Leadership-Expertin: "Dieser FALSCHE Glaubenssatz sabotiert deine Karriere!" - Laura Bornmann | A&U #146

Shownotes

Mein neuer SPIEGEL Bestseller "Das High Energy Prinzip" ist da!
Dieses Buch ist kein weiteres "Höher, schneller, weiter"-Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Zusammenstellung der acht wichtigsten, zeitlosen Strategien, die wir alle brauchen, um in einer modernen Welt voller Energie zu leben.

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In dieser Episode spreche ich mit Leadership-Expertin Laura Bornmann über moderne Führung, Verletzlichkeit als Stärke, den Mythos vom ‚zu nett sein‘, Karriere nach der Mutterschaft und die Frage, warum so viele Menschen im falschen Job feststecken.

Es wäre uns eine große Ehre, wenn ihr euch dieses Gespräch anhört.

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Ihr neues Buch "New Leadership: Menschen inspirieren, entwickeln und zum Erfolg führen"
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AUF & UP - der Podcast für alle, die wachsen wollen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Der krasseste Moment für mich war, als ich ... da war ich noch deutlich jünger.

00:00:05: Ein Top-Manager vor mir geweint hat.

00:00:08: Das hat viel verändert.

00:00:09: Die hatte so einen Selbstbewusstsein, die war so authentisch und cool.

00:00:12: Die stand da vorne auf der Bühne.

00:00:15: Ich hab gedacht, was will ich auch gerne sein?

00:00:17: Dann sitzt man irgendwo in einer Runde und denkt, der sagt, er ist etwas Schlaues oder auch nie gekommen.

00:00:22: Als junge Frau in so ner Managementwelt.

00:00:26: Macht man sich solche Gedanken?

00:00:28: Das eine ist, Glaubenssätze zu erkennen.

00:00:30: Aber die wahre Arbeit liegt darin, sie loszuwerten.

00:00:34: Auf so vielen Ebenen ... Ich hatte früher so unfassbar Bühnenangst.

00:00:38: Heute steh ich auf Bühne.

00:00:40: Eigentlich muss man das selbstbewusst sagen.

00:00:42: Ich war bei Markus Lanz.

00:00:44: Wer bin ich eigentlich wirklich?

00:00:45: Was kann ich besser als den anderen?

00:00:48: Ich bin mutig vor allem deshalb, weil ich weiß was ich kann.

00:00:50: In dieser Moment hat alles verändert.

00:00:55: Hey, Christo Rell hier und das ist dein Podcast über das Auf-und Ab des Lebens.

00:01:02: Mein heutiger Gast ist die Leadership-Expertin Laura Bornmann.

00:01:07: Trotz ihres noch sehr jungen Alters gilt sie als eine der führenden Stimmen in der deutschsprachigen Leadership- und Führungsdiskussion.

00:01:13: Sie selber ist sehr früh im REWE-Konzern zu einer der jüngsten Führungskräfte befördert worden hat da eigene Erfahrung gesammelt und das auf der Plattform LinkedIn sehr offen und authentisch geteilt hat es da zu einer sehr großen Reichweite gebracht.

00:01:31: Und gilt heute als eine der führenden Stimmen.

00:01:34: Sie hat ein wunderschönes Buch rausgebracht, was erstmal etwas Ich sage es mal, Austauschbar-New Leadership heißt.

00:01:43: Aber wenn man reinliest dann sieht man das da sehr spannende, sehr interessante Aspekte sind die nicht nur für Führungskräfte hochgradig relevant sind sondern für Menschen insgesamt in ihrem Leben.

00:01:53: Das ist so eine meiner großen Learnings aus dieser Diskussion dass Dinge die häufig für Fährungskkräfte relevant sind auch für die Führungen des eigenen Lebens das Auf und Ab des Lebens hochgradiggerelevant sind.

00:02:05: Laura ist nicht nur eine sehr kompetente sehr sympathische Gesprächspartnerin und von der man viel lernen kann.

00:02:15: Und deshalb würde ich vorschlagen, wir gehen direkt rein in das Auf- und Ab von Laura Bornmann!

00:02:20: Laura du bist Leadership-Expertin.

00:02:21: Wir werden gleich noch darüber sprechen wie es dazu kam, wie du dir so ein Status erarbeiten konntest.

00:02:28: Was mich interessiert ist was ist der emotional intensivste Leadership Moment?

00:02:33: den du in deinem Leben selber erfahren hast.

00:02:36: Entweder, wo du selber Führungskraft warst oder eine Führungskraft einer unterstellt warst.

00:02:44: Da fallen mir jetzt viele Momente ein aber ich glaube der krasseste Moment für mich war als ich da war ich noch deutlich jünger und einen Topmanager vor mir geweint hat.

00:02:58: das war krass.

00:02:58: dass hat viel verändert.

00:03:00: Ich habe gedacht irgendwie in dem moment wie das kann auch nicht sein Der hat doch hier so eine Verantwortung, der ist in dieser Funktion.

00:03:07: Er kann halt nicht vor mir weinen!

00:03:08: Also ich hatte selber dieses Bild... Das ist doch jetzt voll schwach und das passt doch überhaupt nicht.

00:03:12: Und wie soll der denn jetzt hier irgendwie ein Unternehmen führen?

00:03:17: ...und hab dann verstanden auch erst nach ein paar Tagen dass das eigentlich deshalb ein krasser Moment war weil ich gemerkt habe, dass sich danach viel mehr Respekt vor dieser Person hatte.

00:03:29: Dass ich mich ganz anders mit dieser Person identifizieren konnte.

00:03:34: Das war schon auch ein Moment und darüber schreibe ich ja auch im Buch, wo ich dachte okay der ist ja irgendwie auch menschlich.

00:03:41: Der hat auch Gefühle, der macht sich auch Sorgen.

00:03:44: Er hat auch Ängste und er ist ja gar nicht mehr so weit weg von mir.

00:03:48: das war krass.

00:03:51: War das für dich unpassend in dem Moment?

00:03:53: Ja!

00:03:55: In dem Moment... Also wenn ich mich da so rein fühle, das war ein bisschen... Ich hab' mich sogar ein bisschen irgendwie so fremdschämend bisschen.

00:04:04: Also irgendwie krass, dass ich das so sage!

00:04:06: Weil ich stehe ja genau für dieses Thema Menschlichkeit in der Führung weil ich weiß was für eine Energie das freisetzt.

00:04:16: Aber in dem Moment fand ich das irgendwie unpassend, weil ich da auch noch ein ganz anderes Bild von Führungen hatte und wie Führungskräfte zu sein haben müssen.

00:04:25: Wir sprechen später noch drüber.

00:04:26: Du propagierst ja auch Verletzlichkeit als eine moderne Leadership-Eigenschaft und das kann glaube ich zwei Ausprägungen einnehmen, im einen Fall kannst du schwächen und vielleicht sogar die Karriere kosten und richtig eingesetzt.

00:04:37: Kann es aber auch zur Superpower werden.

00:04:39: Bin ganz gespannt auf deine Perspektive.

00:04:42: Lass uns mal bevor wir in den ganzen Fachtthemen einsteigen bis hin zu Rückspulen in deinem Leben.

00:04:46: was ist denn so der früheste Moment in deinm Leben?

00:04:49: Den die Menschen kennen sollten um die Person zu verstehen wie du heute bist?

00:04:57: Wo fange ich an?

00:04:57: Also, ich hab ganz in meinen Kindergarten gegangen.

00:05:00: Die Schule habe Abitur gemacht.

00:05:03: Bin tatsächlich sehr ländlich groß geworden und hab dann nach dem Abiturt... Habe ich mich gefragt oder auch schon während des Abiturs so was würdest du eigentlich mal werden?

00:05:18: Wie sieht das alle so fragen?

00:05:20: Und hab dann irgendwie so wie heißt das so Orientierungs-, Berufsorientierung Fragebögen ausgefüllt und irgendwie mit Menschen gesprochen, hab dann mal hier und da ein Praktikum gemacht.

00:05:30: Dachte lange Zeit, oh Lehrerinnen ist der perfekte Job!

00:05:34: Hat den Lehrer, der sich sehr auch dafür starkgemacht hat und gesagt hat so irgendwie Wirtschaft das sind nur Verbrecher, Lehrerinnen isst was Feines und habe immer auch schon Nachhilfe gegeben und so und genau und ich habe mich tatsächlich am Ende dann für den wirtschaftlichen Weg entschieden haben du alle Studien gemacht bei REWE aber auch interessant Ich habe mich dafür viele ... bei vielen Unternehmen beworben.

00:05:57: Also ich wollte dann, du alle Studium machen weil ich dachte okay... Ich hatte das schon in mir dass ich mich... Dass ich irgendwie unabhängig sein wollte auch von meinen Eltern und dass ich irgendwie auch verstehen wollte also jetzt nicht nur irgendwie erst mal studieren viele Jahre.

00:06:11: Weil ich hatte keine Ahnung von Wirtschaft habe irgendwie so gedacht ok damit kann man irgendwie Geld verdienen und es gibt unterschiedliche Möglichkeiten da einen Job zu haben oder gibt's unterschiedliche Jobs und hab dann gedacht, nee irgendwie ich brauch auch sowas was praxisorientiertes.

00:06:27: Und damals war das noch gar nicht so üblich aber immer mehr.

00:06:30: Dann habe ich mich bei vielen Unternehmen beworben und bei REWA hatte ich ein Vorstellungsgespräch und es habe ich mir neulich noch gefragt wieso denn eigentlich dann REWE?

00:06:41: Wie so oft die Menschen machen den Unterschied coolen, jungen Ausbildungsleiter.

00:06:47: Der hat mich damals abgeholt und der hat mir so ein gutes Gefühl gegeben.

00:06:50: Ja dann habe ich mich für Rewe entschieden und genau und hab da dann ... Da kommen wir danach wahrscheinlich noch drauf zu sprechen... verschiedene Stationen inne gehabt und am Ende dann schon auch irgendwo Karriere gemacht, wenn wir es heute so nennen wollen.

00:07:04: Ja

00:07:05: eine steile Karrierei.

00:07:06: ich habe in deinem Link den Profil ein bisschen gestöbert und einen Post der gar nicht so alt ist.

00:07:11: da schreibst du dass du dich lange dafür geschämt hast kein echtes Studium zu haben.

00:07:16: Nimm uns da mal ein bisschen mit.

00:07:18: Du hast jetzt von dualem Studium gesprochen.

00:07:19: manche würden vielleicht gar nicht sehr den Unterschied sehen.

00:07:22: warum hast du dich da in irgendeiner Form zweitklassik gefühlt?

00:07:26: Ich weiß noch, wie viel ich damals gegoogelt habe.

00:07:28: Wie viele ist das dann irgendwie?

00:07:30: Ist das eine besser oder was ist mehr wert?

00:07:32: Weil ich hatte ja den Vorteil dass sich diese Praxiserfahrung einfach schon hatte.

00:07:36: Das hatte ich in einem Post auch geschrieben.

00:07:38: also ich hab da ganz viele verschiedene Bereiche kennengelernt.

00:07:40: Also ich war auch lange im Lager Dann auf der Fläche in den Rewe merken musste früh aufstehen ist auch nochmal ein anderer Schlag Mensch teilweise mit denen man zu tun hat.

00:07:50: also coole leute wundeständige Leute Teilweise und eine coole Erfahrung.

00:07:56: und gleichzeitig muss man sagen, die Eltern bringen einen ja auch stark.

00:08:02: Und mein Papa ... Ich glaub der damals nicht so richtig verstanden was ist ein duales Studium?

00:08:07: weil er selber Akademiker hat jetzt gedacht okay das hast du irgendwie Abitur und ich bin die älteste ich hab noch zwei jüngere Schwestern.

00:08:14: So jetzt musste mal irgendwie studieren und was vernünftiges machen Und er hat mich schon irgendwie auch beeinflusst und Freundinnen, die dann ganz normal studiert haben.

00:08:24: Da hab ich immer gedacht, das eine ist nur Fachhochschule und das andere ist ein Universitätsstudium.

00:08:30: Das waren immer so Fragen.

00:08:31: Es war oft so, dass ich dieses Gefühl hatte, es ist nur Fachhoch-Schule!

00:08:38: Und es ist weniger theoretisch.

00:08:40: vielleicht der Ein oder Andere, da hat man gesagt, naja gut, das ist ja eher einfacher... Ja, und das war schon ein Thema.

00:08:47: Heute ist es nicht mehr so.

00:08:48: aber heute bin ich eben auch gefestigt da und früher war ich das eben noch nicht.

00:08:53: Wenn Menschen heute – es hören auch viele junge Menschen zu genau vor dieser Entscheidung stehen was kannst du mit dem Wissen wie der eine Weg verläuft um mit dem Gefühl was du dadurch auch bekommen hast?

00:09:03: Was kannst du heute für eine Empfehlung aussprechen?

00:09:08: Das ist ne gute Frage weil Ich glaube, es ist ein Reife-Prozess.

00:09:12: Wenn man noch jung ist, hat man viele Erfahrungen und weiß vieles nicht.

00:09:19: Das ist auch schön, wie sich die Arbeitswelter gerade verändert.

00:09:22: Ich glaube das Wichtigste ... Man kann Dinge auch mal ausprobieren.

00:09:26: Und man kann sagen, hey okay ich mach das jetzt... Also ich find's super cool wenn Leute sagen Hey!

00:09:29: Ich hab am Anfang irgendwie Medizin studiert aber ich habe gemerkt dass es gar nicht meins.

00:09:33: nach anderthalb Jahren und ich mache jetzt immer was anderes so und ganz viele trauen sich das eben nicht und machen das einfach weiter und sind nachher total unglücklich in ihren Jobs.

00:09:41: und wie cool ist es zu sagen hey nach anderthaub jahren dann gehe ich nochmal einen Schritt zurück und alle anderen sind vielleicht schon viel weiter aber ich hab dann irgendwie viel mehr über mich selber erfahren irgendwie gemerkt, was vielleicht noch besser zu mir passt.

00:09:54: Deswegen dieses da nicht so streng zu sein und zu sagen, okay ich probier mal Dinge aus ... Und wenn's nicht passt dann mach' ich jetzt halt nochmal neu oder mache ich was anderes!

00:10:02: Also ich hab heute wirklich die Einstellung... Ich bin wirklich ein Mensch der sich Mut hart erarbeitet hat.

00:10:09: Und auch hart er arbeitet hat weniger Selbstzweifel zu haben.

00:10:12: Die habe ich immer noch aber lang nicht so sehr wie früher.

00:10:16: Und deswegen glaube ich, dass du dieses einfach mal Dinge probieren und sonst einfach was anderes machen.

00:10:23: Und dieses hey, wenn du irgendwas willst, glaube ich man kann schon ziemlich viel schaffen, wenn man etwas wirklich will.

00:10:30: diese Einstellung habe ich heute.

00:10:31: ja

00:10:32: Du hast einen schönen Satz gerade gesagt, der ist sofort hängen geblieben.

00:10:35: Du hast dir deinen Mut mit hart

00:10:36: erarbeitet.".

00:10:38: Das ist irgendwie so ein Knoten im Kopf weil viele würden sagen das eine Eigenschaft die hat man oder man hat sie nicht.

00:10:42: aber wieso viel im Leben?

00:10:43: Mit harte Arbeit kann man viel erreichen.

00:10:45: also nehmen uns da mal mit wie sieht so eine harte arbeit an der Eigenschaft mut aus?

00:10:50: was waren so stationen was war ein Wendepunkt in deinem leben wo du da einen schritt nach vorne gekommen bist?

00:10:55: Also ich glaube genau um dass noch einmal weil Ich werde oft gefragt Kann Man Empathie Lernen?

00:10:59: und ja Empathiek kann man lernen.

00:11:01: Aber Es gibt eben Menschen, die sind vielleicht von der Persönlichkeit her empathischer.

00:11:07: Aus welchen Gründen auch immer und denen fällt es leichter empathisch zu sein.

00:11:10: also gerade wenn wir über das Thema Führung sprechen hat das massive Vorteile.

00:11:14: aber die Menschen die empathischer sein wollen können dass auch werden und ich glaube in Bezug auf Mut ist wahrscheinlich ähnlich.

00:11:20: Ich habe ich glaube über diese Situation beschreibe ich auch im Buch eine.

00:11:24: heute ist ne Freundin von mir eine junge Gründerin Und ich hab sowieso immer Gründer, junge Gründerin.

00:11:31: Gerade auch noch Frau.

00:11:32: nochmal ne?

00:11:33: Ich habe die immer so... Auch heute noch... Also das hat mich immer faszinierend!

00:11:38: Ich hab die total bewundert und ich weiß noch die Rebecca heißt sie, wie Sie damals kennengelernt habt.

00:11:44: Da war die irgendwie Anfang zwanzig und die ein Unternehmen gegründet.

00:11:47: No Moo heißt das Unternehmen kann ich an der Stelle auch mal sagen.

00:11:51: Die hatte so einen Selbstbewusstsein, die war so authentisch.

00:11:55: Die stand da irgendwie vorne auf der Bühne und ich dachte, ich war viel älter als sie.

00:12:00: Was heißt viel ältere ein paar Jahre?

00:12:02: Und hab gedacht, so will ich auch gerne sein!

00:12:04: Ich habe mit ihr dann darüber gesprochen und auch noch mit anderen Menschen darüber gesprochen weil mich das immer interessiert hat.

00:12:10: So Menschen, die schon in jungen Jahren so mutig sind und so selbstbewusst um Unternehmen gründen und voll ins Risiko gehen Und ich habe festgestellt, es liegt einfach wie so viele andere Dinge auch.

00:12:20: Viele natürlich auch in unserer Erziehung begründet und bei ihr war das so.

00:12:24: also Ihr Vater hat dir immer gesagt hey Rebecca wenn du willst du kannst alle schaffen.

00:12:28: So und da komme ich halt aus einem sehr sicherheitsorientierten Umfeld einfach.

00:12:33: So, Wertlehrerin beschreibe ich auch im Buch.

00:12:36: das hat natürlich irgendwie auch den Grund hey da hast du ein siches Einkommen und du bist verbeamtet.

00:12:41: Ich kann keiner so schnell rausschmeißen wenn du Kinder bekommst ist das super!

00:12:45: Und ich glaube dass hat mich natürlich geprägt und damit erhergehend eben viel auch Selbstzweifel, ich beschreibe ja auch im Buch dies lauert du bist zu nett so wirst du nicht Karriere machen und selber auch geglaubt.

00:12:58: Ich bin da nicht perfekt genug, ich bin nicht klug genug.

00:13:01: all diese Dinge Und das war glaube ich so eine Kombination aus vielen Dingen warum ich nicht mutig war.

00:13:08: vor allem und ich glaube dass ist vor allem der Grund Weil ich selber nicht wusste was ich wirklich kann und das war der Schlüssel.

00:13:15: tatsächlich als ich dann in die Position kam oder wusste, dass ich Personalentwicklungsleiterin werden sollte.

00:13:25: Habe ich mich vor allem und das ist eigentlich eine Reise zu mir selbst gewesen muss ich sagen weil ich total viel Persönlichkeitsentwicklung gemacht habe und mich zum ersten Mal damit beschäftigt habe wer bin ich eigentlich wirklich?

00:13:36: was macht mich aus?

00:13:37: Was kann nicht besser als fünf neunzig Prozent der anderen Menschen?

00:13:41: und wo will ich einen Unterschied machen?

00:13:43: Weil es schon dieser Moment Die hat alles verändert und heute glaube ich bin mutig vor allem deshalb, weil ich weiß was ich kann.

00:13:49: Und ich kann selbstbewusst dazu stehen zu den Dingen wo ich vielleicht nicht so gut

00:13:53: bin.".

00:13:54: Ganz kurzer hinweisend eigener Sache!

00:13:56: Ich weiß nicht wie es dir geht aber ich bin sehr überzeugt davon dass die wichtigste Ressource um das Auf-und Ab des eigenen Lebens gut meistern zu können ist voller Energie zu sein.

00:14:06: Obwohl wir heute mehr Informationen dazu haben als jemals zuvor sind immer mehr Menschen energielos Und das möchte ich ändern und deshalb habe ich ein Buch geschrieben, Das High-Energie-Prinzip.

00:14:18: Das High energy Prinzip ist kein weiteres Selbstoptimierungs immer höher schneller Weiter Biohacking Trendprogramm Sondern das Gegenteil.

00:14:27: Es is eine Reduktion auf die Essenz Auf das was unsere uralte Jahrtausende alte Biologie uns als Hausaufgaben mitgegeben hat Ein paar wenige Verhaltensweisen Die es unseren Mitochondrien ermöglichen Zelluläre energie EnergieATP zu produzieren.

00:14:45: Und das habe ich auf eine sehr kurzweile, gewissenschaftlich fundierte Art und Weise zusammengeschrieben ist basiert auf einer Vielzahl von Studien aber auch auf jahrzehntelange Erfahrung sowohl von mir als auch in der Zusammenarbeit mit meinen Klientinnen und Klienten.

00:15:01: Ich habe es so zusammen geschrieben dass ihr alle es lesen und sehr einfach umsetzen könnt.

00:15:07: Es ist ab sofort überall verfügbar, der Link dazu ist in den Show Notes hinterlegt und ich würde mich sehr freuen nicht für mich sondern für deine Mitterondrien, für dein Energielevel wenn du es liest!

00:15:18: Und wenn du jemanden in deinem Bekanntenkreis hast wo du weißt diese Person läuft auf Reserve zieht immer durch ja ist einfach nicht voller Energie dann ist das vielleicht eines der schönsten Geschenke was zu dieser Person machen kannst.

00:15:32: Vielen vielen Dank.

00:15:33: Und jetzt geht's zurück zur Episode.

00:15:37: Das, was du jetzt beschreibst, nehmen sich viele Menschen häufig vor aber tun sie am Ende doch nicht aus Angst vor den Emotionen, Aus Faulheit und Bequemlichkeit, aus Zeitmangel, aus was auch immer.

00:15:49: Du schreibst in einem schönen Buch, wenn wir gleich uns ein bisschen detaillierter ansehen sagst du dass du viel dich mit deinen Glaubenssätzen beschäftigt hast.

00:15:57: Kennen manche vom Begriff her die tiefen inneren Überzeugungen.

00:16:01: Du hast einen schon fallen lassen, dass du nicht schlau genug bist oder vielleicht zu nett bist.

00:16:06: Einfach so Überzeugung, die man irgendwo mal über sich aufgeschnappt hat.

00:16:10: Was würdest du sagen war auf deinem Weg der Glaubenssatz, der dich am meisten ausgebremst hat?

00:16:22: Ja das ist eine gute Frage.

00:16:23: also... Du bist zu nett, da steckt ja noch viel mehr dahinter.

00:16:29: Da steckt auch hinter.

00:16:30: du bist zu weich, du bist angepasst und konfliktscholl Und das hat mich glaube ich schon in Bezug auf das Thema Führung am meisten ausgebremst.

00:16:41: Das auf jeden Fall.

00:16:44: Du bist nicht hart genug Du kannst dich nicht durchsetzen und es war tatsächlich ja auch früher so.

00:16:50: Also das beschreibe ich auch im Buch, dass ich... Deswegen auch, das passt auch zu dem, dass sich mir das hart erarbeitet habe.

00:16:56: Ich war früher nicht diejenige, die ihre Meinung gesagt hat also auch schon in Freundesgruppen oder so weil ich wollte halt Harmonie.

00:17:05: Das war tatsächlich ein Thema.

00:17:07: apropos Harmonie ist jetzt nicht unbedingt der Glaubenssatz aber ich glaube Ich glaub, das ist tatsächlich auch ein wesentliches Thema gewesen.

00:17:15: Diese Harmoniebedürftigkeit, die es irgendwie ... ich möchte den Menschen recht machen und am liebsten das alle glücklich sind.

00:17:23: Und da bin ich natürlich heute schlauer, dass das nicht funktioniert.

00:17:26: Gerade im Business-Kontext nicht.

00:17:29: Aber ja, diese beiden Dinge haben mich am meisten ausgebremst.

00:17:34: Und immer mal wieder, wir haben's gerade angesprochen, du bist nicht schlau genug... Man denkt sich dann schon.

00:17:40: Dann sitzt man irgendwo in der Runde und denkt, oh, der sagt ja jetzt was Schlaues.

00:17:44: oder auch oft sind es Männer gewesen?

00:17:47: Und man hat so gedacht, boah, da habe ich nie gekommen!

00:17:51: Da bin ich heute auch schlauer weil ich weiß alle anderen denken genau das gleiche.

00:17:55: und wenn jemand von seinen fachlichen Themen spricht ist er klar dass ich das nicht nachvollziehen kann.

00:18:00: aber als junge Frau vielleicht noch mal ein Unterschied.

00:18:04: als Frau kann ich mir vorstellen in einer Managementwelt macht man sich halt solche Gedanken und heute weiß ich, dass ich damit auch nicht alleine bin.

00:18:11: Das eine ist, Glaubenssätze zu erkennen.

00:18:14: Sie mal aufzuschreiben oder so ... Aber die wahre Arbeit liegt ja darin, sie loszuwerden.

00:18:18: Dass sie nicht mehr unterbewusst steuern und jeder weiß man kann umwandeln in positive Sätze

00:18:24: etc.,

00:18:24: aber da steckt ja Arbeit dahinter, das steckt Methodik dahinter.

00:18:28: Nimm die Menschen, die zuhören doch bitte in diesen Prozess mit was du gemacht hast wie es für dich funktioniert hat dass du sie nicht nur erkannt sondern eben auch in andere dir hilfreichere Überzeugungen umwandlen konntest.

00:18:40: Ja, auf so vielen Ebenen.

00:18:42: Also was ich ... Du sagtest grad dieses Glaubenssätze umwandeln, auflösen und neu formulieren?

00:18:50: Da schon mal vorab.

00:18:50: also das prägt ein Jahr so sehr!

00:18:53: Ich merke es immer wieder, dass kommt manchmal auch wieder hoch.

00:18:56: Und das ist ja auch bewiesen.

00:18:57: Es gibt manchmal Phasen im Leben wo man Herausforderungen hat Und dann kommen solche Dinge wieder hoch und es gibt manchmal Tage, wo ich einen schlechten Tag habe.

00:19:05: Da kommt das wieder hoch!

00:19:07: Das ist total krass so und ich weiß mittlerweile kann ich damit besser umgehen.

00:19:10: und natürlich... Und das war ja deine Frage, hab ich da hart dran gearbeitet.

00:19:14: Aber was ich nur sagen möchte ist vorab so ganz wird man sie vielleicht nie los?

00:19:19: Ich weiß nicht, vielleicht ändert sich das irgendwann noch mal aber das ist schon interessant.

00:19:24: Aber ich gehe damit heute reflektierter um.

00:19:26: und was habe ich damals gemacht?

00:19:28: also auch da wieder?

00:19:29: es war nicht die eine Sache Es waren mehrere Dinge.

00:19:34: Also zum einen was ich gerade gesagt habe dieses Die Reise zu mir selbst ich habe mich mit mir auseinandergesetzt konnte irgendwann sagen, okay hier bin ich wirklich gut drin.

00:19:44: Davor habe ich immer gedacht, das ist doch selbstverständlich.

00:19:47: also zum Beispiel jetzt das Thema Empathie.

00:19:50: Ich bin sehr empathisch, das kann ich mittlerweile selbstbewusst sagen und ich weiß dass es eine Stärke ist in heute und in Zukunft noch viel mehr.

00:19:57: aber es ist oft so, dass wir eben stärken die nehmen wir als Selbstverständlich war.

00:20:02: So d.h.

00:20:03: ich hab vorher gedacht naja es ist auch selbstverständlig und so geht's ja vielen Menschen kann doch jeder genau.

00:20:07: Also das erst mal zu verstehen, was kann ich wirklich gut?

00:20:11: Wie macht man das?

00:20:12: Hast du da irgendeinen Test gemacht?

00:20:13: Gibt ja auch verschiedene Methodiken.

00:20:15: Weil ich sage mal... ...zu sich selber finden klingt theoretisch aber die Menschen sind heute am Handy oder in der Arbeit oder irgendwie in einer Diskussion.

00:20:23: wie funktioniert das konkret?

00:20:25: also für mich war ein Game Changer.

00:20:26: Ich würde es auch jeder Führungskraft empfehlen!

00:20:28: Ich habe damals eine Coaching Ausbildung gemacht und das ist natürlich super weil ich heute auch Coach bin und andere Menschen Coach, aber in Wahrheit habe ich so viel über mich selber gelernt.

00:20:44: Dann hatte ich aber selber auch einen coach eine wundervolle coach immer noch um Ratfrage und mit der ich immer noch spreche.

00:20:51: Das war auch Wahnsinn.

00:20:52: Also deswegen Coaching, ich halte das für so sinnvoll und es verändert so viel.

00:20:57: Es gibt die neue Perspektive, du gehst ganz anders... Du denkst auf einmal, du kannst denken oh Gott!

00:21:01: Die Welt geht unter und du gehest dann nach raus und denkst hey ist doch da ist eine Chance, da ist ne Chance.

00:21:05: Du musst nur anders machen.

00:21:07: Also das, das war ein Prozess Und dann tatsächlich auch Dann war ich in der Führungsposition und das war am Anfang ultra hart und anstrengend, gerade mit all den Themen über die wir gerade gesprochen haben kann man sich vorstellen.

00:21:23: Und dann aber irgendwann zu merken hey du bist ja erfolgreich!

00:21:29: Du machst Dinge anders und das kommt gut an und das ist erfolgreich.

00:21:33: Dann habe ich mir zum Beispiel eine Liste gemacht, die habe immer noch Erfolgsliste Da steht Erfolge drauf.

00:21:38: Und immer auch heute noch, wenn ich irgendwie was erreicht habe, wenn jemand etwas zu mir gesagt hat den ich schätze dann schreibe ich mir das auf weil wir vergessen sowas.

00:21:46: und dann gucke ich da wieder darauf und denke hey so schlecht bist du ja gar nicht, so durfest er gar nicht.

00:21:50: die Menschen können sich ja nicht alle irren.

00:21:53: Ich möchte das

00:21:54: nochmal bestätigen, weil es haben die meisten wahrscheinlich schon mal gehört.

00:21:57: Aber es sind nicht die super fancy Sachen, sondern man muss halt machen.

00:22:00: wer hat schon diese Liste über Monate und Jahre geführt?

00:22:04: Und vor allem nicht nur geführt, sondern wenn man sich dann mal kleiner fühlt da dann rein zu gehen und das durchzulesen reinzufühlen, sich selbst wieder aufzurichten so dass Selbstbewusstsein immer wieder zu... Das ist wie du sagtest Arbeit!

00:22:16: Das ist nicht Null-Eins.

00:22:18: entweder Man hat's oder Nichts, aber man kann daran arbeiten, man kann besser werden durch eigenes Zutun.

00:22:23: Natürlich braucht man externe Erlebnisse, aber wie du sagst bei vielen verpuffen die und man kann sich kleinreden und sagen es war ja nur Glück.

00:22:30: oder wie auch immer wenn die Liste hundert Punkte hat so viel Glück kann man gar nicht haben.

00:22:34: Ja dann wächst man über sich hinaus und das hatte ich auch und dann habe ich hier das gemacht und hier mal was anderes ausprobiert.

00:22:42: das Thema Bühne ist.

00:22:46: Ich stehe ja heute auch auf Bühnen für das Thema, weil's wichtig ist.

00:22:49: Ich mach es immer noch nicht super gerne und gebe mich auch ehrlich zu!

00:22:53: Manchmal komme ich in so ein Flow und dann denke ich, ist ja doch alles ganz cool hier.

00:22:56: Und dass du irgendwie einen Thema hast.

00:22:57: Eigentlich bin ich auch immer wieder dankbar, dass mir viele Menschen zuhören.

00:23:01: Gleichzeitig hatte früher so unfassbar Bühnenangst und hab gestottert.

00:23:06: Ich hatte Situationen wo ich wirklich ... Ich wäre am liebsten rausgerannt.

00:23:12: Auch das immer wieder ein gutes Beispiel.

00:23:14: Also heute stehe ich auf Bühne.

00:23:15: Ich meine eigentlich muss man das selbstbewusst sagen.

00:23:18: Ich war bei Markus Lanz in der Sendung, es ist krass eigentlich!

00:23:23: Und früher war ich da irgendwie kleines Mäuschen und hab darum gestottert, und leise gesprochen.

00:23:28: Ich hatte total Angst und hab immer gedacht, oh Gott, ich will den Menschen hier keine Zeit stehlen!

00:23:33: Was habe ich denn schon zu sagen?

00:23:35: Das hat auch viel verändert.

00:23:36: also diese Momente und dann merkst du auf einmal hey das ist ja doch ganz gut, du kannst es ja doch sehr gut, die ist immer wieder aus der Komfortzone raus.

00:23:46: Irgendwann weiß man ja... Hey, das ist jetzt hart.

00:23:50: Aber wenn du das machst ... Du kennst ja dann das Gefühl wie es danach ist.

00:23:53: und wie schön ist dieses Gefühl?

00:23:55: Wenn du eben über dich hinausgewachsen bist, wenn du gemerkt hast hey, ey, du hast jetzt richtig gut hinbekommen Und damals hattest du da mal richtig Angst vor Das ist doch krass!

00:24:04: Und du kannst damit am Ende noch einen Unterschied machen weil die Menschen auf dich zukommen und sagen hey, das war richtig cool so hab ich das auch gedacht und gefühlt und du hast mir da irgendwie was aufgezeigt und das werde ich jetzt auch mal ausprobieren.

00:24:15: mega.

00:24:16: also das ist doch Wahnsinn.

00:24:18: Und auch hier wieder, es sind die Basics.

00:24:20: Du hast vorhin von Komfortzone verlassen gehört.

00:24:22: Jeder dritte Social-Media-Post geht darum.

00:24:24: aber wer macht's?

00:24:26: Wir haben alle unsere Ängste und wenn man an den Ängsten stehen bleibt dann wird das Leben halt auch nie größer vielleicht sogar kleiner weil die Ängster größer größer werden.

00:24:34: Aber wenn man sich traut muss ja nicht radikal sein aber einen kleinen Schritt und ein Erfolgserlebnis hat Das kumuliert sich der Zinseszins Effekt daraus und du bist ein lebendes Beispiel dafür.

00:24:44: du hast gesagt früher Angst gehabt heute der größten ZDF-Sendung und du stehst auf Bühnen, die Menschen empfinden es nicht als Zeitstehlen.

00:24:53: Ich durfte selber dir zuhören.

00:24:54: also das Gegenteil ist der Fall.

00:24:56: von daher es zeigt einfach wenn man bereit ist den Weg zu gehen den Aufwand zu betreiben dann kann man sehr willkommen im Leben total.

00:25:05: Was glaubst du entgeht Menschen und wir haben es implizit schon ein bisschen jetzt angesprochen, aber ich möchte's noch mal rausstellen.

00:25:10: Was entgeht menschen die sich mit diesen ganzen inneren Überzeugungen auch negativer Natur Hindernissen etc.

00:25:16: einfach nicht beschäftigen weil sie sich nicht trauen weil Sie sich nicht die Zeit nehmen weil es kurzfristig erstmal einfacher ist den Kopf in den Sand zu stecken?

00:25:24: Was ent geht diesen Menschen?

00:25:25: Ein

00:25:25: glückliches Leben!

00:25:31: Inwiefern?

00:25:34: Das natürlich jetzt sehr zugespitz gesagt aber ich glaube tatsächlich auf so vielen Ebenen.

00:25:39: Ich hab das jetzt zugespitzt auf einen Satz gesagt, aber fangen wir mal an weil wir auch im Job-Kontext unterwegs sind.

00:25:47: also es passt ganz gut.

00:25:51: ich habe die feste Überzeugung also dass Leadership ist aus meiner Sicht gutes Leadership der Schlüssel für wirtschaftlichen Aufschwungen den wir brauchen in diesem Land.

00:26:02: Das ist keine schöne Situation in der wir gerade sind.

00:26:06: Leadership ist der Schlüsse Aber jeder selber kann natürlich auch sein Beitrag leisten, muss er sogar leisten.

00:26:13: Und ich glaube was wir da gerade sehen ist oder wo so viel Potenzial ist und das die schöne Nachricht – so viele Menschen sind in den falschen Jobs!

00:26:21: Wenn wir uns die Zahlen anschauen gelabt und alles Mögliche wie viele Menschen unzufrieden sind, wie viele machen nur Dienst nach Vorschrift, wenige Menschen machen hochemotional gebunden mit Leidenschaft ihren Job.

00:26:34: Das kann man ja aus der Unternehmensperspektive argumentieren, dass das schlecht ist.

00:26:38: Weil diese Menschen die Dienste nach Vorschrift machen.

00:26:41: Das sind nicht jetzt die Superleistungen bringen aber man kann es auch auf der individuellen Ebene argumentieren.

00:26:48: also ich glaube... Also dieses Die Menschen die nur Dienst nach vorschriften machen das sind menschen aus meiner Sicht, die ein unglücklicheres Leben haben insgesamt aber vor allem auch Arbeitsleben.

00:27:00: So weil wir beiden wissen das wenn man irgendwie das gefunden hat was man wirklich gut kann und wo man eine Leidenschaft hört, wo man für brennt.

00:27:09: Das ist so schön und Arbeitszeit ist ja auch Lebenszeit.

00:27:12: Wir arbeiten so viel Und das Leben ist dadurch einfach glücklicher auf der beruflichen Seite, aber auf der privaten Seite eher natürlich genauso.

00:27:21: Also Menschen die sich selber nicht kennen, die selber nicht genau wissen was sie ausmacht sowas so tief im Inneren.

00:27:27: ich kenne viele Menschen Die können das gar nicht addikulieren, die wissen das gar nichts.

00:27:32: wie geht es ihnen eigentlich wirklich?

00:27:36: Und Ich glaube nur wenn man sich selber kennt kann man ja auch das Leben so gestalten Wie man es gerne hätte und wie's zu einem passt.

00:27:44: von daher glaube ich entgeht den menschen sehr viel oder ja

00:27:48: absolut.

00:27:48: mich habe auch irgendwie gerade die analogie zu lebenspartnerschaften weil ich sehe da auch dass viele menschen in partnerschaften sind in die sie reingeschlittert sind aus emotionalen nöten aus angst allein zu sein aber nicht aus einer aktiven entscheidung für diesen menschen und so entsteht sehr frühen beziehungen dann auch eine unzufriedenheit.

00:28:08: nicht passiert wäre, wenn man es vielleicht reflektierter angegangen wäre.

00:28:12: Aber man muss auch sagen das ist nicht so einfach, weder den richtigen Job zu finden noch den richtig Partnern und insgesamt gelingendes Leben ist nicht ganz so einfach!

00:28:20: Und Chris und das ist eigentlich, da mache ich mir schon viele Gedanken.

00:28:23: Aber wir lernen es ja auch gar nicht.

00:28:25: also irgendwie Beziehungsfähigkeit wie führe ich eine gute Beziehung auf allen Ebenen?

00:28:29: Sei es partnerschaftlich, freundschaftlich im beruflichen Kontext irgendwie so richtig lernen wir das doch gar nicht und deswegen scheitern natürlich auch so viele Beziehungen oder sind schlecht oder Menschen sind unglücklich in ihren Beziehionen Auch wieder auf allen ebnen.

00:28:41: Also ich glaube hier liegt so ein großer Schlüssel.

00:28:45: Wir sind ja hier im Auf und Ab.

00:28:46: Podcast, Laura.

00:28:47: Deshalb möchte ich natürlich auch so ein bisschen über deine Höhen- und Tiefen im Leben mehr erfahren.

00:28:53: Wann würdest du denn sagen zu welchem Zeitpunkt in deinem Leben war?

00:28:56: Dein Energielevel, deine Zufriedenheit auf dem absoluten Tiefpunkt?

00:29:08: Der Tod meiner Mama vor jetzt acht Jahren.

00:29:14: Das war krass, lässt sich schwer auch in Worte fassen.

00:29:19: Meine Mama ist damals viel zu früh an Krebs verstorben, sie war keine sechzig Jahre alt.

00:29:25: Ich war damals bei Rewe, Assistentin noch von dem damaligen CEO.

00:29:30: Da hab ich natürlich ... da war Karriere irgendwie sowieso kein Thema und das war krass.

00:29:38: also mittlerweile kenne ich viele Menschen die auch Eltern auch zu früh verloren haben.

00:29:43: oder irgendwer hat ja jeder auch seinen Schicksal.

00:29:46: Ähm, aber das war natürlich ... ja.

00:29:51: Der krasseste Tiefpunkt in meinem Leben.

00:29:54: Wie alt warst du damals?

00:29:55: Da

00:29:55: war ich kurz, sieben zwanzig.

00:30:03: Sechsundzwanzig war ich.

00:30:06: Ich hab noch zwei jüngere Schwestern und so als ältester alle wissen die irgendwie noch Jüngere Geschwister haben.

00:30:11: da hat man, spürt man so eine Verantwortung für vieles und ich würde schon sagen, dass ich oft bis heute irgendwie Mutter ersatzt bin wie meine Schwestern.

00:30:20: Aber es hat uns total zusammengeschleißen natürlich auch.

00:30:23: Ja das ist krass!

00:30:24: Es hat mich natürlich auch verändert.

00:30:26: also man merkt auf einmal früher habe ich so gedacht okay das passiert anderen und dann merken wir auf einmal ne es ist so nahe.

00:30:34: also Krankheit ist so na krebs ist so Nah Und dann denkt man so Na ja aber die Medizin ist ja soweit aber auch nicht immer.

00:30:42: Da stellst du dir halt andere Fragen im Leben und guckst anders auf das Leben.

00:30:47: Da hab ich sehr stark hinterfragt auch das Thema Karriere, was will dich wirklich?

00:30:51: Ich habe so Ideen gehabt, ich musste eigentlich was Soziales machen.

00:30:54: Meine Mama war am Ende im Hospiz ... Und wir waren den Menschen so dankbar, dass meine Mama da am Ende mir einfach noch eine gute Zeit hatte wie auch.

00:31:08: wie es dann auch immer sein kann, aber und irgendwie uns auch einfach da ja auch emotionale oder eine Last abgenommen wurde.

00:31:16: Da hab ich so gedacht, irgendwie ist das denn richtig?

00:31:18: Dass sich hier irgendwie in der Wirtschaft... Und da geht's irgendwie immer nur um Umsatz muss ich erhöhen.

00:31:25: Ist das denn wirklich das was zählt im Leben?

00:31:28: Also solche Fragen habe ich mir gestellt und generell guckt man an das aufs Leben, fragt sich okay du merkst ja auch welche Menschen sind wirklich für dich da?

00:31:36: und also wäre es auch wirklich in so ganz schlimmen Zeiten für dich.

00:31:43: Man kann ja oft beobachten dass Menschen entweder am Ende ihres eigenen Lebens wenn es alterstechnisch darauf hinzugeht oder eben nach Schicksalsschlägen eignen oder in der Familie die Endlichkeit mehr in Betracht ziehen.

00:31:59: War das für dich ein nachhaltiger Effekt?

00:32:02: Hast du dich bis heute verändert?

00:32:04: oder ist es was, was dann nach sechs Monaten zwölf in die Trauerphase vorbei ist auch wieder verpufft und man steht da wo man vor ist.

00:32:10: Oder wie war's bei dir persönlich?

00:32:12: Also beides glaube ich.

00:32:15: Es hat mich auf jeden Fall verändert.

00:32:16: Ich glaube dass verändert immer also irgendwie verändert ist nicht immer.

00:32:20: Ich glaub, ich bin dadurch ... wie hat man ja auch?

00:32:22: Also, ich war vorher schon empathisch.

00:32:24: Aber das macht dich noch mal mit fühlender für andere Menschen und andere Schicksalschläge.

00:32:29: Du guckst genauer hin.

00:32:33: Genau, das kann sehr individuell sein.

00:32:36: Und deine Frage zieht ein bisschen darauf hinaus.

00:32:39: Was natürlich schon so ist, da ärgere ich mich manchmal drüber.

00:32:43: Vielleicht ist es aber richtig und gut, dass man es wieder irgendwie vergisst oder in den Hintergrund rückt, Heißt da, heute im Morgen hab ich ... mein Flug wurde annuliert.

00:32:53: Da musste ich irgendwie umbuchen und dann war ich in diesem Kundenservice eine Katastrophe und dachte, das kann doch jetzt nicht sein!

00:33:00: Und dann ärger ich mich darüber.

00:33:02: Dann denk' ich mir, ist doch total egal.

00:33:04: Also es ist doch jetzt nichts, was zählt?

00:33:06: Das weiß so das Beispiel.

00:33:07: Ich könnte auch viele andere Dinge nennen.

00:33:09: Oh, jetzt regnet's.

00:33:09: Ist ja ärgerlich.

00:33:11: Ja oder auch die alltäglichen Dinge über die man sich manchmal aufregt Das sind nicht die Dinge, die zählen.

00:33:22: Die wichtig sind.

00:33:23: so das weiß man dann.

00:33:24: aber man vergisst es.

00:33:25: mit der Zeit rücken natürlich solche Dinge auch in den Hintergrund und man ärgert sich doch wieder über die kleinen Dinge die unwichtig sind.

00:33:32: Aber allein dass wir's jetzt wieder besprechen und ist wieder hervorrufen.

00:33:38: Man sagt ja, dass Menschen in so Krisen und Schicksalschlägen auch Kräfte Superpowers entwickeln, die sie ohne nicht entwickelt hätten.

00:33:47: Kannst du für dich irgendwas ausmachen von der Zeit, wo du sagst es ist natürlich schlimm?

00:33:50: Und man würde das gerne zurückbrennen.

00:33:52: aber für den Aspekt bist du dankbar heute?

00:33:56: Tatsächlich für ... Die Beziehung zu meinen Schwestern und für den Zusammenhalt.

00:34:03: also das muss man schon sagen, das sind oft sowas Schweiß zusammen Man teilt das gleiche Schicksal.

00:34:11: Und es ist immer schwer zu sagen, irgendwie ... Das hat es ja auch Gutes.

00:34:16: Es ist mal schwer sozusagen, dass es klar war.

00:34:19: Eigentlich hatte es natürlich nichts Gutes.

00:34:20: aber ich bin auch... Ich glaube schon, ich hab mich das auch gefragt.

00:34:25: Ich glaube man kann sich auch dafür entscheiden glücklich oder zumindest optimistisch sein.

00:34:35: Ich habe irgendwann gesagt okay du kannst jetzt hier weiter trauern mein Trauern, das kommt immer mal wieder.

00:34:42: Das ist klar.

00:34:42: aber du kannst auch sagen okay es ist jetzt unfassbar schlimm aber das Leben geht weiter und sowieso deine Mama hätte eh gewollt dass du glücklich bist und geh jetzt diesen Weg in Richtung.

00:34:54: was hält es denn noch positiv für dich?

00:34:56: bereit sei optimistisch auch wenn's manchmal Rückfälle gibt und so.

00:35:00: von daher gehe ich schon so durchs Leben.

00:35:02: und genau um deine Frage zu beantworten ist es sicherlich der Zusammenhalt mit meinen Schwestern Und das ist schon schön, weil ... und dass schon so eine Verbindung ist.

00:35:11: So ne bedingungslose Verbindung irgendwie.

00:35:14: Ähm... Und ich weiß auf die beiden kann ich mich immer verlassen.

00:35:18: Das was du grade sagtest, das finde ich auch so schön umbestätigt, auch was ich von vielen anderen höre Es is ein eine große Portion Eigenbeitrag, wenn man es schafft nach Schicksalsschlägen, nach Tiefpunkten auch wieder aufzustehen.

00:35:32: Es gibt die Phase wo man liegen bleibt und wo man trauert und sich als Opfer empfindet.

00:35:37: Darf man auch mal?

00:35:38: Da darf man doch jeden jedem... Aber es kommt der Tag wo man dann wieder umschaltet oder viele zumindest.

00:35:44: Und das sind die, die auch aus diesen Krisen gestärkt zurückkommen und das kann ich wirklich jedem mitgeben dass man sich das Umfeld schafft die Skills die Ressourcen aneignet um das zu lernen denn sonst holt einen niemand daraus.

00:35:57: Man muss selber den Schritt in die andere Richtung wieder gehen.

00:36:01: Okay, dann lass uns mal über dein neues Buch sprechen.

00:36:04: Das heißt New Leadership – Neue Führung und du bist ja eine der Meinungsbildner im deutschsprachigen Raum was das Thema Führungen betrifft.

00:36:15: Wie kann es eigentlich sein, dass jemand... Du hast gerade Frau Mann schon angesprochen.

00:36:19: Als Frauen ist in Führung generell wahrscheinlich etwas schwieriger?

00:36:22: Du bist noch sehr jung!

00:36:24: Wie kann das denn sein, daß eine junge Frau wie du in diesem Thema was männlich dominiert ist und auch eher von älteren Männern dominiert sind, schon so eine laute und wichtige Stimme sein

00:36:35: kann?!

00:36:36: Wie ist dir das gelungen?

00:36:37: Danke für die Blumen, Chris!

00:36:38: Das kommt auf meine Erfolgsliste schreibe ich nach genauso auf.

00:36:42: Sehr gerne!

00:36:44: Das ist ja jetzt nicht meine Interpretation.

00:36:46: Die Zahlen, die deiner LinkedIn-Follower, die Bühnen, auf allen möglichen Listen bist du – wir haben es in der Intro schon gehört, das ist ja schon beachtlich!

00:36:53: Also es ist extern validiert sozusagen.

00:36:56: Aber wenn du als eine andere Person auf dich gucken würdest ohne deine Bescheidenheit, die dich auch sympathisch macht….

00:37:03: aber wie konnte dir das gelingen?

00:37:08: Auch da wieder wahrscheinlich, es ist nicht nur Glück.

00:37:12: Aber es ist natürlich irgendwie auch Glück im Sinne von das ist ein guter Zeitpunkt gewesen und dann kommt noch viele Dinge damit rein weil man muss natürlich die Zeit nutzen.

00:37:21: also bei mir war's ja damals so ich bin also Revis erst mal einen Konzern den kennen viele Menschen Dann tut sich sehr viel aber natürlich auch noch teilweise sehr Männer dominiert Die machen sehr viel gelingt den meiner Meinung auch im Vergleich zu Wettbewerbern sehr, sehr gut.

00:37:40: Aber ich glaube das ist einmal dass es eben damals zumindest nicht so üblich war.

00:37:48: also ich war damals irgendwie eine der jüngsten und sehr wenige Frauen im Führungskreis.

00:37:53: Dann muss man sagen, dass ich jetzt diese Aufmerksamkeit habe.

00:37:55: Habe ich natürlich auch LinkedIn zu verdanken.

00:37:57: also das ist einfach so.

00:37:59: Ich war zu einer guten Zeit wie du ja auch Also auf der Plattform und hab dann irgendwie angefangen meine Gedanken zu teilen Und hatte am Anfang natürlich auch so dieses naja wen interessiert es denn?

00:38:10: wie viele vor allem Frauen aber viele Menschen.

00:38:13: und habt es dann ja einfach mal angefangen Und über mein Alltag zu berichten und über die Dinge, die mir so durch den Kopf gehen.

00:38:21: Und hab dann verstanden hey ich bin damit nicht alleine sondern ganz viele Fragen sich das wieso ist es denn heute noch so?

00:38:28: Und dann natürlich, dass ich in der Funktion war und das wir Dinge anders gemacht haben.

00:38:33: Mein Team, ich und mein Chef übrigens.

00:38:35: Mein Chef spielt natürlich damals eine große Rolle, der mir überhaupt dieses Vertrauen geschenkt hat ohne denen... Ich hab's mir damals nicht zugetraut, ne?

00:38:42: Also deswegen glaub' ich auch immer ist es schön wenn man Menschen um den Umfeld hat die einem mehr zutrauen als man selber.

00:38:46: Das braucht man am Anfang!

00:38:47: Und diese Kombination und da frage ich natürlich auch immer wieder die Menschen und dann habe ich das glaube ich schon sehr authentisch einfach Dargestellt so und habe nicht nur beschrieben wie toll alles ist.

00:39:02: Und so wie es dann die Männer, die dann irgendwie hier ist?

00:39:06: Alles perfekt ich treffe immer die richtigen Entscheidungen und und so.

00:39:10: Sondern hat dann auch mal beschrieben okay.

00:39:11: Wie ist eigentlich als junge Frau?

00:39:13: und man hat Sorgen Man hat Zweifel.

00:39:15: Ich hab darüber berichtet er am Anfang ich habe mich in meinem Büro eingeschlossen und habe geweint Oh, weil ich irgendwie so emotional ... Ich hab gedacht Gott, ich bin hier vollkommen überfordert.

00:39:23: Ich krieg das nicht

00:39:24: hin.".

00:39:25: Ja und da konnten einfach, wie wir es am Anfang hatten die Menschen können sich vor allem junge Frauen aber generell junge Menschen auch nicht nur junge Menschen, die können sich damit identifizieren.

00:39:38: Weil das macht natürlich nahrbar wenn man nicht nur darüber spricht was alles super läuft.

00:39:45: Worüber denkst du, wenn Du auf Führung insgesamt guckst heute?

00:39:49: anders als vor fünf Jahren, obwohl du dir damals sehr sicher in deiner Sache warst.

00:39:54: Gute Frage!

00:39:58: Genau ich habe es ja gerade gesagt Anfangs dieses... Ich meine wir sind ja nie frei davon, wir sind alle irgendwie sozialisiert worden und ich bin auch so sozialisiert geworden generell dieses Thema hart zu arbeiten das glaube ich immer noch dass das relevant ist aber ich definiere es heute anders.

00:40:17: Aber früher war's schon so auch lange im Büro zu sein, das signalisiert hey du bist engagiert und so.

00:40:25: Mein Dick hat sich darauf verändert obwohl ich weiß viele noch so ticken und dass es irgendwie immer noch für viele sondern weil das ist ein sichtbares Thema.

00:40:33: Messbar.

00:40:35: Das sicherlich aber auch dieses.

00:40:40: man muss im Berufsalltag immer perfekt sein, sich nicht menschlich zeigen, man darf nichts Privates teilen.

00:40:50: Das hat sich schon sehr stark verändert, weil ich dann auch verstanden habe dass das nicht nur für einen selbst schöner ist wenn man auch darüber sprechen darf was ein vielleicht gerade auch privat bewegt warum es einem grad nicht so gut geht.

00:41:08: Sondern auch weil ich gemerkt hab und darum geht's mir ja heute auch weil Ich gemerkt habe im Neues Führungsverständnis eben das was den Menschen in den Fokus drückt was nahbar Das ist am Ende erfolgreicher.

00:41:22: und das habe ich gemerkt, weil die Menschen ... Die können sich nicht nur identifizieren.

00:41:26: Die haben Vertrauen.

00:41:28: Die merken okay, ich werde hier ernst genommen.

00:41:30: Und die haben auf einmal Bock wirklich was zu leisten.

00:41:36: Ich glaube, das sind so die wesentlichen Punkte.

00:41:38: Lass uns noch mal zum Thema harte Arbeit reingehen weil es wird ja auch sehr kontrovers diskutiert.

00:41:42: Du hast gerade gesagt, die reine Arbeitszeit oder die Anwesenheit ist immer etwas was als Commitment, als Engagement gewertet wird.

00:41:51: und jetzt sagst du Das is für dich gar nicht mehr das Kriterium und trotzdem propagierst du harte Arbeit wenn man etwas erreichen möchte wie's heute deine Definition von harte arbeit?

00:42:01: Ja Ja, das stößt tatsächlich in der New Workbubble.

00:42:05: In der ich unterwegs bin dann schon auch für oder auf Kritik und es gibt ja die Sätze, Work smarten und hart usw.

00:42:13: Es ist halt eine Frage wie du es definierst.

00:42:17: Ich glaube heute ist es immer noch so dass wir wenn wir wirklich erfolgreich sein wollen was erreichen wollen unterscheiden machen wollen dieser Welt Dann ist das harte Arbeit.

00:42:25: also Du kannst mal sagen wir haben gerade darüber gesprochen du hast mit deinem Buch jetzt wieder ein spiegel besteller erreicht.

00:42:33: Es ist ja jetzt bist du auch weit, hast schon viel gelernt.

00:42:37: Weißt wie man Dinge macht und wie man sie nicht macht?

00:42:40: Und trotzdem würdest du wahrscheinlich auch sagen es war auch schon ein bisschen Arbeit um das zu schaffen.

00:42:45: Nur harte Arbeit.

00:42:46: So nur das Schöne ist weißt du harte arbeit assoziieren wir immer mit.

00:42:54: Also hart ist einfach negativ assoziert.

00:42:56: Das ist anstrengend Und auch Anstrengung ist negativ assoziiert, aber das ist es gar nicht.

00:43:01: Also ich finde eigentlich ist doch total schön wenn man wirklich was reingibt in eine Leidenschaft und auch mal länger an einem Thema sitzt, auch mal vom Zeiteinsatz her.

00:43:11: Da hab' ich ne andere Meinung zu weil ich glaube heutzutage der Reine-Zeiteinsatz ist überhaupt kein Indikator für Performance.

00:43:18: Aber trotzdem kann's ja mal sein dass man irgendwie auch mal an einer Sache da muss man einfach mal Zeit investieren So, da muss man auch mal ein Wochenende arbeiten und auch mal länger arbeiten.

00:43:26: Und dann merkt man aber hey es hat sich gelohnt weil ich hab den Schwägelbessler oder weiß ich nicht jetzt irgendwie diese Beförderung bekommen oder das erreicht oder habe einen Unterschied bei irgendeinem Menschen gemacht im Leben oder was auch immer.

00:43:40: Und deswegen, glaube ich, ist das eigentlich der Kernpunkt harte Arbeit.

00:43:42: Es ist immer noch notwendig für die Herausforderungen, die vor uns liegen.

00:43:45: Die sind immens!

00:43:47: Da brauchen wir Menschen, die Bock auf harte Arbeiten haben.

00:43:50: Aber das ist nicht negativ sondern das ist toll und ich wünsche es jedem, der wirklich eben gefunden hat was er wirklich gut kann und wo er wirklich einen Unterschied machen will und dann da mal hart dran arbeitet.

00:44:01: Das ist eigentlich das schönste Gefühl.

00:44:03: Es gibt noch andere schöne Gefühle, aber es ist...

00:44:05: Ja ich weiß genau was du meinst.

00:44:06: Ich habe ganz viele Dinge jetzt.

00:44:08: Ich hoffe ich denke noch an die meistens.

00:44:10: eines.

00:44:10: Die Magdalena Neuner, die Beatlon-Ikone war auch hier im Podcast und sie hat eine Stiftung, die Peak Performa Stiftungen Und ihr Ziel ist es Kindern den Spaß an der Anstrengung zu vermitteln.

00:44:23: Wundervoll!

00:44:24: Das finde ich so schön weil wie du gesagt hast viele sagen Anstrendes schlecht.

00:44:30: Die meisten Start-ups wollen uns die anstrengen, nicht die meisten.

00:44:33: Viele Start-up's wollen die Anstrengung aus dem Leben weginnovieren.

00:44:36: Nicht mehr Kisten schleppen und auf Treppen steigen.

00:44:40: Das erste war eine Innovation, dass Menschen nicht mehr treppensteigen müssen.

00:44:43: So hat uns leider den Puls ...

00:44:45: Überall wenn es geht in der Treppe?

00:44:46: Genau!

00:44:47: Aber

00:44:47: das sind ja die banalen Dinge.

00:44:48: aber es zieht sich durchs ganze Leben, dass Anstrendung erst mal negativ gesehen wird.

00:44:52: Ja... Aber es kann Freude machen, sich anzustrellen.

00:44:55: Natürlich!

00:44:55: Und Anstrengung heißt auch nicht immer, man ist Opfer des Arbeitgebers.

00:45:00: Sondern man kann sich auch für sich selbst anstrengen.

00:45:02: Der Organismus ist für Anstregnungen-Erholung Stressrecovery gemacht und das Problem ist ja häufig nur wir können nicht mehr erholen und nicht mehr abschalten und dadurch wird die Belastungsphase so überintensiv.

00:45:15: aber die Belassung per se ist erst mal nicht das Problem dass umschalten müssen wir wieder besser und als abschalten müssten wir wieder lernen.

00:45:23: Dann passiert genau das, was du sagst.

00:45:25: Es löst auch Glücksgefühle aus.

00:45:27: und dann wenn man mal am Wochenende arbeitet.

00:45:30: Und es muss selbst nicht Wochenend, es muss auch nicht Nachtschichten sein.

00:45:33: Selbst wenn man zwischen acht Uhr morgens um siebzehn Uhr gibt's auch hart arbeitende Menschen die nicht die Hälfte der Zeit am Handy oder in einer Kaffeeküche sind sondern die gelernt haben sich zu fokussieren und Höchstleistungen bringen in dieser Zeit.

00:45:46: also wie Du sagst wir müssen es gar nicht an lange arbeiten und auch nicht sich selber dabei zerstören Sondern Exzellenz kreieren und Exzelenz macht große Freude.

00:45:56: Das heißt nicht, dass jeder es muss aber ich bin ganz eindeutig in deinem Lager der sagt hart arbeiten ist etwas was Freude machen kann was uns nicht kaputt ungesund depressiv machen muss wenn wir die Rahmenbedingungen so gestalten das auf eine nachhaltige Art passiert Und dann empfinde ich es als große Leadershipqualität, wenn man die richtigen Menschen rekrutiert.

00:46:17: Sie dann insentiviert und ihnen die Rahmenbedingungen gibt das Ziel Bock haben aus Egoismus, aus eigensten Interessen oder nicht aus Druck oder aus psychologischer Unsicherheit oder wie auch immer über ihre Grenzen zu gehen sondern einfach weil sie Bock drauf

00:46:31: haben.

00:46:31: Ja genau ja und da müssen wir hinkommen und ich glaube dass liegt eigentlich in jedem von uns zumindest in den meisten Menschen.

00:46:37: Glaube

00:46:38: ich auch?

00:46:38: Ich glaube das total!

00:46:41: Du schreibst aber auch in einem Buch und da sind wir direkt schon im Thema drin, Überlastung ist ein ständiger Begleiter von Führungskräften.

00:46:49: Es gibt einen Zitat oder eine Passage die ich vorlese.

00:46:52: so sagt sich klappte den Laptop zu, schloss die Büro-Tür liest den Kopf in die Hände sinken und spürte wie Tränen über mein Gesicht liefen.

00:47:00: Ich glaube das kennen viele dass sie Aus Überlastung, aus Druck.

00:47:05: Aus welchen Gründen auch immer berufsbedingend schon mal eine Träne haben fließen lassen.

00:47:10: Auch

00:47:10: die Männer?

00:47:11: Ja!

00:47:12: Also ich muss mir überlegen ob ich geweint habe.

00:47:15: aber ich hab sehr viel Ängste Stress und ich denke an meine Zeit bei Roland Berger in der Unternehmensberatung wo wir Nächte durchgemacht haben wo ich völlig übermütet war Panik hatte dass ich meinen Job verliere oder wie auch immer.

00:47:28: also Ich kann es auf jeden Fall nachvollziehen.

00:47:31: Ich kann mich nicht erinnern, geweint zu haben.

00:47:34: Das drückt

00:47:34: dir auch jeder anders aus?

00:47:35: Aber

00:47:37: dieses Gefühl ist da.

00:47:40: Wie gehst du heute?

00:47:41: Du hast ja heute ein bisschen anderes Set-Up aber trotzdem noch viel Druck, anderen Druck... Aber wie gehst tu heute persönlich damit um?

00:47:47: Was sind so deine Coping-Strategien wenn du heute in eine Überlastungsphase kommst wo du sagst okay ich weiß nicht mehr wo oben und unten ist

00:47:56: Ich hab immer noch diese Momente, wo ich das genauso fühle.

00:48:00: Aber ich weiß ... Also zum einen, ich mach mir dann klar, also ich geh raus aus dieser Situation und mach mir klar, dass ich die Situation schon hundertmal hatte.

00:48:10: Und das oft ist am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussieht.

00:48:14: Ich weiß nicht, ob du das auch kennst.

00:48:16: Viele Zuhörerinnen werden's kennen.

00:48:18: aber dann denkt man an einem Tag oh Gott wie soll ich das schaffen?

00:48:21: Das ist so viel, das geht nicht!

00:48:22: Oh Gott mein Leben.

00:48:23: Und am nächsten Tag denkst du, warum hast du eigentlich so Sorgen gemacht?

00:48:26: Also deswegen so eine Kombination aus ich gehe da raus um erstmal ein bisschen Abstand zu gewinnen.

00:48:33: Wie gelingt

00:48:34: dir das konkret?

00:48:34: weil auch das haben Menschen schon mal gehört gehst du in der runde um Block spazieren oder weil?

00:48:40: viele sind dann in ihrer in ihrem Amygdala Highjack.

00:48:44: und wie machst du es konkret?

00:48:47: also Für mich hilft dann schon immer ein Raumwechsel.

00:48:50: Also rausgehen, also Sport machen ist immer super aber auch einfach nur raus gehen, Spazieren gehen mal ohne irgendwie Podcast oder was so einfach so rausgehen.

00:49:00: Mir hilft es auch total im Gespräch mit Menschen die mir nahestehen Zu dem Thema aber auch einfach, die mir dann irgendwie eher doch zu dem Thema, die dann einfach sagen hey.

00:49:12: Irgendwie morgen sieht die Welt schon wieder anders aus ist es wirklich oft so.

00:49:16: Dann wirklich oft aber auch Einfach mal alles zumachen und irgendwie eine Nacht drüber schlafen.

00:49:21: Es ist wirklich so ich weiß das mittlerweile auch dass es am nächsten nach wieder Alles besser aussieht.

00:49:27: Genau aber sonst sind's wahrscheinlich schon die üblichen Dinge.

00:49:29: also Sportbewegung ist immer gut Dann aber auch in der Situation dann vielleicht wirklich einfach mal eine Pause, also wenn ich dieses Gefühl hab rausgehen.

00:49:42: Also wirklich mal raus an die frische Luft, vielleicht einmal kein Handy mitnehmen und zurückkommen.

00:49:46: Verrückte Idee, oder?

00:49:48: Verrückt dir erstes.

00:49:48: so ist es aber so toll!

00:49:50: In die Natur, dann zurückkommen... Und dann nochmal wirklich gucken, okay was sind denn jetzt eigentlich die Themen?

00:49:56: Es hilft dir auch immer Dinge mal runterzuschreiben finde ich aufzuschrauben.

00:50:00: Dann zu priorisieren, dann zu gucken ok muss ich das alles machen oder kann ich mir der Unterstützung holen?

00:50:05: auch also solche Dinge Die helfen mir extrem dann die Dinge mal in den Kalender schreiben.

00:50:12: Also ich schreibe alles in den kalender jeder Aufgabe, damit ich so ein bisschen verstehe okay wie klappt das hier?

00:50:17: und dann kann man ganz oft ist es immer so.

00:50:19: eigentlich gibt es dinge wo du sagst ok da kannst aber auch nochmal mit demjenigen sprechen ob sie das eine Woche später abgeben kannst oder so.

00:50:26: So dann gibts immer neue Lösungen.

00:50:29: ähm genau

00:50:32: Das was du gesagt hast erinnert mich an eine Empfehlung, die die Nikola Winter hier hatte.

00:50:36: Es ist eine Jet-Pilotin und Reserveastronautin und macht Einsätze mit dem Helikopter

00:50:44: etc.,

00:50:45: also ist Krisenmanagerin sozusagen.

00:50:47: aber wenn es wirklich um Leben und Tod auch geht.

00:50:49: Die Menschen wissen wovon wir reden, wenn man Jets fliegt.

00:50:53: Und sie sagte Schritt eins in jeder Krise nicht nur in unwichtigen Krisen In jeder Krese ist Schritt eins nichts

00:51:01: tun.

00:51:02: Das muss man sich auf der

00:51:03: Zunge erfolgen.

00:51:04: Und sie sagt, wie lange das nichts tun geht, hängt davon ab, wie zeitkritisch die Krise ist.

00:51:11: Wenn es ein Projekt ist was sechs Monate dauert darf man einen Tag lang nichts

00:51:14: tun

00:51:15: und wenn Sie im Rettungseinsatz ist um Leben und Tod geht dann tut sie fünf Sekunden nichts aber sie tut trotzdem aus mit eins nichts und das finde ich kontraintuitiv wie du sagst aber stark weil da sortiert man sich kurz und kommt in den Präfrontalkortech.

00:51:31: Das kann klar denken.

00:51:32: Und dann kann man den richtigen Weg, kann man Optionen bewerten und dann eine gute Entscheidung treffen.

00:51:37: Und das Erste was Menschen typischerweise im Stressmodus machen ist Aktivismus.

00:51:41: Irgendwas machen!

00:51:43: Und es sind selten die beste Entscheidungen die man da trifft.

00:51:46: Also das probiere ich mir.

00:51:47: Es gelingt mir nicht immer aber wirklich zu Herzen zu nehmen.

00:51:49: Schritt eins in einer Krise ist nichts tun.

00:51:52: Das ist so stark.

00:51:53: Danke nochmal Nicola falls ihr zuhörst für diesen Tipp.

00:51:56: der hilft mir sehr sehr sehr und ich hoffe vielen anderen auch.

00:52:01: Du hast in deinem Buch elf Prinzipien runtergeschrieben und wir gehen jetzt nicht alle durch, aber ich habe mir ein paar rausgepickt über die ich etwas genauer mit dir sprechen möchte.

00:52:10: Prinzip vier liegt mir sehr am Herzen ist gute moderne Führungskräfte sollen Energie geben und sie nicht nehmen.

00:52:19: Und viele hören jetzt wahrscheinlich zu und sagen hätte ich auch gerne so einen Chef, so eine Chefin weil es sicher sehr häufig der Fall ist dass er Energie genommen wird aus persönlichen Gründen aus Situationen im Unternehmen etc.

00:52:32: Aber wie funktioniert das?

00:52:35: Was sind so die Hebel, wo eine Führungskraft sich reflektieren und verändern kann um wieder Energie ins Team zu geben statt es abzusaugen?

00:52:44: Ja ich glaube.

00:52:44: also du sagst das so selbstverständlich Ich glaube Und für dich ist es selbstverständig weil du dich mit dem Thema beschäftigst und weißt Wie gut wie wichtig das ist und wir wirksam dass auch ist.

00:52:56: aber ehrlicherweise Für ganz viele ist es so, wie als Führungskraft solch Energie geben.

00:53:01: Also erst mal dieses Verständnis zu schaffen, dass man heute mehr Energie geben sollte als Energie zu nehmen.

00:53:11: Das ist schon ehrlicherweise ein starkes Umdenken!

00:53:14: Ich will jetzt gar nicht sagen das Führungskräfte... wissentlich und willendlich den Menschen Energie ziehen, aber gucken wir uns doch mal die Situation an.

00:53:22: Also gucken wir es die Zahlen an.

00:53:23: ich hatte gerade schon Gelab in die emotionale Bindung.

00:53:27: sehen wir das auch am psychischen Erkrankungen und so ne?

00:53:29: Das ist ja auch immer.

00:53:30: Krankheit ist oft auch Führungssache muss man sagen gerade was so psychische Erkankungen angeht.

00:53:37: Es ist heute.

00:53:38: die Realität ist eher dass die Führungskräfte Energie ziehen sogar.

00:53:42: Sie sind ja nicht neutral, sondern ich kenne ganz viele Menschen die sagen oh jetzt habe ich irgendwie nächste Woche wieder ein Gespräch mit meinem Chef.

00:53:49: kann ich wieder fünf Nächte vorher nicht schlafen und so ne?

00:53:51: Also in dem Buch beschreibe ich auch eine Situation da hab' ich grad mein Buch geschrieben im Café.

00:53:58: Ich arbeite ganz gerne in Cafés und da waren neben mir zwei Freundinnen an einem Freitag.

00:54:05: Wir saßen nur sehr nah beieinander.

00:54:07: Am Montag habe ich wieder ein Gespräch mit meiner Chefin und ich hab so keine Lust, das hat ja am Freitag gesagt, es hat wahrscheinlich ihr ganzes Wochenende kaputt gemacht.

00:54:14: Also da erstmal diesen Schritt.

00:54:16: für dich ist das normal.

00:54:17: aber wenn ich sage hey als Führungskörft sag immer eigentlich wir müssen Chief Energy Multiplier werden!

00:54:22: Wir müssen Energie vermehren, multiplizieren – Das ist unsere Aufgabe.

00:54:27: Was würdest du jetzt sagen, wenn jetzt eine Bereichsleiterin hier zuhört ist ja alles schön und gut, aber das auch der Job der Mitarbeitenden sich um ihre Energie zu kümmern.

00:54:38: Ich mache hier nur meinen Job, gebe den Druck, den ich selber bekomme verteile ich weiter und muss gucken dass der Laden läuft.

00:54:45: was würdest du zu so einer eher traditionellen Perspektive dem entgegnen?

00:54:50: Wenn du willst dass der laden läuft dann solltest du den mit dabei eine energie geben.

00:54:53: Dann sollte es deine oberste Priorität sein.

00:54:55: und trotzdem auch Ja ich finde auch wie bei so vielen Dingen.

00:54:59: man kann das nie schweiz weiß sehen auch die menschen sind verantwortlich dafür Energie zu haben.

00:55:04: Es ist ja nicht schwarz-weiß, es ist beides so.

00:55:07: aber wenn du als Führungskraft am Ende auch erfolgreich sein möchtest dann würde ich mich fragen wie kann ich den Leuten Energie geben?

00:55:13: weil das macht einen Unterschied.

00:55:14: also wenn es heute doch oft die Realität ist dass die Menschen sagen oh ich habe irgendwie Angst ich hab keine Lust und so das ist das eine schon so reingehen so aber auch oft irgendwie dann sind's vielleicht noch halt motiviert und dann gehen sie aber raus was einer vom Deckel bekommen haben oder die Führungskraft weiß ich nicht was wieder gesagt hat was irgendwie alles schlecht ist.

00:55:32: Was will man da erwarten, wenn wir dann erwarten dass die Leute mit voller Leidenschaft wie wir es ja irgendwie wollen und auch brauchen ihren Job machen.

00:55:38: Das kann doch nicht sein so und von daher glaube ich braucht ist hier erst mal ein Umdenken.

00:55:46: aber Ja auch als Mitarbeiter Ich bin natürlich selbst für verantwortlich.

00:55:50: Aber Als Führungskraft Hast du einfach, ist das der Hebel?

00:55:54: Und ich glaube schon dass du ja es geht ja beschreibe ich auch im Buch um Potenzialentfaltung am Ende.

00:56:01: So ein als Führungskraft hast Du einfach einen Hebel auch für Energie und du kannst das wissen wir alle die mal den Chef haben oder eine Chefin Die haben einfach Einfluss auf unser Leben.

00:56:11: Es ist so.

00:56:12: Es ist einfach so.

00:56:13: Bist

00:56:14: du ja eine der Experten, die nicht nur aus der Theorie redet sondern du hast es selber auch alles gelebt und vorgelebt und auch selbstführungserfahrung?

00:56:20: Was waren deine zwei drei kleinen Hebelchen im Alltag wo du gesagt hast so probiere ich in mein Team Energie reinzugeben.

00:56:29: Also der erste Punkt ist Wertschätzung.

00:56:32: Ich weiß das wird so oft gesagt aber es machen so wenig Führungskrifte Weil dann irgendwie ist es doch so wenig Zeit und so.

00:56:40: Das ist ja sowieso immer das Argument, ich verstehe das auch.

00:56:43: Aber das ist ja immer eine Frage.

00:56:44: wir haben alle begrenzte Ressourcen.

00:56:45: aber wer wertschätzt?

00:56:47: Der kriegt es so auf allen Ebenen positiv zurück.

00:56:51: also die Zeit zu nehmen für Wertschätzung da kann ich auch das ein ganz cooles.

00:56:55: auch in Heck beschreib ich da auch die Wertschätzungsdusche.

00:56:57: den liebe ich Und die teile ich auch mit vielen Menschen oder Führungskräften weil ich da wirklich die einfach wundervoll isst schwer wertschätzen zu sein.

00:57:09: Aber Wertschätzung macht einen Unterschied bei den Menschen, so wenn du als Führungskraft sagst hey Chris die Präsentation hast du richtig gut gemacht diese eine Satz verändert schon alles.

00:57:18: Wenn man jetzt die Zeit gestoppt hätte es waren vier Kommandreisekunden da kann man nicht sagen ich habe keine Zeit für sowas

00:57:24: und dann findet immer was man wertschätzen kann und für mich ist das auch so ne selbst erfüllende Prophezeiung.

00:57:28: also die menschen weißt du so die den nur Wertschätzungen gibt's Also auch Menschen, wo man manchmal wie alle kennt das beschreibe ich auch im Buch.

00:57:38: Auch im Team an Menschen, die denken oh der ist schon nervig und so richtig Leistung bringt er auch nicht irgendwie.

00:57:47: also wird mich jetzt nicht stören wenn der jetzt nicht mehr da ist.

00:57:50: Und ich glaube als Führungskraft kann es immer mal sein dass das so ist, dass es irgendwie nicht passt.

00:57:55: Aber ich glaube, als Führungskraft ist doch unsere Aufgabe zu sagen okay.

00:57:57: Ich habe hier ganz unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Potenzialen und unterschiedlichen Themen Und genau das ist doch so zu gucken was braucht dieser Mensch denn eigentlich?

00:58:06: So und ich finde Das macht heute den Unterschied ob ich eine gute Führungskraft bin oder nicht so und denen dann Weißt du, den dann Wertschätzung zu geben und Energie zu geben?

00:58:17: Und auf einmal denkst du also ich hatte die Situation.

00:58:20: Auf einmal macht der ganz anders seinen Job so weil er vielleicht immer zum ersten Mal neben Wertschätzungen bekommen hat und wir sehen es ja auch in jeder Kündigungsstatistik.

00:58:27: Wertschättung ist immer unter den top drei Kündigung gründen.

00:58:31: Also das mal und ich hab's jetzt gerade angedeutet die Wertschädzungsdusche.

00:58:35: nur ganz kurz im Team, wir haben das regelmäßig gemacht.

00:58:39: Einfach regelmäßig im Team zusammenkommen und sagen okay heute ist in dem Fall Christ du bist heute dran immer abwechselnd und jeder gibt dir einfach mal wertschätzende Worte weil die meisten Menschen machen das ja nicht.

00:58:52: aber da muss man das machen.

00:58:53: also wir versuchen das zu institutionalisieren dass es normal wird.

00:58:56: dann kriegst du sowohl von der Führungskraft aber auch von deinem team.

00:58:59: auch das ist nicht selbstverständlich so.

00:59:01: Ich sage dir, es hat so einen Unterschied gemacht.

00:59:03: Viele haben das aufgenommen und ich habe das auch aufgenommen.

00:59:05: Ich höre mir das immer noch ab.

00:59:08: Und dann denkst du dann, ach ja!

00:59:09: Ich bin ja doch ganz gut und weißt du manchmal diese Themen wenn man denkt, oh der mag mich nicht.

00:59:13: Auf einmal denkst Du ja irgendwie jeder findet was wertschätzend ist ne?

00:59:17: Also das zum Beispiel macht ein Riesenunterschied was das Energielevel angeht.

00:59:23: fühle ich schon beim zuhören und meine Perspektive wäre, man kann es auch auf jeden anderen Bereich des Lebens ausweiten.

00:59:30: Ich kann mich erinnern... zehn Wochen ein zweites Kind bekommen dürfen, so im Krankenhaus waren Menschen die Nachtschichten machen etc.

00:59:40: und da kann man auch auf zwei Arten mit den Menschen kommunizieren entweder man findet das Haar in der Suppe und legt sich mit denen an oder man wertschätzt was für einen Wahnsinns Job sie machen und ob die dann so freundlich sind wie man es sich wünscht.

00:59:53: und ich wäre wahrscheinlich auch nicht so freündlich wenn ich so einen Alltag wie die hätte.

00:59:57: und da in solchen Situationen erlebe ich immer wieder dass Wertschätzung genau wie du sagst wahnsinnig hohe Rendite auch abwirft.

01:00:04: Aber ich finde, man kann immer freundlich sein!

01:00:07: Also ich versteh das und der Job im Krankenhaus und viele andere Jobs sind ultra hart aber... Ich finde, warum sollte man nicht freundlicher sein?

01:00:17: Klar, dass man mal gestresst ist und dann vielleicht mal kurz ab ist.

01:00:19: Aber in der Tendenz ... Ich finde wir brauchen viel mehr freundliche Menschen in diesem Land auch in der Arbeitswelt.

01:00:24: Es würde so viel besser machen.

01:00:25: Absolut!

01:00:26: Nora Blum war auch hier.

01:00:28: Liebe Grüße hat ein schönes Buch dazu geschrieben, radikalfreundlich.

01:00:32: Da können auf jeden Fall alle was von gebrauchen.

01:00:35: Dein fünftes Prinzip, also haben wir ganz am Anfang schon kurz vorbeigeguckt, ist Verletzlichkeit als Superkraft Und das würd ich gerne noch mal vertiefen.

01:00:45: Du sagtest du hast einen Topmanager vor dir weinen sehen und ihn verletzlich gesehen.

01:00:50: Und obwohl du es kurzfristig beschämend und befremdlich fandest, hat das doch die Verbindung zu diesen Menschen auf jeden Fall verändert.

01:00:59: Wie können wir heute auch in Zeiten von Social Media wo jeder Sorge hat dass alles sofort an die Öffentlichkeit geht?

01:01:06: Dass man das eigene Image gar nicht mehr komplett in der eigenen Hand hat wie können Verletzlichkeit, wie du schreibst als Superpower Nutzen.

01:01:14: Und trotzdem nicht das Risiko eingehen, dass uns das komplett entgleitet und uns irgendwie im schlimmsten Fall die Karriere kostet?

01:01:23: Also ich glaube was wichtig ist... Du musst natürlich kompetent in deinem Job sein!

01:01:30: Ich glaub' das ist die Voraussetzung und dann kannst du verletzlich sein.

01:01:33: Dann bist du eigentlich wenig angreifbar.

01:01:35: Ich glaube Menschen, die eh schon nicht kompetenz sind im Job Das ist schwierig.

01:01:44: Ich glaube, das ist vielleicht schon mal die Unterscheidung und ich hatte es gerade schon im Vorgespräch angedeutet.

01:01:53: also dieses eine Beispiel ist gut.

01:01:56: Ich bin diesem Manager auch bis heute dankbar weil ich durch ihn verstanden habe dass... Es war eigentlich so ein Moment wo ich zum ersten Mal dachte okay dann kann ich das ja auch werden Führungskraft.

01:02:07: Weil ich vorher wirklich dachte, das klingt so naiv heute aber all die Führungskräfte ich gesehen hab Die waren halt perfekt, die waren klug.

01:02:16: Die waren immer klug!

01:02:16: Die haben keine Schwächen und Zweifel.

01:02:18: Ich hab das als junge Frau geglaubt so... ...und deswegen bin ich diesem Manager bis heute dankbar.

01:02:23: Aber ich finde eine gute Situation passt noch, die ich, also ne ganz aktuelle Situation von letzter Woche.

01:02:30: Da hatte ich ein Keynote zu meinem Thema Leadership.. ..und ich habe ja auch ne kleine Tochter.

01:02:36: Ist jetzt ein gutes Jahr alt.

01:02:38: Und ich war zum ersten Mal von ihr quasi getrennt über Nacht?

01:02:44: Und sie war krank, ne erste irgendwie Krankheit mit Fieber und so.

01:02:48: Da ist man ja sowieso.

01:02:49: das können alle Eltern wahrscheinlich mitfühlen wenn man da nicht da ist und so.

01:02:51: Das ist dann nicht so einfach.

01:02:53: Dann hatte ich eine Keynote und kam noch ein paar andere Sachen dazu aber Ich war einfach nicht bei der Sache.

01:02:59: und du kennst es ja auch Es gibt manchmal Momente es kennen viele Andere auch.

01:03:05: Es wird immer erwartet eigentlich muss immer gleich Performance bringen also es wird irgendwie abgestraft wenn Du mal nicht... Also es wird dann komisch komisch gesehen.

01:03:13: Und natürlich gerade in dem Job, wenn man irgendwie auf der Bühne steht, dann wird es eine Performance zeigen und ich war einfach nicht bei der Sache.

01:03:20: Jetzt stehe ich für dieses Thema aber es ist trotzdem unangenehm, wenn du da stehst und ich habe am Anfang den roten Faden verloren, ich hab mich fast bild... Ich war überhaupt nicht zufrieden mit meiner Leistung!

01:03:32: Dann habe ich so gedacht okay, dann habe ich das einfach am Ende und es fehlt noch Dinge, ich habe anfangs Dinge vergessen die wichtig waren für den Kontext.

01:03:42: Das gesagt, dass ich irgendwie ... es tut mir leid.

01:03:44: Ich bin nicht ganz bei der Sache und hab das dann mit meiner Tochter erzählt.

01:03:48: Und das

01:03:48: hat so viel verändert und das war wieder ein gutes Beispiel, weil ich hatte danach mit den Leuten im Publikum die tiefsten Gespräche überhaupt, die Leute sind auf mich zukommen.

01:03:57: Alle haben gesagt toller Vorteil!

01:04:00: Also eigentlich jetzt mal so objektiv gesehen, war er jetzt nicht so toll.

01:04:03: Aber er war natürlich toll in dem Sinne, dass wir heute besprechen überall nur von KI und Technologie und alles wird technologischer und perfekt und so.

01:04:11: Da sehen wir Menschen, uns nach Menschen die irgendwie Fehler machen.

01:04:14: Menschen lieben, wenn andere Menschen Fehler machen und das war ja genau das gleiche Prinzip.

01:04:18: Die Menschen haben so gedacht bestimmt oh Gott.

01:04:22: also in der Haut will ich jetzt nicht stehen da vorne alle gucken auf dich die arme Und jetzt verliert ihr in den faden und ist auch wirklich unangenehm.

01:04:28: Also ich finde es auch sehr unangênem.

01:04:32: Damit konnten sich die Menschen identifizieren und waren so mitführend.

01:04:36: Und am Ende haben sie, glaub ich, gesagt hey das ist irgendwie erfrischend mal ... Also hat auch einer gesagt ey es war total schön und erfrischend weil einfach ein Mensch der sich menschlich zeigt.

01:04:47: Du bist ja auch ein ambitionierter Mensch.

01:04:49: du hast auch eine innere Stimme, die hohen Anspruch an dich hat.

01:04:53: wie war dein innerer Dialog danach?

01:04:54: Kapastrophe!

01:04:55: Oh Gott ey wir kennen hier alle diese Tage wo du so denkst Nee, also das war ganz schlimm.

01:05:04: Dann kommt man wieder in diese manchmal auch alten Glaubenssätze und Selbstzweifel – du kannst das gar nicht!

01:05:10: Und dann musst du doch trotzdem irgendwie drüber stehen und das hinbekommen.

01:05:16: Dann hat man auch Angst, oh Gott, kriege ich das nächste Mal überhaupt wieder hin?

01:05:20: Es war ganz schwierig auf jeden Fall... Ich hatte da einen tollen Auftraggeber, der auch super war und sich nachher noch mal bedankt hat.

01:05:28: Und wie toll und wie begeistert alle waren.

01:05:29: und die waren so mitführend und toll!

01:05:32: Das muss ich wirklich sagen, aber natürlich... So und am nächsten Tag sieht die Welt immer schon wieder anders aus?

01:05:36: War in dem Fall auch so?

01:05:38: Ach, wie oft habe ich mich schon... Wie oft hatt' ich schon diesen Gedanken?

01:05:40: Oh Gott, Lauras hast du da gemacht oder

01:05:42: gesagt?!

01:05:43: Oh Gott was denken die Leute von dir?

01:05:45: Es ist natürlich so ja...!

01:05:50: Ich wollte grad sagen, schöne Geschichte.

01:05:51: Aber es ist ja keine Geschichte.

01:05:52: aber ich stelle mir gerade wirklich vor, ich sitze auch da und denke vielleicht zwischendurch.

01:05:56: Ist die nicht bei der Sache oder so?

01:05:59: Und dann kommt diese Aussage, die alles verändert!

01:06:02: Die ganze Stimmung verändert weil man sieht das ist ein Mensch, vor allem ein sehr mutiger Mensch, der bereit ist jetzt die Schwäche nicht nur proaktiv anzusprechen sondern auch die Begründung dafür zu geben.

01:06:14: und da wie du sagst fühlt sich jeder Mensch wieder Welt vor, wo wir das in jedem Meeting tun könnten.

01:06:22: Einfach im Unternehmen.

01:06:23: Das heißt ja nicht dass die Performance den Bach runtergeht.

01:06:26: Dass immer so.

01:06:27: das Tutschlagargument wenn alle sich nur noch mit ihrem privaten Memöchchen beschäftigen und so.

01:06:32: Das war halt eine absolute Ausnahmesituation.

01:06:33: Das passiert dir halt einmal in zwei Jahren oder wie auch immer, wenn überhaupt.

01:06:37: So und allein zu wissen du schreibst ja auch über psychologische Sicherheit zu wissen, dass sowas okay wäre Das führt ja dazu, dass es das ganze Gefühl jeden Tag selbst wenn man den Joker nicht ziehen muss.

01:06:49: Man fühlt sich trotzdem besser weil man weiß man hat einen Joker in der Hand.

01:06:52: Ja und genau diese Energieverschwendung auch weil wir uns dann irgendwie verstellen müssen oder so.

01:06:56: das ist sehr schrecklich.

01:06:57: Und gerade auch als Führungskraft wird in Zukunft noch viel mehr um Vertrauen und Verbindung gehen.

01:07:02: Weil Menschen folgen uns doch nicht mehr, weil wir irgendwie einen hierarchischen Status haben oder so.

01:07:07: Das schaffen wir damit!

01:07:09: Ich hatte im Team ... ich glaube es ist die Verantwortung einer Führungskraft zu wissen was geht denn bei den direkten Mitarbeitenden?

01:07:16: Was geht denn da aber auch privat?

01:07:19: Durchschnitt der Gesellschaft, da ist bestimmt jemand, der gerade eine Trennung durchmacht.

01:07:23: Das bestimmt jemanden, der sich gerade sorgen um das eigene Kind macht.

01:07:25: Das stimmt jemandem, der auch da ... Chris wir reden, ich hab seit letztens häufig drüber gesprochen.

01:07:31: Wir reden viel zu selten darüber.

01:07:33: Das ganze Thema mit Kinder-Kinderwunschbehandlung hatte ich auch in meinem Team einer die eine Kinderwunsspannung hat.

01:07:40: Da redet man nicht offen darüber was es so schlimm mit den Hormonen und was das mit dem macht?

01:07:45: Und wenn du diesen Wunsch hast ein Kind zu bekommen Das ist so krass.

01:07:48: und oder generell bei uns Frauen, Hormone, Periode auch das immer noch so ein Tabuthema.

01:07:54: Dabei die meisten Frauen leiden darunter und können dann nicht die beste Performance abliefern.

01:08:00: So und da zu wissen... Weißt du genau, du hast natürlich recht.

01:08:03: Es geht jetzt nicht darum jeden Tag nur noch hier Selbsthilfegruppe und was haben wir denn alle?

01:08:07: Natürlich nicht!

01:08:08: Aber zu wissen, was geht da gerade abzu verstehen okay in der Lage bist du grade, was brauchst du grade?

01:08:13: Und am Ende natürlich es ist ja alles kein selbst weg.

01:08:16: Am ende geht's natürlich auch darum aus Unternehmensrecht Ergebnisse zur Wirtschaften Ist ja klar So.

01:08:21: aber meine Erfahrung ist die Menschen so dann musst Du Dann bringt es auch nix Da irgendwie etwas herbeizwingen Sondern dann zu sagen hey du nimmst dir zwei Wochen Zeit So oder was auch immer das für ein Thema ist.

01:08:31: ne muss man sagen.

01:08:32: Und meine Erfahrung ist, die Menschen geben das danach.

01:08:34: Zwei-hundert Prozent zurück und die sind so emotional gebunden ans Unternehmen und das ist ja das was wir brauchen.

01:08:39: also es ist nicht nur moralisch finde ich angebracht sondern es ist am Ende auch ein Business Case wenn man das sagen möchte.

01:08:47: Es ist halt nicht direkt zurechenbar.

01:08:49: deshalb trauen sich viele Führungskräfte auch nicht.

01:08:51: aber ich gebe dir hundert Prozent recht sehe ich ganz genau so.

01:08:56: Prinzip Nummer sechs finde ich deshalb sehr spannend, weil es aus meiner Sicht nicht nur ein leadership-Prinzip sondern insgesamt ein Lebensprinzip ist.

01:09:03: Wir müssen oder Führungskräfte dürfen mehr Begeisterung für die Unsicherheit entwickeln und wir haben heute viele Verwerfungen in der weltpolitischer Natur, wirtschaftliche Natur, weil unsicherheit groß ist, weil die Menschen Angst vor Unsicherkeit haben sich dadurch teilweise radikalisieren in ihren Ansichten.

01:09:19: sie wollen die Zeit zurückdrehen.

01:09:20: Sie sind Technologie, Avers etc.

01:09:26: Wie würdest du vorschlagen, sollten wir Menschen Führungskräfte zum einen aber insgesamt auf dieses Thema Unsicherheit draufgucken?

01:09:35: Ja also das ist natürlich gar nicht so leicht.

01:09:38: Wir sagen es stimmt ja wir Menschen sind Gewohnheitstiere irgendwie ein Stück weit kann das jeder sagen.

01:09:42: auch ich würde mal sagen wir beiden sind schon irgendwie vielleicht mutiger als der Durchschnitt oder gehen wir aus der Komfortzone und so weiter.

01:09:51: und trotzdem haben wir auch Situationen wo wir sagen irgendwie oh das verunsichert mich jetzt Und jetzt natürlich gerade, deswegen ist es schon auch dieses Prinzip eigentlich eher wie so ein Gegensatz.

01:10:03: Weil es verändert sich grade so viel.

01:10:05: viele Menschen sind unsicher und jetzt auch noch begeistern als Führungskraft für eine Welt die unsicher ist.

01:10:10: Oh mein Gott!

01:10:10: Wieso das denn gehen?

01:10:11: Das ist die große Herausforderung und Führungen ist ja auch anspruchsvoll.

01:10:15: von daher... Ja, die Frage war wie man das geht.

01:10:21: Wie würdest du vorschlagen?

01:10:22: Weil die Unsicherheit ist ja nicht mehr wegzudenken.

01:10:24: Die wird sich auch nicht verändern.

01:10:25: und was kann uns helfen ein bisschen versöhnlichere Einstellungen zu dieser Unsicherkeit zu geben als sie nur wieder in den Teufel des Weihwassers zu scheuen?

01:10:34: Genau also ich glaube vor allem und es zieht sich so ein bisschen wie ein roter Pfand durch unser Gespräch aber dieses gilt so generell bei sich zu sein und zu bleiben Und da wiederum zu verstehen, wirklich was kann ich?

01:10:50: Worin bin ich gut.

01:10:53: Sich immer wieder auch zu fragen und schon noch sich damit zu beschäftigen wie verändert sich die Welt in Zukunft?

01:10:58: Wie kann ich das, was ich mitbringe?

01:11:00: Wie hat das irgendwie in Zukunft eine Relevanz?

01:11:04: Ich glaube, dass ist zum einen entscheidend um dann auch diese Sicherheit zu haben.

01:11:07: hey!

01:11:08: Ich hab da was worauf ich aufbauen kann.

01:11:10: so... kann ich in Zukunft nutzen, verbunden aber natürlich das auch weiterzuentwickeln.

01:11:15: Ich glaube es ist schon unsere Aufgabe jedes Einsinnen jetzt sich einfach auch immer wieder zu verändern, immer wieder so hinterfragen und immer wieder Neues zu lernen.

01:11:26: Und dann man sagt es immer also die Zukunft, die unbekanntes Zumarm, dieses Zuverstehen... Und da hilft einem sicherlich, wenn man in der Vergangenheit da positive Erfahrungen gemacht hat.

01:11:37: Aber zu verstehen, dass jede Veränderung auch ganz viele Chancen hat.

01:11:41: Man kann das jetzt so sehen wie unsicher alles ist und wie sich alles verändert, wie sich Arbeitsplätze verändern, dass ich in fünf Jahren sehr wahrscheinlich ... In vielen Jobs vielleicht sogar sehr wenig von dem mache was ich heute mache.

01:11:54: oder man kann es sehen, dass man sagt hey aber Wie cool ist das?

01:11:59: Verändert sich gerade alles und es entstehen so viele neue Chancen, wo ich vielleicht noch viel besser meine Stärken einsetzen kann.

01:12:05: Wo ich vielleicht auch für viele Menschen eine große Chance irgendwie einen viel sinnhafteren Job haben kann.

01:12:12: Es kann ja so und so kommen!

01:12:14: Und viel von den Dingen auf die Sie heute keine Lust haben vielleicht nicht mehr tun müssen, sich aber in andere Dinge entwickeln können.

01:12:19: Total

01:12:19: und auch nicht nur denken, weil ich jetzt meinen Job gerne mache, dann will ich mich nicht verlieren.

01:12:22: Ja, aber es gibt doch noch tausend andere Dinge, die man vielleicht gerne macht und dann entwickelt man sich weiter als ich glaube, dass liegt doch... Und da auch wieder dieses Hey, mich zu entscheiden.

01:12:32: Positiv zu denken, optimistisch zu sein und diese Chance in der Veränderung zu sehen.

01:12:39: Gar nicht so leicht ne?

01:12:39: Und sehr natürlich auch abstrakt irgendwo aber ja...

01:12:45: Du hast jetzt gerade angesprochen, du bist selber auch Mutter seit gutem Jahr und es gibt eine Beschreibung.

01:12:52: Die hat mir so richtig so ein Dolch ins Herz gestoßen.

01:12:57: Du schreibst im Buch, sobald du Mutter wirst behandeln sie dich als hättest du eine Gehirnhälfte weniger.

01:13:03: Plötzlich traut man dir keine anspruchsvolle Aufgabe mehr zu.

01:13:06: das nicht von dir sondern ich glaube ne Kollegin hat das mal zu dir gesagt Und ich glaube, viele können sich da tatsächlich jetzt auch wiederfinden.

01:13:14: Ich selber früher als ich junger Manager war hatte immer wieder die Herausforderung dass meine Mitarbeiterinnen so ein bisschen bedröppelt zu mir kamen um mein Einzelgespräch gebeten

01:13:24: haben und

01:13:26: dann betreff irgendwie allgemein ist oder keine Ahnung was.

01:13:30: So und dann habe ich gehofft gerade wenn es natürlich die LeistungsträgerInnen war aber ich freue mich natürlich ja immer sind zwei Herzen die da schlagen.

01:13:38: Aber man steht als Führungskraft vor der Herausforderung, dass diese Frau erst mal für eine gewisse Zeit des Mutterschutzes ausfällt und man dann die Frage hat wie kann man sie stärkengerecht wieder einsetzen?

01:13:52: Und ich glaube da gibt es verschiedene Perspektiven.

01:13:54: Der Manager der zuständig dafür ist und die Frau wie sie's dann empfindet.

01:14:00: aber du hast natürlich einen viel breiteren Blick.

01:14:01: Du guckst in viele Firmen rein, du gestaltest die Diskussion auch mit.

01:14:05: was würdest du sagen?

01:14:06: sind heute so die größten Problempunkte für Mütter, die wieder zurückkommen wollen in ihre alte Arbeit und wosen auch Hebel um diese Situation zu verbessern.

01:14:16: Ich kenne wirklich wenige und wir erleben es auch in der Familie.

01:14:19: gerade meine Frau hat wie ich finde oder wie wir finden einen sehr positiv aufgeschlossenen Arbeitgeber flexiblen.

01:14:27: aber wir hören auch das bei vielen anderen anders ist Und deshalb wird mich da dein Blick jetzt auch selbst als Mutter.

01:14:34: Du bist zwar selbstständig, du bist nicht mehr ganz in den gleichen Restriktionen drin und trotzdem hast du eine Meinung dazu wo die Hebel sind um diese Situation zu verbessern?

01:14:42: Ja also auch da wieder natürlich auf ganz unterschiedlichen Ebenen, also sowohl wir sprechen jetzt wahrscheinlich von Unternehmen und nicht auf politischer Ebene.

01:14:52: Also so was wie natürlich immer wieder und das ist ein Punkt Betreuungsmöglichkeiten in diesem Land, ne?

01:14:57: Das ist eine politische Aufgabe weil das alle haben da Probleme!

01:15:00: Also das müssen wir erstmal lösen dass man irgendwie hier auch einen Betreuungangebot hat.

01:15:04: ich glaube sonst wird es eh schwierig.

01:15:07: Und dann möchte ich sagen natürlich, wenn ich gerade auch mit Frauen oder Müttern ältere Generationen spreche.

01:15:13: Wir neigen ja oft dazu immer zu meckern was alles nicht läuft.

01:15:16: aber es hat sich natürlich viel getan in den letzten Jahren.

01:15:18: das muss man schon sagen.

01:15:20: Es ist selbstverständlicher dass die Frauen sowieso erstmal zurückkommen dann oft reduziert und oft, genau wie ich es im Buch geschrieben habe.

01:15:28: Es ist noch oft so in vielen Unternehmen es ist dann nicht mehr möglich irgendwie eine Führungsposition zu machen oder anspruchsvolle Tätigkeiten.

01:15:35: aber es gibt auch ganz viele tolle Unternehmen wo's eben doch möglich ist und viel gemacht wird.

01:15:40: natürlich auch immer das sind ja Frauen sind genauso gut ausgebildet als Männer wenn die sogar besser ausgebilde.

01:15:47: ich meine dass kann sich kein Unternehmen heute erlauben.

01:15:51: Von daher, das ist erst mal vielleicht die Grundlage in den Unternehmen.

01:15:56: Also ich glaube wir müssen... Da haben wir gerade schon einmal drüber gesprochen so dieses Was ist denn das was sich verändert in der Regel?

01:16:02: Das ist oftso dass die Frauen nicht mehr vielleicht hundert Prozent arbeiten oder vielleicht nicht mehr Hundertfünfzig Prozent arbeiten.

01:16:10: und ich glaube das sind wieder ein Thema Zeit-Einsatz.

01:16:12: Und ist das noch ein Indikator für Leistung?

01:16:14: heute und in Zukunft zählen nicht eher so Dinge wie mutig sein, wie Leidenschaft.

01:16:19: Ey ich hab ein Netzwerk oder ey ich kann neue KI-Tools heute super smart bedienen da bin ich eh viel schneller als andere die es nicht machen.

01:16:26: Ich glaube wir müssen diese Haltung die muss sich erst mal verändern.

01:16:29: das nur weil jemand vielleicht jetzt ein bisschen weniger arbeitet und nicht mehr bis abends acht Uhr im Büro sitzt ist ja eh noch mein Thema was wir generell mal überdenken sollten.

01:16:38: aber ich glaube diese Haltung muss sich erstmal ändern.

01:16:43: Das ist das eine.

01:16:45: Und dann natürlich flexible Arbeitsbedingungen.

01:16:47: Wir sehen gerade viele Unternehmen rudern da auch wieder zurück, wer es betroffen oft oder wer ist benachteiligt?

01:16:53: Es sind oft die Menschen, die Kehrarbeit machen und das sind oft Frauen so flexibel Rahmenbedingung schaffen.

01:16:59: Das ist das nächste natürlich.

01:17:03: Genau, die Haltung hatte ich gerade gesagt.

01:17:05: Also Führungskräfte dafür zu sensibilisieren weil viele haben einfach immer noch dieses grade ältere Männer in Führungsposition.

01:17:11: okay jetzt ist die ja Mutter jetzt will sie sich ums Kind kümmern so und traut den Frauen dann einfach nichts mehr zu.

01:17:16: also das...

01:17:18: Ich habe oft beobachtet wenn ich da einhaken darf dass gerade Mütter von kleinen Kindern die eine ganz harte Deadline was Kinder abholen betrifft so wahnsinnig produktiv und effektiv

01:17:28: sind

01:17:29: keine Pause machen, nicht in der Kaffeeküche nochmal.

01:17:32: Also viel zu krass aus meiner Sicht aber es war alternativlos weil sie haben den gleichen Anspruch Sie wollen nicht hinterher hängen.

01:17:39: und wenn Menschen die normale Arbeitszeiten haben und auch gerade männliche Kollegen diese Produktivität an den Tag legen würden dann würde ich glaube ich acht neun Stunden in den allermeisten selbst Management Jobs reichen wenn man eben die kleinen Pausen in Anführungsstrichen dazwischen die man häufig verdattelt eben nicht machen würde.

01:18:01: Also das sind wirklich für mich Roll-Models, da sind Mütter, die kommen pünktlich, sie gehen pünklich und dazwischen ist einfach D-Work

01:18:08: Mode on.

01:18:08: Und die setzen sich ernst aber auch manchmal noch mal dran?

01:18:10: Absolut!

01:18:11: Und Chris, aber das ist mir wichtig... Wir müssen die Männer ja mitdenken.

01:18:15: Also es ist auch für Männer noch so, ich erleb das immer wieder wenn sie sagen okay ich mache jetzt keine Arbeit, ich reduziere meine Arbeitszeit dann ist für die oft auch die Karriere vorbei.

01:18:24: also das ist ja das andere Thema.

01:18:26: wir müssen das ja zusammen denken und wenn wir wollen dass Frauen wieder schnell in den Job kommen dann ist auf der einen Seite natürlich Betreuungsmöglichkeiten schaffen.

01:18:34: aber ich kann auch verstehen man sagt ich möchte mein Kind nicht von morgens bis abends irgendwie in die Fremdbetreuung geben Dann sagen ok da müssten wir aber das auch Männern irgendwie ermöglichen.

01:18:43: Und ich hab da damals schon mal einen Vorschlag gemacht, wir müssen Signale setzen und es reicht nicht zu sagen hey wir wollen aber auch das Männer ihr Elternzeit nehmen oder was auch immer mehr als diese üblichen zwei Monate sondern aus meiner Sicht musst du dann Signale setzten wenn's dir wirklich wichtig ist.

01:18:56: dann sagst du als Management okay wir setzen uns Ziele machen wir in anderen Bereichen auch.

01:19:01: im nächsten Jahr wollen wir dass zehn Prozent der Männer hier die Väter werden dass sie Eltern Zeit nehmen mindestens eine halbe bis Jahr oder so was auch Das ist doch ganz anders.

01:19:11: Dann ist es auf einmal ein Ziel, das Managerin wird vielleicht noch danach bezahlt oder wie auch immer.

01:19:15: dann heißt man hey

01:19:16: jetzt

01:19:17: bin ich geduldet sonst wird gewollt.

01:19:19: und heute ist oft so es wird gedulded aber wenn du's dann machst dann kriegst du trotzdem noch implizit

01:19:24: Spruch eingedrückt.

01:19:25: Aber

01:19:26: Karriere ist dann erst mal musste gucken, wenn dir das jetzt irgendwie wichtiger ist von da müssen wir uns mitdenken.

01:19:31: Und an letzter Stelle, da können wir jetzt noch über viele natürlich einzeln Maßnahmen sprechen Aber natürlich auch wir Frauen, und ich find's natürlich Argumentationen in Stereotypen schwierig.

01:19:41: Und trotzdem erlebe ich es immer wieder, auch wir müssen irgendwie für uns einstellen und sagen hey so und so.

01:19:47: das ist übrigens mein Konzept und meinen Plan, so krieg' ich das hin?

01:19:49: Ich brauch das von euch aber dann kann ich den besten Job hier machen, aber ich hab nun mal auch einen Kind um das Mädchen mich kümmern und so kriegen wir das hin.

01:19:56: also ich glaube dass is auch ein Thema, dass wir Frauen da auch bisschen mehr für uns einzustellen dürfen.

01:20:02: Ich glaube, eine Herausforderung, die in dem ganzen Kontext zumindest in meiner Wahrnehmung noch gar nicht so sehr thematisiert wird.

01:20:08: Es sind auch die Fehl Tage der Kinder selbst wenn eine Betreuung da ist.

01:20:12: Also wir haben Kind ... In der Kita.

01:20:15: du hast gerade gesagt dass deine Tochter erstmalig krank war.

01:20:19: Wir haben es tatsächlich erlebt das unser Sohn zeitweise jede zweite Woche gefehlt hat.

01:20:24: Das

01:20:24: hör ich überall Chris.

01:20:25: Wie macht man das?

01:20:26: Ja und wir hören das unter der Hand auch über aber ich finde es wird noch fast nicht diskutiert Und wir fragen immer wie machen andere das.

01:20:34: Bei uns geht es tatsächlich nur, weil ich in dieser Phase sehr flexibel meine Arbeitszeit regeln konnte so dass sich tagsüber wenn der kleine krank war aufpassen konnte abends bis nachts dann mein Job gemacht habe was auch nicht nachhaltig ist klar.

01:20:49: Aber das war für uns die einzige Option.

01:20:51: Wenn ich die Flexibilität nicht gehabt hätte, dann fragen wir uns wie wir es gemacht hätten?

01:20:55: Ich weiß nicht, wie guckst du was...

01:20:57: Ich frage mich das gleiche, schön dass wir da jetzt hier mal drüber sprechen!

01:20:59: Also man kommt ja irgendwann in dieses Game rein und dann werden dir so viele Dinge klar nach und nach.

01:21:05: Und ich wusste das gar nicht, also jetzt weiß ich natürlich aus meiner Führungskraft war, dass immer wieder irgendwie ein Thema war.

01:21:15: aber Du, ich höre das überall.

01:21:18: Die Kinder sind ständig krank gerade im ersten Kita-Jahr.

01:21:21: Ich frage mich das genauso wie du also... Ich glaube es ist einfach häufig noch so dass viele Frauen einfach mindestens ein Jahr raus sind oft aber auch zwei Jahre.

01:21:29: Also das höre ich auch oft dann eh Zeit reduziert in Teilzeit arbeiten gut dann gibt's die Möglichkeit dann wenn sie sich halt krank oder es gibt ja wegen Kind kann man sich ja auch krank melden.

01:21:42: Und das ist dann aber auch so ein Teufelskreislauf, weil natürlich als Arbeitgeber ... Ist ja auch klar.

01:21:47: Man hat eben auch ein doofes Gefühl.

01:21:48: also es hat auf jeden Fall irgendwo am Ende, hat's dann wieder Nachteile?

01:21:52: oft Ja Aber schwierig.

01:21:54: Das

01:21:55: werden wir jetzt nicht gelöst kriegen, aber ich glaube wenn Menschen wie du da auf jeden Fall auch für Konzepte stehen und das Ganze in die richtige Richtung treiben dann werden wir uns da auf den Fall hin entwickeln.

01:22:08: Gibt es noch irgendein Prinzip was ich jetzt noch nicht angesprochen habe wo du sagst das liegt ja besonders am Herzen?

01:22:14: Da möchtest du noch zwei drei Takte zu sagen auch über dass was im Buch steht.

01:22:18: Also Chris ich bin ganz begeistert weil wo eigentlich genau die Prinzipien die mir auch so wichtig sind und am Herz liegen angesprochen hat.

01:22:26: Nee, ich glaube es ist wirklich dieses sich verletzlich zeigen Mut zur Verletzlichkeit und am Ende dieses Begeistern und Inspirieren.

01:22:33: Ich glaube das ist sowas vor.

01:22:34: selbst noch vor drei Jahren hätte man gedacht dass da keine Führungskompetenz.

01:22:38: also was soll das denn heute glaube ich und in Zukunft ist eine der wichtigsten Führungskompetenzen.

01:22:44: von daher das ist mir wichtig.

01:22:45: und dieses nochmal Auch das haben wir jetzt oft angesprochen, die es als Führungskraft wirklich investiert in euch selber.

01:22:52: Also setzt euch mit euch selber auseinander.

01:22:54: Was sind die Dinge?

01:22:55: Was könnt ihr?

01:22:56: gut was vielleicht nicht?

01:22:57: aber was sind auch eure blinden Flecken?

01:23:01: wie reagiert ihr in Stresssituation bei Konflikten und so?

01:23:04: also das war für mich der Schlüssel eigentlich.

01:23:07: ja Und auch hier wieder, ich find's so spannend wie die Parallelitäten zwischen Führung und das Leben insgesamt managen.

01:23:13: Auch da wenn man überlegt, wie viele Menschen Dinge ihren Liebsten sagen?

01:23:16: Und bereuen es am nächsten Tag einfach weil sie noch nie sich mit ihren Triggern, mit ihren Emotionen beschäftigt haben.

01:23:22: Wir haben alle keine Zeit wir haben alle viel zu tun aber ich erinnere immer wieder dran Die Menschen haben zwischen zweieinhalb und vier Stunden Screentime auf dem Handy.

01:23:31: Wer das hat soll mir nicht erzählen Er hat nicht zehn Minuten im Tatzeit um in sich selber reinzuhören um bestimmte Dinge zu tun, also das ist glaube ich eher eine Ausrede als die Realität.

01:23:43: Wenn wir jetzt nochmal abstrahieren vom Thema Leadership und du noch mal auf dein Leben insgesamt und auf die Auf- und Absteines Lebens draufblickst – was ist für dich daraus die allerwichtigste Erkenntnis?

01:24:07: Gar nicht so leicht die Frage!

01:24:10: Ich glaube es ist wirklich... gibt wahrscheinlich viele Erkenntnisse, aber auf jeden Fall ein erster Stelle und da wiederhole ich mich jetzt.

01:24:23: Aber dieses wirklich ... Mich selber kennenzulernen zu verstehen was sich wirklich gut kann und wo ich einen Unterschied machen will das hat eigentlich.

01:24:39: also wenn ich gefragt werde was hat den größten unterschied gemacht dann ist es eigentlich dass sowohl beruflich als auch privat.

01:24:51: Ja es ist auch das.

01:24:52: aber Ich glaub, manchmal muss man auch Erfahrungen selber machen.

01:24:55: Aber dieses ... Das wird schon oft gesagt, aber dieses einfach mal mutig sein, einfach mal machen und Dinge auszuprobieren.

01:25:05: Und selbst wenn sie nicht funktionieren, selbst wenn wir uns am Anfang anderthalb Jahre ein Studium angefangen haben, also früher undenkbar, dann wär ich irgendwie anderthaliber wieder zurück und hätte gedacht, oh Gott, das ist jetzt alles für umsonst

01:25:17: eine Delle im Lebenslauf?

01:25:18: Ja, eine Dälle im Lebenslauch!

01:25:19: Oh Gott, ja genau das, nee So, und das ist eigentlich der Schöne.

01:25:24: Also die Menschen, die bewundere ich, die dann sagen ... Nee, jetzt meine mal was ganz anderes!

01:25:31: Das ist doch cool, wenn man sich das traut.

01:25:35: Wir haben in der Kita, wo unsere Tochter geht, eine Erzieherin hat etwas ganz anderes gemacht und hat vor zwei Jahren umgeschult.

01:25:45: Und wir brauchen ja auch mehr Betreuerin.

01:25:47: Das ist sowieso dann ganz toll.

01:25:49: Aber hey, wie mutig ist das?

01:25:50: Die hat auch drei Kinder und macht es irgendwie einfach noch mal neu.

01:25:53: Das finde ich ... Ähm, das is toll!

01:25:57: Und dann wirklich ähm... Ich glaub dieses Hey-Jeder-Mensch kann, ich glaube da wirklich dran, kann etwas besser als ninety-fünf Prozent der anderen Menschen.

01:26:10: Das iss jetzt wirklich keine Studie oder so.

01:26:11: aber das ist mein Gedanke und ich glaube das gibt einem echt viel, dass kann jeder auf sich selber beziehen.

01:26:17: Die meisten haben es aber noch nicht rausgefunden.

01:26:19: Und wenn du das rausfindest, kannst du dein Leben dann ausrichten und aus meiner Sicht führst du glückliches Leben?

01:26:27: Absolut!

01:26:27: Dieses Delle im Lebenslauf hat bei mir jetzt kurz nochmal nachgewirkt, weil ich glaube insgesamt Dellen machen das Leben lebenswert.

01:26:34: Voll, ja... Das sind die in dem Momenten nicht immer schön sind, aber man entwickelt sich weiter, man lernt die Höhen, die Nichtdellen auch wieder mehr zu schätzen.

01:26:43: Ich glaub, dass ist der Punkt Chris wirklich.

01:26:45: Wenn du nie auch mal ... Schicksale, schwierige Zeiten hast du im Leben.

01:26:49: Dann weißt du nicht zu schätzen, wenn du mal schöne Zeiten in dem Leben hast oder all die Höhen.

01:26:54: Das ist so wahr!

01:26:57: Ohne die Tiefen keine Höhen oder zumindest kannst du sie nicht wertschätzen?

01:27:00: Und beides vergeht auch.

01:27:01: dessen dürfen wir uns bewusst sein.

01:27:04: Wenn die Kinder oder wer auch immer man selbst gesund ist dann ist es kein dauerhafter Zustand aber auch das Gegenteil nicht.

01:27:11: Ich kann noch ewig weiterreden.

01:27:12: Ich kann dieses Buch empfehlen und mir ist jetzt nochmal mehr klar geworden als beim Lesen an sich, es ist ein Fachbuch für Führungskräfte aber es gibt so viel Parallelen.

01:27:22: wenn man als Führungskraft bestimmte Dinge gut macht dann kann man die auch ins eigene Leben übersetzen.

01:27:27: deshalb selbst wer noch kein Team von fünfzig Leuten unter sich hat dem empfehle ich dieses Buch.

01:27:33: danke dass du die extra Meile gegangen bist um das nehmen all deinen Themen runter zu schreiben Und wenn Menschen bereit sind, ihre Perspektiven so aufzuschreiben, dass man davon profitieren kann.

01:27:46: Ich kann deinen Link im Kanal sehr empfehlen da teilst du hochaktuelle Themen und vielen Dank das du den Weg hier nach München gekommen bist.

01:27:54: trotz Tochter und allem weiß ich sehr zu schätzen.

01:27:57: Vielen dank fürs schöne Gespräch!

01:27:58: Ein

01:27:58: tolles Gespräch Chris, vielen Dank.

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