Video von dem Herrn Freund oder auch andere Dinge.

01:12:25: Dass du dich auf das besinnst was du gelernt hast dass du eben nach deinem Notfallprotokoll handelst und dich nicht irgendwie emotional wegtragen lässt obwohl deine Ratio eigentlich wüsste wie's besser geht.

01:12:36: weil ich glaube daran scheitern viele dass sie schon ein paar Tipps und Tricks kennen ist aber dann nicht umsetzen.

01:12:40: wenn soweit Und wie können wir das im Alltag wirklich auch etablieren?

01:12:46: Ich glaube, dass erster, weil du jetzt diese Situation ansprichst.

01:12:50: Die hat mich wütend gemacht und da müsste man jetzt sagen ja, es ist ja so weit sein, dass sie dich nicht mehr triggeln und nicht mehr wütenden macht.

01:12:58: Das finde ich ein bisschen guruhaft.

01:13:00: also wenn man dann läuft, man hat gar keine Ängste oder gar keinen Trigger mehr.

01:13:05: Ich würde sagen im ersten Schritt lasst die alten Emotionen zu.

01:13:10: Die sind ja eh schon da, also ich habe meine Wut auch zugelassen und gerade Wut, gerade Wutt und gerade Frauen sollten diese Wut öfter zulassen weil Wut ist immer Energie, Energie, die wir dann umsetzen.

01:13:23: Ich hab dann mit der Energien-Gegenvideo gemacht, zum Beispiel.

01:13:26: Und ich habe auch was aufgeschrieben und eine Mail an die IAD geschrieben.

01:13:30: Da hab' ich natürlich nicht die erste Version abgeschickt.

01:13:32: Das ist für mich

01:13:33: z.B.,

01:13:34: wenn ich Mut verspüre ... Dann schreibe ich mal ein E-Mail, den man nicht rausschicken kann.

01:13:39: Die möchte keiner lesen.

01:13:40: Siehst richtig... Die isst einfach richtig krass!

01:13:44: Und auch richtig mit Schimpfworten und so.

01:13:47: Also alles, was in meinem Kopf abgeht, hau ich dann in diese Mail rein.

01:13:51: Mein Gehirn denkt ja dann, was ich das gemacht habe oder dass ich diese Mail auch abgefickt habe.

01:13:55: Ich bin da natürlich auch ein bisschen wieder entladen.

01:13:58: Dann nehme ich das Ganze, kopiere es in Chatchi-Vidi rein und sage... mach mal, formuliere das mal ein bisschen professioneller und höflicher.

01:14:06: Und schick dann die E-Mail ab!

01:14:08: Aber das ist tatsächlich ein Tool von mir entweder eine E-mail oder einfach mal wenn mich jemand ärgert oder triggert auch einfach mal so in die Handynultizen reinzuschreiben was ich den jetzt am liebsten alles an die Kopf werfen würde und warum das gemein ist und warum es fies ist sieht ja keiner.

01:14:24: also ich würd sagen zulassen einfach zulassen die Emotionen auch wenn da jetzt Ängste sind einfach auch mal zu sagen Okay, du bist auch da liebe Angst.

01:14:34: Dann kommst du heute mit zum Einkaufen?

01:14:36: Also jetzt würde ich die nicht gleich wegschieben sondern die zulassen damit auch diese Energie Gefühle sind ja auch Energien damit sie auch freigesetzt werden kann und damit dich die nicht in mir behalte.

01:14:47: Und ich glaube der zweite Schritt ist dann etwas reflektiertes zu tun.

01:14:51: also wenn ich jetzt diese angst bemerkt habe Erinnere mich vielleicht an dieses Sprüchlein.

01:14:57: Dann könnte ich mir das Sprüichlein vielleicht einfach jeden Abend mal aufschreiben, vor dem Schlafen gehen oder einfach eine Affirmation die mir hilft oder halt auch einfach eine Reflexionsübung im Sinne von weil wir von Selbstwirksamkeit gesprochen haben.

01:15:14: wie oft im Leben hatte ich schon Angst?

01:15:16: in welchen konkreten Situationen hatte ich Angst?

01:15:19: Wie habe ich sie überstanden?

01:15:20: Ah okay ich hab sie gut überstanden.

01:15:23: also das wäre dann Zweiter Schritt.

01:15:26: Finde ich aber richtig schöne Empfehlungen, die Emotionen erst mal rauszulassen auf welche Art auch immer.

01:15:30: mir hilft zum Beispiel manchmal, es mag jetzt affig klingen, aber ins Schlafzimmer zu gehen und mit meiner Faust auf die Matratze zwei-drei Mal zu hauen.

01:15:40: Ich empfinde dann einfach etwas Körperliches was sich entladen muss Und ich habe gelernt das sollte was Weiche sein.

01:15:46: Das ist mich nicht verletzt Aber es hilft mir einfach diese Wutenergie in dem Fall raus zu lassen.

01:15:51: Du schreibst jetzt eine E-Mail.

01:15:52: Es finde ich fantastisch.

01:15:53: Man muss nur gucken, dass man oben nicht schon den Absender rein.

01:15:56: Nicht das ein Fehlklick ist dann doch abschickt.

01:15:58: aber ohne Absender obendrin finde ich wunderbar es rauszuschreiben und dann noch mal zu korrigieren.

01:16:05: Das ist ein exzellenter Schritt denn sonst staut sich auf und dann kriegt's vielleicht jemand anders ab.

01:16:10: Man staut es im Arbeitsalltag auf und abends bei der Familie lässt man da eine Emotion raus die eigentlich gar nicht dahin gehört.

01:16:17: Das is ja oft die Gefahr, dass du es an anderen Menschen auslässt Weil man es falsch kanalisiert.

01:16:22: Ja, total!

01:16:23: Und zweiten Satz den hast du grade nur so beiläufig gesagt, den fand ich sehr stark.

01:16:28: Du hast gesagt Ich habe diese Krise überwunden Und dann, komm mal.

01:16:33: Ich kann jede Krise überwinden.

01:16:35: also diese Generalisierung von ich habe etwas geschafft und dadurch das Selbstvertrauen entwickeln ist auch in die Zukunft zu transferieren.

01:16:43: und dass auch nicht selbstverständlich beobachtest du so ein paar Dinge für dich schon für selbst verständlich nimmst im Alltag und viele Menschen nicht so haben.

01:16:49: denn viele menschen würden auch hier sagen ja ich hab das halt geschafft.

01:16:53: aber wie glaubst du kann man diese Beweise so verpacken so so frame'n dass sie auch dienen dazu das Selbstvertrauen für andere Situationen, für andere Krisen in der Zukunft.

01:17:06: Dass man sich sozusagen staatklar macht.

01:17:09: Weil ich beobachte Menschen die wirklich herausragendes leisten aber ihr Selbstvertrauen steigt dadurch nicht weil sie immer Gründe finden warum es halt für den Spezialfall gegelten hat.

01:17:20: Dadurch aber nicht ein generelles Vertrauen entwickeln.

01:17:23: Also ich denke es ist auch ganz wichtig, dass man sich jetzt nicht eine Sache herbeiholt.

01:17:27: Das habe ich geschafft ja das habe ich ja nur geschafft vielleicht da jemanden gekannt habe oder so.

01:17:31: Ich finde es ist ganz wichtig dass man da viel breiter denkt also dass man dich da mindestens ich könnte sagen hundert aber sagen wir mal zwanzig Dinge aufschreibt die du in deinem Leben schon geschafft hast.

01:17:41: und dann muss man auch manchmal wirklich tief tauchen und das finde ich dann ganz spannend zum Beispiel auch mal die Eltern zu fragen Ich such grad Dinge, die ich in meinem Leben schon geschafft hab.

01:17:49: Könnt ihr mir was aus der Kindheit erzählen?

01:17:51: Wovor ich vorher Angst hatte, was ich dann geschafft habe?

01:17:53: oder auch Freunde, weil dir selbst von wahrscheinlich keine hundert Dinge vielleicht nicht mal zwanzig Dinge ein ... Also dass das wirklich viel ist, dass dein Gehirn checkt, nee-nee!

01:18:01: Das ist kein Zufall.

01:18:02: Weißt du bei zweimal kannst du leichter sagen, es sind Zufalls.

01:18:05: Das ist auch wieder tatsächlich so eine innere Überzeugungsarbeit.

01:18:09: und warum Menschen das trotzdem glauben, ist auch oft, Das habe ich schon geschafft, das schaue ich nicht mehr an.

01:18:15: Das ist hinter mir.

01:18:16: Das heißt es wieder in den Fokus zurück und nicht nur die einmalige Sache sondern vielmals.

01:18:21: Das hilft bei der Wiederholung auch bei denenjenigen würde ich sagen, die sagen ja das habe ich ja nur deshalb und deshalb geschafft und auch den Gesprächen mit anderen.

01:18:31: Weißt du wenn du andere beginnst mit einzubeziehen?

01:18:34: Ach Sonja!

01:18:36: Ich mach grad so eine Übung, da muss ich aufschreiben was sich in meinem Leben alles schon geschafft hatte.

01:18:40: Wo ich vorher irgendwie Angst hatte dass ich nicht schaffe du kennst mich jetzt schon zwanzig Jahre kannst du mir ein bisschen helfen bisschen erst drei Dinge eingefallen weil wenn das von einer anderen Person kommt auch weißt du dann noch wie wir zusammen Farbrüfung gemacht haben oder Berufsschule?

01:18:53: Da wolltest du gar nichts zur Prüfung kommen und so weiter.

01:18:55: Dann fallen dir auch wieder mehr Dinge ein.

01:18:57: Und diese Spiegel der anderen Personen Das macht es für dich auch realer Dass das auch wirklich stimmt Du hast hier gerade recherché ist voll

01:19:04: Und ich wiederhole das, was ich vor ein paar Minuten schon gesagt habe.

01:19:06: Ich mag daran auch so gern, dass es ja auch die Beziehung zu diesen Menschen noch mal vertieft und vielleicht wird dann eine Rückfrage kommen und die Person sagt oh, ich kann über solche tiefgründigen Themen sprechen und stellt die gleiche Frage.

01:19:19: Vielleicht braucht es ja aber auch die Person Argumente.

01:19:23: also da kommt man auf einmal auf Ebenen, die man sonst vielleicht gar nicht erreichen würde.

01:19:28: Ja finde ich richtig schön!

01:19:30: Gibt es noch irgendeine Stelle in deinem Buch?

01:19:32: Und sie ist vollgepackt mit wichtigen Elementen, auch wo du sagst.

01:19:35: Das sollten Menschen in so einem Podcast wie diesem über das Auf und Ab des Lebens auf jeden Fall kennen oder einen Aspekt den ich jetzt noch nicht direkt angesprochen habe von den Charakteren, von der Geschichte.

01:19:48: Boah, muss ich hier mal kurz nachdenken... Da gibt's zu vieles!

01:19:52: Also ich hab' jetzt spontan – das ist jetzt sicherlich nicht die Botschaft, weil ich habe so spontan eine kleine Botschaft die irgendwie in einer ganz anderen Richtung ist die ich aber komischerweise gestern wieder denken musste.

01:20:03: Da gibt es so eine Situation, wo sie im Campingplatz in einem Restaurant sich einen Kaffee holt und dann sind da so ein paar Plastiktische an Campingrestaurant eben... Und das sitzt dann einer älteren Dame mit dieses ganz feine Angezogen und hat ihr Haar hochgesteckt irgendwie so, seventy-fünf plus und hat keine Schickeschuhe an und hat einfach über diesen Plastikdisch auch noch Dichttuch getan.

01:20:28: und sie sitzt und genießt ihr Essen.

01:20:30: Und irgendwie kommt sie mit der kurz ins Gespräch und fragt dann die Dame, was haben Sie denn heute zu feiern?

01:20:35: Wir essen ja sogar Hummer hier und dann das schöne Kleide und sieht ja aus als wenn sie zum Ball gehen und so.

01:20:42: Die ältere Dame sagt dann naja ich feiere das Leben.

01:20:47: Die Lena denkt sich dann trotzdem, ja, aber dann zieht man sich doch nicht so passend an nur weil man das Leben feiert.

01:20:51: Und dann erklärt eben die ältere Dame so eine Geschichte dass sie zu ihrer Hochzeit vor über fünfzig Jahren Kristallkaiser geschenkt bekommen hat ganz teure italienische Marke mit ihrem Mann gemeinsam ihr Mann ist mittlerweile schon vor einigen Jahren zerstorben und dass Sie die immer für den ganz besonderes Anlass aufbehalten haben und dann haben sie die aber nie benutzt.

01:21:14: Also, er verstarbt dann bevor sie diese Gläser benutzt haben.

01:21:17: Und ich glaube in uns Menschen liegt es auch ganz oft dass wir versuchen uns die guten Dinge sein das jetzt vielleicht die Reise die wir machen wollen aber vielleicht auch zübsche Gleiter sind's eigentlich so gut gefällt Aber nicht so einen Alltag passt Dass wir die dann irgendwie im Schrank und zu Hause lassen Anstatt das Leben einfach mal heute zu feiern Einfach sich mal zu denken Ich feiere heute das Leben.

01:21:40: Deswegen mache ich heute was Besonderes.

01:21:42: Nicht immer aufschieben

01:21:44: Wie eine wunderschöne Geschichte.

01:21:45: Und auch das höre ich immer wieder von Menschen, dass in dem Moment wo man die Endlichkeit des Lebens zulässt aber nicht als... deprimieren das Fakt, dass es irgendwann zu Ende ist.

01:21:55: Sondern wirklich daraus die Priorität ableitet, dass jeder Tag wichtig ist.

01:22:00: Dass man die Dinge eben nicht aufschiebt im schlimmsten Fall wenn der Partner verstirbt oder wie auch immer sondern dass jeder tag per se erst mal wertvoll genug ist um ihn zu feiern weil wir alle wissen nicht ob wir den morgigen den übermorgenen tag erleben.

01:22:13: Das heißt nicht dass man das leben so leben müsste als wärs der letzte.

01:22:16: aber man darf das Leben so leben als wäre es das einzige denn das isst so und Ich beobachte nach wie vor viele Menschen, die so ein bisschen so leben als wäre es ein unendliches Gut und man irgendwann mal anfangen kann, die richtigen Prioritäten zu setzen etc.

01:22:33: Und ja, manche Dinge dann ist das eben zu spät.

01:22:38: Es gibt noch einen schönen Eine Übung, einen schönen Perspektivwechsel, den du auch – ich bin jetzt nicht mehr sicher ob im Buch oder an anderen Stellen deine Arbeit erwähnst.

01:22:48: Und das ist es sich zu fragen was das siebenjährige Ich wenn man es heute treffen würde in heutigen Leben denn vermissen würde?

01:22:57: Denn als siebenjähriges Kind hat man Träume, Visionen und auch noch ein bisschen später.

01:23:02: Wenn du jetzt die Melanie, die eingeschult wird mit sieben Jahren heute treffen würdest?

01:23:06: Und du wirkst auf mich jetzt als ein sehr zufriedener sehensich ruhender Mensch aber gibt es noch etwas was die siebenjährige Melanie heute an deinem Leben vermissen würde?

01:23:17: Oh ja!

01:23:17: Die hätte schon ein paar Ideen also nicht an meinem Leben so wie das ist Aber die hatte schon noch ein paar ideen.

01:23:23: Man hatte erst Kind Auch Träume, die man vielleicht jetzt gar nicht mehr so als wichtig empfindet.

01:23:30: Aber ich habe schon noch eine Liste...

01:23:33: Ähm,

01:23:34: wie zum Beispiel Australien bereisen.

01:23:36: Ich hab mir irgendwann als Kind gedacht ich möchte nach Australien das dann mitten im Meer?

01:23:39: Da gibts überall rundherum mehr...

01:23:41: Jetzt wirst du meiner Frau die dich eh schon sehr sympathisch findet noch sympathischer denn da ist auch ganz oben auf unserer Liste.

01:23:47: Wirklich?

01:23:47: Ja weil meine Frau hat äh als Oper in Australien Zeit verbracht.

01:23:52: Oh!

01:23:52: Da war eben noch mit anderen Restriktionen finanzieller Natur etc.

01:23:56: und seitdem wünscht sie sich wieder nach Australiens zu gehen und es steht weit oben auf unsere Liste.

01:24:00: ja Entschuldigung, ich wollte nicht unterbrechen.

01:24:02: Nein alles gut ist sehr cool ja.

01:24:06: Ja das wäre eine von den Dingen.

01:24:08: also grundsätzlich war es tatsächlich so dass ich sehr sehr früh angefangen habe zu lesen und Ich weiß nicht mehr warte aber sehr sehr jung.

01:24:15: ich war glaube ich acht oder neun Jahre wo ich dann schon beschlossen hab ich werde Autorin.

01:24:20: Ich dachte immer ich schreibe ganz große kitschige Liebesromane.

01:24:23: Es ist jetzt nicht ganz geworden Wobei ich habe meinem inneren Kind zuliebe habe auch ein bisschen Liebe in den Roman einfließen lassen.

01:24:31: Also da habe ich schon einige Punkte erfüllt und auch so dieses Gefühl an das ich mich erinnern kann, wie ich als Erwachsene leben möchte.

01:24:39: Das hat sich immer sehr frei angefühlt.

01:24:42: Und jetzt fühlt sich mein Leben auch sehr, sehr frei an was auf jeden Fall noch ausständig ist.

01:24:47: es zu heiraten dass auch so ein Wunsch von meinem kleinen Ich immer gewesen.

01:24:52: Ich hab' das für mich dann irgendwann später mal nicht mehr so pririsiert und das darf ja auch sein.

01:24:59: Aber da ist trotzdem noch so dieses Bild, also ich bin verpartnert mittlerweile.

01:25:03: Ich kann gar nicht mehr heiraten und habe eine eingetragene Partnerschaft aus mir.

01:25:06: Wir müssten uns wieder trennen und dann heiraten.

01:25:10: Das innere Kind hat schon diese Idee von Barfuß- und Hochzeit am Meer.

01:25:16: Hatten wir tatsächlich auch mal vor zu Coronazeiten?

01:25:19: Und danach ist für mich irgendwie in den Hintergrund getreten, dachte ich mir das ist auch nicht so wichtig aber... Das ist vielleicht noch etwas, was ich angehen könnte.

01:25:28: Okay schön, es ist schön wenn man noch egal wo man steht noch Visionen und Träume hat.

01:25:34: Melanie, ich höre noch so viele Fragen und möchte so viel aus deinem Buch zitieren.

01:25:38: Aber ich kann es wirklich jedem ans Herz legen sich dieses Buch zu holen wie viele, viele tausend andere Menschen.

01:25:44: Ich möchte dir auch die letzte Frage stellen, die ich jedem Gast hier im Podcast stelle um wenn du jetzt mal von deinem Büch oder der Diskussion heute etwas abstrahierst und auf das Auf- und Ab deines persönlichen Lebens zurückblickst.

01:25:55: was ist daraus für dich die allerwichtigste Erkenntnis?

01:26:00: Das klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich banal, aber ich hab die tiefe Überzeugung.

01:26:04: Mein seriges Leben ist wie ein Akzent-Shart nach oben und unten.

01:26:08: Aber im guten Langen geht's dann noch immer weiter nach oben.

01:26:13: Und deswegen würde ich sagen, nach jedem Tief kommt ein Hoch.

01:26:16: Und tatsächlich, wenn es mir mal ein paar Tage schlechter geht, warum auch immer, ist da dieses Urvertrauen ... Ah ja, das ist jetzt da, weil danach kommt wieder was Tolles oder Schödes, worauf ich mich freuen kann!

01:26:31: Ich kann das bestätigen, weiß aber auch dass natürlich viele Menschen die gerade in so einer Krise vielleicht auch eine längeren sind.

01:26:37: Dass vielleicht etwas als provokant sehen oder sich getriggert fühlen wie so häufig wenn andere einem den Spiegel draufsetzen.

01:26:43: Das passiert nicht automatisch Aber so wie ich dich jetzt kennengelernt habe glaube ich weißt du um deine Selbstwirksamkeit und dass die Dinge nicht vom Himmel fallen und sich dies anzueignen Als Mindset dass man immer aus eigener Kraft auch Dinge wieder bewegen kann.

01:26:58: Das glaube ich, das was einem auch hilft auf diesen langfristig aufsteigenden Aktien-Trend wie du ihn gerade beschrieben hast so das Leben zu genießen.

01:27:06: Vielen vielen Dank liebe Melanie dass Du den Weg hier nach München gefunden hast.

01:27:10: So viel kann man vorweg sagen.

01:27:11: darf ich das erzählen oder in der Abstimmung ja?

01:27:14: Ich habe erst von Melanie eine Zusage bekommen Und im zweiten Schritt dann sagte sie, ach ich dachte es wäre eine Remote Aufzeichnung und wer den Podcast kennt weiß dass wir keine Remote Aufnahmen machen weil ich einfach glaube das diese Tiefe dieser Persönlichkeit über Video nicht entsteht.

01:27:32: Ich habe mich locker gelassen.

01:27:33: Ich hab gesagt ich wünsch mir so sehr dass du nach München hier auf diesen Stuhl kommst und es hat geklappt trotz deines Terminkalenders.

01:27:40: vielen vielen Dank dafür.

01:27:41: die Hörer werden es dir auch danken und ich wünsche dir ne gute Rückreise nach Hause.

01:27:46: Vielen Dank.

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